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Samsung Galaxy Note 4 im Test: Samsungs Kronjuwel

Update: So sieht Marshmallow auf dem Note 4 aus

Das Samsung Galaxy Note 4 ist die vierte Generation von Samsungs erfolgreicher Phablet-Reihe, und wie seine Vorgänger kombiniert es topaktuelle Technik mit einem großen und brillanten Display und der clever durchdachten und tief ins System integrierten Stylus-Bedienung mit dem S Pen. Doch wie steht es um Android 6.0 Marshmallow? Jüngsten Infos zufolge haben einige Nutzer in Ungarn bereits ein Update erhalten, einer zeigt sogar in einem Video, wie Marshmallow auf dem Note 4 aussieht. Alle Details findet Ihr im Abschnitt "Software".

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Pro

  • Brillantes Display
  • Starker Akku
  • S-Pen-Stylus und Software
  • Verbesserte Benutzeroberfläche
  • Gute Kamera

Contra

  • Hoher Preis

Günstigstes Angebot: Samsung Galaxy Note 4

Bester Preis

Samsung Galaxy Note 4: Preis und Verfügbarkeit

Das Galaxy Note 4 ist seit nun mehr einem Jahr im Handel erhältlich, sowohl im Einzelhandel als auch im Online-Vertrieb. Es gibt eine Exynos-Variante (N910C) mit acht und eine Snapdragon-Variante (N910F) mit vier Prozessorkernen. Bei Geizhals kostet erstere 539 Euro, letztere kostet bei Notebooks Billiger aktuell 489 Euro ohne Vertrag. Günstiger kommt Ihr aktuell nicht an das Galaxy Note 4 heran.

Samsung Galaxy Note 4: Design und Verarbeitung

Samsung folgt beim getesteten Note 4 seiner unverkennbaren Handschrift und kombiniert in dem Phablet die Designsprache seiner jüngeren Android-Geräte: Ein Alurahmen wie beim Galaxy Alpha umfasst das Gehäuse, die leicht angeschrägten Ecken glänzen metallisch-silbern, der Rahmen selbst trägt die gleiche Farbe wie das Gehäuse. Wie auch beim Alpha wird der Rahmen an der Ober- und Unterseite etwas breiter.

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Der Metallrahmen des Note 4 glänzt an den Kanten silbern, die Seiten haben aber die gleiche Farbe wie das Gehäuse. / © ANDROIDPIT

Die Rückseite ist, ähnlich wie beim Galaxy Note 3, leicht strukturiert und erweckt den Eindruck von Leder, allerdings fehlen hier die künstlichen Nähte an den Rändern, wodurch der Kunstleder-Look etwas weniger aufdringlich wirkt. Insgesamt ist die Verarbeitung und die Haptik des Materials sehr gelungen - Geschmackssache bliebt das Kunstleder zwar trotzdem, aber die Umsetzung ist gut. Anordnung und Look der Kamera und des Pulsmessers darunter erinnern an das Galaxy S5. Der Akkudeckel ist wie immer bei Samsung-Geräten aus dünnem, biegsamem Kunststoff und abnehmbar, darunter verbergen sich der wechselbare Akku (3.220 Milliamperestunden) sowie die Steckplätze für Micro-SIM- und microSD-Karte.

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Unten im Gehäuse des Galaxy Note 4 steckt der S Pen. / © ANDROIDPIT

Der S Pen des Note 4 steckt unverändert unten rechts im Gehäuse, auch der Stylus selbst ist im Vergleich zum Note 3 nahezu unverändert geblieben und ist aus leichtem, wenig hochwertig anmutendem Kunststoff gefertigt. An der Unterseite sind der Micro-USB-Steckplatz sowie zwei Mikrofone verbaut, an der Oberseite befinden sich der Kopfhörerausgang, ein Infrarot-Sender sowie ein weiteres Mikrofon (zu deren Funktionalität später mehr). 

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An der Unterseite des Galaxy Note 4 befinden sich der Micro-USB-Steckplatz, der Schacht für den S Pen sowie zwei Mikrofone. / © ANDROIDPIT

Im Vergleich zum Note 3 hat sich bei der Gehäusegröße nicht viel getan. Das getestete Note 4 ist etwas länger und dicker als das Note 3, außerdem etwas schwerer - die Unterschiede sind aber gering. Auch an der Front zeigt sich im Direktvergleich zum Note 3 kaum eine Veränderung.

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Die Rückseite des Note 4: Etwas ansprechender als noch beim Note 3. / © ANDROIDPIT

Samsung Galaxy Note 4: Display

Das Display ist ein erstes Ausrufezeichen: Schon beim Note 3 war das Display beeindruckend scharf und brillant, wir haben es damals zu einem der besten Displays auf dem Markt erklärt, und das ist es auch heute noch. Samsung hat mit dem Note 4 aber nachgelegt und das 5,7-Zoll-Display mit WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) versehen. Damit kommt es auf eine Pixeldichte von rund 515 ppi und tritt in direkte Konkurrenz mit dem LG G3 oder dem Oppo Find 7, die ebenfalls QHD-Displays haben.

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Das Display des Galaxy Note 4 im Test: Superscharf und brillant, wie schon beim Vorgängermodell Note 3. / © ANDROIDPIT

Diese technischen Eckdaten sind natürlich nicht alles, worauf es ankommt, doch in unserem Test des Note 4 bestätigte sich der Eindruck, dass Samsung mit seinen Displays inzwischen nah an der Grenze zur Perfektion steht: ultrascharfe, knackige Darstellung, Kontraste und Farbwiedergabe sind exzellent, die Blickwinkelstabilität ist top - hier gibt es nichts zu bemängeln. Die Messlatte liegt mit dem Note 4 sehr hoch, und die Konkurrenz wird es in der nächsten Zeit schwer haben, an diesen Standard heranzukommen. So ist es kaum vermessen, zu behaupten, dass Samsung im Note 4 nicht nur sein bisher bestes Display, sondern zugleich auch eines der besten Smartphone-Displays überhaupt verbaut hat. 

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Im Test: das klasse Display des Galaxy Note 4. / © ANDROIDPIT

Ob man die klassisch hohe Sättigung von AMOLED-Displays mag oder nicht, ist Geschmackssache, doch das Note 4 zeigt im Test das Zeug dazu, auch vehemente LCD-Verfechter zum Umdenken zu bringen. Die Einstellungsmöglichkeiten für die Farbdarstellung (zum Beispiel eine Reduktion der Sättigung) tun ihr übriges. 

Samsung Galaxy Note 4: Besonderheiten

Samsungs Note-Reihe hat einen unschlagbaren Vorteil: Den S Pen. Seit dem ersten Note haben die Koreaner hier viel nachgebessert, sodass der digitale Eingabestift spätestens seit dem Note 3 ein überaus nützliches Feature mit wenig Macken und Makeln ist. Die Latenzzeiten wurden minimiert, die Handschrifterkennung funktioniert im Test des Note 4 zuverlässig und treffsicher, und der Funktionsumfang wurde von Modell zu Modell mit sinnvollen Features erweitert. Mehr dazu gibt es im Abschnitt Software. Wer sich einmal an die Arbeit mit dem S Pen gewöhnt hat, wird schnell feststellen, wie ungewohnt und unpräzise es sich anfühlt, das Note 4 wieder mit dem Finger zu bedienen.

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Der S Pen macht das Note 4 im Test besonders. / © ANDROIDPIT

Neu beim getesteten Note 4 sind ebenfalls die drei Mikrofone, von denen sich zwei an der Unter- und eines an der Oberseite befinden. Sie dienen nicht nur zur verbesserten Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen beim Telefonieren, sondern sollen auch das Mitschneiden und Aufnehmen von Sprache, zum Beispiel bei Interviews, verbessern. Jedes Mikrofon nimmt Geräusche je nach Richtung getrennt auf, im Anschluss kann dann selektiv ein Teil der Aufnahme deaktiviert werden.

Das funktionierte im Test zwar nicht immer optimal und teils mit schlechter Aufnahmequalität, ist aber ein interessantes Zusatz-Feature - zumindest für den Einsatz im beruflichen Umfeld von uns Journalisten. Wie nützlich dieses Feature für andere ist, sei dahingestellt, es unterstreicht aber Samsungs Anspruch, mit dem Note 4 einen professionellen Begleiter für den Arbeitseinsatz zu liefern.  

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Zwei Mikrofone an der Unterseite des Galaxy Note 4 nehmen Geräusche getrennt auf. / © ANDROIDPIT

Neben S Pen und Dreifach-Mikro hat das Note 4 außerdem den Pulsmesser sowie den Fingerabdruck-Scanner an Bord, die mit dem Samsung Galaxy S5 eingeführt wurden. Regelmäßige Leser dieser Seite wissen, dass wir beim S5 und beim S5 Mini mit Problemen bei der Fingererkennung zu kämpfen hatten, beim Test des Note 4 funktioniert der Scan jedoch reibungslos und zumeist zuverlässig. Der Funktionsumfang wurde zudem erweitert, jetzt kann er neben der Authentifizierung des Samsung-Accounts und des PayPal-Kontos auch zum Web-Sign-In genutzt werden.  

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Der Fingerabdruck-Scanner ist auch im Galaxy Note 4 enthalten. / © ANDROIDPIT

Samsung Galaxy Note 4: Software

Marshmallow auf dem Note 4

Wo deutsche Note-4-Nutzer bislang noch auf ein Marshmallow-Update warten, dürfen Nutzer in Ungarn anscheinend bereits auf Android 6.0 Marshmallow wechseln. Ein ungarischer Nutzer enthüllte via YouTube-Video, wie das neue Android-Betriebssystem auf dem Note 4 aussieht. Auf YouTube lud ardaiaron ein Video von seinem Snapdragon-Modell des Note 4 (SM-N910F) hoch, das wohl mit Android 6.0 läuft. Laut ardaiaron soll sein Gerät das Marshmallow-Update am 4. Dezember 2015 erhalten haben.

Anscheinend handelt es sich im Video um eine Marshmallow-Version, die noch nicht ganz ausgereift ist. Im Video hörte die Samsung-Cloud plötzlich auf zu funktionieren. Mit der finalen Version dürften noch bestehende Bugs und Fehler behoben werden. Da Android 6.0 Marshmallow bereits in Ungarn ausgerollt wird, können wir auch einen zeitnahen Start in Deutschland erwarten. Bis dahin könnt Ihr Euch das Video anschauen und sehen, was Euch mit dem nächsten Android-Update erwartet.

Mit Android 6.0 Marshmallow bekommt das Note 4 einige neue Funktionen dazu, etwa das neue Air-Command-Menü, das auch beim Note 5 zum Einsatz kommt. Auch die Off-Screen-Funktion soll dann endlich offiziell auf das Note 4 gelangen. Die Funktion erlaubt es, Notizen im Standby-Modus auf dem Display aufzuschreiben.

Flacher, freundlicher, frischer

Die Benutzeroberfläche ist ganz nach dem neuen TouchWiz-Look gestaltet, den man schon im Galaxy S5 sehen konnte. Im Einstellungsmenü finden wir beim Test des Note 4 aber einen weißen Hintergrund, der alles freundlicher wirken lässt, aber sich aufgrund des AMOLED-Displays negativ auf die Akkulaufzeit auswirken könnte. Die Ansicht über die zuletzt geöffneten Apps scheint schon vorweg zu nehmen, was mit Android Lollipop umgesetzt wird: Die Apps erscheinen als rotierender Kartenstapel.

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Das Galaxy Note 4: weißer Hintergrund im Einstellungsmenü, Stapelansicht bei den zuletzt geöffneten Apps. / © ANDROIDPIT

Wischt man nach rechts, erreicht man den Flipboard-Briefing-Homescreen, der aus Samsungs MyMagazine hervorgegangen ist und schnelle "Briefings", also kurze Informationen zu aktuellen Geschehnissen, in verschiedenen Interessensgebieten liefert. Ein langer Druck auf den Zurück-Button öffnet eine seitliche Leiste mit kleinen Apps, die als Floating Apps über den aktuellen Homescreen gelegt werden können. Manche Apps können außerdem aus einer Vollbildansicht verkleinert werden, indem man aus der oberen rechten Ecke den Finger in die Mitte zieht. Wechselt man zum Homescreen, bleiben kleine schwebende Symbole zurück, über die man die jeweilige App direkt wieder starten kann Natürlich ist auch der Multi-Window-Modus an Bord, der die gleichzeitige Anzeige von zwei Apps auf dem Bildschirm ermöglicht.

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Statt MyMagazine hat das Galaxy Note 4 das Flipboard-Briefing. Außerdem: Bestimmte System-Apps können schwebend über dem Homescreen angezeigt und in ihrer Größe verändert werden. / © ANDROIDPIT

Einige neue Funktionen gibt es darüber hinaus in Zusammenhang mit dem S Pen, der beim getesteten Note 4 tief ins System integriert ist und jetzt noch besser als zuvor auf die Eingabe reagiert: Druck, Geschwindigkeit und Neigungswinkel erkennt die Software und überträgt diese Einflussfaktoren auf das Schriftbild, um ein Höchstmaß an authentischer Darstellung von Handschrift zu erreichen. Zwei neue Stiftarten in der S-Note-App machen davon Gebrauch: Je nach Schreibgeschwindigkeit, Druck und Neigung der S-Pen-Spitze variiert die Strichdicke sowie im Kalligraphie-Modus die Deckkraft der virtuellen "Tinte".   

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Kalligraphie-Stift und Air-Command-Menü: Der S Pen ist das Killer-Feature des Galaxy Note 4. / © ANDROIDPIT

Beim Test des Note 4 funktioniert der S Pen jedoch nicht nur wie ein vollwertiger Ersatz für analoge Stifte, sondern darüber hinaus auch wie eine Maus am PC: Hält man den Button am Stift gedrückt, kann man Elemente auf dem Bildschirm direkt markieren - eben so, wie man es vom Computer kennt. Das macht das Kopieren von Text deutlich einfacher, es funktioniert aber auch mit Bildern und anderen Elementen. 

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Die Software für den S Pen wurde beim Galaxy Note 4 um nützliche Funktionen erweitert. / © ANDROIDPIT

Als zusätzliche Funktion ist zudem "Smart Select" hinzugekommen. Hiermit kann man Elemente auf dem Bildschirm markieren und in die Zwischenablage einfügen. Das Besondere: Es können mehrere verschiedene Elemente nacheinander markiert und zusammen abgespeichert werden (inklusive Metadaten), zum Beispiel, um bei einer Web-Suche mehrere Suchtreffer gebündelt weiterzuleiten. 

Das Feature "Snap Note" erlaubt die Aufnahme von handschriftlichen Notizen von Zetteln oder Whiteboards: Die Kamera erkennt Notizen, nimmt diese auf und richtet das Bild bei schiefen Betrachtungswinkeln automatisch gerade aus. Anschließend werden die Notizen begradigt und auf weißem Untergrund auf dem Display angezeigt - bei Bedarf können sie anschließend in der S-Note-App wie eine normale Notiz weiter bearbeitet werden.  

Das Multi-Window-Feature wurde ebenfalls erweitert: Apps können jetzt direkt aus der Übersicht der zuletzt geöffneten Apps, die wie bei Android 5.0 Lollipop als Kartenstapel angezeigt wird, in einem geteilten Fenster (Multi Window) geöffnet werden. Das erleichtert die Benutzung dieses Features, funktioniert aber nach wie vor nur mit ausgewählten System-Apps von Samsung und Google. 

Praktisch im Test des Galaxy Note 4 erscheint zudem die anpassbare Größe des Kamera-Suchbildes: Zieht man im Sucher aus der rechten oberen Ecke den Finger in die Bildmitte, verkleinert sich das Sucherbild zu einem Pop-Up-Fenster, das über dem Homescreen liegt und sich anschließend in Größe und Position beliebig verändern lässt. Aus der Pop-Up-Ansicht kann das Sucherbild zudem direkt in die Multi-Window-Ansicht gezogen werden, um parallel eine andere App (zum Beispiel einen Messenger) anzuzeigen und Bilder per Drag & Drop direkt aus der Kamera-App in eine Nachricht einzufügen.

Samsung Galaxy Note 4: Performance

Hier gibt sich Samsung erwartungsgemäß kaum eine Blöße. Der Snapdragon-805-Prozessor, der im europäischen Modell zum Einsatz kommt, taktet mit 2,7 Gigahertz und wird von 3 Gigabyte Arbeitsspeicher flankiert - das ist genug auch für die anspruchsvollsten Aufgaben. In unserem Note-4-Test mussten wir im Zusammenhang mit TouchWiz trotzdem gelegentliche Ruckler feststellen. Besonders Flipboard wollte mitunter nur sehr langsam in die Gänge kommen, einige andere Apps jedoch auch - dies ist wohl Samsungs ressourcenhungrigem System geschuldet. Abgesehen von diesen kleineren Schönheitsfehlern ist das Note 4 im Test aber ein Biest und liefert beste Leistung, auch bei rechenintensiven Aufgaben wie grafisch anspruchsvollen Games. In Stress-Situationen wird das Note 4 zwar recht schnell warm, diese Eigenschaft kennen wir aber auch von anderen Top-Geräten.

Samsung Galaxy Note 4: Kamera

Auch hier geht Samsung noch einen Schritt weiter als beim Galaxy S5: Die Hauptkamera mit einer Auflösung von 16 Megapixeln und Sonys Kamerasensor IMX240, die Aufnahmemodi sowie die Echtzeit-HDR-Ansicht sind identisch mit dem Galaxy S5, doch ein optischer Bildstabilisator (Smart OIS) sorgt dafür, dass auch bei unruhigen Händen oder bei längeren Belichtungszeiten möglichst wenig Verwacklung entsteht.

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Die Kamera des Galaxy Note 4 hat einen optischen Bildstabilisator (Smart OIS). / © ANDROIDPIT

Auch bei der Frontkamera bietet Samsung ein bisschen mehr: Die Frontlinse des getesteten Note 4 hat eine Auflösung von 3,7 Megapixeln und eine maximale Blendenöffnung von f/1.9, das ist deutlich lichtstärker als noch beim Vorgänger und beim S5. Der Pulsmesser kann zudem als Auslöser benutzt werden (sobald man den Finger vom Pulsmesser nimmt, wird ein Foto gemacht).

Außerdem bietet Samsung beim getesteten Note 4 erstmals ein Feature, das wir schon vom Huawei Ascend P7 kennen: "Wide Selfie", eine Art Selfie-Panorama, mit dem man Gruppenbilder machen kann (Huawei nennt das "Groufie"). Das Prinzip funktioniert hier genau wie beim P7: Erst das mittlere Bild aufnehmen und dann die Kamera nach links und rechts schwenken, um drei Bilder zu einem zusammenzufügen. In unserem Test funktionierte das gut, die Software verzieh auch gröbere Wackler und produzierte ein ansehnliches Bild. 

Die Qualität der Fotos ist im Test des Note 4 gut, wie man es von Samsungs Geräten kennt - schon das Note 3 konnte mit seiner Kamera überzeugen, das Note 4 geht den entscheidenden Schritt weiter. Einziges wirkliches Problem ist das recht starke Bildrauschen bei Aufnahmen mit wenig Licht. Fotos bei Tageslicht gelingen gut, Makroaufnahmen ebenfalls. Farbdarstellung und Kontraste sind ansprechend, und der optische Bildstabilisator hilft bei Aufnahmen mit wenig Licht.

Die Kamera-Software ist wie beim Galaxy S5 und beim Galaxy Alpha auf das Nötigste reduziert, Aufnahme-Modi gibt es nur eine Handvoll. Weitere Modi stehen zum Download bereit, die wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten sind beim Note 4 vorhanden. Erstaunlicherweise dauert es rund ein bis zwei Sekunden, bis sich das Menü mit den manuellen Einstellungen ausklappt - für einen schnellen Schnappschuss ist das zu lang und unerklärlich angesichts der ansonsten guten Test-Performance des Note 4.

Samsung Galaxy Note 4: Akku

Der Akku des Note 4 ist mit 3.220 Milliamperestunden angemessen groß, und trotz des sehr hoch auflösenden Displays kommt das Note 4 im Test mit dieser Kapazität spielend über den Tag - wir kamen bei voller Helligkeit und ohne Energiesparmodus auf rund 9 Stunden Display-On-Zeit. Für zusätzliche Reserven gibt es beim Note 4 den Ultra-Energiesparmodus, dessen Limitierung dem Note 4 zwar die Berechtigung entzieht, es Smartphone zu nennen; doch wenn es drauf ankommt, kann er noch etwas Extra-Saft aus dem Akku herausholen. Außerdem kann er dank Schnelllade-Funktion in einer halben Stunde zur Hälfte aufgeladen werden.

Samsung Galaxy Note 4: Technische Daten

Abmessungen: 153,5 x 78,6 x 8,5 mm
Gewicht: 176 g
Akkukapazität: 3220 mAh
Display-Größe: 5,7 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 2560 x 1440 Pixel (515 ppi)
Kamera vorne: 3,7 Megapixel
Kamera hinten: 16 Megapixel
Blitz: LED
Android-Version: 4.4 - KitKat
Benutzeroberfläche: TouchWiz
RAM: 3 GB
Interner Speicher: 32 GB
Wechselspeicher: microSD
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 805 (SM-N910S)
Samsung Exynos 5 Octa (SM-N910C)
Anzahl Kerne: 4 (SM-N910S)
8 (SM-N910C)
Max. Taktung: 2,7 GHz (SM-N910S)
1,9 GHz (SM-N910C)
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 4.1

Abschließendes Urteil

Nach dem Test des Note 4 hat uns Samsung wieder einmal bewiesen, dass im Phablet-Bereich in Sachen Qualität und Funktionsumfang so schnell niemand an die Note-Reihe herankommt. Während bei den Smartphones die Abstände zwischen den Herstellern zunehmend kleiner werden und sich die großen immer mehr angleichen, hat Samsung mit seinen Notes eine absolute Anführerposition. Die clevere Integration des S Pen ist das Sahnehäubchen, das auch das Note 4 von der Konkurrenz absetzt. Aber auch abgesehen davon hat Samsung beim Note 4 alles richtig gemacht: Top-Technik, gute Verarbeitung und ein kleines Design-Zugeständnis an die Kritiker mit dem Metall-Rahmen - das Galaxy Note 4 ist Samsungs bestes Note und das Kronjuwel des Jahres.

Dieser Artikel basiert auf Informationen und Eindrücken aus unserem ersten Hands-On sowie auf einem Testbericht von Kris Carlon für AndroidPIT.com.

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Top-Kommentare der Community

  •   32
    Apo 03.09.2014

    Das G3? NEVER. Mal abgesehen von den Performance-Problemen und die Überhitzungen des Akkus hat das G3 einen schwächeren Prozessor. Ausserdem bietet das N4 die einzigartigen S-Pen Features. Allein deswegen wäre das Note 4 in Vorteil. Zudem wird Samsung seine Amoled Technik noch einmal verbessert haben (ich habe bemerkt dass die SAMOLEDS immer besser werden) und so ne tolle Auflösung auf nem etwas größeren Display hat schon was.
    Die Kamera wird Samsungtypisch hervorragend sein und auch wenns Geschmackssache ist: ich finde das Note 4 ebenfalls schick (ausser die Ecken und die Kopfhörer-Beule auf dem Rücken)

  • rich17 04.09.2014

    5 Freunde haben G3. Und keiner hat Probleme damit. Ich frag mich echt wie stark ihr euer Handy foltert.

    Die einzigartigen Featerus? Die Auflösung ist die Gleiche. Ah ne warte es sind ja ganze fette 0,2" größer!

    Ich würde niemals freiwillig ein Handy mit touchwiz kaufen. Es wird jedesmal bunter. Und es braucht jedesmal mehr Leistung um ansatz weise flüssig zu laufen >.>

  • Johannes Wallat 03.09.2014

    Das sind Marketing-Begriffe, die höchstwahrscheinlich nichts weiter zu bedeuten haben. Super AMOLED heißt auch nur so, weil Samsung seine AMOLEDs eben super findet.

  • Crysagon 14.12.2015

    Alles was Samsung danach auf den Markt brachte ist leider unbrauchbar.
    Das Note 4 ist das letzte gute Gerät von Samsung gewesen.

  • finn.lg 14.12.2015

    Einfach das beste was es momentan von Samsung gibt, alles was danach kam war nur noch Schrott.

137 Kommentare

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  • nach ca 9 Monaten relativ intensiver Nutzung :
    Display: super
    Kamera: super
    super auch der wechselbare Akku und SD-Karte.
    3G-Empfang mittelmäßig,
    Prozessorleistung wäre brauchbar, wenn die Resourcen vernüftig gehändelt würden, wobei das ein Mango von Android ist:
    Ein Thumbnailcache von fast 4 GByte empfinde ich als Schwachsinn hoch drei. Wenn dann plötzlich mal wieder Netzempfang vorhanden ist, werden generell erst Datenanforderungen der Hintergrundprozesse bedient-völliger Schwachsinn!!! Aber letzteres soll mit Android 6 besser werden, so wie ich gelesen habe.


  • Läuft bei euch die Zeit rückwärts? Das Note 4 ist super aber dieser Test ist schon über ein Jahr alt. Frechheit👎👎👎


  • Hab das 4 jetzt ein halbes Jahr und bin sehr zufrieden. Ist eine eierlegende Wollmilchsau. :-) Freu mich aufs Marshmallow-Update.


  • Super Gerät mit dem ich leider Pech hatte...auch aufgrund des nicht vorhandenen Services von Samsung.
    Pechsträne mit: Oneplus One, Note 4, ... nun mit dem LG G4.

    Die Pechsträhne Frist nicht ab. Vielleicht sollte ich bei meinem S4 mit CM bleiben :-(


  • Note 4 oder Note5?


  • Alles was Samsung danach auf den Markt brachte ist leider unbrauchbar.
    Das Note 4 ist das letzte gute Gerät von Samsung gewesen.


    • Was ein quatsch. Das S6 ist performant, super verarbeitet und mittlerweile von der Preis-Leistung her wirklich ein klasse Gerät.


      • schreibt vermutlich jemand, der das Geräte hat.


      • So ein quatsch, das Note 4 hat einen wechselbaren Akku und eine SD Karte, und ist Performant und vom Preis-Leistungsverhältnis so oder so besser als das s6.


      • Du schreibst hier den größten Quatsch, weil du einfach etwas behauptest, ohne dich vorher zu informieren.

        1. Das s6 ist momentan deutlich günstiger. Genau gesagt kriegt man es unter 400€ durch eine 100€ Aktion von Samsung. Aber auch ohne Aktion ist das s6 seit längerem leicht günstiger als das note 4, welches sehr Preisstabil bei ~460€ liegt.

        2. Das s6 hat nen deutlich besseren Prozessor. Das note 4 hat allgemein Probleme mit der 2K Auflösung, weshalb es dort des öfteren zu Rucklern kommt. Die Verarbeitung beim s6 ist ebenfalls besser. Die Kamera gehört bis jetzt zusammen mit der des lg g4 und Nexus 6p zu den besten des Jahres. Da kann sogar die Kamera des Iphone 6s einpacken und über die des note 4 brauchen wir erst gar nicht reden. Die ist zwar gut, aber kann nicht mithalten.


      • Ich hab ja nicht geschrieben das das Note 4 billiger ist als das s6. Man bekommt nur mehr geboten für sein Geld. Und ich habe das Note 4 seit 1 Jahr, es hat keine Ruckler bei 2k. Eher reden jetzt Nutzer vom s6 seit dem update das das System ruckelt. Und was nutzt eine gute Verarbeitung, wenn dadurch der Akku zu klein ist, und noch dazu fix verbaut? Somit ist ein Note 4 Nutzer auch nach langem Nutzen am Abend noch glücklich weil sein Akku noch hält, oder er einen zweiten zum wechseln hat. Der s6 Nutzer hingegen kann sich bei schwarzem Display nur noch am schönen Gehäuse freuen. Punkt fürs Note 4 😉


  • Einfach das beste was es momentan von Samsung gibt, alles was danach kam war nur noch Schrott.


  • Da ich bald ein Firmenhandy bekommen soll, habe ich mehrere zur Auswahl. Ich brauche dann auch kein eigenes mehr, da ich das Neue dann auch privat komplett umsonst nutzen kann. Deswegen meine Frage an die Nutzer unter euch, könnt ihr das Gerät empfehlen? Soll ich eher das Note Edge nehmen oder ist das nur eine unnötige Spielerei? Akku und LTE ist mir sehr wichtig (wegen der Arbeit), mal was spielen ist auch ok und die Kamera sollte "überzeugen" -> Habe momentan das Huawei P8 und das finde ich ganz ok.
    Wäre nett, wenn Ihr mir eure Erfahrungen schreiben könntet. Vielen Dank.


  • Ich habe die Version N910C und muss sagen TOP !! Laut Testberichten ist das die bessere Version.
    Mehr vorteile als Nachteile.


  • Welches ist denn die bessere Version ?
    (N910C oder N910F) ?
    Und welche Version hat Media Markt verkauft ?


  • C. F.
    • Blogger
    24.08.2015 Link zum Kommentar

    Wenn ich das so lese - das perfekte Smartphone/Phablet, oder?

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