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3 Min Lesezeit 26 mal geteilt 20 Kommentare

Von Marmeladenbroten, Katzen und Smartphone-Displays

Smartphones fallen immer auf die Display-Seite, so wie Marmeladenbrode auf die klebrige Seite und Katzen auf den Füßen landen. Ist das bei den Displays wirklich so oder bilden wir uns das ein? Dass es tatsächlich so sei, habe jetzt der Marmeladenbrot-Wissenschaftler herausgefunden.

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Klatsch, da ist das Display in Splittern. Wenn es fällt, dann fällt es aufs Glas. War ja auch klar. Murphys Gesetz? Nicht ganz! Der britische Wissenschaftler Robert Matthews hat im Jahr 1995 eine Untersuchung publiziert, in der er eindrücklich erklärt, warum Marmeladenbrote immer auf die klebrige Seite fallen. Für diese Veröffentlichung erhielt er später den satirischen Ig-Nobelpreis. Hier das Video dazu:

Motorola war sehr stolz auf sein super-robustes, sturzresistentes Droid Turbo 2 alias Moto X Force. Im Zuge dessen hat das Unternehmen den Marmeladen-Wissenschaftler angeheuert und gefragt, ob er die Studie mit Smartphones wiederholen wolle. Hier ist ein ernstgemeintes Beweisvideo, wie unzerstörbar Motorolas neues Handy wirklich ist:

Um zu Matthews' Studie zurückzukehren: Die Mathematik hinter dem Smartphone, das immer aufs Display fällt, ist sehr ähnlich wie beim Marmeladenbrot: Das Smartphone flutscht aus der Hand, wenn man es unter seinem Schwerpunkt festhält und es unter dem Daumen hinweg über die Handkante gleitet. Anschließend gerät es in eine leichte Rotation, die bei Hüfthöhe in der Mehrheit der Fälle endet, während das Display nach unten zeigt.

butterbread phone
Natürlich landet das Smartphone auf dem Display! Ist ja Wissenschaft! / © Robert Matthews

Während die Mathematik hinter dem ganzen Drehen und Gleiten und Fallbeschleunigen recht konstruiert anmutet, macht Matthews ein paar recht klare Aussagen dazu, wie man die Wahrscheinlichkeit eines Glasbruchs reduzieren kann.

  • Haltet Euer Smartphone beim Texten nicht zu locker in einer Hand
  • Greift es nicht unter dem Schwerpunkt
  • Holt Euch eine Hülle mit rauer Oberfläche, da diese nicht so schnell aus den Fingern gleitet

Um den Schwerpunkt Eures Smartphones herauszufinden, könnt Ihr es einmal auf dem Zeigefinger balancieren. Merkt Euch anschließend den ungefähr den Punkt. Haltet es künftig so, dass der Zeigefinger immer deutlich darüber greift. So rollt es sich nicht mehr über Eure Hand ab, wenn der Daumen sich anhebt.

Also viel Erfolg mit Eurem Smartphone und alles Gute. Passt gut auf Euer teures Gerät auf! Als Dankeschön fürs Lesen hier das beste Katzen-landen-immer-auf-den-Pfoten-Video im Internet [springt zu 3:33]:

Top-Kommentare der Community

  • Andy N. 13.12.2015

    Du kannst die Physik auch überlisten, indem du der Katze ein Marmeladenbrot auf den Rücken schnallst ;)

  •   42
    Matze 13.12.2015

    Das Toastbrot kann man aber irritieren, indem man es auf beiden Seiten mit Marmelade beschmiert. :-D

20 Kommentare

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  • Ich finde es eine Riesensauerei wie unschuldige Smartphones im "Namen der Wissenschaft" gequält werden. Wäre es eine deutsche Studie gewesen, hätte ich Strafantrag wegen mutwilligem Verplempern von Ressourcen gestellt. Im Ernst, ich konnte keine Tierquälerei feststellen und ich lebe in einem Haushalt der eher einem Zoo gleicht. Anscheinend habe ich bis jetzt immer Glück gehabt, denn mir sind bei diversen Gelegenheiten Smartphones aus der Hand geflutscht und maximal auf der Kante gelandet, aber da immer Metall ist nix passiert.

  • Apple hat offenbar ein Patent für den Katzentrick bei Smartphones eingereicht:

    http://www.iphone-ticker.de/apple-patent-iphone-erkennt-sturz-und-vibriert-sich-auf-die-rueckseite-55457/

    Der 2. April als Antragsdatum sollte allerdings zu denken geben.

    Moderne mechanische Notebook-Festplatten haben auch eine Art Fallreflex. Stellt ein Beschleunigungssensor (bzw. der auswertende SoC) den freien Fall fest, fahren sie den Schreiblesekopf in Parkposition. Da dies eine gewisse Zeit erfordert, darf eine Mindestfallhöhe nicht unterschritten werden, damit die Maßnahme greift. Das ist bei der Katze ganz ähnlich.

  •   11

    Ich finde es eine Riesensauerei was in dem Video mit der Katze gemacht wird und wäre dieses Video aus Deutschland würde ich Anzeige wegen Tierquälerei erstatten.
    Ausgesprochen erbärmlich finde ich Kommentare wie z.B. von Hernn Noack die auch noch Tipps geben wie man das Tier noch hätte weiter quälen können indem man den Versuch um ein umgeschnalltes Marmeladenbrot erweitert.
    Da gibt es keinen Spass und da ist auch nichts lustiges dran.
    Bei dem Kommentar von Rexxar,man hätte ja auch noch 2 Smartphones an die Katze schnallen können,toller Gag , wird mir schlecht.
    Danke AP für dieses abartige Video.
    Das lässt in meinen Augen tief blicken.

    • Ich bin auch gegen Tierquälerei, aber in den Video hängt die Katze total relaxt mit dem Kopf nach unten, als würde Sie es nicht stören, sondern eher so als wäre sie schon daran gewöhnt. Wenn Sie das nicht wollte würde sie sich auf jeden Fall wehren. Außerdem wird in dem Video extra darauf hingewiesen dass er der Katze nicht wehtun will.

    • Ich glaube nicht, dass die Katze unter den Fallversuchen gelitten hat. Das Video zeigt ja gerade, dass die Tiere einen natürlichen Reflex haben, solche Stürze auf den eigenen Beinen abzufedern. Solange die Katze noch oben ist, weiss sie nicht, was gleich passiert. Da der Fall aus 2 m Höhe weniger als 1 Sekunde dauert, hat sie auch während des Falls gar keine Zeit, um Angst zu haben. In ihrer natürlichen Umgebung stürzen die Tiere wahrscheinlich auch öfter mal von einem Baum, ohne dabei Schaden zu erleiden.
      Dafür hat die Evolution ja den Fallreflex entwickelt.
      Zum Glück war der Versuch mit Schrödingers Katze nur ein Gedankenexperiment.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%B6dingers_Katze

    • Ich weise darauf hin, dass es sich bei meinem Kommentar um ein nicht ganz ernst gemeintes, daher auch mit einem Zwinker-Smiley versehenes, rein hypothetisches Gedankenexperiment handelt. Niemals würde ich einem Tier etwas antun - dafür gibt es besser geeignete Kandidaten.

  • Punkt 4: Beschmiert die Rückseite eures Smartphones mit Marmelade.

  •   42

    Das Toastbrot kann man aber irritieren, indem man es auf beiden Seiten mit Marmelade beschmiert. :-D

26 mal geteilt

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