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Telegram: Die vielleicht beste Alternative zu WhatsApp

Telegram: Die vielleicht beste Alternative zu WhatsApp

Der Telegram Messenger ist wohl der einzige, der WhatsApp wirklich gefährlich werden könnte. Er ist für ein Internationales Publikum ausgelegt, komplett werbefrei, kostenlos, technisch in vielen Punkten besser als WhatsApp, und seine Nutzerzahl wächst rapide. Beim Vergleich mit WhatsApp zeigt Telegram, warum die Zahl der Fans und Nutzer so schnell wächst.

Die Brüder und Telegram-Gründer Pavel und Nikolai Durov stammen aus Russland. Sie arbeiten derzeit von Dubai aus, um möglichen Repressalien in Russland zu entgehen. Die Infrastruktur des Chat-Clients ist dezentral organisiert, also über den kompletten Planeten verstreut. Man kann also nicht mehr von einem russischen oder deutschen oder sonstwie nationalen Produkt sprechen. Dies nutze das Unternehmen aus, um gespeicherte Daten vor staatlicher Durchsuchung zu schützen.

AndroidPIT whatsapp vs telegram 8443
Telegram ist Datenschutz-mäßig nicht viel besser als WhatsApp. / © AndroidPIT by Irina Efremova

WhatsApp hingegen wurde einst als unabhängiges Start-up gegründet und ist ausgezogen, um die kostenpflichtige SMS obsolet zu machen. Lange Zeit war der Dienst kostenlos. 2012 wurden Abonnements eingeführt, die man jedoch nie wirklich bezahlen musste. 2014 übernahm Facebook den Dienst und beendete den Abo-Humbug. Seither tauschen die Dienste unsere Daten untereinander aus und untergraben unsere Privatsphäre.

telegram whatsapp reveal number
Telegram (links und Mitte) verbirgt die Telefonnummer des Nutzers "Drimsim 87" vor Sophia während WhatsApp (rechts, +44...) sie schamlos enthüllt. / © AndroidPIT

Leider ist Telegram da nicht vorbildlicher. Durch die intransparente Struktur ist nicht klar, wer Eure Daten inwieweit gebraucht. Immerhin konstatiert die Privacy Policy, dass "0 Byte Nutzerdaten an Dritte oder Regierungen übergeben werden". WhatsApp macht da schon realistischere Versprechen und klärt Euch auf, wer alles Zugriff auf Eure und die Telefonnummern Eurer Kontakte erhält; die Situation also so ziemlich direkt nach der Anmeldung außer Kontrolle gerät.

Die Frage ist also, wem Ihr Eure Daten eher gönnt. Einem Daten-Giganten, dessen Geschäftsmodell darauf basiert, alles über Euch zu erfahren und an Werbetreibende zu verkaufen? Oder einem Projekt von ein paar reichen, ambitionierten Russen, die sich über Spenden und kostenpflichtige Dienstleistungen finanziert, sobald ihr Startkapital aufgebraucht ist.

Was macht Telegram besser als WhatsApp?

Anders als WhatsApp ist Telegram komplett Cloud-basiert. Das heißt, Nachrichten werden schon während Ihr sie tippt über all Eure angemeldeten Geräte hinweg synchronisiert. Das können Smartphones, Tablets oder PCs sein. Es werden Fotos, Videos und auch andere Dateien (doc, zip, mp3, etc.) mit je bis zu 1,5 GByte Dateigröße gesichert. Das macht Telegram gleichzeitig zu einem Speicher-Hort.

Bei der ersten Einrichtung gebt Ihr genau wie bei WhatsApp Eure Handynummer ein. Ihr erhaltet entweder eine SMS oder einen Anruf, der Telegram die Gültigkeit Eurer Handynummer bestätigt. Richtet Ihr danach Telegram auf einem weiteren Gerät ein, müsst Ihr Euch über dieselbe Telefonnummer anmelden. Der Code wird dann jedoch an eure bestehenden Telegram-Anmeldungen gesendet. Über kurz oder lang ist es also gleichgültig, ob die Handynummer noch dieselbe ist. Prinzipiell ließe sich Telegram also mit einer Wegwerf-Nummer verwenden, so lange Ihr Zugriff auf wenigstens ein eingeloggtes Gerät habt.

telegram spam protection
Bei Telegram dürft Ihr nur Leute anschreiben, die auch Eure Handynummer haben oder in derselben Gruppe sind. Alles andere landet im Spamfilter. / © AndroidPIT

Entwickler von Drittanbieter-Apps können Telegram in ihre Apps integrieren und so die Chat-Funktion verwenden, ohne dass ihre Kunden Telegram selbst installieren müssen. Die App der russischen Reise-SIM-Karte DrimSIM etwa nutzt genau dieses Feature.

WhatsApp vs. Telegram: Gruppenchats

  WhatsApp Telegram
Max. Gruppengröße 256 100.000
Gruppe löschen nur leere Gruppe sofort möglich
Admin-Ebenen 1 1, mehr bei Supergroups
Admin-Default Ersteller ist Admin Jeder ist Admin
Antworten mit Zitat ja ja
Erwähnen mit @name ja ja
Telefonnummer wird in Gruppen öffentlich ja nein
Jeder kann jedem schreiben ja Nur gegenseitige Kontakte oder gemeinsame Gruppenmitglieder
Neue Mitglieder sehen alte Nachrichten nein ja
Nachrichten lassen sich editieren nein ja
Nachrichten lassen sich für alle löschen nur 7 Minuten nach Versand ja, immer
Nachrichten anheften (z.B. Betreff, oder Regeln) nein ja
Unterstützung durch Bots nein ja
Gruppenbeitritt von außen Via Telegram-Suche oder Link Via Link

Telegrams Gruppenchat skaliert mit der Größe. Es gibt öffentliche Gruppen, die Ihr über die globale Suche anhand des Namens oder Hashtags findet oder denen Ihr per Hyperlink folgen könnt. Konvertiert Ihr eine Gruppe in eine Supergroup, bekommen deren Admins erweiterte Moderatoren-Funktionen, die Telegram selbst vorstellt. Ihr bekommt eine Kurz-URL, die Ihr mit anderen zum schnellen Beitritt teilen könnt.

telegram whatsapp group link
Telegram-Supergroups könnt Ihr einfach per Suchfunktion finden. Alternativ lassen sich wie in WhatsApp Links zum Teilen erstellen. / © AndroidPIT

Ein weiterer Bonus bei Telegram sind Bots. Sie suchen animierte GIFs zu Schlagwörtern oder Sticker zu Emojis. Sie erkennen Spam oder starten eine Bing-Suche. Bedient werden sie direkt aus der Eingabezeile heraus.

Wie viele Leute nutzen Telegram und wie konvertiere ich meine Freunde?

Telegram hat laut Statista (Oktober 2017) 170 Millionen monatlich aktive Nutzer. Die Zahl der Nutzer wächst jedoch rapide. WhatsApp hat laut Satista (Januar 2018) rund 1,5 Milliarden Nutzer und befindet sich ebenfalls weiter im Wachstum. Es ist also recht wahrscheinlich, dass Ihr Eure Telefonkontakte auch bei WhatsApp antrefft, sobald Ihr Eure Handynummer und Euer Adressbuch mit dem Messenger synchronisiert.

Telegram lässt sich auf die gleiche Art wie WhatsApp einrichten. Wollt Ihr also vom einen zum anderen Messenger umziehen, könnt Ihr Eure WhatsApp-Kontakte einfach per Broadcast informieren, Eure Info anpassen ("Ihr findet mich auf Telegram") und WhatsApp deinstallieren. Nach einer Weile sollten Eure Kontakte schon folgen, wenn sie Euch anschreiben wollen. Dank der Sticker und der Bearbeiten-Funktion, spätestens aber nachdem sie es zum ersten Mal im Desktop-Browser gestartet haben, sollten sie auch bleiben wollen.

Fazit

Telegram klingt zu gut, um wahr zu sein. Mit seiner Verfügbarkeit für Tablets und via Browser oder native Software für PCs ist es auch ohne Smartphone nutzbar. Verschlüsselung, Werbefreiheit und der Kostenpunkt von null Euro runden das Paket ab. Ihr solltet die App also wenigstens mit Euren Freunden einmal ausprobieren.

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Top-Kommentare der Community

  • Maximilian HE vor 4 Wochen

    Immer wieder interessant wie einige tatsächlich glauben mit Telegram besser dran zu sein.
    Allein die End TO End Verschlüsselung ist überhaupt nicht
    gegeben, außer man nutzt den Private Mode.

    Ich habe Telegram, jedoch halte ich es nicht für ein besseres WhatsApp sondern ein weniger ehrliches.

    Threema ist da schon eine eindeutig bessere Alternative. Aber da ja die meisten User immer nur kostenlose Apps wollen, da Entwickler ja von Luft und Liebe leben, wird sich das wohl in der Masse nie durchsetzen.

  • HEB vor 4 Wochen

    Ganz einfach, habe WA in dem Jahr von meinem Smartphone verbannt als FB es gekauft hat. Seid dem Tage habe ich Telegramm oder SMS für meine Kontakte, und wer nicht will hat Pech gehabt, gibt ja noch E-Mail (Spike eine sehr schöne App) oder man kann anrufen.

  • Aries vor 3 Wochen

    Oh, oh, Eric! Mal wieder ein großes Fail eines aufgewärmten Artikels.

    Telegram verschlüsselt nicht per Voreinstellung Ende-zu-Ende, sondern nur geheime Chats. Gruppenchats lassen sich gar nicht verschlüsseln. Die grundsätzlich vorhandene Transportverschlüsselung zählt nicht! Ebensowenig, die Verschlüsselung auf den Servern, denn ein Hack kann die Nachrichten lesbar machen.

    Das ist bei WhatsApp anders. Dort erfolgt die Verschlüsseleung und Entschlüsselung immer (für Einzel- und Gruppenchats) auf den Endgeräten. Damit müssten 1,5 Milliarden Endgeräte gehackt werden und nicht nur ein paar Server. Natürlich könnte WhatsApp die Schlüssel klauen. Das ist ihnen aber noch nicht nachgewiesen worden.

    WhatsApp macht es sogar sehr transparent, was sie machen und das erschreckt mich. Denn eigentlich müssten die Nutzer aufschreien. Machen aber zu wenige, weil sie glauben, mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei alles sicher. Genau schaut sich das niemand an. Dann würde nämlich erkennbar, dass nur die Chats, aber kein Status Ende-zu-Ende verschlüsselt ist und dass ein Zugriff auf das Telefonbuch zwar zur Erbringung der Dienstleistung nötig ist, aber eine Weitergabe dieser Daten für den Endnutzer rechtliche Risiken bedeuten kann, weil die wenigsten das in den AGB geforderte Einverständnis aller Kontakte haben dürften.

    Meine Kritik an WhatsApp ist nicht (mehr) vorrangig technischer Natur, sondern rechtlicher. Sie untergraben das Selbstbestimmungsrecht völlig unbeteiligter Personen, die nie WhatsApp, Facebook oder Instagram hatten und schieben die Verantwortung dafür auf die Nutzer ab, die sich dessen gar nicht bewußt sind. Würden sie Datenschutz ernst nehmen, wie in ihren Datenschutzbestimmungen steht, würden sie eine technische Möglichkeit schaffen, dass die Nutzer in der App pflegen könnten, welche Kontakte ihr Einverständnis gegeben haben.

    Dass der Gründer von WhatsApp, Brian Acton, mittlerweile eine Stiftung für Signal gegründet und mit 50 Millionen USD ausgestattet hat, weil er mit der Handlungsweise von Facebook nicht einverstanden war und Signal vor solchen Aufkäufern schützen möchte, sollte jedem WhatsApp-Nutzer zu denken geben! Wem Sicherheit und Privatsphäre wirklich am Herzen liegt, der kann Telegram nicht empfehlen, sondern landet zwangsläufig bei Signal, Threema und mit Einschränkungen Wire.

  • Jorge B 14.12.2014

    ich konnte schon 20 Leute rüber holen zu Telegram, weil diese Menschen sofort gsehen haben das Whatsapp dagegen müll ist. Ich habe Whatsapp gelöscht, man muss einfach nur hartnäckig bleiben, dann werden die LEute auch wechseln um mit dir schrieben zu können.

44 Kommentare

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  • Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich im Bekanntenkreis bedrängt wurde, mir Threema zu installieren. Der Feuereifer ging so weit das einige mir anboten, dass Geld für mich zu bezahlen, als könnte ich mir das nicht selbst leisten.
    Also habe ich mir Threema gekauft.... Zwei Jahre später bin ich der einzige der Threema überhaupt noch installiert hat und das auch nur wegen einem einzigen Kontakt. Alle anderen erreiche ich nur noch via WA.
    Bei Telegram sieht es nicht viel besser aus. Alternativen sind schön und gut, denn ich hätte auch lieber einen anderen Messenger. Und es gibt durchaus welche, die haben wesentlich mehr zu bieten. Aber was nützt das alles, wenn niemand sie benutzt?


  • KBo vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Telegram kommt mir nicht aufs Handy. Das hat mir einen zu großen "Kriminelle nutzen das auch gern - Beigeschmack" und das russische im Hintergrund gefällt mir noch weniger als das "amerikanische" bei WA. Gerne würde ich nur noch Threema nutzen, aber muss hauptsächlich WA nutzen, da viele um mich herum nur WA nutzen... Und das ist das Problem: So lange viele bis sehr viele WA nutzen wird es schwierig diesem Programm aus dem Weg zu gehen...


    • Hallo KBo,

      eigentlich ist es gar nicht so schwer. Einfach eine Stutusnachricht wie lange man dich über WA erreichen kann. Dann nur noch Threema oder SMS.

      Dann sondiert sich auch ganz schnell wer wirklich mit dir in Kontakt bleiben will.
      Zudem lebst Du viel ruhiger.


      • Und wenn Du der Einzige bist der das durchzieht, dann wird die ganze Gruppe sich bestimmt nach Dir richten.
        Schlag das mal beim Elternabend vor, dass die ganze Klasse den Gruppenchat doch bitte zu einem Messenger verlegen soll, der den allermeisten unbekannt ist.
        Oder dem Sportverein... Das was Du vorschlägst, höre ich schon seit 2-3 Jahren. Vereinzelt wohlgemerkt!
        In der Realität wechselt aber die Masse nicht. Man kann sich natürlich absondern, ist dann aber schnell außen vor.


      • @Walter O'Dim,

        ich sag ja nicht das es am Anfang leicht war, aber es hat sich gelohnt.
        das ich aber "Außen vor bin" kann ich nicht sagen.
        Ich nutze einfach andere sichere Kanäle um immer auf den Stand der Dinge zu bleiben.

        Ich hab diesen Schritt nicht bereut und viele meiner Kontakte nutzen bereits Threema als zusätzlichen Messenger.

        Übrigens, Threema geht verstärkt an die Schulen um das Problem mit der Datensicherheit auch dort zu thematisieren. Leider gehen viele Jugendliche viel zu Leichtfertig mit ihren Daten um. Aber da sag ich Dir bestimmt nix Neues.

        Es muss natürlich ein Umdenken in der Masse stattfinden...
        Bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zum Schluß... ist aber keine Option für mich.

        Solange wie WA und Co. Sicherheitslücken in ihren App's haben werde ich diese einfach nicht nutzen.


  • Ich versteh diesen Artikel nicht... (ironisch)
    Wie kann "Telegram" eine Alternative sein wenn diese App genauso unsicher ist wie WA.
    Dabei ist es völlig egal welche angeblichen Vorteile diese App haben soll.

    Es geht doch um Datenschutz und um nix anderes. Na klar soll ein Messenger einfach zu bedienen sein und einen gewissen Standard haben aber doch nicht um jeden Preis ! ! !

    Eine Alternative, und zwar die Beste, und nicht "vielleicht", ist und bleibt Threema ! ! ! ! !

    Und kommt mir ja keiner mit der blöden Ausrede, man müsse bei Threema einmalig etwas bezahlen.
    Mein Gegenargument: Keiner geht auf die Arbeit und will dafür nix verdienen.
    Außerdem hat jeder schon sehr viele €uros für igendein Blödsinn ausgegeben.
    Da sind für Android-Geräte 2,49 € und für iOS-Geräte 2,99 € einmalig, nicht soviel verlangt.
    Dafür hat man dann einen Messenger der die Sicherheitsanforderungen erfüllt.


  • Der Markt für Messenger-Dienste ist heutzutage ziemlich überlaufen. Die Alternativen zu den gängigsten Messengern dümpeln meist vor sich hin. Schaut man die Verteilung und Nutzung von Telegram weltweit an, sieht man nur drei Länder, in denen es sich zu einem der meist genutzten Dienste etabliert hat (messengerpeople.com). Mehr als ein Nischendasein, wie bei Threema und Co wird da wohl nicht bei rumkommen.


  • Oh, oh, Eric! Mal wieder ein großes Fail eines aufgewärmten Artikels.

    Telegram verschlüsselt nicht per Voreinstellung Ende-zu-Ende, sondern nur geheime Chats. Gruppenchats lassen sich gar nicht verschlüsseln. Die grundsätzlich vorhandene Transportverschlüsselung zählt nicht! Ebensowenig, die Verschlüsselung auf den Servern, denn ein Hack kann die Nachrichten lesbar machen.

    Das ist bei WhatsApp anders. Dort erfolgt die Verschlüsseleung und Entschlüsselung immer (für Einzel- und Gruppenchats) auf den Endgeräten. Damit müssten 1,5 Milliarden Endgeräte gehackt werden und nicht nur ein paar Server. Natürlich könnte WhatsApp die Schlüssel klauen. Das ist ihnen aber noch nicht nachgewiesen worden.

    WhatsApp macht es sogar sehr transparent, was sie machen und das erschreckt mich. Denn eigentlich müssten die Nutzer aufschreien. Machen aber zu wenige, weil sie glauben, mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei alles sicher. Genau schaut sich das niemand an. Dann würde nämlich erkennbar, dass nur die Chats, aber kein Status Ende-zu-Ende verschlüsselt ist und dass ein Zugriff auf das Telefonbuch zwar zur Erbringung der Dienstleistung nötig ist, aber eine Weitergabe dieser Daten für den Endnutzer rechtliche Risiken bedeuten kann, weil die wenigsten das in den AGB geforderte Einverständnis aller Kontakte haben dürften.

    Meine Kritik an WhatsApp ist nicht (mehr) vorrangig technischer Natur, sondern rechtlicher. Sie untergraben das Selbstbestimmungsrecht völlig unbeteiligter Personen, die nie WhatsApp, Facebook oder Instagram hatten und schieben die Verantwortung dafür auf die Nutzer ab, die sich dessen gar nicht bewußt sind. Würden sie Datenschutz ernst nehmen, wie in ihren Datenschutzbestimmungen steht, würden sie eine technische Möglichkeit schaffen, dass die Nutzer in der App pflegen könnten, welche Kontakte ihr Einverständnis gegeben haben.

    Dass der Gründer von WhatsApp, Brian Acton, mittlerweile eine Stiftung für Signal gegründet und mit 50 Millionen USD ausgestattet hat, weil er mit der Handlungsweise von Facebook nicht einverstanden war und Signal vor solchen Aufkäufern schützen möchte, sollte jedem WhatsApp-Nutzer zu denken geben! Wem Sicherheit und Privatsphäre wirklich am Herzen liegt, der kann Telegram nicht empfehlen, sondern landet zwangsläufig bei Signal, Threema und mit Einschränkungen Wire.


  • Was der Artikel nicht sagt: Telegram hat eine End-zu-End-Verschlüsselung der Nachrichten ohne Nachrichtspeicherung auf Servern, aber nur im "Geheimer Chat". Wenn man also den "Geheimer Chat" braucht, ist man vor Aushorchen und Datenabzapfen geschützt.


    • Nur eben, dass das MTProto-Protokoll eine Eigenentwicklung ist, deren Sicherheit somit nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann.
      Zudem ist der Sitz der Firma meines Wissens auch unbekannt.
      Da WhatsApp auf das Signal Protokoll setzt würde ich generell, was die momentane Verschlüsselung angeht, ganz klar sogar WhatsApp den Punkt geben.
      Ob sich das wegen Facebook ändert ist nicht vorhersehbar. Was bei Telegram gut ist, dass man Nachrichten löschen kann. Entweder durch Timer oder Manuell, sodass das komplette Gespräch bei Bedarf anonym bleibt.


  • Die Beliebtheit von WhatsApp kann ich mir nicht erklären, aber das Thema Privatsphäre wird von vielen verbal hochgehalten, aber sobald die Bequemlichkeit leidet, wird das Thema ignoriert, darum, so meine Meinung, ist WhatsApp so verbreitet (beliebt will ich jetzt nicht schreiben) Die anderen, auch Telegram sind oft wirklich viel komfortabler, teilweise Sicherer, aber es ist wie es ist, Angst, Ignoranz und Bequemlichkeit tragen WhatsApp weiter. Ich nutze es ebenfalls, aber auch Telegram, beide finde ich zumindest in Kombination ausreichend für mich. Signal, Threema usw. habe ich auch, aber da schreibt mich keiner an.


  • Immer wieder interessant wie einige tatsächlich glauben mit Telegram besser dran zu sein.
    Allein die End TO End Verschlüsselung ist überhaupt nicht
    gegeben, außer man nutzt den Private Mode.

    Ich habe Telegram, jedoch halte ich es nicht für ein besseres WhatsApp sondern ein weniger ehrliches.

    Threema ist da schon eine eindeutig bessere Alternative. Aber da ja die meisten User immer nur kostenlose Apps wollen, da Entwickler ja von Luft und Liebe leben, wird sich das wohl in der Masse nie durchsetzen.


    • Da hast Du leider recht! Telegram wird viel zu oft und falsch begründet gelobt.

      Wenn es schon kostenlos sein muss, dann könnte man doch Signal verwenden. Immerhin engagiert sich dafür mittlerweile auch Brian Acton (einer der Gründer von WhatsApp) nach seinem Ausscheiden aus dem Facebook-Konzern.


  • HEB vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Ganz einfach, habe WA in dem Jahr von meinem Smartphone verbannt als FB es gekauft hat. Seid dem Tage habe ich Telegramm oder SMS für meine Kontakte, und wer nicht will hat Pech gehabt, gibt ja noch E-Mail (Spike eine sehr schöne App) oder man kann anrufen.


  • und was soll jetzt dieser zum x-ten Mal aufgewärmte Artikel ??? Kommentare von 2014 ?
    Wenn euch nix einfällt zum schreiben lasst es doch sein.


    • Ich kann AndoidPit verstehen. Die waren (?) insolvent, beziehungsweisse die Muttergesellschaft Fonpit, und müssen halt so viele Artikel aufwärmen wie sie nur können um am Leben zu bleiben. Von daher kann ich das verstehen und sehe gütig darüber hinweg.


  • Ich werd leider WhatsApp gebunden bleiben. Ich schreibe nicht oft genug über WhatsApp das die Leute die ich kenne bereit wären Telegram zu installieren. Die meisten Leute und vor allem Freunde hab ich in Discord, so bin ich allgemein recht selten in WhatsApp.


  • WA flog seit einigen Jahren vom jeden Phone. Derzeit läuft alles zu 90% per iMessage, der Rest per Telegram letzteres laufen einige Gruppen aktiv.

    Bei Threema ist keiner mitgezogen.


  • ich bleibe weiterhin bei WA,ganz egal was hier die paar leute für tamtam darum machen


  • Ich bin seit 4 Jahren WApp frei. Meine Bekannten haben sich daran gewöhnt.
    Als Ersatz nutze ich Threema und Signal (von Edward Snowden empfohlen).

    Und wer wirklich kontakt aufnehmen möchte, der kann anrufen, oder eine SMS schreiben. 😉

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