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Kommentar 3 Min Lesezeit 11 Kommentare

Vier gegen Alexa: Google nimmt den Echo Show ins Visier

Auf der CES 2018 haben gleich vier Hersteller smarte Display-Geräte mit dem Google-Assistant vorgestellt, die direkt in Konkurrenz zu Amazons Echo Show treten. Der Trend zum Bildschirm zeigt, dass die Sprachbedienung alleine doch hier und da ein wenig überfordert ist.

Das Lenovo Smart Display ist mit einem Bildschirm und einem Lautsprecher ausgestattet und beherbergt den Google Assistant als Sprachassistent. Das neue Gerät, das auf der CES 2018 präsentiert wurde, geht in die selbe Richtung, die Lenovo zur IFA mit dem Home Assistant eingeschlagen hatte, einer Kombination aus Tablet und Lautsprecher-Dock. Damals allerdings war noch Alexa der Assistent der Wahl, nun ist es Google. Das chinesische Unternehmen zeigt sich also bei der Partnerwahl angenehm flexibel.

Doch Lenovo ist nicht der einzige Hersteller mit so einem Gerät. Auch JBL, LG und Sony haben bereits solche Gerätschaften angekündigt, die mit Unterstützung von Google entwickelt wurden und den Google Assistant an Bord haben. Weitere Modelle anderer Hersteller sind zudem in Planung. Damit bringt Google seine Partner in Stellung, um dem Echo Show von Amazon zu begegnen. Derzeit ist Amazon der einzige Hersteller, der ein solches Hybrid-Gerät flächendeckend anbietet – und die Kunden sind trotz des hohen Preises weitgehend zufrieden damit.

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Ein Display kann viele Dinge besser und einfacher machen. / © Lenovo

Das Display ist der alte, neue Trend

Tatsächlich zeichnet sich ein echter Trend ab, smarte Lautsprecher mit einem Display zu kombinieren. Eins ist klar: Das erweitert die Möglichkeiten der Geräte deutlich, wenn man es richtig macht und das komplette Bedienkonzept zweigleisig auslegt. Genau hier hat der Echo Show von Amazon noch seine Schwächen, denn immer wieder wird der Anwender gezwungen, Sprachbefehle zu geben, die länger dauern als ein kurzer Fingertipp. Die Möglichkeit, Dinge visuell darzustellen, ist noch dazu praktisch, auch wenn sich niemand vor so ein kleines Display setzen und einen Film schauen wird.

In Zukunft wird immer mehr eine Mischung aus verschiedenen Bedienarten zum Einsatz kommen, um unsere zahlreichen Gerätschaften zu bedienen. Knöpfe, Touchscreens, Sprache, Regler, Rädchen – alles hat seine Berechtigung und jeweils passenden Einsatzzweck. Auch reine Software-Lösungen, wie sie beispielsweise Microsoft jetzt mit der Alexa-App für Windows 10 liefert, gehören hier dazu. Wer den komfortabelsten Bedien-Mix zusammen mit den besten Inhalten anbietet, wird die Konkurrenz hinter sich lassen. Ob das Google, Amazon oder jemand anderes sein wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Und wie das Beispiel von Lenovo zeigt, scheint das auch bei den Drittanbietern keine exklusive Frage zu sein.

Was haltet Ihr davon, ist ein Display tatsächlich hilfreich als Ergänzung für einen Smart Speaker?

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11 Kommentare

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  • Die ganze Sache finde ich ganz witzig und es hat auf jeden Fall noch viel Potential. Aktuell ist es aber noch nichts für mich. Die Skills sind noch etwas rar gesäht.
    Ein Display finde ich als Feature tatsächlich nett. Dann kann ich das Wetter und die Uhrzeit einfach sehen und muss es mir nicht umständlich diktieren lassen. Man kann weitere Informationen bei der Musikwiedergabe einblenden und sonst kann der Lautsprecher als Digitaler Bilderrahmen auch in den nicht genutzten Zeiträumen punkten.


  • "auch wenn sich niemand vor so ein kleines Display setzen und einen Film schauen wird."
    Wenn das Gerät an einer günstigen Stelle platziert ist, warum denn nicht? Es schauen doch auch viele Leute Filme auf ihren Tablets und Smartphones.

    Und ob ein Bildschirm mit Touch eine hilfreiche Ergänzung zu einem Smartspeaker sein kann, ist doch auch eine eher rhetorische Frage, oder? Von allem was ich von Sprachsteuerung so mitbekommen habe, ist die oftmals doch immer noch recht umständlich und fehlerbehaftet, so dass es auf alle Fälle vorteilhaft ist bei Bedarf auf eine andere, bewährtere Steuerungsmöglichkeit (Touchscreen) zurückgreifen zu können.
    Als Nachteile sehe ich eigentlich nur, dass das Gerät mit Screen deutlich größer wird und auch die Designmöglichkeiten eingeschränkt sind - die Smartspeaker ohne Display sind da hübscher (oder zumindest unauffälliger). Und natürlich der Stromverbrauch, der wird mit dem ständig/oft angeschalteten Display auch höher sein; aber da die Teile ja anscheinend nicht mit Akku laufen sondern am Stromnetz hängen, dürfte das den Gebrauchskomfort nicht beeinträchtigen, höchstens bei der Stromrechnung oder dem Umweltgewissen könnte es etwas zwacken.


    Ich persönlich werde mir weder den Echo Show noch einen seiner (zukünftigen) Konkurrenten kaufen. Das liegt aber daran, dass mir einfach dieses ins Internet vernetzte Schlaulauschen (und bei den Display-Versionen kommt dann ja auch noch eine Kamera dazu...) sehr missfällt. Schlimm genug, dass man mit diesem Szenario schon bei Smartphones und Tablets immer rechnen muss - da will ich mir nicht noch zusätzlich ein Gerät ins Haus holen, das das hauptberuflich macht (und dazu noch die ganze Zeit frei im Raum steht).

    Wenn dagegen der Aspekt des Datensammelns und -Nach-draußen-schickens nicht wäre, könnte mich so ein fester installiertes/immobileres Display eventuell schon reizen. So als kleine always-on Infozentrale und, bei brauchbarem Lautsprecher, als Stereoanlagen-Ersatz. (vielleIcht fände ich ein eInk(ähnliches) Display da aber dann eine bessere Alternative)


  • Eigentlich bräuchte es keine besonderen Displays für den Google Assistent. Mein Google Home kann Fotos, Musik und Videos dank Chromecast auf dem Fernseher wiedergeben. Wieso sollte das nicht auch mit Webseiten etc. funktionieren? Ich stelle mir das nicht besonders schwierig vor, visuelle Ausgaben auf ein vorhandenes Display (Fernseher, Smartphone, Tablet, Notebook) umzuleiten.


  • Ich bin vom Amazon Echo/Echo DOT ziemlich enttäuscht. Pausenlos kommt Alexa mit ihrer dämlichen Antwort 'Das weiß ich leider nicht'. Zugegeben: Ich könnte mir vorstellen, dass junge Leute mit beweglicherer Hirnmasse als bei mir altem Sack sich besser merken können, welche Skills sie aktiviert haben und welche Fragen sie stellen müssen, um vernünftige Antworten zu bekommen. Aber trotzdem glaube ich, dass eine Kombination von Sprachsteuerung und Touchscreen ein guter Ansatz ist.
    Ob wir diese Dinger brauchen, müssen wir nicht diskutieren, weil völlig sinnfrei. Aber es wird der Zeitpunkt kommen, wo wir sie zu >90 % haben werden.


  • andy vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Stimmt wir brauchen diese neuen Techniken wirklich nicht.
    Wir brauchen aber auch keine Smartphones.
    Für uns ist ein Smartphone normal, für unsere Kinder wir die Sprachsteuerung normal sein.
    Datensicherheit hmmm schaut euch Facebook an, das sagt alles.
    lg.Andy


  • Ich mag es mit meinen Bäckerinen zu quatschen, je nach dem wie wir zeit haben. Ich mag es telefonisch Blumen zu bestellen um sie persönlich abzuholen und mit der Verkäuferin meine nächsten Wünsche zu bepuatschen. Selbst ein plötzliches Gespräch an der Kasse vom Supermarkt oder Nachtschalter, bekommt keine von denen hin. 👎

    Meine Meinung dazu.


  • Ich brauche das nicht!😀😁😂
    also diese Alexa oder u.ä.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Ich vergleiche Eure Artikel diesbezüglich immer mit der Bewerbung eines neuen Medikaments, dessen Nebenwirkungen leider noch keiner kennt. Von daher wieder mal die Frage: wie sieht's mit der Datenübertragung respektive deren Wahrung, Verschlüsselung und Privatsphäre aus?

    H G


    • Seine Privatsphäre bzw. den Schutz der eigenen Daten gibt man an der Kasse ab, wenn man solch ein Gerät kauft. Das weiß man aber vorher. Soll sich also später niemand darüber beklagen, dass seine Daten kreuz und quer über den Erdball gehandelt werden ^^


    • Tim vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Zumindest bei Alexa wurden schon Tests gemacht, ob das Ding heimlich Daten verschickt etc.
      Resultat: Es hört zu und wartet auf den "Alexa"-Befehl, sendet dabei aber keine Daten an Amazon's Server. Erst wenn das Wort gesagt wird, wird aktiv mitgeschnitten und das wird dann auch gespeichert (kann man via App aufrufen/wieder anhören).
      Teilweise fängt das Ding aber auch an aufzunehmen, obwohl niemand "Alexa" gesagt hat. Passiert halt, wenn es das irgendwo verstanden hat. mMn funktioniert das bei Alexa aber Welten besser, als bei Google. Die kriegen das gefühlt gar nicht hin. Zumindest nach meine Erfahrung...


  • Das ganze Al gedöns ist nur halbfertige 💩. Steige ein wenn fertig 😁

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