Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

#Thementag 7 Min Lesezeit 3 Kommentare

Die verschiedenen Einsatzgebiete für Virtual Reality (VR)

Virtual Reality könnte man mit einem Wachtraum vergleichen: Um in eine parallele Welt einzutauchen, muss man nicht erst in einen tiefen Schlaf verfallen. VR bietet Raum für verrückte Ideen, abstruse Ideen und andere Dinge, die in der realen Welt so nicht umsetzbar wären. Aktuell wird VR vor allem mit Spielen verbunden, aber das ist bei Weitem nicht das einzige Einsatzgebiet, wo VR Sinn ergibt.

In der Medizin

Der Einsatz von VR in der Medizin kann vielseitig sein. Mit Hilfe der Technologie können so zum Beispiel Phobien behandelt werden. Dabei wird der Patient Situationen ausgesetzt, vor denen er panische Angst hat, ohne ihn wirklich zu gefährden. Diese Technik wird schon heute angewendet, aber eben in der realen Welt. Oder der Patient kann sich ganz wie zu Hause fühlen, obwohl er im Krankenhaus ist, indem das eigene Schlafzimmer virtuell dargestellt wird. Vor allem für Kinder kann das einiges erleichtern. Eltern können desweiteren schon jetzt Ihre Kinder vor der Geburt kennen lernen, in Form eines 3D-Modells.

Im Folgenden könnt Ihr Euch ein Video ansehen, in dem die Software eines Medizinunternehmens zu sehen ist. Hier wird gezeigt, wie Studenten neue VR-Techniken nutzen, um Operationen und andere Vorgänge zu simulieren.

Beim Militär

Der Einsatz von Emulatoren zu Trainingszwecken ist in dieser Branche nicht neu, VR-Techniken bieten aber ganz neue Möglichkeiten. Eine koreanische Firma namens DoDAAM hat zum Beispiel ein Training zum Fallschirmspringen erstellt, der Kandidat trägt dabei eine typische VR-Brille. In dieser Trainingseinheit kann der Kandidat lernen, seinen Flug zu steuern und sich an die Situation gewöhnen, ohne das Risiko eines Unfalls einzugehen. DoDAAM hat außerdem eine Software entwickelt, um eine Oculus-Rift-Brille sozusagen als Fernglas einzusetzen. Mit Hilfe dieser können die Positionen von Gegnern ausspioniert werden und an den Scharfschützen übermittelt werden.

Ein weiteres Beispiel liefert die britische Firma Plextex, die sich auf Sensorik spezialisiert hat, die den Gesundheitszustand eines Soldaten überwachen kann. Die gesammelten Daten werden ohne Umwege an die Zentrale weitergegeben. Ein russisches Unternehmen hat einen Helm namens Svarog kreiert. Dieser wird zur Steuerung von Drohnen eingesetzt. Der Träger muss nur seinen Kopf bewegen, um die Drohne entsprechend auszurichten und Ziele ins Visier zu nehmen.

Im folgenden Video sind diese Einsatzgebiete zu sehen.

In der Architektur

Durch VR bekommt man in der Architektur ein viel umfangreicheres Bild des eigenen Projekts, als mit irgendeiner anderen Technik. Bei 2D- oder 3D-Modellen können Proportionen und Größen nicht so gut wahrgenommen werden. Jon Brouchoud, Gründer von Arch Virtual, beschreibt die Vorteile: “Vielleicht wird im Studium zukünftig auch ein Raum für Virtual Reality geschaffen, einen Helm aufsetzen und sich virtuell im Raum bewegen und eventuell neue Werkzeuge nutzen: Die zukünftigen Möglichkeiten, ein Gebäude nicht auf einem Blatt Papier, sondern in der virtuellen Realität zu designen, sind heute noch nicht vorstellbar.”

Im folgenden Video wird eine HTC Vive von einer Innenarchitektin genutzt:

In der Kunst

Heutzutage muss man noch den Finger über einen Bildschirm streichen, um digitale Kunst zu erstellen. In der Zukunft werden wir 3D-Kunstwerke in der virtuellen Realität erstellen können. Die Grenze wird nur noch die eigene Vorstellungskraft sein, während die heutigen physischen Barrieren beseitigt werden. Google hat für diesen Bereich schon eine beeindruckende App veröffentlicht, Tilt Brush, die für 30 Euro erhältlich ist. In der App ist es möglich, virtuelle Kunstwerke in 3D zu erstellen. Im folgenden Video wird klar, wie das funktioniert.

In sozialen Netzwerken

Am 6. Oktober 2016 hat Mark Zuckerberg, seines Zeichens Gründer von Facebook, ein Selfie gepostet, in dem sein virtuelles Ich in Form einer comic-artigen Figur ein virtuelles Tablet in der Hand hält, auf dem wiederum seine Frau Priscilla Chan zu sehen ist. Am nächsten Tag hat Zuckerberg während der Präsentation der neuen Oculus Rift bei einer Entwicklerkonferenz in San Jose mit den virtuellen Avataren von zwei seiner Mitarbeitern live auf der Bühne gesprochen. Die Idee ist, dass man sich auf Plattformen wie eben Facebook in Zukunft nicht mehr nur sehen und hören kann, sondern mit Hilfe solcher Avatare direkt miteinander interagieren kann.

Wie lange dauert es noch, bis Beziehungen zwischen Menschen vor allem in der virtuellen Realität gelebt werden?

In der Bildung

In der Zukunft werden Schüler nicht mehr wie heutzutage auf der Schulbank sitzen und auf ein Tafel starren. Um die Geschichte der Dinosaurier besser zu verstehen, könnten sie sich so zum Beispiel auf einmal mitten in einer Herde solcher befinden - mit Hilfe einer VR-Brille. Oder vielleicht dürfen sie virtuell neben Julius Caesar sitzen, um mehr über die Geschichte Roms kennen zu lernen. Oder vielleicht ist noch ein Platz auf dem Schiff von Christopher Columbus frei, um gemeinsam Amerika zu entdecken? Oder sie können doch lieber den menschlichen Körper von innen erkunden, wie ein Blutkörperchen.

In der Arbeitswelt

Stellt Euch vor, Ihr befindet Euch in einem komplett leeren Raum. Ihr setzt eine VR-Brille auf und schon sitzen um Euch herum Eure Kollegen. Sogar der Chef ist anwesend, der sich eigentlich auf Geschäftsreise in London befindet. Auch die Kollegen sin da, die sich physisch in Dubai befinden. Ihr könntet, obwohl Ihr Euch in Berlin befindet, ganz einfach einen Kaffee zusammen trinken. Willkommen im Büro in der virtuellen Realität.

Im folgenden Video wird gezeigt, wie das funktionieren kann.

In der Berichterstattung

Die New York Times nutzte im Wahlkampf, als noch Hillary Clinton, Donald Trump, John Kasich und Bernie Sanders im Rennen waren, 360°-Videos, in denen die vier Kandidaten ihre Positionen erläutern konnten. Die Zuschauer konnten ihre Kandidaten so nah wie noch nie erleben und im Raum herum laufen. Dior präsentierte wie schon im letzten Jahr ihre neue Kollektion in einem 360°-Video. Berichterstattungen aller Art werden sich deutlich weiter entwickeln und der Zuschauer ist so nah am Geschehen, wie noch nie zuvor.

Im folgenden Video könnt Ihr Euch mit Hilfe der Maus selber umschauen.

Im Sport

Die aktuelle Übertragung von Sportereignissen wird sich mit VR grundlegend ändern. Ist es heute noch immer gang und gebe, dass nicht alle Details eines Wettkampfes sichtbar sind, wird der Zuschauer in Zukunft viele Dinge selbst entscheiden können und noch näher an der Action sein können. Durch VR-Brillen kann der Zuschauer seine Position und den Kamerawinkel selber bestimmen. Während heutzutage die Regie entscheidet, was der Zuschauer zu sehen bekommt, trifft in Zukunft der Zuschauer selber diese Entscheidung. Eine ganz neue Art des Zuschauens.

Aber nicht nur Zuschauer werden in den Genuss von VR kommen. Die Technik wird zum Beispiel beim Training von Football-Spielern zum Einsatz kommen. Der Quarterback kann mit Hilfe einer VR-Brille alle Vorgänge unzählige Male durchspielen, ohne das Risiko einer Verletzung einzugehen. Im Ernstfall ist er dann auf alle Eventualitäten vorbereitet. Erinnert Ihr Euch an die Vuvuzelas bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, die manche Spieler regelrecht verrückt gemacht haben? Mit Hilfe von VR hätten sie sich schon im Vorfeld daran gewöhnen können.

Unternehmt Reisen

Reisewütige oder Menschen, die das physische Erlebnis der Natur erleben möchten, könnte diese virtuelle Realität vielleicht nicht unbedingt gefallen. Ich muss zugeben, ich gehöre zu dieser Kategorie, aber trotzdem bin ich gespannt und neugierig, wie sich die VR-Technologie in dieser Hinsicht entwickeln wird. Einfach mal kurz an einen ganz anderen Ort auf der Welt zu reisen, der ansonsten nur über eine stundenlange Reise zu erreichen wäre, ist schon reizvoll.

16 Jahre nach dem Erscheinen von Google Earth, können wir die Welt nun auch von der Couch aus in 3D erkunden. Dank VR-Brillen kann man dabei so richtig eintauchen und fühlt sich wie ein Astronaut, wenn man die Erde aus der Ferne betrachtet. Gebt’s zu, auch Euch reizt diese Vorstellung!

Seid Ihr gespannt auf die weitere Entwicklung von VR? Wo seht Ihr noch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten?

3 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Bin auch schon ganz gespannt auf die Zukunft von VR, aber man sollte sich auf einen Standard einigen!


  • Erstaunlich und interessant wie breit das Spektrum an Anwendungen für VR ist. Ich bin gespannt wie sich das entwickeln wird!


  •   23
    Gelöschter Account 03.03.2017 Link zum Kommentar

    technisch finde ich VR sehr interessant , gesellschaftlich ist es gefährlich !
    wenn ich mir die politische entwicklung(en) in den USA ansehe , zuckerbergs manifest , dann habe ich schon "angst" um die zukunft meiner(ur)enkel/in .

Empfohlene Artikel