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2 Min Lesezeit 10 Kommentare

Samsung: Deal mit Fake-Firma war volle Absicht

Der Fall mag zum Schmunzeln anregen, ist aber auch ein Anlass zur Sorge. Anlässlich der offiziellen Markteinführung des neuen Galaxy A8s in China mit löchrigem Display kündigte Samsung eine Partnerschaft mit Supreme an. Die berühmte amerikanische Bekleidungsmarke? Nein, nicht das "echte" Supreme, sondern ein italienischer Klon namens Supreme Italia - und das ist das Problem.

Die Nummer Eins unter den Smartphone-Herstellern wollte beim Launch des Galaxy A8s in China Eindruck machen und kündigte die Zusammenarbeit mit Supreme an. Sowohl die Manager der chinesischen Tochtergesellschaft als auch die von Supreme waren sogar auf der Bühne, um über ihre Partnerschaft zu sprechen. Dazu wurde dann noch die Eröffnung eines siebengeschossigen Kaufhauses in Peking im Jahr 2019 bekannt gegeben.

Doch da ist ein Problem. Tatsächlich war der Marke Supreme eine solche Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen überhaupt nicht bekannt. Denn in China präsentierte sich nicht die echte Streetwear-Marke, sondern ein Klon namens Supreme Italia.

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Die Präsentation der Galaxy A8s war für Samsung die Gelegenheit, die Zusammenarbeit mit Supreme bekannt zu geben. / © Galaxy Club

Über Schlupflöcher im Markenrecht ist es der italienischen Firma gelungen, nicht nur die Marke einzutragen. Auch die Genehmigung zum Verkauf von Fälschungen unter Verwendung des gleichen Logos in Italien, aber auch in Spanien konnte man ergattern. Das war möglich, weil das amerikanische Original Supreme ihre Marke nicht in Italien registriert hat.

Samsung wusste bescheid

Doch damit nicht genug, denn Samsung war sich der Verwirrung um die Supreme-Marke bewusst. Das erklärte Leo Lau, Samsungs Digital Marketing Manager in China, auf Weibo. Infolgedessen war Samsung also völlig bewusst, dass es eine Zusammenarbeit mit Supreme Italia und nicht mit Supreme USA eingeht.

Supreme (USA) reagierte schnell und erklärte, dass sie von Samsung wegen einer Zusammenarbeit nicht kontaktiert worden sind. Die Marke betont, "nicht mit Samsung zusammenzuarbeiten und auch nicht plant, ein Geschäft in Peking zu eröffnen. Diese Behauptungen sind falsch und werden von einem Fake-Unternehmen verbreitet." Im Übrigen hat die amerikanische Marke nicht einmal die Rechte, um ihre Ware auf chinesischem Boden zu verkaufen.

Daher wird die Zusammenarbeit zwischen Samsung und Supreme (Italien) wohl auf China beschränkt bleiben. Die aus dieser Partnerschaft resultierenden Produkte dürften außerdem ebenfalls nur auf chinesischem Boden entstehen.

Was sagt Ihr zu der ganzen Nummer? Kleverer Schachzug oder dreiste Nummer? Schreibt es uns in die Kommentare!

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10 Kommentare

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  • Samsung wusste bescheid .... Korrektur oder Kontrolle der Überschriften wird wohl überbewertet?! Ist wohl zu gross die Schrift. Es ist echt peinlich für Euch. Eigentlich in jedem Artikel so viele Schreibfehler.
    Weiter gehts: Kleverer Schachzug... Wo hast Du die Schreibweise denn her? Ich bin in Rechtschreibreform nicht so firm, oldschool bei mir jedenfalls mit „C“ geschrieben.


  • Ich finde das ehrlichgesagt ziemlich peinlich eine Partnerschaft mit einem Fake einer so bekannten und beliebten Brand einzugehen. In diversen sozialen Netzwerken wurde sich auch schon darüber lustig gemacht daher glaube ich eher nicht das Samsung sich damit einen guten Ruf macht.
    Wäre das hingegen die Original Marke würde wahrscheinlich ein riesen Hype entstehen welcher Samsung jede Menge neuer Kunden und viel Aufmerksamkeit bringt.


  • Ich würde sagen legitim.
    Macht ja für Samsung keinen Sinn eine Partnerschaft mit einem Unternehmen einzugehen, dass seine Ware auf dem angestrebten Zielmarkt nicht vertreiben darf


  • Genauso wie Porsche Design....wo nicht mal Porsche mit zu tun hat.


    • Es gibt eine Firma Porsche Design, die nichts mit der von Ferdinand Alexander Porsche gegründeten Firma Porsche Design, einer Tochtergesellschaft der Porsche AG, zu tun hat? Darüber würde ich gerne Genaueres wissen. Hast du Quellen für mich?


    • Warum auch nicht einfach mal was behaupten - macht Trump ja auch. Einfaches Nachschlagen bei Wikipedia zeigt aber:
      Das Porsche Design Studio hat seinen Sitz seit 1974 in Zell am See in Österreich. Seit 2003 gehört Studio F. A. Porsche zur Porsche Design Group mit Sitz in Ludwigsburg, welche wiederum eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Porsche AG mit Sitz in Stuttgart ist.

      Setzen, sechs.

      NilsD


  • Ist moralisch vielleicht nicht OK, aber Samsung ist ein Wirtschaftsunternehmen. Gesetzeslücken auszunutzen, oder wie hier, wirtschaftlich gesehen noch weniger zu beanstanden, den Fehler eines anderen Wirtschaftsunternehmens, finde ich eigentlich normal und ok.
    Wenn ich durch eine ebensolche Gesetzeslücke irgendwelche eigentlich fälligen Steuern NICHT bezahlen müsste, würde ich das auch (nicht) tun!


  • Ist doch i.O. Wenn die Amis vergessen sich die Namensrechte zusichern. Wieso ist das Markenklau ?


  • Das ist dreister Markenklau, denn die Kunden dachten an Supreme (USA). Das hat Samsung schamlos ausgenutzt.

    Was zeigt welche Ethik bei Samsung herrscht. Das wird nicht der letzte Skandal gewesen sein, sondern nur das Zeichen, dass es noch schlimmeres in diesem Hause gibt.

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