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2 Min Lesezeit 11 Kommentare

Samsung bringt sein Halbleiter-Geschäft auf die Straßen

Die Marken Exynos und ISOCELL sind Smartphone-Nutzern schon länger bekannt. Sie gehören seit 2011 zur Halbleiter-Sparte von Samsung Electronics. Nun will Samsung die Marken auf die Straße bringen und tritt dafür auf der Internationalen Zuliefererbörse in Wolfsburg auf.

Während Qualcomm und Nvidia schon länger als Halbleiter-Hersteller einen Fuß in der Tür der Automobilbauer haben, hielt sich Samsung bislang zurück. Trotz seiner üppigen Anteile bei Renault zeigte sich das koreanische Konglomerat noch wenig auf den Straßen. Dabei reifte die Halbleiter-Sparte von Samsung Electronics inzwischen fast ein Jahrzehnt an und lieferte im Mobilfunk-Sektor mehr als nur konkurrenzfähige Produkte.

Die neuen Marken Exynos Auto und ISOCELL Auto überführen die aus Galaxy-Smartphones bekannten Chipsätze und Kamera-Sensoren in die Auto-Industrie. In der passenden Pressemitteilung heißt es, man wolle "die schnellen Schnittstellen für Telekommunikation, akkuraten Sensoren und die hohe Rechenleistung" auch in den "harten Umweltbedingungen" auf der offenen Straße bereitstellen.

Die Exynos-Chipsätze sollen sich hierbei um Infotainment, elektronische Fahrhilfen und die Internetverbindung kümmern. Die ISOCELL-Sensoren sollen wiederum die Kameras am Fahrzeug bestücken. Diese sollen bei schwachem Licht oder Gegenlicht als Sehhilfe dienen und Objekte und Gefahren intelligent erkennen helfen. In dem Geschäft mit Bildsensoren würde sich Samsung also verstärkt in Konkurrenz zu Sony begeben.

androidpit audi etron side
Audis e-tron hat Kameras statt Rückspiegel. / © AndroidPIT

Auch wenn Samsung recht spät auf den Markt der Autobauer gelangt, ist es noch nicht zu spät. Erst neulich hat Audi mit dem e-tron ein Fahrzeug vorgestellt, bei dem Kameras die seitlichen Rückspiegel ersetzen. In den USA werden jene Spiegel noch nicht zugelassen. Es sind legale Verzögerungen wie diese, die Samsung noch ein wenig Zeit verschaffen. Doch diese Zeit läuft langsam ab.

Samsung zeigt erste Nutzungsbeispiele auf der Internationale Zuliefererbörse in Wolfsburg. Wann mit echten Implementierungen zu rechnen ist, bleibt abzuwarten. Möglicherweise kann Samsung seinen Partner Renault zu schnellen Umsetzungen bewegen. Die übrigen Hersteller können sich auf den Themenseiten zu ISOCELL Auto und Exynos Auto informieren.

Quelle: Samsung Presse

11 Kommentare

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  • Eine Kamera kann auch Vorteile bringen wie automatischen zoom wenn er nötig sein könnte oder fokus auf bestimmte Gefahren legen, diese erkennen und dem Fahrer melden. Oder die Entfernung zum Hintermann messen und Status abliefern ob er schneller ist etc etc. Nur so als Gedanke.
    Sollten aber mMn extra Kameras sein, die die analoge Version des zuruckschauens nicht ersetzen


  • Kameras als Ergänzung finde ich gut, aber ein vollwertiger Ersatz für Spiegel sind sie nicht mMn.
    Gerade wenn ich auf der Autobahn fahre, verlasse ich mich lieber auf Spiegel.


  • Da bleibt nur zu hoffen, dass die Schnittstellen flüssiger laufen wie die Samsung UI auf Android 😉


  • Tim vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Ich frage mich nach wie vor, wo der Sinn von Kameras statt Seitenspiegeln sein soll ^^
    Egal wie schnell es auch ist, ein Kamerasystem wird immer eine gewisse Latenz haben und die kann je nach Situation natürlich auch mal entscheidend sein. Bei einem Spiegel hingegen sieht man mit Blick darauf quasi sofort, was gerade passiert und nicht mit gut und gern mal einer halben Sekunde Verzögerung.


    • Luftwiderstand, die Spiegel machen mehr aus als man denkt! Vor allem beim E-Fahrzeug wichtig.


      • Tim vor 4 Wochen Link zum Kommentar

        Würde ich persönlich nicht sagen...
        Klar, die Kameras sind etwas kleiner, aber auch nicht SO viel kleiner. Jedenfalls nicht bei dem Audi oben. Und wenn eine solch vergleichsweise kleine Änderung viel ausmachen würde, dann müssten Autos generell doch eigentlich komplett identisch aussehen, da sich diese sonst doch auch zu sehr dem Luftwiderstand aussetzen.

        anders wäre es vielleicht, wenn es generell gar keine Seitenspiegel mehr gäbe, aber soweit sind wir mMn noch sehr lange nicht.

        Zudem glaube ich nicht, dass ein bisschen weniger Luftwiderstand ein deutlich höheres Unfallrisiko rechtfertigt. Wie gesagt, Kamerasystem haben immer einen Delay. Kameras zeigen NIE exakt das Live-Bild an, sondern immer mit einer gut sichtbaren Verzögerung.


      • Man kann Spiegel aerodynamisch gestalten.


    • @Tim

      Da wurde mal gesagt, dass das was mit dem Unfallrisiko zu tun. Vor allem auf Parkplätzen werden wohl viele Menschen nur mit dem Außenspiegel "angefahren".
      Die Kamera ist kleiner und ragt weniger heraus, was die Unfallwahrscheinlichkeit wohl minimieren soll.

      Weitere Gründe:
      https://www.motor-talk.de/news/mehr-ruecksicht-ohne-rueckspiegel-t6230273.html


      • Tim hat recht.Man kann aber auch Spiegel und Kameras kombinieren .Es gibt Autofahrer den müsste man Zig Spiegel anbauen weil die nicht gucken oder nur mäßig um sich gucken.


    • ''Egal wie schnell es auch ist, ein Kamerasystem wird immer eine gewisse Latenz haben und die kann je nach Situation natürlich auch mal entscheidend sein. Bei einem Spiegel hingegen sieht man mit Blick darauf quasi sofort, was gerade passiert und nicht mit gut und gern mal einer halben Sekunde Verzögerung.''

      Erstens das & 2. sind solche elektischen Systeme, wie generell alle elektrischen systeme sicher fehleranfälliger, als der altmodische Spiegel. Und was machst du eigentlich, wenn dir, sagen wir mal, der Linke Kameraspiegel ausfällt morgens um 5 auf dem Weg zur arbeit ? Musst du das Teil dann stehen lassen ? Ich bin sicher kein Innovationsmuffel und sehe selbst bei diesem System gewisse Vor, aber eben auch Nachteile.

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