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Xiaomi geht den falschen Weg

Erinnert Ihr Euch an die vergangenen Jahre, in denen uns Samsung mit über 300 verschiedenen Smartphone-Versionen von Minis über Neos bis hin zu Actives fast erdrückt hat? Die Südkoreaner haben aus Ihrer falschen Strategie der vergangen Jahre gelernt und haben seit Anfang 2016 eine klarere Produktlinie. Aber es gibt nun aus China einen Smartphone-Hersteller, der genau auf die vergangene Samsung-Strategie setzt und uns mit einer unendlichen Anzahl an Smartphones erdrückt. Dieser Hersteller heißt Xiaomi.

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Eines vorweg: Ich habe Xiaomi schon lange, bevor ich zu AndroidPIT im Jahr 2015 kam, beobachtet und war sehr angetan von den Produkten des Herstellers. Damals war Hugo Barra noch nicht bei Xiaomi und die Internationalisierung war noch kein Thema in den Führungsetagen des Unternehmens. Damals gab es mit dem Redmi Mi 4, Mi Note, Mi Note Pro und Mi Pad eine einfache und übersichtliche Produktpalette. Aber das war noch im Jahr 2014, beziehungsweise Anfang 2015.

hugo barra mi5
Hugo Barra ist bei Xiaomi verantwortlich für die "Eroberung der internationalen Märkte."  / © ANDROIDPIT

Damals verglich man Xiaomi hierzulande mit Apple, die eine ähnliche Marketingsprache hatten und auch eine ähnliche klar abgegrenzte Produktlinie. Aber ab April 2015 und seit dem Markteintritt von Xiaomi in Indien begann das Feuerwerk der "Produktvielfalt" von Xiaomi. Das Mi 4i wurde als erstes Produkt in Indien eingeführt und später durch die schon vorhandene Redmi-Serie abgerundet. Zu dem Zeitpunkt war ich noch der Meinung, dass sich ansonsten nichts an der Produktstrategie insgesamt von Xiaomi verändern wird, aber falsch gedacht.

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Zu viele Smartphone verwässern das Gesicht von Xiaomi. / © ANDROIDPIT

Im Spätsommer 2015 ging der Ausbau der Produktvielfalt weiter, denn Xiaomi wollte nun auch den brasilianischen Markt erobern, es erschien das Redmi 2 als Nachfolger des preisgünstigen Smartphones Redmi. Man könnte jetzt die Aufzählung weiter fortsetzen, aber es würde schnell langweilig werden, deshalb kürzen wir die ganze Sache etwas ab und ich liste Euch mal die gesamten Smartphone-Produkte von Xiaomi auf, die nach dem Redmi 2 im Spätsommer 2015 erschienen: 

Xiaomi Smartphones Veröffentlichungsmonat
Redmi 2 Prime  August 2015
Redmi Note 2  August 2015
Mi 4C  September 2015
Redmi 2 Pro Oktober 2016
Redmi Note 3 (MediaTek-Version) November 2016
Redmi Note Prime  Dezember 2016
Redmi 3 Januar 2016
Redmi Note 3 (Qualcomm-Version) Februar 2016
Mi 5  März 2016
Mi 4s März 2016
Redmi Note 3 Pro April 2016

Neben diesen Android-Smartphones gibt es dann noch Fitnessbänder wie das Mi Band, das Mi Band 1s, zahlreiche Fernseher in verschiedenen Größen, Settop-Boxen und PowerBanks, Webcams und WiFi-Router. Klar, Xiaomi muss als Unternehmen wachsen und auch weitere Produktkategorien erobern. Samsung verkauft auch Waschmaschinen, Trockener, Kühlschränke und andere Produkte. 

Aber bei den Smartphones muss sich Xiaomi definitiv mal wieder auf ein paar ausgewählte und klare Produkte begrenzen. Es kann doch nicht sein, dass es von der Redmi-Serie in den vergangen 9 Monaten sieben Versionen gab? Muss das sein? Ich denke nicht. Wie seht Ihr die Produktstrategie von Xiaomi bezogen auf die Smartphones?

Sollte Xiaomi seine Smartphone-Palette reduziern
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Dieser Text ist ein Kommentar, der die Meinung eines Redakteurs wiedergibt und nicht immer die Gedanken der gesamten Redaktion abbildet. Kommentare können kritische, mahnende oder humorvolle Anmerkungen sein.

Top-Kommentare der Community

  • Warrior 99 vor 8 Monaten

    Ich finde es bei jedem Android Hersteller zu viel. Am besten fände ich es wenn man die Mittelklasse komplett auslässt.

    Das Vorjahres Modell übernimmt dann die Rolle der Mittelklasse. So würden sich die Vorjahresmodelle besser Verkaufen. Zusätzlich könnte man sich auf den Update Support der wenigen Flaggschiff konzentrieren. Mitlerweile ist es so das die Mittelklasse schlechter ist wie das Vorjahres Flaggschiff und zusätzlich noch schlechter Ausgestattet ist. Bei ähnlichen Preisen.

46 Kommentare

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  • XIAOMI geht den falschen Weg ?
    Nein, jeder geht irgendeinen Weg um in diesem verheerenden Verdrängungswettberwernb eine Scheibe abzubekommen.
    Allerdings was Europ betrifft und 4G LTE , die 800 MHZ (Band20) benötigte LTE Frequenz haben diese Geräte nicht, Elephone z.B. hat diese in allen Modellen , d.h. die XIAOMI Geräte send generell LTE -Europa Praxisfremd.
    Ich habe die Firma schon 4 x deswegen angeschrieben, kein Fedback, nichts. Andere Chinahersteller haben sich gemeldet und bedankt für die Info. Das ist ja irgendwie befremdend.

  • Kann jeder Hersteller machen wie er möchte.

  • Xiaomi (und auch Umi) kommt allein deswegen nicht in Frage in Europa, da es kein Europaweites LTE unterstützt, sobald Du ausserhalb der City bist , 800 MHZ Band 20 wird zB. nicht unterstützt. Was gebraucht wird findst Du im Internet unter Suchen wie : Lte frequenzen in Deutschland

    Der Chinahersteller Elephone ist hier vorbildlich, weltweites LTE auf allen 4G Smartphones .

  • dee n. vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    damals... 2014,Anfang 2015 😂😂
    aber ja, du hast recht.

  • old.man vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Mich nervt eine angebliche Produktvielfalt die eigentlich nur die Variabeln der Fertigung aufzeigt und die jeweils günstigsten Komponenten berücksichtigt ganz gewaltig ab. Besonders da der Hauptsinn für den Vermarkter die Verschleierung der Kostenkalkulation zu sein scheint. Sprich Zockerei im Sinne von Profitmaximierung. Das nächste sind dann bei Handelsplattformen wie Ebay individuelle Preise für registrierte/erkannte Besucher. Auch in Form von überraschend angebotenen Rabattcodes des "ausgelagerten" Bezahldienstes. Inklusive der Individualisierung von Preisen bei unterschiedlichen Bezahlarten und damit fest gekoppelten Versandarten. Gibt es noch nicht? Es wird nicht groß rumerzählt. Amazon USA fängt gerade damit an Garantie an sich zur Option zu machen. Aber für Kosumjunkies die auf China-Importe abfahren wäre das eine echte Verbesserung... Mir reicht einmal Elephone plus Tomrepair für den Rest des Konsumentenlebens, nie wieder. Und was Industrie 4.0 betrifft, ein Traum aus Legoland der nie zum allgemeinen Standard wird. Eine Randerscheinung zu Slaverei und Kinderarbeit. Es fehlen schon bald die Ressoursen dafür. Warum? Die Zeit des Blasengeldes geht zu Ende. Und damit vieles andere auch. Bei Xiaomi haben sie wie eigentlich alle nicht des Hauch eines sinnvollen Planes ihre Marktmacht und ihr Geld/falls sie überhaupt welches haben eher keins, sinnvoll einzusetzen. Laufen lassen und weiter im Trott.

  • Wieder mal: Was für eine bescheuerte Auswahl von Abstimmungsmöglichkeiten! Erstens haben wir als Konsumenten genau eine Möglichkeit, die Modellpolitik der Hersteller zu beeinflussen: Nicht kaufen. Zweitens: Was hat die Meinung über die Produktvielfalt damit zu tun, ob man sich für die Marke interessiert? Chinesische Hersteller sind immer sehr interessant, weil sie innovativ und preiswert sind. Das bedeutet aber keineswegs dass man jedes Produkt von jedem interessanten Hersteller gleich kauft

  • Shu schrieb:
    Redmi Note 3 (Qualcomm-Version) Februar 2016
    Redmi Note 3 Pro April 2016

    Das Redmi Note 3 Pro hat den Qualcomm Prozessor, das andere den MDK.

    Ok bei der Produktvielfalt kann man mal durcheinander kommen.

    Aber es zeigt sich immer mehr das die chinesischen Firmen immer kleinere Serien auf dem Markt bringen. Vermutlich um Technik Trends schneller entsprechen zu können. Der Markt in China muss mörderisch sein und deswegen wird sich da nicht so schnell was daran ändern.

    Das Redmi Note 3 Pro ist übrigens hervorragend. Leider ohne LTE Band 20.

  • Die Frage richtet sich an die Konsumenten, und damit eigentlich an die Falschen. Ein Konsument muss eigentlich Interesse an einer möglichst großen Auswahl haben, um seine individuellen Bedürfnisse am besten erfüllt zu sehen.
    Projekte wie Ara sind Ansätze zu einer Individualisierung in der Ausstattung der Geräte, und "Industrie 4.0" als Teilmenge des "Internet of Things" verspricht eine wirtschaftliche Produktion ab der Losgröße 1.
    Wenn das mal für Smartphones funktionieren sollte, wird sich jeder ein Gerät nach seinen persönlichen Vorstellungen zusammenstellen können, und das wird dann individuell für ihn so gefertigt, also mit Kameramodul nach seinen Vorstellungen, Speicherausstattung, SoC, Größe usw. usw.
    ("Natürliche" Einschränkungen wird es aber geben, so kommt nicht jedes günstige SoC mit High-End-Kameramodulen zurecht. Auch das Layout der Platinen wird bestenfalls in einer sehr späten Phase von "Industrie 4.0" individuell erstellt werden, vielleicht auch nie.)
    Das ist aber derzeit Zukunftsmusik und wird wohl zuerst bei hochpreisigen Dingen wie Maschinen oder Autos Realität.
    Auch wenn man eine Meinung dazu natürlich haben kann, wäre die Fragestellung an die Produktentwickler interessanter, der Konsument hat keine prinzipiellen Nachteile von einer besseren Auswahl. Indirekte Nachteile, wie schlechtere Updateversorgung klammere ich hierbei bewusst aus. Bei Windows PC's und Notebooks gibt es eine gigantische Auswahl an Geräten, regelmäßige Updates sind dennoch kein Problem. Längere und schnellere Updates könnte, ja müsste, man den Herstellern auch aufzwingen (dies ging auch indirekt über das Haftungsrecht), wie diese das dann mit ihrer Produktvielfalt vereinbaren, wäre deren Entscheidung.

    Samsung wurde weltweiter Marktführer mit einer grossen Produktauswahl. In einem der größten globalen Einzelmärkte, China, ist Xiaomi Marktführer oder zumindest ein ganz großer Marktteilnehmer. Konkurrenz gibt es im Androidsegment bei allen Geräte- und Preisklassen. Lässt ein Hersteller ein Marktsegment unberücksichtigt, füllt es ein anderer aus. Gleichzeitig erschwert eine hohe Produktvielfalt eine kostengünstige Produktion, da die Stückzahlen einer Modellreihe sinken, wenn eine oder mehrere ähnliche existieren. Zunehmend flexiblere Fertigungsanlagen mildern diesen Nachteil aber immer mehr ab.
    Die Frage, welche Produktvielfalt sinnvoll (oder besser gesagt, wirtschaftlich optimal) ist, ist eine unternehmerische Frage, die jeder Hersteller für sich entscheiden muss.
    Der Konsument kann sich über eine hohe Auswahl und eine scharfe Konkurrenzsituation eigentlich nur freuen. Lediglich die Auswahl wird ihm erschwert, die Qual der Wahl wird größer.
    Dafür gibt es unabhängige Handysuchmaschinen, und solche der Hersteller.

  • Ali A. vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Anfang 2015 gibt es die klaren Linien bei Samsung

  • Manuel vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Ab Oktober ist in der Tabelle welche Handys nach spätsommer erschienen 2016 ein Neues Jahr beginnt erst im Januar ;)

  • Spielt doch eh keine Rolle.
    Sie sind weniger als unbedeutend hier in Europa.

    Allerdings spiegeln die Preise der ChinaPhones genau das, was ich bereit wäre für Hersteller-Android zu zahlen. Samsung und Co sind vollkommen überteuert für ihre Produkte.

  • Die beste möglichkeit wäre wenn sich xiaomi mit lg sony und htc fusionieren würden, vielleicht will dann jemand was von denen kaufen.

  • Peter D vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Naja, eigl. ist es bei Xiaomi noch sehr überschaubar. Es gibt redmi und mi sowie jeweils die größeren notes dazu und dazwischen hat man jetzt 3 Mittelklassegeräte gepackt mi4i 4c und 4s.
    Die "Vielfalt" kommt auch, weil in verschiedenen Märkten minimale Variationen des gleichen Produkts angeboten werden. Das Redmi2 prime ist zb das pro nur für den indischen Markt. Bei Mi4i und Mi4c ist eines glaub ich für China, das andere verkauft man international oder so.
    Ein bisschen sollten die natürlich aufpassen, dass man Kunden nicht verunsichert mit diesen ganzen Provarianten, die kurz nach dem eigl Phone auf den Markt kommen (Redmi note 2 und 3) Und was das Mi4s soll, versteh ich auch nicht. (Das ist quasi ein 4c)

    Ich hoffe das ganze pendelt sich ein sobald Xiaomi seine Modelpalette "vervollständigt" hat und sich international richtig etabliert. Apple zeigt, dass man mit klaren übersichtlichen Produktlinien gut fahren kann.

  • Ich Frage mich immer warum es euch stört wenn ein unternehmen viele Smartphone Modelle produziert. Man muss ja nicht alle kaufen

  • So, so, das Xiaomi Redmi Note 3 erscheint im November 2016 und das Redmi Note Prime im Dezember 2016. Wir werfen Samsung und jetzt auch Xiaomi vor zu viele Geräte zu veröffentlichen und so mehr Quantität als Qualität zu liefern (warum sollten wir das sonst bemängeln?). Scheinbar gilt das auch für hier veröffentlichte Artikel...

    • Entscheidend ist doch der Markt. Wenn Xiaomi alle ihre Serien gut an den Mann bringt, ohne jetzt Qualität vs. Quantität zu beurteilen, scheinen ja genügend Menschen zu glauben, dass sie in relativ kurzen Zeitabständen immer neue Handys brauchen. Und meiner Meinung nach ist das ein Hype in der Gesellschaft, der durch diese Marktstrategie wirtschaftlich verfolgt wird und nichts weiter. Ob der Benutzer realistisch gesehen bei der täglichen Benutzung einen Unterschied merkt ist fraglich, messbar über wunderschöne Benchmarking Programme sicher, ob die millisekunden Unterschied beim starten einer Facebook app dem ottonormalverbraucher auffallen ist fraglich. Und wer macht profiaufnahmen mit handykameras? Wessen sperrbildschirm wurde schonmal gehackt und wozu fingerprint, innovationen sind eben toll, es lebe der konsum.

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