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3 Min Lesezeit 8 Kommentare

Erweitert ist unsere Realität schon lange!

Im Sommer 2016 war eines der Hype-Themen Pokémon GO. Es war sicher nicht das erste Augmented-Reality-Spiel, aber es hat eine Menge Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt. In diesem Fall lautete das Versprechen, dass sich viele Spieler einen Kindheitstraum erfüllen könnten. Denn mit diesem Spiel konnten sie selbst Pokémon-Trainer werden. Nicht umsonst betitelte Sophia ihr Review von Pokémon GO mit: “Mein neuer Beruf als Pokémon-Trainer”.

Augmented Reality - kurz AR - heißt übersetzt „Erweiterte Realität“. Tatsächlich ist AR in unserem Alltag schon ziemlich normal geworden. Denn als Erweiterung der Realität lassen sich ja nicht nur Gadgets wie Google Glass oder Spiele wie Pokémon GO verstehen. Vielmehr sind genau genommen viele Smartphone-Anwendungen eine Erweiterung unserer Realität.

Der Google Übersetzer ist so eine App, die unser Leben mit Hilfe von AR erleichtern kann. Richtet Eure Smartphone-Kamera auf einen fremdsprachigen Text und auf dem Smartphone-Display wird die Übersetzung eingeblendet - und zwar genau dort, wo der unverständliche Text steht.

Erweiterte Realität braucht keine Kamera

Erweiterte Realität ist aber nicht auf unsere Smartphone-Kamera beschränkt. Der große Klassiker sind eher Navigations-Apps wie Google Maps, die uns unseren genauen Standort auf einer digitalen Karte anzeigen. Informationen über lokale Geschäfte und Sehenswürdigkeiten gibt es obendrauf. Selbst technisch weniger versierte User schwören auf Navi-Apps und den Vorteil, sich nicht mehr zu verirren. Wer sich früher mit Nachfragen und Straßenkarten herumärgerte, schnappt sich heute einfach ein Smartphone und wird sich orientieren können. Und auch andersrum funktioniert das: Heute kann ich jemandem immer eine Antwort geben, wenn mich jemand nach dem Weg fragt.

Vor einigen Jahren fragte mich eine Familie nach dem Weg, von diesen konnte aber niemand Deutsch oder Englisch. Ich habe es nur mit Mühe geschafft, Ihnen den Weg zu erklären. Mit dem Google Übersetzer (und Google Maps) könnte ich ihnen heute viel besser helfen als damals.

Beacons und QR-Codes sind ein weiteres Beispiel: Sie erweitern unsere Welt auf ganze andere Weise: Auf Werbeplakaten oder sonstwo scannen wir einen QR-Code und erhalten zusätzliche Informationen oder Angebote. Beacons sind vielleicht nicht gar so verbreitet, aber eine raffinierte Möglichkeit, Kunden besondere Angebote zu unterbreiten.

Spannend sind die Möglichkeiten von AR zum Beispiel für Museen oder in vielen anderen Bereichen von Bildung und Kultur. Schon heute erweitern Apps Museumsausstellungen und liefern als Companions weitere Informationen oder tragen Projekte in die Außenwelt weiter.

Kommunikation ist alles

Vor einigen Jahren gab es ein Experiment bzw. Projekt, das damals wie Zukunftsmusik wirkte: Große Litfaßsäulen waren mit Rundum-Displays ausgestattet und eine Kamera nahm das Geschehen (inklusive Ton) auf. Das Highlight aber: Diese Säulen sollten an unterschiedlichen Orten stehen und miteinander verbunden sein. In Stadt A hätte man so an diese Säule treten können, ein anderer in Stadt B - und über die Verbindung hätte man sich unterhalten können. Klar, das blieb eine Vision. Heute brauchen wir für solche Gespräche statt großer Säulen nur unser Smartphone und einen Messenger.

Überhaupt Außenwelt: Das macht noch immer den Reiz von Pokémon GO aus. Denn Sophia spricht aus, was uns Pokémon-GO-Amateuren ohnehin dämmert: Als Einsteiger kann man angesichts des fortgeschrittenen Zustands der Kampfarenen kaum etwas erreichen bei Pokémon GO. Spielspaß verspricht aber der soziale Charakter des Spiels. An vielen Orten treffen sich Pokémon-Spieler real und kommen miteinander in Kontakt.

Und genau darum geht es doch: Mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, neue Freunde kennenlernen. Genau dabei können Technologien wie Augmented Reality helfen und sie tun das auch. Jeden Tag.

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8 Kommentare

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  • Offtopic:
    Das Resultat der jungen Kinder (Nur noch Handy Handy Handy) kommt von der Bequemlichkeit der Eltern. Statt mit den Kleinen nach dem Arbeiten oder am WE rausgehen, lieber die Glotze anmachen und/oder ihnen Handys/Tablets in die Hand drücken.

    Dann lieber draußen verstecken spielen...


    •   23
      Gelöschter Account 04.03.2017 Link zum Kommentar

      so einfach ist es nicht , durch "kinder-häändy" hat sich deren aktionsradius mächtig erweitert , eltern können sich in einem ausmaßes freiräume schaffen da man sich kurzfristig "verabreden" kann . das uneingeschränkte berieseln lassen ist erziehungs-sache . aber das war es schon immer, und "erzieherische blindgänger" gab es schon immer, nicht erst seit dem smartphone !


    • Dann doch lieber Pokémon draußen
      (Ironie off)


  • ...Zeitgeist und seine Geister


  • C. F.
    • Blogger
    03.03.2017 Link zum Kommentar

    Ich freue mich jedes mal, wenn ich die 3 Mädels unserer Nachbarn spielen sehe. Untereinander oder auch mit Freunden/Freundinnen. Die spielen Schule (obwohl die schon in der Schule sind), Ronja Räubertochter, Pferdearena, fahren Fahrrad oder Rollerskates. Die bauen Hütten im Garten und denken sich geheime Verstecke aus. Und das den ganzen Tag. Egal bei welchem Wetter.



    Und ganz ohne Smartphone!

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