
Einen der größten Unterschiede zwischen dem Google Market und dem App Store von Apple, ist sicherlich die Art und Weise wie eine App zugelassen wird. Während beim Google Market quasi keine Überprüfung stattfindet, wird bei Apple ein App auf Herz und Nieren geprüft. Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile. Die Qualität im Apple App Store ist zweifelsfrei sehr viel höher als beim Android-Pendant. Der Nachteil ist aber, dass man auch zwei Wochen warten muss bis eine App freigeschaltet ist. Und dann gibt es ja auch noch immer die Möglichkeit, dass Apple die App gar nicht annimmt.
Diese Erfahrung mussten in der Vergangenheit bereits Verlagshäuser machen, die - oh Graus - nackte Brustwarzen zeigten. "Für Porno ist Android zuständig"! Auch wenn man die Entscheidung nicht unbedingt nachvollziehen können muss, so durfte sich der App Entwickler nicht wundern, dass man seine App nicht annahm. Denn das verstößt klar gegen Richtlinien des App Stores.
Nun wurde aber ein Programm abgelehnt, das scheinbar gegen keine der bekannten Regeln verstößt. Bei der besagten App handelt es sich ausgerechnet noch um eine App, die das Thema "Android" behandelt. Das "Android Magasinet" ist ein Android Magazin des dänischen Verlagshaus Mediaprovider. Wie man sich schon vorstellen kann, geht es dabei um alle Theman rund um Android und die entsprechende Hardware.
Der Grund für das ablehnende Verhalten von Apple sieht Verlags-Chef Brian Dixen im Inhalt der App. Ihm wurde von Apple persönlich via Telefon abgesagt: "Wissen Sie... Ihr Magazin...es handelt nur von Android... so etwas können wir nicht im App Store zulassen", soll der Apple-Mitarbeiter gesagt haben. Dass es ein Problem mit der App selber gab ist dabei unwahrscheinlich. Denn Mediaprovider hat schon eine App im Apple App Store eingestellt. Der Titel: "iPhone Magasinet".
Dixen ist sich sicher, dass Apple die App nur wegen ihrem Inhalt nicht gebracht hat. Es geht Apple nicht nur um die Art und Weise wie eine App aufgebaut ist, sondern eben auch um die angezeigten Inhalte. Laut Dixen dauert es rund zwei Wochen, bis eine Ausgabe der ebenfalls von seinem Verlag entwickelten "Gear"-Magazin-App durch Apple zugelassen wird. Auf diese Weise werden aktuelle Inhalte unmöglich. Was im Falle eines Android-Schwerpunktes passieren würde, möchte sich Dixen lieber nicht vorstellen.
Ganz offensichtlich liegt die Ablehnung aber auch immer ein wenig im Ermessen des Bearbeiters. In den Niederlanden gibt es nämlich schon seit einiger Zeit eine Magazin-App namens "Androidworld Reader", die auch alles zum Thema Android behandelt.
Mein Fazit
Ich habe nichts gegen Apple. Wirklich! Ich selber bin seit vielen Jahren Mac-User. Ich habe aber etwas gegen Zensur! Und das ist für mich klar Zensur. Apple hat eine große Verantwortung. Immerhin ist das kalifornische Unternehmen unbestrittener Marktführer bei den Tablets und dem Verkauf digitaler Inhalte. Wenn Apple kontrolliert ob ihnen der Inhalt passt, oder eben nicht, dann haben wir bald eine sehr eingeschränkte Presse auf den entsprechenden Magazin-Apps.
Das kann aus meiner Sicht nicht der Weg sein!

Minutourus
Wenn das wirklich so der Wahrheit entspricht hat sich Apple ein schönes Ei gelegt und für mich ein Grund mehr in zukunft Apple Produkte noch mehr zu meiden nicht nur privat sondern auch in meiner Arbeitsumgebung.
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