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App-Berechtigungen und was sie bedeuten

Verfasst von: Nico Heister — vor 10 Monaten

Jedes Mal, wenn Ihr eine App aus dem Google Play Store installieren wollt, wird Euch eine Liste mit Berechtigungen angezeigt. Leider ist nicht immer sofort ersichtlich, was sich Anwendungen damit genau erlauben. Ein aktuelles Beispiel ist "HiDrive" für Stratos Cloud-Dienst: Mit dem neuesten Update verlangt die App Zugriff auf Euren Telefonstatus und Eure ID. Warum das so ist, verschweigt Strato bisher leider. Das verunsichert und verärgert viele Benutzer, die deshalb auf das Update verzichten. Bei uns findet Ihr eine Übersicht über die wichtigsten Berechtigungen samt Beispielen, die in solchen Fällen als Orientierungshilfe dienen kann.

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© Rev Stan/flickr.com, ANDROIDPIT ( CC BY 2.0)

Die App-Berechtigungen seht Ihr nicht nur vor der Installation neuer Apps, sondern Ihr könnt sie auch nachträglich einsehen. Das geht unter Einstellungen -> Apps -> (Name der App) -> Berechtigungen.

Telefonnummern direkt anrufen

Mit dieser Berechtigung können Apps Telefonnummern wählen, ohne dass Ihr etwas davon mitbekommt. Apps wie Skype oder Google Talk benötigen die Berechtigung, damit Ihr Telefonate tätigen könnt. Bösartige Apps können die Berechtigung dazu missbrauchen, um heimlich kostenpflichtige Nummern anzurufen, ohne dass Ihr etwas davon mitbekommt. Wenn eine Anwendung, die eigentlich nichts mit Telefonieren zu tun hat, dies einfordert, Finger weg!

Kurznachrichten senden

Damit bekommen Apps die Möglichkeit, SMS zu senden. Das geschieht entweder nur mit Eurem Zutun, oder aber heimlich. Auch hier ist Vorsicht geboten, da bösartige Apps ohne Euer Wissen Abos per SMS abschließen und hohe Kosten entstehen können.

USB-Speicherinhalte ändern oder löschen

Wenn eine App diese Berechtigung erhält, dann hat sie Zugriff auf Euren kompletten Speicher, kann Daten auslesen, bearbeiten und löschen. Die meisten Apps benötigen die Berechtigung, um App-eigene Einstellungen speichern zu können, aber trotzdem sollte man bei dieser Berechtigung sehr vorsichtig sein. In Verbindung mit Internet-Zugriff könnte eine App beispielsweise heimlich Eure privaten Fotos im Internet hochladen.
Achtung: Bis Android 1.5 wird diese Berechtigung jeder App automatisch erteilt, sodass Ihr besonders aufpassen müsst, sofern Ihr noch ein Smartphone mit einer alten Android-Version in Betrieb habt.

Kontakte lesen, Meine Kontakte ändern

Diese Berechtigungen sprechen eigentlich für sich selbst: Damit darf eine App auf Eure Kontakte zugreifen. SMS-Apps, soziale Netzwerke und Adressbücher benötigen diese Infos, aber bei anderen Apps sind sie in der Regel unnötig. Da es sich bei Euren Kontakten um sehr sensible Daten handelt, ist hier äußerste Vorsicht geboten!

YouTube, YouTube-Nutzernamen

Mit diesen Berechtigungen können Apps sich mit dem auf Eurem Smartphone gespeicherten Konto in YouTube anmelden und Euren YouTube-Nutzernamen anzeigen.

Lesezeichen für Webseiten setzen und das Webprotokoll aufzeichnen

Mit dieser Berechtigung hat eine App vollständig Zugriff auf den kompletten Browserverlauf, -daten und Lesezeichen. Die Daten können von Apps mit dieser Berechtigung bearbeitet und gelöscht werden. Das klingt erst mal gefährlich, aber nur Google-Apps können auf diese Daten zugreifen. Apps von Drittanbietern bleiben explizit außen vor und können den Zugriff auch nicht erzwingen.


Vor der Installation könnt Ihr die Berechtigungen im Google Play Store sehen

Vertrauliche Protokolldaten lesen

Diese Berechtigung ist sehr wichtig! Damit erlaubt Ihr einer App, die Protokolldaten von anderen Apps zu lesen. In den Protokolldaten stehen mitunter sehr sensible Informationen und normalerweise benötigt keine App diese Berechtigung. Es gibt aber auch einige Ausnahmen: Die Twitter-App Plume benötigt die Berechtigung, um ausführliche Fehlerberichte an den Entwickler zu übermitteln. Aber gerade bei unbekannten Apps solltet Ihr besonders stark aufpassen!

Telefonstatus lesen und identifizieren

Bei dieser App-Berechtigung handelt es sich um ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist es völlig normal, dass eine App auslesen darf, ob Ihr gerade telefoniert oder einen Anruf erhaltet, um die App-Aktivität zu unterbrechen. Andererseits bekommt die App dadurch auch Zugriff auf zwei individuelle Geräte-Nummern: IMEI und IMSI. Viele App-Entwickler nutzen diese Nummern, um ihre Apps gegen Piraterie zu schützen, aber theoretisch könnten sie damit auch Euer Telefon und damit Euch orten und verfolgen.
Auch hier gilt: Bis Android 1.5 wurde die Berechtigung standardmäßig automatisch erlaubt.

Genauer (GPS-) Standort

Dadurch erfährt eine App, wo Ihr Euch momentan aufhaltet. Das ist wichtig für Navi- oder ortsbasierte Apps, könnte aber auch für Werbung missbraucht werden.

Ungefährer (Netzwerkbasierter) Standort

Siehe oben: Nahezu identische Funktionsweise, aber weniger genau als die Ortung über GPS.

Bluetooth-Verbindungen herstellen

Apps zum drahtlosen Übertragen benötigen diese App-Berechtigung, damit Ihr Dateien via Bluetooth austauschen kann. Üblicherweise ist diese Benachrichtigung relativ harmlos.

Uneingeschränkter Internetzugriff

Bei dieser Berechtigung müsst Ihr besonders vorsichtig sein! Wie der Name schon suggeriert erhält eine App dadurch vollen Zugriff zum Internet. Daten können so ohne Euer Wissen hochgeladen und verarbeitet werden. Viele Apps benötigen die Berechtigung, um überhaupt zu funktionieren, aber genauso viele Apps benötigen sie eben nicht. Gerade in Verbindung mit anderen Berechtigungen kann eine App so ganz schnell großen Schaden anrichten. Ihr solltet vor der Installation also genau abwägen, ob eine App wirklich diese Berechtigung benötigt.

Netzwerkstatus/WLAN-Status anzeigen

Damit weiß eine App, in was für einem Netzwerk Ihr unterwegs seid (WLAN, 3G...). Relativ harmlose Berechtigung.

Bekannte Konten suchen

Hiermit kann eine App herausfinden, welche Benutzerkonten Ihr habt und womit sie verbunden sind. Dadurch ist eine App in der Lage, mit verschiedenen Diensten zusammenzuarbeiten und sich mit ihnen zu verbinden. Zugriff auf Eure Passwörter erhält eine solche App allerdings nicht.

Kontoliste verwalten

Apps können mit dieser App-Berechtigung neue Konten hinzufügen, entfernen oder deren Passwörter löschen. Bestes Beispiel ist die Facebook-App, da Sie in den Einstellungen ein neues Konto für Facebook hinzufügt, mit dem Ihr euch in dem sozialen Netzwerk anmelden könnt. Doch aufgepasst bei auf den ersten Blick harmlos wirkenden Apps wie Spiele oder Rezeptesammlungen. Wenn eine solche Anwendung Eure Kontoliste verwalten möchte, solltet Ihr misstrauisch werden. Denn theoretisch besteht die Möglichkeit, dass eine bösartige App Euer Google-Konto vom Gerät löschen kann.

Als Kontoauthentifizierer fungieren

Mit dieser Berechtigung kann eine App auf Eure Benutzerkonten zugreifen. Das klingt im ersten Moment zwar abschreckend, aber es bedeutet auch, dass durch diese App-Berechtigung Eure Passwörter geschützt werden, da eine solche App keinen direkten Zugriff darauf hat. Vorsicht ist aber auch hier die Mutter der Porzellankiste!


Auch in der Webversion des Google Play Store werden die Berechtigungen aufgelistet

Google Mail: Konten auf dem Gerät verwenden, hinzufügen oder entfernen

Damit hat eine App Vollzugriff auf Euer E-Mail-Postfach bei Google. Abgesehen von der Gmail-App solltet Ihr eigentlich keiner anderen App Zugriff auf Eure sensiblen Daten geben. Eure E-Mails sind Privatsache und sollten nicht so schnell von anderen Apps eingesehen und bearbeitet werden.

 Install Packages (Apps installieren)

Damit kann eine App andere Apps installieren. Das ist wichtig für alternative Market-Anbieter wie das AndroidPIT App Center oder den App-Shop von Amazon.

Über anderen Apps ausführen

Damit können Apps die Benutzeroberfläche von anderen Apps verändern und so die Darstellung verändern. Diese Berechtigung nutzen zum Beispiel die Google-Play-Dienste, um die Optik von anderen System-Apps zu verändern.

Standby-Modus deaktivieren

Videoplayer und andere Apps benötigen die Rechte, um zu verhindern, dass sich der Bildschirm Eures Smartphones/Tablets ausschaltet.

Synchronisierungseinstellungen lesen

Dadurch erfährt eine App, ob Ihr die Hintergrundsynchronisation (z.B. bei Google Mail oder Facebook) aktiviert habt oder nicht.

Hintergrundprozesse beenden

Ihr erlaubt damit einer App, andere Apps zu beenden. Dabei kann es zu Datenverlust kommen. Viele Task-Manager benötigen die App-Berechtigung, um zu funktionieren.

Sicherheitseinstellungen für das System ändern

Diese Berechtigung ist nicht für normale Apps vorgesehen, sondern ein Entwickler-Tool. Damit können, wie der Name schon vermuten lässt, die Sicherheitseinstellungen des Systems für Debug-Zwecke geändert werden.

App permanent ausführen

Hat eine App diese Berechtigungen, kann sie Teile der App dauerhaft im Speicher ablegen, um schneller darauf zugreifen zu können. Das kann zur Folge haben, dass anderen Apps weniger Speicher zur Verfügung steht.

Beim Start ausführen

Damit wird eine App automatisch mit dem Android-System gestartet. Diese Berechtigung kann mit dem Autostart von Windows verglichen werden.

Vibrationsalarm steuern

So gut wie harmlos: Die meisten Apps nutzen diese App-Berechtigungen, um eingehende Nachrichten durch einen Vibrationsalarm zu signalisieren.

Bilder und Videos aufnehmen

Alternative Kamera-Apps benötigen diese Berechtigung, um Fotos schießen zu dürfen. Theoretisch könnte eine bösartige App heimlich Fotos machen und dann über das Internet verteilen, aber in der Praxis dürfte das geschossene Material so gut wie unbrauchbar sein.

Fazit

Vor dem Download einer App solltet Ihr Euch die Berechtigungen immer genau durchlesen und abwägen, ob die App wirklich Berechtigung xy benötigt. Im Zweifelsfall lieber die Finger von der App lassen und die Bewertungen im Google Play Store durchlesen und/oder im Internet nach weiteren Informationen suchen. Es gibt zwar auch Anwendungen, mit denen man anderen Apps im Nachhinein Berechtigungen entziehen kann, aber ich bin der Meinung, dass man dann lieber gleich die ursprüngliche Appp links liegen lassen sollte. Bei der riesigen Auswahl im Google Play Store gibt es ohnehin meist genügend vertrauenswürdige Alternativen.

[UPDATE: 11.06.2014, 17:47 Uhr]

Mit dem Update der Android-App des Play Stores auf Version 4.8 hat Google auch die sogenannten “vereinfachten App-Berechtigungen” eingeführt. Das bedeutet im Klartext:

Berechtigungen werden im Play Store in mehrere Gruppen unterteilt, insgesamt gibt es 13 verschiedene Gruppen, diese sind:

  • In-App-Käufe
  • Geräte- und App-Verlauf
  • Einstellungen für Mobilfunkdaten
  • Identität
  • Kontakte/Kalender
  • Standort
  • SMS
  • Telefon
  • Fotos/Medien/Dateien
  • Kamera/Mikrofon
  • WLAN-Verbindungsinformationen
  • Geräte-ID & Anrufinformationen
  • Sonstiges

Wenn nun eine App durch ein Update eine neue App-Berechtigung benötigt, diese neue Berechtigung aber zu einer bereits vorhandenen Berechtigungs-Gruppe gehört, wird der User nicht mehr wie bisher über die neuen Berechtigungen informiert. Stattdessen sieht man lediglich diesen Hinweis:

play store app update berechtigungen
© ANDROIDPIT

Das Problem hierbei ist, dass die einzelnen Berechtigungs-Gruppen teils sehr großzügig zusammengefasst sind. Hat eine App beispielsweise die Berechtigung “Kontakte lesen” aus der Gruppe “Kontakte/Kalender” eingefordert, kann sie durch ein Update ohne zusätzlichen Hinweis auch die App-Berechtigung “Kalendertermine sowie vertrauliche Informationen lesen” einfordern.

Um sich davor zu schützen, gibt es mehrere Möglichkeiten, die zwei einfachsten sind die Deaktivierung der automatischen App-Updates in den Einstellungen des Play Stores sowie das aufmerksame Studieren aller Berechtigungen für die jeweilige App in der Gesamtübersicht am Ende der Play-Store-Seite:

play store app berechtigungen details
Übersicht über alle eingeforderten Berechtigungen einer App. / © ANDROIDPIT

Wer mehr Kontrolle über das Verhalten von Apps möchte, kann beispielsweise die App SRT AppGuard nutzen. Damit lassen sich auch ohne Root-Rechte einzelne App-Berechtigungen von Apps entziehen (Download auf Entwickler-Website). Wer noch mit Android 4.3 oder maximal Android 4.4.1 unterwegs ist, kann außerdem die App App Ops Starter aus dem Play Store herunterladen. Mit dieser App wird der in Android integrierte aber versteckte Modus “App-Vorgänge” gestartet. Hier lassen sich auch einzelne Berechtigungen entziehen und das ebenfalls ohne Root.

App Ops Starter Install on Google Play

Mit Root gibt es noch mehr Möglichkeiten, ein beliebtes Tool zum Überwachen und Ändern der Berechtigungen ist hier das Modul XPrivacy. Hierfür wird das Xposed Framework benötigt. In der Vergangenheit haben wir das Modul bereits in diesem Artikel vorgestellt, hier findet Ihr weitere Infos.

Weitere Infos: Google Play-Hilfe: App-Berechtigungen prüfen

Begeisterter Android-User seit Dezember 2009 und dem Motorola Milestone. Außerdem allgemein technikinteressiert und immer auf der Suche nach den neuesten Gadgets, die ihm das Leben entweder leichter oder schwerer machen. Nico ist zudem bekannt dafür, zu viel Kaffee zu trinken und zu wenig zu schlafen. In seiner raren Freizeit genießt er einen guten Film und lange Spaziergänge am Strand. Der letzte Teil war gelogen.

95 Kommentare

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  • Sto Mouni vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Ist die Berechtigung "Telefonstatus und ID lesen" wirklich nötig, um die App-Aktivität zu unterbrechen? Wo habt ihr das her? Danke für Info.

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  • User-Foto
    David@01 vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Es ist doch immer wieder erschreckend, wieviel Berechtigungen Apps benötigen. Nutze seit einigen Monaten die AppGuard Pro, um den Apps die Berechtigung zu entziehen. Toll finde ich das nicht, und so manche App wurde erst garnicht installiert.
    Gerade diese ach so "wichtigen" Hintergrund Apps, die alle Berechtigungen "brauchen".
    Naja ein paar Abstriche kann ich ja machen, für E-Mail Foto Social Apps.
    Die Fragestellung ist für mich die. Sind die großen App Hersteller Vertrauenswürdig q?

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    • Izzy vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Vertrauenswürdigkeit hat IMHO nicht viel mit Firmengröße zu tun. Je größer eine Firma, desto größer auch die gesammelte Datenmenge und somit das Missbrauchs-Potential (wobei "Potential" nicht automatisch heißt, dass da auch "Mißbrauch" stattfindet). Ein Patent-Rezept (wem man "blind vertrauen" kann) gibt es sicher nicht.

      0
  • Nadja Friedauer vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Danke für die Vorstellung der 2 Apps. ALs ich den SRT AppGuard installierd habe, sagte es mir ich kann nur 4 Apps damit verwalten, da ich keine Pro Version hätte und somit den Schlüssel kaufen müsste.
    Dann habe ich App Ops Starter runtergeladen und kann nur sagen, Super App. Die wird jetzt meine Standard App und wird jedesmal wieder runtergeladen, wenn ich mein Handy mal zurückgesetzt haben sollte.

    0
  • Shalimar vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    vielen Dank. Top Thema. Top Beitrag. ☆★☆★☆

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  • Angel Dimis vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    XPrivacy das Nonplusultra!!! Gibt's nicht besseres!!!

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    • Izzy vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Außer, man möchte auch nicht-Privacy bezogene Permissions unter Kontrolle haben. Laut ihrer FAQ, versteht sich Xprivacy als *Privacy* Manager, nicht als *Permission* Manager – und wird daher diverse Dinge (zumindest in Absehbarer Zeit) nicht kontrollieren lassen. Zum Glück halten sich die unter https://github.com/M66B/XPrivacy#FAQ25 benannten Einschränkungen in Grenzen :)

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  • Olaf Gutrun vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Nein natürlich nicht, der Apfel war was das betrifft bei Smartphones der Vorreiter der mit dem Mist erst richtig an fing. Bei Android kann man wenigstens etwas dagegen machen beim Apfel nahezu nicht.

    Gmail hat ja nichts mit Android zu tuhen, die Mails werden am Pc genauso gescannt. Es geht ja nicht um die Gmail App selber sondern Gmail als Mailanbieter allgemein.

    Die Mailsache ist natürlich nur ein Tropfen auf den heissen Stein...
    Fakt ist es gibt bessere Mail Anbieter, sehe echt keinen Sinn darin Gmail zu nutzen woführ? Und die App selber ist z.b K9 Mail eigentlich in allen belangen unterlegen und obendrauf neugieriger. Ich konnte bei k9 keinerlei Hintergrund aktivitäten ausfindig machen.

    Auch frech ist es von Google das man die Apk.s nur via Play App downloaden kann. Wäre dies über die Play website möglich, bräuchte niemand mehr Google Play Dienste+ Google Konto auf dem Androiden.

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    • Izzy vor 11 Monaten Link zum Kommentar

      Naja, beim Apfel kann man zumindest (offiziell!) den Apps einige Rechte entziehen. bei 4.2/4.3 sah es ja fast danach aus, als würde Google das (endlich!) auch bei Android einbringen – aber da bewegt man sich leider in die entgegengesetzte Richtung.

      Was die .apk Dateien betrifft: Es gibt ja einige Stellen, wo man die auch so herunterladen kann. Aber eben nicht alle. Lösung (zumindest für gratis Apps): Eine VM mit Android-x86 und einem Fake-Account. Dort alle Apps installieren, die man braucht. Mit AppMonster immer die .apk Dateien wegfangen, mit FolderSync auf den PC kopieren, und dort ein eigenes F-Droid Repo einrichten. Auf den Androiden läuft dann die F-Droid App, und kümmert sich darum, dass alles fleißig aktualisiert wird.

      Ein wenig aufwändig, aber machbar :)

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  • User-Foto
    Marc vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    tja son prob hab ich beim apfel nicht :-)

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  • Olaf Gutrun vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Wer das gesamt Ausmaß halbwegs kennt weiss das es keine verrücktmacherrei ist. Außerdem wird es schlimmer wenn alle das so bedenklos hinnehmen.

    Ich Bewerte mitlerweile alle Apps schlecht die unnötige Rechte haben.
    Der Druck auf die Entwickler ist gestiegen, bei sehr vielen Apps konnte ich auch schon Rückzieher beobachten weil die schlechten Bewertungen sich häuften.

    Unternehemen alle aber nichts, wird es schlimmer. Irgendwo müssen halt Grenzen gesetzt werden. Google und co dürfen nicht machen können was sie wollen. Vorallem da die Daten im Smartphone sehr sehr sensibel sind.

    Und nicht vergessen Google Scannt jede Mail und das durch Googles Weltführender Software extrem gründlich, nicht zu unterschätzen. Oder fändest du es Ok das Google Zuhause in deinen Briefkasten auch rein gucken darf?
    Ps: Apple hat doch kein Mailservice? Naja es ist ein leichtes etwas anderes als gmail zu nutzen sehe nur vorteile keine Nachteile also warum denn nicht?

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  • rumbleking vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    ist doch alles verrücktmacherei!!!
    Bei Apple ist sowas nicht mal Thema. Da steht das alles einfach in der Kilometer langen AGB und der Endverbraucher ließt diese bekanntlich sowieso nicht. Somit sagt auch keiner was.

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  • Olaf Gutrun vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Voll der Unfug der hier teilweise erzählt wird.
    Wie kann man Gmail empfehlen und das als besonders sicher?

    Das Google mit liest und Dateianhänge scannt ist bekannt.
    Die App Gmail selbst verzehrt 27Mb Ram was vergleichsweise unter den Systemapps viel ist.
    Gmail hat viele Berechtigungen und ist ziemlich aktiv im Hintergrund.

    Ich halte es für wesentlich performanter, sicherer und akku schonender z.b K9 Email mit einem deutschen Email Anbieter des Vertrauens zu benutzten.

    Posteingang/ Ausgang verschlüsselt abruf per imap.

    Richtig ein gestellt die bessere Email App!.
    Frisst kein Akku, verbraucht weniger Ram, hat keine besonderen Berechtigungen, Ruft Mails sehr schnell ab, kann also auch ohne automatischen abruf benutzt werden und arbeit somit nicht im Hintergrund.
    Große Anhänge sind überhaupt kein Problem. Es ist extrem personalisierbar.
    Gute manuelle Spam Markierung, und extras ohne Ende.

    Habe beim deutschen Anbieter ein weitaus besseres Gefühl.
    Zumal ich da auch industrielle Schäden sehe, die agb von gmail sind schlecht, darum sollte jeder genau darüber nachdenken ob er es wirklich gebrauchen sollte oder besser nicht.

    Vor allem weil es bessere und sicherere alternativen gibt.
    Löschen oder deaktivieren ist meine Meinung.

    Edit: Auch privacy guard ist bedenklich.

    Besonders effektiv und vertraulich ist xprivacy via Xposed Framework. Eigentlich nicht wirklich schwer ein zu richten.
    Für mich das beste Android tool was es je gab (:

    Noch einmal Edit: Kann zwar sein das mamche Berechtigungen wirklich benötigt werden, aber trotztdem kann man auch unglaublich viel ohne negativauswirkungen deaktivieren. Selbst dem System kann man sehr viel unbenötigtes entziehen. Google play dienste habe ich zerstückelt, selbst die Kamera und original Galerie. Diese kann jetzt nicht mehr online, nicht mehr gps abfragen, keine picassa aufforderungen mehr schicken.
    Ähnliches bei der Cam, Fotobearbeitung usw usw.

    Was mich so an Xprivacy überzeugt ist die genauigkeit jeden Prozess überwachen und loggen zu können. Das wenn ich eine neue installierte App das erste mal starte, jede einzelne berechtigung beim ersten mal erfragt wird. Zum probieren drücke ich bei den meisten sachen mit sehr wenig rechten aus und die App arbeit noch tadelos. War bei der Androidpit App auch kein Problem ein paar Dinge weg zu nehmen *augenzwinker* das noch veränderte Werbe Id, Timbukto als stamdort und als sim nummer 0190 66666. Und noch so ein paar gefälschter werte die bei jedem Start automatisch verändert werden. Inklusive imei.

    So verweigere ich Gewisse abfragen nicht, aber was da raus kommt ist Wertloser Datenmüll womit kein App Entwickler etwas anfangen kann. Auch Google muss bei mir weitaus kürzer treten. Im Prinziep nur noch die Kontakte und alles was den Playstore gerade noch so am Leben erhält.

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  • Trim S. vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Guter Artikel!

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  • juergen osbahr vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Super Artikel und super dass User helfen. Danke.

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  • Matthias M. vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Super danke!.

    Hab mir gerade XPrivacy installiert :)

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  • Abdus vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Sehr informativ. Ich hatte mir schon öfters Gedanken über dieses Thema gemacht.
    (Tipp: Chip.de bietet eine ältere Vollversion von SRT AppGuard als apk zum runterladen an.)

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    • leerzeichen vor 11 Monaten Link zum Kommentar

      Über den SRT AppGuard gibt es ja nach wie vor sehr geteilte Meinungen. Ich finde es auch etwas fragwürdig aus Angst vor dem Verhalten einer App mit ein paar kritischen Berechtigungen eine (Closed-Source) App mit den selben kritischen Berechtigungen (SRT bindet in die überwachten Apps eine eigene Bibliothek ein, und hat damit die Rechte aller überwachten Apps) laufen zu lassen - da wird die Paranoia nicht wirklich befriedigt.
      XPrivacy ist Open-Source ( https://github.com/M66B/XPrivacy/ ) und ermöglicht auch eine deutlich feinere Auswahl der Berechtigungen. Außerdem kann man damit Berechtigungen auf Nachfrage verteilen - nützlich, wenn man nicht weiß, was die App mir einer speziellen Berechtigung vor hat.

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