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Weitere Tech-Giganten kappen Verbindung zu Huawei
Huawei 5G 2 Min Lesezeit 29 Kommentare

Weitere Tech-Giganten kappen Verbindung zu Huawei

Gestern Abend sorgte die Meldung für Aufruhr, dass Google die Handelsbeziehungen zu Huawei beendet. Jetzt wurde bekannt, dass weitere große US-Unternehmen die Verbindung zum chinesischen Hersteller ebenfalls kappen wollen.

Chip-Hersteller wie Intel, Qualcomm, Xilinx und Broadcom sollen ihren Mitarbeitern bereits intern mitgeteilt haben, dass man Huawei auf Weiteres nicht beliefern werde, heißt es aus Kreisen des Unternehmens. Damit wird der weltweit größte Anbieter von Netzwerk-Hardware, Netzwerkgeräten und zweitgrößte Smartphone-Anbieter, nachdem er von der Trump-Administration am Freitag auf die schwarze Liste gesetzt wurde, weiter ausgegrenzt.

Qualcomm versorgt Huawei mit Prozessoren und Modems für die Smartphones, Intel ist der Hauptlieferant von Serverchips, Xilinx verkauft programmierbare Netzwerk-Chips und Broadcom ist ein Lieferant sogenannter Switching-Chips. Viele Komponenten also, die auch für den Ausbau des 5G-Netzwerkes wichtig sind. Vertreter der Chiphersteller lehnen eine Stellungnahme aber bisher ab.

Damit werden also nicht nur die Geschäfte amerikanischer Chip-Giganten gestört, sondern auch die Einführung des 5G-Mobilfunknetzes weltweit - auch in China - verzögert. Grund für die Verbannung sind die Vorwürfe, Huawei würde für die chinesische Regierung spionieren, was der Hersteller seitdem rigoros zurückweist. Doch diese Abgrenzung dürfte nicht nur schwere Folgen für Huawei selbst, sondern auch die globale Halbleiterindustrie haben, denn die sind auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt angewiesen

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Das Kappen der Handelsbeziehungen zu Huawei dürfte den 5G-Ausbau weltweit verzögern. / © O2

Wie lang halten Huaweis Reserven?

Als Vorbereitung für die jetzige Einstellung der Handelsbeziehungen soll Huawei bereits seit Mitte 2018 genügend Chips und andere wichtige Komponenten gelagert haben und gleichzeitig seine eigenen Chips entwerfen. Allerdings soll dieser kleine Vorrat maximal drei Monate halten. In der Führungsriege bei Huawei gehe man aber wohl davon aus, dass das ausreicht, um die Handelsbeziehungen mit den USA in den notwendigen Bereichen wieder aufzunehmen.

Was sagt Ihr zu dem Thema? Schadet die Verbannung Huaweis der gesamten Tech-Branche? 

Quelle: Bloomberg

Top-Kommentare der Community

  • Daniel vor 4 Wochen

    Seit dem Trump Präsident ist drehen die USA völlig am Rand. Hoffe, dass er bald seine gerechte Quittung bekommt. Fehlt nur noch, dass die USA verlangt die EU solle keine Geschäfte mehr mit Huawei machen

29 Kommentare

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  • 90 Prozent aller Smartphones werden in China gefertigt auch die IPhones. Wer sitzt am längeren Ast es ist China nicht die USA. Mag sein daß Amerika eine große Armee hat aber wirtschaftlich ist China stärker. Schon jetzt fallen die Kurse von Apple was passiert wenn China die Produktion von IPhones verbietet weil die USA Huawei sanktioniert dann fällt der Kurs der Apple Aktie noch stärker.
    Wer wird da am Ende nachgeben sicher nicht die Chinesen.


  • Die USA dreht die Welt auf Links


  • "Jetzt wurde bekannt, dass weitere große US-Unternehmen die Verbindung zum chinesischen Hersteller ebenfalls kappen wollen."
    Von "wollen" kann wohl keine Rede sein, denn sie sind dank Trump gesetzlich dazu verpflichtet...

    Kein Wunder wenn in den Kommentaren (auch schon beim letzten Artikel zum Thema) Google "beschimpft" wird, wenn ihr das nicht mal selber unterscheiden könnt :(


  • In China ist Google sowieso nicht Aktiv da die Regierung ein Verbot Ausgesprochen hat und darüber wird kaum geschrieben aber wehe ein Trump macht etwas was lange Überfällig ist da regen sich viele auf. Die Besitzer von einem Huawei Smartphone in Europa zB brauchen sich nicht Aufzuregen da alles so bleibt wie es ist und China Juckt es sowieso nicht da Google dort nicht Aktiv ist. Ich glaube das sich viele nur Aufregen wegen Trump der es eigentlich richtig macht.


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 4 Wochen Link zum Kommentar

      Wenn zukünftige Huawei-Smartphones hierzulande kein Android mehr haben (was de facto so sein würde...), juckt hier keinen? Das sehe ich etwas anders. Huawei hat mittlerweile auch in Deutschland ein gewisses Standing, für den europäischen Markt ist das aus Huawei-Sicht eine gelinde gesagt Katastrophe. Huawei will weiter wachsen, das können sie in China praktisch nicht mehr.


      • "Huawei-Smartphones hierzulande kein Android mehr haben (was de facto so sein würde...)"

        Das bezweifle ich mal vorsichtig :)
        Androis ist OSS und kann daher problemlos von Huawei weitergenutzt werden, nur eben ohne (vorinstallierte) Google-Apps und -Dienste, also quasi wie Lineage OS.
        Huaweis eigenes OS wird genau so etwas sein, halt mit eigenem App-Store, denn die werden sicher nicht das bestehende Ökosystem aufgeben und etwas von grund auf neues herstellen, weil sie dann so enden wie zB MS.

        Eine Katastrophe wäre das natürlich für Huawei immer noch (wegen "kein Playstore" werden die Geräte schwer zu verkaufen sein, solange Huawei keinen gleichwertigen Ersatz hat)

        Sarah


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Genau darauf wollte ich ja hinaus. Deswegen das "de facto" dahinter. Es gibt einen Grund, warum sich noch keine Alternative ohne Play Store und Co. durchsetzen konnte. Natürlich hat Huawei mittlerweile eine gewisse Reichweite, das hatten andere aber auch schon und sind mit solchen Unterfangen grandios gescheitert. Ob Huaweis Alternative dann auf Android basiert oder nicht, spielt dabei nicht wirklich eine Rolle.
        Ich muss zugeben, dass ich in meinem Kommentar natürlich Android mit "Android mit Google-Diensten" gleichgesetzt habe. Asche auf mein Haupt ;)


      • Dabei frage ick mich gerade, woher beziehen die Chinesen den ihre Apps? Aus vielen kleinen Stores?
        Dann kann Huawei doch versuchen diese unter einen eigenen zu vereinen und auch Smartphones von anderen Herstellern darauf zugreifen zu lassen.
        Erstmal nur für den chinesischen Markt.
        Falls Trumb das Embargo aufrecht erhalten will kann man sich ja an die Übersetzung der schon bestehenden Apps für den restlichen asiatischen und europäischen Markt machen.
        Und zag hätte der Playstore eine ebenbürtige Konkurrenz.
        Wäre aber nur meine Weise das Appstore Problem zu lösen 😉.


      • @ Bastian Siewers
        Welchen wirklich vergleichbaren Versuch gab es denn vorher? Ich erinnere mich nur an zahlreiche kleine Anbieter die zwar gute Ideen, aber nur wenig Reichweite hatten. Windows zählt auch nicht, da es hierbei um ein ganz anderes Betriebssystem ging, für das man die Apps hätte neu programmieren müssen.
        Aber wenn es bei Huawei grundsätzlich bei Android bleibt müssten sie die Programmierer doch eigentlich nur dazu bewegen, die Apps auch bei Huawei zu veröffentlichen, vielleicht noch besonders günstige Konditionen gewähren, dann sollte das für die Programmierer doch interessant sein, neu programmieren müssten sie ihre Apps ja nicht, oder?


  • Unter Obama wäre sowas nicht passiert da würde verhandelt werden und Dekrete hat Obama nie erlassen der Trump fast dauernd der Obama lehnt so eine Politik ab.


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 4 Wochen Link zum Kommentar

      Also ohne dir jetzt alles im Detail aufzählen zu können, aber mit der Aussage, dass Obama keine Dekrete erlassen hätte, gehe ich nicht konform. Meines Wissens nach hat er die durchaus in seinen 8 Jahren im Weißen Haus genutzt. Was allerdings auch vollkommen normal ist.


  • Ich möchte mal gerne Obana's ehrliche Gedanken lesen können.Allen liebe Grüsse aus Ostdeutschland.


  • Ich denke das Trump nur was will von China das war beim ZTE auch so. Trump wird keinesfalls die weltweite Halbleiter Produktion gefährden das kostet auch in den USA Jobs und das kostet dann Trump seinen Job weil dann ist er wortbrüchig gegenüber seinen Wählern.


    • Doch, Trump wird es durchziehen. Die Amerikaner sind aber selber schuld wenn auch Jobs verlorengehen. Schließlich haben die Trump gewählt. Man erntet das was man sät.


      • Warte ab bei ZTE hat es auch eine Lösung gegeben. Ansonsten zerstört Trump Android und das wird sich Android nicht gefallen lassen. Ein Europäischer Ableger von Android wäre auch eine Lösung. Millionen brauchen weitere Sicherheitspatches für ihre asiatischen Smartphones um sicher zu sein weil es wird nicht bei Huawei bleiben. Dann bleiben nur Samsung und Apple übrig. Lange sah es so aus als könnte Androids Marktmacht nichts erschüttern bis Trump kam. Wir brauchen keinen Sachwalter aus dem weißen Haus.


      • So weit ich das gehört habe, hatte Trump nicht die Mehrheit. Das er Präsident wurde, lag wohl an dem Wahlsystem in den USA, welches eigentlich gedacht war, um einen Ausgleich zwischen den bevölkerungsreichen Ländern und den weniger dicht besiedelten Gegenden zu schaffen.


      • Leider haben zu viele Leute, deren Stammbaum ein Kreis ist, aus weniger dicht besiedelten Gegenden, z.B. Alabama, Trump gewählt...

        Sarah


  • Seit dem Trump Präsident ist drehen die USA völlig am Rand. Hoffe, dass er bald seine gerechte Quittung bekommt. Fehlt nur noch, dass die USA verlangt die EU solle keine Geschäfte mehr mit Huawei machen

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