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Test der Kamera 4 Min Lesezeit 18 Kommentare

OnePlus 6T Kameratest: Ein klarer Schritt nach vorne

Ganze sechs Monate nach dem Start des OnePlus 6 steht schon das neue Modell in den Startlöchern, das OnePlus 6T. Das Smartphone stellt jedoch keine Hardware-Revolution dar. Der chinesische Hersteller hat daher an der Software geschraubt, insbesondere der Nachtmodus soll für bessere Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen. Aber klappt das auch?

Die gleichen Kamera-Sensoren wie beim OnePlus 6

OnePlus-Smartphones bieten seit jeher ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und haben sich oft als mehr als potente Alternativen zu viel teureren Highend-Modellen bewiesen. Doch die Kamera war schon immer die Achillesferse der Marke und leidet bisher unter einer schlechteren Performance im Vergleich zu den Mitbewerbern. Beim Rennen um die meisten Sensoren im Smartphone macht OnePlus aber nicht mit, und setzt weiterhin auf die bewährte Dual-Kamera.

Das OnePlus 6T verwendet daher die gleichen Sensoren wie das OnePlus 6. Technisch gesehen finden wir einen Sony IMX-519 Hauptsensor mit 16 Megapixel (f/1,7-Blende) und einen Sony IMX 376K Sensor mit 20 Megapixel (auch f/1,7-Blende) vor. Der zweite Sensor ist für den Porträtmodus nötig. Nur der Hauptsensor ist optisch stabilisiert. Für Videos verfügt das OP6T zudem über eine elektronische Bildstabilisierung.

Schließlich hat sich OnePlus vor allem die Kamera-Software vorgenommen. Die Marke hat die Bildverarbeitung verbessert, indem die Nachbearbeitung weniger aggressiv ist und so die Bilder weniger geglättet werden. Auch der Weißabgleich wurde stark verbessert und das sieht man auf den ersten Blick!

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Das OnePlus 6T verwendet die gleiche Hardware wie das OP6. / © AndroidPIT

Eine künstliche Intelligenz ist ebenfalls an Bord, aber OnePlus zieht es vor, nicht weiter darauf hinzuweisen. Sie wird bei der Verarbeitung des Bildes verwendet. Der Begriff AI oder KI wird bei anderen Herstellern gerne etwas missbraucht, letztlich handelt es sich nicht wirklich um künstliche Intelligenz. OnePlus geht erfreulicherweise diesen Weg nicht, auch in der Kamera-App ist keine Spur davon zu sehen. Im Gegensatz zu LG oder Huawei gibt es beispielsweise keine Objekt- oder Bilderkennung.

Ausgezeichnet bei gutem Licht

Kein Wunder, dass das OnePlus 6T bei guten Lichtverhältnissen ein hervorragendes Kamera-Smartphone ist. Das OnePlus 6 war in diesem Bereich schon ein ziemlich gutes Gerät, das OP6T geht nun diesen Weg weiter. Die Bilder zeigen einen schönen Kontrast, die Details sind vielzählig und die Farben realistisch, wie beim neuen Google Pixel 3 und Pixel 3 XL. Die Aufnahmen sind daher sehr gut. Im Vergleich zum OnePlus 6 wurde die Glättung deutlich reduziert und auch die Ausleuchtung der Szenen ist besser. Der Porträtmodus ist ebenfalls sehr gut, genau wie die Tiefenwirkung.

androidpit op6t
Eine herbstliche Landschaft (mit relativ niedrigen Temperaturen). AndroidPIT

Ein Fortschritt bei schlechten Lichtverhältnissen

Gerade wenn sich die Lichtverhältnisse verschlechtern, können wir den Fortschritt bei der Kamera des OnePlus 6T sehen. Hier bewährt sich die nun bessere Software. Diese Verbesserungen zeigen, dass es sich manchmal eher lohnt, in die Software zu investieren, als immer mehr Sensoren im Smartphone zu verbauen. OnePlus hat die Kantenglättung augenscheinlich zurückgedreht und sorgt so dafür, dass mehr Details übrig bleiben. Die Bilder sind einfach besser als beim Vorgängermodell.

Im Vergleich zu einem Mate 20 Pro oder dem Google Pixel 3 ist der Qualitäts-Abstand weniger geworden. Betrachtet man den Preis des Gerätes (ab 569 Euro), ist das ein sehr gutes Ergebnis. Mein einziger negativer Punkt betrifft den Nachtmodus, den OnePlus so sehr bewirbt. Das Ergebnis wirkt manchmal unnatürlich und ein wenig zu künstlich. Außerdem muss man geduldig zu sein, um mit diesem Modus ein Bild zu machen, da die Berechnungen recht lange dauern.

Und die Selfies?

Auch bei Selfies macht das OnePlus 6T eine gute Figur. Aber genau wie bei der Hauptkamera gibt es keinen Weitwinkelsensor. Die Bilder sind gut, leiden aber manchmal unter mangelnder Helligkeit. Hinsichtlich Videos gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Sie können in 4K- und Full-HD-Auflösung aufgenommen werden. Die Qualität enttäuscht nicht.

Die Kamera-App arbeitet grundsätzlich sehr schnell. Sie ist zwar nicht unbedingt die hübscheste App, die wir bei den Herstellern bisher gesehen haben, bietet aber alle Features, die man heutzutage so erwartet.

Fazit: Deutliche Fortschritte!

Am Ende ist die Kamera des OnePlus 6T ein wirklicher Schritt nach vorne. Die Verbesserungen sind gegenüber der vorherigen Generation spürbar und die Bilder sind richtig gut. Der chinesische Hersteller hat die Software intelligent verbessert, anstatt Marketing-Strategien hinterherzurennen. Darüber hinaus vergisst OnePlus nicht die Besitzer des OnePlus 6. Denn diese können sich darüber freuen, dass die neuen Features auch auf diesem Modell angekommen. Herzlichen Glückwunsch OnePlus!

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18 Kommentare

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  • Die Kamerassensoren sind gleich. Softwareupdate bekommt auch OP6. Darum ist die Frage, was ist besser geworden? OnePlus 6 und 6T sind gleich. Im Vergleich zu OnePlus 5 oder 5T?


  • Es wurde bereits die Google Camera für das 6T geportet, liefert bei guten Lichtverhältnissen nahezu identische Ergebnisse wie das Pixel 3.

    U Mü


  • Also, warum die Huawei P20 Pro,Mate 20 Pro ausser beim Night Mode so gehypt werden verstehe ich nicht. Bilder bei relativ normaler Beleuchtung sehen schon bei geringer Vergrösserung schlimm u künstlich aus. Der Kontrast ist derart nachbearbeitet,dass Hauttöne fleckig werden oder Strukturen z B auch auf Haut wie aufgesetzt wirken. Habe das mit meinem HTC11´verglichen und das ist da deutlich besser,auch im Rauschverhalten. Das neue IPhone XS ist dem nochmals überlegen ( auch dem HTC11). Hier ist obwohl die Bilder sehr scharf u kontrastreich sind die Textur der Bilder sehr narürlich .


    • @U Mü, wie du ja weißt besitzen das Huawei p20 pro und das Mate 20 Pro einen 3 und 5 fach Zoom. Viele machen den Fehler und fotografieren bei Tag mit 10 MP, ohne zoom und vergrößern dann das Foto. Hier ist das Huawei tatsächlich im Nachteil, weil die 40MP zu 10MP verarbeitet werden, was eigentlich speziell für Dunkelheit gemacht wurde. Verwendet man bei Tag keinen Zoom, dann sind 40 MP auf jeden Fall die bessere Wahl und du wirst auch beim Bildbereich vergrößern eine viel bessere Qualität haben. Der Hype ist auf jeden Fall gerechtfertigt, auch abseits vom Nachtmodus, man muss nur wissen wie man die Kamera für jeweilige Situationen einstellt.


      • Hmm, probiert hat ich in normal „Foto“ und „ Night“ Mode. Fand bei beiden die Ergebnisse diesbezüglich unschön im Vergleich. Aber möglich,dass ich etwas falsch eingestellt habe vorab (?) . Ist denn in normaler „Foto“ Einstellung die Auflösung auch 10 MPx? Ich dachte eher im „Night“ Mode als Pixelbinning.
        Ich habe die Bilder mal bei Android-Hilfe ,Forum HTC U11 gepostet, die vom Mate 20Pro und die vom U11. Da kann jeder selbst vergleichen.


      • Die Auflösung im normalen Fotomodus kann man selber auch ändern. Viele haben dabei die 10 MP eingestellt, machen ein Foto und vergrößern dies dann. Hier ist klar, wohl wegen der Umrechnung der 40 auf 10 MP das durch das ganze Software gerechne kein so gutes Ergebnis dabei raus kommt. Aber gerade bei genügend Licht nimmt man bei Huawei sowieso den 3 oder 5 fach Zoom, und braucht so keine oder kaum eine Vergrößerung. Mit den 40 MP lässt sich nicht mehr zoomen, aber man kann dabei noch recht gut Ausschnitte vergrößern. Aber auch nur bei genügend Licht, da bei 40 MP die Kamera ihre gute Nachtsicht verliert.


  • mMn hat OnePlus immer noch das bescheuertste Dual Kamera-Konzept. Eine zweite Kamera ausschließlich für Portraits? Sorry, aber DAS ist Platzverschwendung und nicht die Klinke.
    Man verbaut einfach nur eine zweite Kamera, um sagen zu können, dass man eben eine zweite Kamera hat...


    • @Tim
      Keine Klinke finde ich auch bescheiden, meiner Meinung nach kann man 2. Kamera und Selfiekamera problemlos streichen. Wer Selfies will, soll sich eine Selfieerweiterung kaufen bzw. der Hersteller soll sie beilegen, ist dann wie ein USB-Dongle für Kopfhörer.
      Ansonsten finde ich nicht, dass das OP6t eine deutliche Verbesserung zum OP6 ist.


      •   35
        Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Ohne die Frontkamera hätte das One plus aber kein faceunlock mehr

        Nerdy


      • @George O'Hara
        Und? ICH nutze das ja nicht, also nutzt es logischerweise sonst auch eigentlich keiner. Und die wenigen, die es nutzen, könnten doch ganz Problemlos einen Adapter nutzen. Schließlich funktioniert das bei der Klinke doch auch so einfach und simpel ;)

        Kameras sind schließlich auch schon eine sehr alte Technologie und muss dementsprechend abgeschafft werden. Man kann die Geräte so ja viel dünner bauen und den Akku im 0.2 mAh vergrößern!

        H G


      •   35
        Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

        ja du nutzt vllt kein faceunlock aber es gibt bestimmt genug andere menschen die es nutzen ;)
        Außerdem ist ein Adapter die immer schlecht egal ob für klinke,kamera, oder sd karte, so ein Ding ist leicht zu verlieren und man muss es immer extra mitschleppen


  • Es heißt vorn, nicht vorne.


  • Weiter so Oneplus.

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