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Gewinner und Verlierer: Raus aus der Nische und rein in die neue TV-Weltordnung

Gewinner und Verlierer: Raus aus der Nische und rein in die neue TV-Weltordnung

Das Ende der KW50 ist da und damit wird es Zeit, zurückzublicken auf die vergangenen Tage. Bevor es richtig tief hineingeht in die vorweihnachtliche Gemütlichkeit glühweingetränkter Weihnachtsmärkte und den Stress der letzten Geschenkbesorgungen, widmen wir uns erst einmal dem Sieger und dem Verlierer der Woche. 

Schon Mitten in der Woche dachte ich, ich habe meinen Sieger schon: Xiaomi hat das Redmi K30 5G vorgestellt und einen Preispunkt von um 300 Euro gewählt. Für ein 5G-Modell! Für ein Gerät mit dem gerade erst eingeführten Qualcomm Snapdragon 765G. Leider wurde es vorerst nur für den asiatischen Raum in Aussicht gestellt. Also muss das Gewinnertreppchen für das Xiaomi Redmi K30 5G auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Wenn das Smartphone zu einem ähnlichen Preis nach Deutschland kommt, hänge ich ihm sofort die Preis-Leistung-Medaille um den Hals.

samsung galaxy a51 a71 vorgestellt
Neu von Samsung: Das Galaxy A51 und das Galaxy A71 / © Samsung

Gegenteilige Gefühle regen sich bei mir, wenn ich sehe, was Samsung ebenfalls vorerst in Asien vorgestellt hat: das Galaxy A51 und das Galaxy A71. Der direkte Vergleich mit dem Xiaomi Redmi K30 5G fällt verheerend aus. Samsung hat nicht nur alte Prozessoren angekündigt, sondern auch auf 5G verzichtet. Der Preis steht derweil noch nicht fest, wird aber wohl oberhalb der chinesischen Konkurrenz schweben. Auch deshalb kann ich mich noch nicht durchringen, die beiden Mittelklasse-Smartphone schon jetzt als Loser der Woche abzustempeln. Ich befürchte jedoch ich muss es tun, sobald der deutsche Marktstart eingetütet ist. 

Gewinner! Samsung 

Samsung verkauft 1 Million Fold. Das stellte sich jetzt auf dem TechCrunch Disrupt Berlin heraus. Samsungs Präsident ließ fallen, dass die Koreaner schon über eine Million Galaxy Fold verkauft haben. Ist das Samsung Galaxy Fold also doch kein Nischenprodukt? Man könnte es meinen. Die Hürden sich ein solches Smartphone zu kaufen sind riesig. Es ist nämlich nicht in jedem Land erhältlich und kostet dafür wirklich sehr viel Geld. Mit 2.100 Euro ist es eines der teuersten Smartphones aller Zeiten. Und doch hat es Samsung geschafft 1 Million Stück zu verhökern. Das macht einen Umsatz von geschätzt gut 2 Milliarden Dollar – und das mit einem Nischenprodukt, das zum Marktstart wohl eher als Hardware-Betatest gesehen werden konnte.

Samsung Galaxy Fold: Technische Daten

Akkukapazität: 4380 mAh
Display-Größe: 7,3 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 2152 x 1536 Pixel (362 ppi)
Kamera vorne: 10 Megapixel
Kamera hinten: 16 Megapixel
Blitz: Dual-LED
Android-Version: 9 - Pie
RAM: 12 GB
Interner Speicher: 512 GB
Wechselspeicher: Nicht vorhanden
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 855
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2,8 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 5.0

Das Ziel Samsungs für 2020 sind 6 Millionen verkaufter Foldables. Laut Gerüchten soll es neue Klapp-Smartphones von Samsung schon im Februar zusammen mit den neuen Galaxy-S11-Modellen geben. Ich bin gespannt ob Samsung es dann schafft die neuen Modelle zeitnah auf den Markt zu bringen. Denn wer weiß, wie viele solcher Handys Samsung schon verkauft hätte, wäre das Galaxy Fold nicht zum Start ein solches Desaster gewesen. 

Loser! Sky

Doch wer ist der arme Tropf der Woche? Die unglückliche Figur, neben der man sich egal mit welchem Geisteszustand immer fühlt, als wäre man selbst dann doch nicht so schlecht dran?  Diese Woche war es wirklich sehr einfach. Denn erst hat Amazon Prime Video und dann auch noch Dazn kleine Meldungen fallen gelassen, die zusammengenommen eine mittelschwere Katastrophe für den Konkurrenten Sky bedeuten. Der Pay-TV-Sender verliert in dieser Woche die Champions League und damit für viele einen der Hauptgründe das Angebot des Senders zu abonnieren.  

Kollege Michael Stupp hat schon im Lauf der Woche die Gründe des Sky-Dilemmas analysiert. Und dabei wird auch schnell klar, dass wir Kunden nicht unbedingt vor Freude über neue Anbieter aus der Haut fahren sollten. Denn ein aufspleißender Markt bedeutet schlussendlich nur, dass immer mehr Abos nötig sind, um wirklich alle Sportereignisse sehen zu können. 

Die Entwicklung zeigt deutlich, wo der Weg hingeht. Vor kurzem hat sich die Telekom mal eben die FIFA Fußball Weltmeisterschaft gesichert. Dabei mussten die Öffentlich Rechtlichen Sendeanstalten die Waffen strecken. Zwei der für die Fußballnation Deutschland so wichtige Turniere in den Händer von Streaming-Diensten, Buchhändlern und Telefonanbietern. Manch Traditionalist wird sich schon das Dreisendersystem der BRD zurückwünschen. Doch das ist vorbei. Genau so, wie die Vormachtstellung der linearen Sender in der Übermittlung von Bewegtbildinhalten. Hier bricht eine neue Weltordnung an. 

Und ihr so? Was hat euch geärgert oder worüber habt ihr euch in dieser Woche gefreut? Wer ist für euch der Gewinner und wer der Loser der Woche? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

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