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VR-Brillen: Alles, was Ihr vor dem Kauf wissen müsst

Der MWC 2017 hat gezeigt, dass VR-Brillen im Kommen sind und es immer mehr verschiedene Modelle gibt. Sie sind schon sehr präsent, aber noch nicht bei jedem im Alltag angekommen. Vor dem Kauf stehen viele Entscheidungen an und wir möchten Euch in diesem Artikel einige Tipps an die Hand geben und Euch bei der Kaufentscheidung unterstützen.

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Grundsätzliche Kauftipps

Es kann passieren, dass Euch nach der ersten Nutzung einer VR-Brille etwas schwindelig ist und Ihr leichte Kopfschmerzen bekommt. Es gibt aber gewisse Möglichkeiten diesem Effekt entgegenzuwirken. Die neuesten Brillen passen sich schon sehr gut der Kopfform an und liefern daher bessere Ergebnisse. Die Kopfschmerzen lassen sich schwieriger verhindern, sind aber bei weitem nicht so schlimm. Sie können mit den Kopfschmerzen verglichen werden, die oftmals entstehen, wenn man zu lange am Stück vor einer Spielekonsole sitzt.

Der erste Tipp ist daher der wohl einleuchtendste. Bevor Ihr zu einer Brille greift, geht am Besten in einen Elektronikladen Eurer Wahl und probiert die verschiedenen Modelle aus. Legt wert darauf, dass die Brille für Euch angenehm zu tragen ist. Die VR-Brillen lassen sich alle zumindest etwas anpassen, sollten sie dennoch ungemütlich wirken oder sogar Spuren hinterlassen, handelt es sich wohl um das passende Modell.

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Die VR-Brillen müssen mit einem verstellbaren Band ausgestattet sein. / © ANDROIDPIT

 Solltet Ihr nicht die Möglichkeit haben, die Brillen ausprobieren zu können, stellt sicher, dass die Brücke für die Nase möglichst breit ist. Die Haltebänder sollten weich und auf jeden Fall verstellbar sein. Der Teil der Brille, der auf Eurem Gesicht liegt, sollte ebenfalls aus möglichst weichem Material gefertigt sein.

Das Gewicht ist desweiteren ein entscheidender Aspekt einer Brille. Denkt stets daran, dass Ihr die Brille auch über einen längeren Zeitraum tragen möchtet.

Solltet Ihr gerne Computerspiele spielen, ist die Investition in eine VR-Brille durchaus reizvoll. Mit diesen Brillen werdet Ihr zum sprichwörtlichen Protagonisten eines Spiels und seid so stets mitten drin.

Mit welcher Hardware werde ich sie nutzen?

Abhängig davon, mit welchem Gerät Ihr die VR-Brille nutzen möchtet, verändern sich auch Eure Auswahlmöglichkeiten. Hier kommt es vor allem darauf an, welcher Typ von Spieler Ihr seid: am Computer, Smartphone oder an der Spielekonsole. Leider gibt es noch immer keine universellen VR-Brillen, die mit all diesen Plattformen kompatibel sind.

Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist der Preis. Wir haben hier die günstigste bis zur teuersten Option aufgelistet.

Für den PC

Virtual Reality benötigt viel Leistung, Euer PC muss also mit passender Hardware ausgestattet sein, um die VR-Brillen bespielen zu können. Auf dem Markt sind aktuell zwei VR-Brillen erhältlich, die mit dem PC kompatibel sind, die Oculus Rift und die HTC Vive.

Oculus Rift

Die Oculus Rift hat den Markt revolutioniert. Aktuell sind sie für ca. 649 Euro erhältlich. Im Lieferumfang sind die Brille, ein Sensor und ein Xbox One Controller vorhanden. Zusätzlich sind die Touch Controller erhältlich, die ein noch besser Spielerlebnis ermöglichen. Leider kosten diese 199 Euro extra.

Oculus Rift 5
Oculus Rift. / © Oculus

Hardware-Voraussetzungen für die Oculus Rift:

  • Mindestens ein Intel i5-4590
  • Mindestens eine Nvidia GTX 970 oder eine AMD R9 290
  • Mindestens 8 GByte RAM
  • Betriebssystem: Windows 7 SP1 64 Bit oder neuer
  • Anschluss: HDMI 1.3, 3x USB 3.0 und 1x USB 2.0

HTC Vive

Diese VR-Brille ist vor allem im Bereich Immersion besonders gut. Desweiteren ist positiv anzumerken, dass sie mit zwei Controllern ausgeliefert wird, die sehr einfach zu bedienen sind. Der Preis liegt mit 899 Euro noch etwas höher als bei der Oculus Rift, allerdings ist die Investition in die zwei Controller hier nicht mehr nötig.

htc vive
HTC Vive. / © ANDROIDPIT

Hardware-Voraussetzungen für die HTC Vive:

  • Mindestens ein Intel i5-4590 oder AMD FX 8350
  • Mindestens eine Nvidia GTX 970 oder eine AMD R9 920
  • Mindestens 4 GByte RAM
  • Betriebssystem: Windows 7 SP1 64 Bit oder neuer
  • Anschluss: HDMI 1.4 oder DisplayPort 1.2, 1x USB 2.0

Für die Konsole

Da die VR-Brillen sich vor allem für Spiele eignen, würde man mit vielen Modellen für die Konsole rechnen. Das ist aber leider nicht der Fall, bisher hat sich nur ein Big-Player für die Technologie entschieden: Sony. Der Hersteller hat mit der Sony Playstation VR Brille für die Play Station 4 die erste VR-Brille für eine Konsole in den Handel gebracht. Der Preis liegt hier bei deutlich erschwinglicheren 389 Euro, aber natürlich benötigt Ihr dazu die Play Station 4. Aber auch in der Kombination liegt Ihr noch unter dem Preisen der beiden VR-Brillen für den PC.

Die Qualität der Grafik zeigt keine großen Unterschiede zu den VR-Brillen für den PC, einzig die Anzahl der kompatiblen Spiele ist noch deutlich geringer als beim PC. Ein weiterer Nachteil ist die Installation der Brille, da sie mehr Kabel braucht als die anderen Optionen.

Für das Smartphone

Zunächst benötigt Euer Smartphone auf jeden Fall ein Gyroskop. Sollte Euer Smartphone keinen verbaut haben, könnt Ihr es leider nicht für eine VR-Brille nutzen. Desweiteren passt nicht jede Brille zu jedem Smartphone. Viele VR-Brillen geben an, mit Smartphones mit Bildschirmen bis zu 5,5 Zoll kompatibel zu sein, sind es aber letztendlich nicht und ein solch großes Smartphone passt nicht in die Brille.

Auch wird häufig behauptet, dass die Technik auch mit Smartphones mit 4-Zoll-Bildschirm funktioniert, empfehlenswert sind aber eher Smartphones mit mindestens 5 Zoll großem Bildschirm. Glücklicherweise bieten die meisten Hersteller eine Liste kompatibler Smartphones an, werft also einen kurzen Blick darauf, um Euch zu versichern.

Klar ist auch, dass unsere Smartphones, so kraftvoll sie mittlerweile auch sind, nicht mit der Leistung eines PCs oder einer Spielekonsole mithalten können und das VR-Erlebnis entsprechend weniger beeindruckend ist. Zur Verfügung stehen mittlerweile zum einen Brillen, die von einem Hersteller für seine eigenen Smartphones konzipiert wurden und Brillen, die für verschiedene Modelle entwickelt wurden.

Cardboard

Wir waren alle etwas überrascht, als Google die Cardboard während einer Google I/O Konferenz präsentiert hat. Am Besten an der Cardboard gefällt mir zum einen, dass ich sie selber zusammenbauen kann und der äußerst günstige Preis. Aktuell sind Modelle für ca. 20 Euro zu haben. Die Brillen sind aus Pappe gefertigt und zur Nutzung muss nur die entsprechende App installiert werden. Das Smartphone sollte aber möglichst eine hohe Auflösung vorweisen.

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Cardboard. / © ANDROIDPIT

Samsung Gear VR

Die Zusammenarbeit zwischen Samsung und Oculus brachte die Samsung Gear VR hervor. Positiv ist hier der recht günstige Preis, für 69 Euro leistet die Brille so einiges. Das größte Problem ist allerdings, dass die Gear VR nur mit Samsung Smartphones (ab dem Galaxy S6) kompatibel ist und nur Spiele aus der Oculus VR Plattform genutzt werden können.

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Samsung Gear VR. / © ANDROIDPIT

Google Daydream View

Googles Variante der VR-Brille heißt Daydream View und wir müssen schon sagen, sie ist eine der am angenehmsten zu tragenden Brillen. Neben der Brille selber befindet sich ein Bluetooth-Controller im Lieferumfang, um durch die Menüs zu navigieren und Spiele zu spielen. Aktuell ist die Daydream View leider nur mit Googles eigenen Smartphones, dem Pixel und Pixel XL, kompatibel. Die VR-Brille ist im Google Store für 69 Euro erhältlich. Mehr Infos zur Daydream View findet Ihr in unserem Test.

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Google Daydream View. / © ANDROIDPIT

LG 360 VR

Als letzte VR-Brille möchten wir Euch die LG 360 VR präsentieren. Für einen Preis von 299 Euro bekommt eine der kleineren und leichteren Brillen am Markt. Das liegt vor allem daran, dass Ihr bei der LG-Brille nicht das Smartphone einbauen müsst, um sie nutzen zu können. Ihr verbindet die VR-Brille mithilfe eines Kabels mit dem LG G5. Leider hat die Brille aber ein paar Schwächen, vor allem lässt sie etwas Licht durch, was das Erlebnis stark beeinflusst.

Die Brille wurde für eine UVP von 299 Euro vorgestellt. Mittlerweile ist sie aber weitaus günstiger zu haben. So kostet sie bei Amazon.de gerade einmal 66 Euro und bei Media Markt 99 Euro.

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LG 360 VR. / © LG

Insgesamt stehen Interessenten schon viele verschiedene Möglichkeiten und Preissegmenten zur Verfügung. Viele Hersteller haben sich entschieden eine VR-Brille basierend auf der Google Cardboard zu veröffentlichen, die meist für ca. 20 Euro zu Kaufen ist. Darunter gibt es zum Beispiel die Leerbox VR oder eine UMI-Brille. Eine weitere Option ist die Zeiss VR One Plus, die mit vielen verschiedenen Smartphones kompatibel ist. Für weitere Informationen zu den besten Brillen, laden wir Euch ein bei unserem Artikel zu dem Thema vorbei zu schauen.

Nutzt Ihr schon eine VR-Brille? Welche Erfahrungen habt Ihr bisher gemacht?

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4 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:

  • Diese VR-Brillen erinnern mich irgendwie an die Zeit wo mir meine Mutter zum Geburtstag mal eine Taucherbrille geschenkt hatte. (Schon mind. 45 Jahre her) Ein Brett vor dem Kopf wäre dagegen ja schon ein echter Fortschritt. Wer hockt mit sowas schon vor seiner Glotze. Nun gut, bin inzwischen aus dem Spiele-Alter raus.
    Kann an dem Ganzen leider nichts erkennen was mich vom Stuhl reißt. Vielleicht wirds in Zukunft ja mal anders, besser u. überhaupt.


  • olwi vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Sowas sagen immer die, die noch nie eine aufhatten. Und ungesund ist da garnichts.


  • Paul F. vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Hab das cardboard...... Bisher in 2 Jahren 2 mal genutzt..... Ist mal ganz nett....


  • Nein, ich habe keine VR-Brille... Ich schaue schon den halben Tag auf mein Smartphone- was sicher schon nicht gesund ist. Da muss ich es mir nicht auch noch vor den Kopf knoten

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