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Qualcomm Snapdragon 865 im Detail: So ticken die Flaggschiffe 2020

Update: Weitere Details
Qualcomm Snapdragon 865 im Detail: So ticken die Flaggschiffe 2020

Auf dem hauseigenen Qualcomm Snapdragon Tech Summit auf Hawaii hat Qualcomm seinen neuen SoC der Spitzenklasse vorgestellt. Der Snapdragon 865 erscheint mit 5G-Modem und bietet weitere Superlative, für die 2020 wohl noch etwas zu früh kommt.

Ohne technische Details konkret zu benennen, hat Qualcomm-Manager Alex Katouzian den neuen Snapdragon 865 angekündigt und dabei einige Eigenschaften des Chips verraten. Neben 5G-Kompatibilität dank eingebautem X55-Modem schleudert das mobile Rechenpaket mit großen Zahlen und technischen Merkmalen um sich.

qualcomm snapdragon 865 live
Feine Drähtchen: Die Platine mit dem SD865 ist nicht größer als eine 1-Cent-Münze. / © Qualcomm

Snapdragon 865: Die Eckdaten

Der Baukasten, aus dem Qualcomm das Paket Snapdragon 865 zusammenschustert, ist vielfältig. Für Kamera, Display, Netzwerk und natürlich die Rechenperformance sind verschiedene Teile verantwortlich.

Vorneweg die Recheneinheit (CPU): Der Snapdragon 865 ist ein Octa-Core-Prozessor, bestehend aus je vier Cortex-A77 und vier Cortex-A55 Rechenkernen. Der eine Hauptkern, einer aus dem A77-Cluster bietet eine Taktrate von 2,84 Ghz, seine drei Kumpanen takten mit 2,4 Ghz. Die vier A55-Kerne sollen das ganze Programm energiesparender gestalten und liefern die Rechenpower für die stabile aber wandlungsfähige Grundlast. Insgesamt, so das Qualcomm-Versprechen, soll der Snapdragon 865 so für 25 Prozent mehr Leistung bei gleichzeitig 25 Prozent weniger Energieverbrauch stehen. Mit dazu gehört der Adreno-650-Grafikprozessor. Auch die GPU soll um 20 Prozent leistungsfähiger sein als der Vorgänger.

Netzwerk und Co.

Das X55-Modem auf dem Snapdragon 865 ist 5G-fähig, auch im Multi-SIM-Modus. Theoretisch sind hiermit im 5G-Netz Datenraten von bis zu 7,5 Gbit/s im Down- sowie 3 Gbit/s im Upload drin. Im lokalen Netz gibt's eine WiFi-6-Unterstützung, für die Nahdistanz in der Datenübertragung ist der Prozessor mit Bluetooth 5.1 kompatibel. 

Kamera: 8K, 4K und 200 Megapixel

Der SD 865 ist bei der Verarbeitung von Fotos und Videos zu höherem bestimmt. In der Theorie kommt der Chipsatz dank neuem Spectra-4-Signalprozessor mit 8K-Aufnahmen (7680 x 4320 Pixel im 16:9-Format) zurecht und kann 4K-Aufnahmen, das ist zumindest etwas greifbarer und direkt nützlicher, mit einer Bildrate von bis zu 120 FPS verabreiten.

AndroidPIT Xiaomi Mi Note 10 Travel 4
2019: 108 Megapixel; 2020: 200 Megapixel? / © AndroidPIT

Dass bei Fotos die große Zahl nicht eins zu eins in Qualität umzurechnen ist, zeigt nicht zuletzt die 108-Megapixel-Kamera des neuen Xiaomi Mi Note 10. Aber die maximale Bildgröße der Fotos gibt einen ersten Anhaltspunkt. Der Snapdragon 865 soll Sensoren mit einer Auflösung von bis zu 200 Megapixeln unterstützen. Ob wir solche Kameras jemals in Smarpthones sehen, bleibt abzuwarten. Der praktische Nutzen ist, wie erwähnt, umstritten.

Display

Bei der Anzeige ist das reine Zahlenwerk des QSD865 gar nicht so weit entfernt von dem, was wir heute kennen. 4K-Displays können mit einer Bildwiederholungsrate von 60 Hertz betrieben werden, das gängigere QHD+-Format sogar mit 144 Hz.

qualcomm snapdragon 865 case
Qualcomms Snapdragon 865: Creme de la Creme für 2020? / © Qualcomm

QuickCharge 4+

Der Ladestandard, den Qualcomm verbaut, nennt sich QuickCharge 4+. Neben einer Leistungs- und Geschwindigkeits-Verbesserung beim Aufladen, soll QuickCharge 4+ auch die KI-Einheit im Prozessor anzapfen und das Aufladen des Endgerätes so smart machen.

Weitere SoC-Vorstellungen: Das Snapdragon-Gehege wird gamy

Neben dem Snapdragon 865 hat Qualcomm auch noch zwei weitere 5G-Prozessoren vorgestellt. Sie sollen 5G in die Mittelklasse bringen und peilen eher eine Zielgruppe von Smartphones rund um die 400-Euro-Marke an. Mit dabei: Der Snapdragon 765 und der für Gaming ausgelegte Snapdragon 765G. Auch hier gibt es erst sehr wenige Details zur tatsächlichen Stärke der Chipsätze und auch noch keine Anhaltspunkte, worin sich die G-Variante von der Standardversion konkret unterscheidet.

Immerhin zeigt sich, dass Qualcomm 5G und neue AI-Anwendungen 2020 auch in der Mittelklasse zur Verfügung stellen will. Gerade bei 5G ergibt das auf dem globalen Markt Sinn – in Deutschland dürfte 5G auch im kommenden Jahr noch sehr rar gesät sein. Beim Gaming darf getrost die Frage gestellt werden, warum sich Qualcomm die Mühe macht, einen Mittelklasse-Prozessor in einer extra Gaming-Version heraus zu bringen. Die Handys, die es 2020 wirklich ernst meinen – zum Beispiel ein Razer Phone 3 oder ein ROG Phone III – werden sicherlich mit dem Snapdragon 865 beziehungsweise 865+ erscheinen.

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20 Kommentare

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  • Jetzt noch bitte ein Vergleich zum A13 Bionic und Exynos 9820.


  • warum kommt keiner der smartphone-hersteller auf die idee bei so viel prozessorleistung gleich eine 1-TB-SSD mit in sein gerät zu integrieren? alles mögliche und unmögliche wird in die smartphones gepresst. warum also nicht auch mal was sinnvolles..... ;-)


  • Das wird dann wohl die übliche Weiterentwicklung mit vielen großen Zahlen., obwohl aus den bisherigen Prozessoren nicht mal alles rausgeholt würde (siehe z.B. Google mit 4K in max. 30 FPS). Nur die Akkulaufzeit die wird gleich bleiben.

    Ein großer Trend scheint mir aktuell wohl das Thema gaming. Ich bin Mal gespannt wo bei einem Mittelklasse Gaming Prozessor dann der Vorteil liegen soll., bzw der Unterschied zum Zwilling ohne gaming. Von der Leistung her dürfte ein SD 855 dann noch immer besser sein. Beim Gerätepreis sollte ein highende Gerät aus dem Vorjahr dann auch nicht mehr teuer sein und bei den Updates dürfte es ebenfalls keinen großen Unterschied geben.

    Tim


  • Habe bei meiner Studium Fortran IV, Basic gelernt (Uni-Köln Als Rechner cyber 76). Damals wahren speicher Kapazität Geschwindigkeit begrenzt. Alles haben Programmierer durch können überwunden. Heute hat eine 100 € Handy mehr Speicher platzt als Commodore 64.


    • Du kannst das damalige Programmieren aber nicht ansatzweise mit dem von heute vergleichen.


    • @Udo Kallina: Wenn deine Disziplin bei der Syntax mit deiner Rechtschreibung vergleichbar ist, hast du nach dem Studium wohl keine Anstellung gefunden.😜


  • Viele große Zahlen für's Marketing und trotzdem wird man mit dem QSD865 wahrscheinlich nicht mal an die Leistung und Effizienz des A12 von 2018 herankommen... ^^

    Ist wie mit den Exynos-Chips. Die sollen angeblich auch schon seit 2017 mit 8K umgehen können bzw. UHD120. Und was war? Nichts.


    • Letztendlich sind die Zahlen bei allen nur fürs Marketing relevant. Die Energieeffizienz des A12/A13 kommt nicht bei dir als Endnutzer an, da Apple dafür meist kleinere Akkus verbaut. Den Preis des eingesparten Lithium gibt dir Apple aber auch nicht weiter. Bleibt noch der Umwelt-Aspekt und die Gegenfrage: "Wieso dann überhaupt so ein Highend-Gerät, dann reicht aus was kleineres".

      Bleibt noch die Leistung. Gut für Benchmark-Ergebnisse, und damit für Marketing-Abteilungen, Blogs, Youtuber und Menschen die ggü. ihren Mitmenschen etwas kompensieren müssen. Alle anderen tun sich schwer, die Leistung der aktuellen Chips auch nur ansatzweise auszunutzen.

      Aber die Zahlen müssen nun mal bei allen jedes Jahr größer werden, denn nur so verkauft man neue Geräte.


      • Vielleicht weil das eingesparte Lithium bestenfalls im Centbereich liegt? ^^
        Und die diesjährigen iPhones haben keine kleineren Akkus und die derzeit beste Akkulaufzeit aller Flaggschiffe, trotz mehr Leistung - die bessere Effizienz kommt also sehr wohl an...
        Den Umwelt-Aspekt verstehe ich jetzt nicht ganz, denn auch da ist Apple sowieso vor allen anderen in diesem Bereich... ^^"


  • Icb glaube der Grund weshalb Qualcomm jetzt auch nen Mittelklasse Gamingchip vorgestellt hat, ist weil nicht jeder Gamer für ein Smartphone auch 800-1000€ ausgeben möchte, weil High-End SoCs eben nur in dem Preisbereich verbaut werden.


  •   11
    Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Ihr habt einen Zahlendreher in der Überschrift, sonst schöner Artikel


  • Schon erstaunlich was alles in so einen winzigen, Chip reingesteckt wird heutzutage und die werden immer schneller.Hab neulich meinen C64 aufgeschraubt um den mal innen zu säubern. Wenn ich da die Hardware sehe, mit der Kraft des 1 Mhz, ist es schon erstaunlich was heutzutage noch von Fans und Hobbyprogrammierer aus dem C64 rausgeholt wird.


    • Nur das viele den C64 nicht mehr Programmieren können. Aber im Ernst was dieser kleine Brotkasten alles drauf hatte war schon erstaunlich.


      • Basic zu lernen ist aber wirklich nicht schwierig. Nur, wer will den "kleinen Brotkasten" noch programmieren, wenn er kaum noch irgendwo erhältlich ist, und dann Liebhaberpreise dafür zu zahlen wären.

        Tim


      • Ja klar, was der drauf hatte! Ich erinnere mich noch, wie wir vor ca. 30 Jahren bei 'nem Kumpel waren: Kassette rein, 45min laden, oops Fehlermeldung. Nochmal 45 min. Ha!

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