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Oculus Core 2.0 ausprobiert: Der VR-Desktop der Zukunft ist da!

Auf der Oculus Connect hat Facebook ein großes Update für die Software der Oculus Rift angekündigt. Seit einigen Tagen ist es nun für alle User in einem öffentlichen Betatest verfügbar. Wir haben die neue Software einmal ausprobiert.

Bislang war die Software der Oculus Rift eher rudimentär: Es gab den Store, die Bibliothek und Einstellungen. Irgendwo versteckt waren eine soziale Funktion, die aber ohne großen Mehrwert blieben.

Oculus Core 2.0 ändert das – zumindest zum Teil. Noch ist die Software im öffentlichen Betatest, mitmachen könnt Ihr, wenn Ihr in den Einstellungen dem Public-Beta-Channel beitretet.

Oculus Core 2.0 holt den Desktop in VR

Ganz neu gestaltet ist Oculus Dash, sozusagen die Schaltzentrale der VR-Umgebung, die mit der Oculustaste aus jeder App heraus aufgerufen werden kann. Die beste neue Funktion ist, dass User nun den Desktop in VR einblenden können. Damit nicht genug: Mittels der Greifentaste könnt Ihr einzelne Windows-Programme in die VR-Umgebung ziehen – zum Beispiel den Browser oder einen Musikplayer.

Das ist großartig und sinnlos zu gleichen Teilen: Großartig, weil zum Beispiel Excel-Tabellen plötzlich metergroß vor Euch schweben. Durchscrollen ist mit den analogen Sticks der Motion Controller ganz butterweich. Mehr Übersicht über komplexe und große Tabellen also. Irgendwie sinnlos ist es dennoch. Die Display-Auflösung der Rift ist bekanntermaßen nicht so hoch, als dass sie ein wirklich scharfes Bild darstellen könnte – Stichwort Fliegengitter. Längeres Lesen oder intensives Arbeiten fällt so etwas schwer.

Ihr könnt Windows-Anwendungen nicht nur im Home-Bereich von Oculus anzeigen, sondern sie auch in das VR-Erlebnis fixieren. Mit dieser Funktion hatte ich meinen Spaß: Space Pirate Trainer spielen und trotzdem immer im Slack-Channel von AndroidPIT erreichbar sein – perfekte Tarnung. Mit zwei Anwendungen kam es aber zu Fehlfunktionen und die VR-Umgebung begann zu ruckeln, somit musste ich mich zwischen Slack und meinem Mediaplayer entscheiden. Ihr fühlt meinen Schmerz.

Tastatureingaben sind möglich, aber unpraktisch

Auch an Tastatur-Eingaben hat Oculus gedacht und erlaubt es, eine virtuelle Tastatur einzublenden. Tippen geht besser, je mehr man sich im Kopf von der Tastaturvorstellung befreit und einfach loslegt. Für längere Texte ist das aber ungeeignet – es reicht aber, um meine Tarnung (siehe oben) aufrecht zu halten.

Nicht in jedem VR-Spiel ist es praktisch, eine Windows-Anwendung anzupinnen. Das Oculus Dash ist mit dem gewohnten Oculus-Button erreichbar. Wer also mal in einem Spiel hängen bleibt und eine Hilfe aus dem Netz braucht, kann die mit Oculus 2.0 aufrufen, ohne das Headset abzusetzen. Das ist kein Gimmick, sondern richtig praktisch.

oculus core 2 0 test
Oculus Core 2.0: Die neue Desktop-Software ist gelungen. / © Screenshot: AndroidPIT

Gänzlich unnötig ist aktuell Oculus Home: Hier könnt Ihr ein Zimmer so einrichten, wie es Euch gefällt. Diesen Raum können andere User besuchen, eine Interaktion ist aber wohl nicht möglich. Ein bisschen erinnert Oculus Home an die Villa von Windows Mixed Reality: Auf den ersten Blick scheint die Idee gut zu sein. Nach ein paar Minuten fragt man sich aber unweigerlich: Wer denkt sich so etwas aus?

Noch ein zwei Worte zur Desktopversion der Oculus-Software. Hier hat es eine völlige Neugestaltung gegeben, die sofort gefällt. Wichtige Funktionen wie der Store oder die Bibliothek sind jetzt mit weniger Klicks und intuitiver zu erreichen. Optisch macht die Startseite einiges her und zeigt Schnellzugriffe auf aktuelle Spiele und VR-Erlebnisse an.

Oculus Core 2.0 hebt VR auf ein neues Level

Was hat das jetzt mit Android zu tun? Hmm, vielleicht das: Ihr könnt eine Kommandozeile in VR öffnen und mit ADB herumspielen. Das ist doch was, oder?

Die Oculus Rift fühlt sich mit dem Update auf Oculus Core 2.0 völlig neu an. Wunderbar ist die Möglichkeit, auf den Windows-Desktop zuzugreifen, was bei schweren Spielen und längeren Sessions sehr nützlich ist. VR mausert sich mit solchen Funktionen zu einer Umgebung, die für manche Aufgaben sogar den Desktop ersetzen kann – wenn da nicht die niedrig auflösenden Displays wären. Und die virtuelle Tastatur, die das physikalische Pendant nicht ersetzen kann.

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