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#pittothefuture: Gestern war ein rabenschwarzer Tag - mit etwas Licht

#pittothefuture: Gestern war ein rabenschwarzer Tag - mit etwas Licht

Als gestern unsere große Betriebsversammlung in der Lobby unseres Büros startete, gab es erstmal eine gute Nachricht: Es zeichnet sich eine Lösung für AndroidPIT ab. Darum soll es aber heute nicht gehen – denn gestern mussten wir uns von sehr vielen Leuten trennen, darunter viele langjährige Weggefährten. Ja, viele Freunde.

Es ist sicherlich der schwerste Moment in einer solchen Phase der Umstrukturierung, wenn es darum geht, die Kosten nachhaltig zu senken. Denn es bleibt in der Regel nicht aus, vor allem bei den Personalkosten anzusetzen. Auch bei uns ist das der größte Posten in der Rechnung der monatlichen Kosten. Es ist unternehmerisch, aber vor allem menschlich eine echte Herausforderung sich an einen solchen Plan zu setzen. Wer soll gehen und warum? Man sitzt anfangs vor einer Liste mit Namen und Zahlen – und hat auch gleichzeitig im Kopf, dass man mit vielen dieser Menschen eng verbunden ist. 

Selbstverständlich besteht die Aufgabe darin, dieses Gefühl hinten anstehen zu lassen. Aber auch das Unternehmerische ist sehr herausfordernd: Wie genau soll die Firma denn aussehen, wenn man sich von einer großen Menge Kollegen trennen muss? Diese Menschen hatten ja eine Aufgabe und Arbeit, die es zu erledigen gilt. Aber um eine Zukunft bauen zu können, mussten wir die Kosten auf ein ganz bestimmtes Niveau absenken. Ohne wenn und aber.

Fonpit team
Das Fonpit-Team wird deutlich kleiner werden. / © AndroidPIT

Ich will ehrlich sein: Eine ganze Zeit lang habe ich keinen realistischen Weg gesehen, wie das möglich sein sollte. Wollte man das Geschäft und die Services so weiter betreiben, dann waren diese Menschen für das Unternehmen notwendig. Wenn man sich aber auf radikale Gedankenspiele einlässt, öffnen sich irgendwann Tore und man sieht – oder besser: erkennt – Wege und Möglichkeiten. 

Das Unternehmen wird sich verändern. Aber für Euch bleibt erstmal alles beim Alten.

Gestern also kam die Zäsur. Zwanzig Fonpitler werden das Unternehmen im August verlassen. Ganz spurlos geht so etwas natürlich nicht vorüber. Auf der deutschsprachigen Seite von AndroidPIT werdet Ihr aber hoffentlich kaum Auswirkungen spüren – wir haben einen Plan gebaut, der einen klaren Fokus auf Content hat. Wie wir AndroidPIT schrittweise so verändern, dass wir mittel- und langfristig nicht mehr (so sehr) auf Reichweiten von Google und Umsätze aus Werbebannern abhängig sind, kann ich Euch heute noch nicht verraten. Wir werden aber über diese Themen ebenfalls jede Woche schreiben, um Euch so Einblicke zu geben.

Wir sind jetzt natürlich froh, dass sich nun klare Perspektiven auftun und wir einen Weg nach vorne sehen. Gestern war aber trotzdem ein wirklich schlimmer Tag. Was ich persönlich dennoch gespürt habe, ist, dass fast alle irgendwie erleichtert waren. Das Unklare der letzten Wochen, was die Konsequenzen der Insolvenz anbelangt, nagt natürlich an den Gemütern. Die Klarheit war offenbar für viele befreiend. 

Für mich persönlich war es ein harter Gang – den Leuten in die Augen zu schauen und die Situation zu erklären. Die Vorstellung, dass die Leute bald nicht mehr hier arbeiten würden und dass man vielleicht die eine oder andere Eigenart, den Humor und natürlich die Arbeitsleistung vermissen würde. 

Der Blick geht nach vorne. Und es geht weiter. 

Wer uns kennt, der weiß, dass wir mit vielen "Ehemaligen" noch immer Kontakt haben und diese auch immer noch zu Feiern oder auch einfach so vorbeikommen. Das ist hier nicht anders. In den nächsten Wochen werden wir dabei helfen, dass jeder so schnell als möglich wieder einen passenden Job finden und nach vorne gucken kann. In dieser Zeit arbeiten wir natürlich auch an unseren neuen Strukturen und Ideen. Es gibt einen klaren Weg nach vorne – und wir kommen zurück! 

P.S.: Im Forum schreiben wir auch regelmäßig zu diesem Thema. 

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Top-Kommentare der Community

  • trixi vor 3 Wochen

    Das ist hart.
    Zu entscheiden, wer muss unbedingt bleiben, damit alles reibungslos weitergeht, auf wen kann man im Notfall verzichten, beziehungsweise wessen Arbeit kann auf andere verteilt werden, und den Rest nach Sozialverträglichkeit einer Kündigung zu sortieren - darauf könnte ich verzichten.

    Rausgehen zu müssen und der Hälfte seiner Leute sagen zu müssen "Tut mir leid, aber.." stelle ich mir furchtbar vor, wenn man mittendrin im Team ist und nicht außenvor wie in vielen Firmen.

    Ich wünsche allen die es erwischt hat viel Glück bei der Suche nach einem passenden Job und vielen Dank für eure Arbeit hier.

  • Andreas V.
    • Mod
    vor 3 Wochen

    Nun denn, das war leider zu erwarten. Personalkosten sind das erste, was dem Hammer zum Opfer fällt. Ich hoffe, dass euer Konzept dahingehend aufgehen wird und es das Opfer wert ist. Wenn es um Content geht... Ich schreibe gerne, wie du weißt.

    Meine Daumen bleiben weiterhin ganz fest gedrückt und beim nächsten Treffen bekommst du - in Vertretung des ganzen Teams - eine Schulterklopfer ;)

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 3 Wochen

    Welch mitfühlende Worte von dir.... 🙃

  • Tenten vor 3 Wochen

    Hier geht gar nichts bergab. Apit hat gestern einen schwarzen Tag erlebt und ist momentan angeschlagen. Welches Unternehmen war das noch nicht? Seit etwa zwei Jahren geht es mit Apit kontinuierlich bergauf und das wird auch weiterhin so bleiben. Rückschläge gibt es überall, damit muss man umgehen und dann weiter kämpfen. Eine große Stärke von Apit ist das gute, sympathische Team und auch wenn das jetzt ein bißchen kleiner wird, bleibt es trotzdem das was es war, ein starkes Team aus guten Leuten. Gestern war schockierend, aber ich bin sehr sicher, dass alle, die das Team verlassen müssen, an anderer Stelle gut unterkommen werden und wir sie eines Tages vielleicht sogar wieder zu Apit zurückkehren sehen, wie vor einiger Zeit auch Fabien. Es geht nicht bergab, ganz im Gegenteil!

  • Michael B. vor 3 Wochen

    Ich weiß, was in solchen Situationen passiert. Im Kopf und danach. Und all das ist schrecklich!

    Ich wiederhole mich - ich wünsche Euch von Herzen das Beste.

    Denen, die Euch verlassen müssen und denen, die mit Euch weiterkämpfen.

43 Kommentare

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  • Es ist klar das in jedem Unternehmen die Personalkosten der größte Posten ist.

    Aber, alles Geld ist nicht soviel Wert wie die Menschen die es mehr als Verdient haben!!!

    Wenn ich das richtig sehe, will man mit weniger Personal viel mehr schaffen?
    Was für ein Unding!!!
    Eine alte Bauernweißheit sagt schon, man kann der Kuh nicht weniger zu fressen geben und erwarten das sie anschließend mehr Milch gibt.

    Dann hoffen wir mal das da kein anderer Grund dahinter steht.
    Ich wünsche allen weiterhin das Beste!!!


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Wer sagt, wir werden mehr schaffen? Das steht nirgends. Wir werden uns fokussieren und andere Geschäftsfelder weglassen, die außerhalb des Kerns sind.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Es ist natürlich traurig zu lesen, dass es personelle Konsequenzen hat, war so aber wohl zu erwarten. Nun darf man hoffen, dass wirklich alle - am besten nahtlos übergehend - einen neuen Job finden werden, die das Unternehmen verlassen müssen. Ich drücke jedenfalls allen Betroffenen kräftig die Daumen.


  •   25
    Gelöschter Account vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Sowas habe ich in den letzten 10 Jahren in unserer Firma schon 3 Mal erlebt, zwar nicht wegen drohender Insolvenz aber wegen Umstrukturierungen. Sowas gehört in der heutigen Arbeitswelt schon fast zum Tagesgeschäft.
    Ich hoffe nur für euch das man sich erst ein neues Konzept überlegt und umgesetzt hat bevor man die Mitarbeiter vor dienTür setzt sonst kommen die richtigen Probleme erst noch auf euch zu.


    • Du könntest bei mir im Konzern arbeiten :)

      Genau das gleiche hier... Nun sollen wir Prämien bekommen, wenn wir neue Kollegen anwerben, da sie gemerkt haben, dass es doch keine so tolle Idee war viel Personal abzubauen..

      Gelöschter Account


  • Hatte mich schon gewundert, warum eure Seite Trauerflor trägt.


  • Kommunikation ist alles. Ihr kommuniziert, ihr sucht nach Lösungen und findet sie auch.
    Auch, wenn sie für viele Mitarbeiter das aus bedeuten.
    Das ist das normalste der Welt.
    Jeder, der angestellt ist muss damit rechnen, dass er gehen muss.
    Dafür genießen diese Menschen Privilegien, von denen die Selbstständigen nur träumen können.
    Bei mir um die Ecke war 5 oder 6 Jahre lang ein Getränkemarkt.
    Es gibt in dem Kaff sonst gar nichts!
    Er hatte Getränke, verpacktes Eis, Brötchen, Kaffee, ein paar Sorten Kekse und ein paar Sorten Konserven.
    Also das was man schon auf die Schnelle gebrauchen kann.
    Trotzdem...
    Offensichtlich läuft der Laden so schlecht, dass der Mann ab nächsten Monat den Laden schließt. Ich vermute, er wird nicht weich in ein soziales Netz fallen.
    Er wird von keiner Initiative aufgefangen.
    Im Gegenteil, er wird mit einem dicken Minus rauskommen.
    Er ist knapp 60 und wird nichts mehr riskieren (wahrscheinlich kriegt er auch kein Kredit mehr). Entweder hat er Glück und kriegt einen miserabel bezahlten Aushilfsjob, oder er muss von Harz 4 leben.
    Ich muss ehrlich sagen, solche Menschen tun mir mehr leid, als junge mehrsprachige, gut ausgebildete Redakteure, Journalisten oder Entwickler, die in einer Metropole alle paar Straßen einen potentiellen Arbeitgeber finden können.

    Aber ich stehe trotzdem nachwievor auf eurer Seite und drücke euch die Daumen 🤓✊🏻


    • Siehe Kommentar von Sophia.


    • @Ingalena: "....mehrsprachige, gut ausgebildete Redakteure, Journalisten ...."

      Und all das extra Personal, daß in die perfekten Artikel die vielen Grammatikfehler einbaut, damit sich Otto-Normal-Prolet in guter Gesellschaft wähnen kann.☻


  • Ich finde es Toll dass ihr das Ziel habt weiter zu machen und uns das gleiche an Inhalt bieten zu wollen und ich drücke euch die Daumen, dass das Gelingt. Auch will ich auf eurer Seite keinen Adblocker verwenden um euch zu unterstützen. Aber inzwischen ist mir doch eine i Sache aufgefallen, die früher nicht der Fall war: es gibt Videos am Rand, die urplötzlich aus dem Nichts starten, ohne dass ich das will. Wenn ich gleichzeitig Musik oder Webradio höre nervt das, bitte schaltet das wieder ab.


  • Denke wenn eine Firma Insolvenz anmelden muß und etliche Mitarbeiter gehen müssen San darf man auch mal kritische Worte anbringen . Managment hat deutliche Fehler gemacht und einfach nicht erkannt oder wollte es nicht erkennen . Der Laden würde künstlich mit Mitarbeitern aufgeblasen .Kann mich noch an Artikel erinnern wo Leute die Privatinsolvenz anmelden mußten nach Handyverträgen gefragt hatten .
    Die wurden teilweise angemacht ob sie immer noch nicht gelernt hätten mit ihrem Geld umzugehen und nix aus ihrer Situation gelernt hätten.
    Natürlich hoffe ich auch das es hier weitergeht . Aber man sollte nicht immer sein Bedauern ausdrücken sondern auch mal die Seite der z.b Gläubiger sehen.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Man darf immer Kritik anbringen. Aber was man zumindest nicht tun sollte, ist, Spekulationen und eigene Weisheiten als seien sie eine Wahrheit. Ganz bestimmt haben wir auch Fehler gemacht – wir sind Menschen. Aber es gibt ganz konkrete Dinge in unserem Fall, die wir nicht beeinflussen konnten.

      Und übrigens: Kalkulieren können wir... ;-)


  • Absolut nachvollziehbar.
    Erst die Überlegung was wohl zu tun sei.
    Dann schwant einem so langsam was da kommt.
    Einnahmen steigern, geht nicht so schnell und manchmal auch garnicht.
    Ein seltsames Gefühl macht sich breit und somit die Gewissheit.
    Leute münssen gehen.
    Wer?
    Welche Arbeiten entfallen?
    Welche Arbeiten müssen von anderen übernommen werden?
    Schließlich wird ausgesiebt.
    Man begegnet den Kollegen auf dem Flur und weiß schon was ihnen blüht.
    Es herrscht eine schwierige Stimmung. Sicher, es tritt eine Art der Erleichterung bei allen Parteien ein wenn alles gesagt ist aber schön list es für diejenigen welche gehen müssen nicht.
    Es ist schön daß ihr so transparent darüber schreibt. Viele Firmen handeln doch sehr gegenteilig.
    Aber bitte helft den Kollegen welche gehen müssen und fragt gegebenen Falls nach.
    An sonsten, Kopf hoch es geht weiter.


  • Als ich vor langer Zeit mal "hörte" wie viele Mitarbeiter Phonepit hat, habe ich mich gewundert, aber mir ist das auch egal.. Ich dachte: super, wenn man so viele Leute mit einer mehrsprachigen Internetplattform ernähren kann. Wobei sicherlich auch einige keine Vollzeitkräfte sind. Das jetzt mehr als die Hälte gehen muss, ist daher eigentlich in dieser Situation keine Überraschung. Wie ja schon richtig geschrieben wurde, Mitarbeiter sind immer der größte Kostenfaktor, und keiner will, aber muss hier entsprechend den Bedingungen handeln. Ich bin sicher das wurde bzw.wird so sozialverträglich wie möglich gemacht.

    Vielen Dank dass ihr eure Leser so mitnehmt auf dem beschwerlichen Weg. Ich bin mir sicher, dass ist der Anfang eines neuen Weges, der viele Wendungen in die richtige Richtung haben wird.


  • Mit anderen Worten: Ihr geht bergab.

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