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150 Tage NextPit: Meine wichtigsten Erkenntnisse nach einer Insolvenz – Folge 6

150 Tage NextPit: Meine wichtigsten Erkenntnisse nach einer Insolvenz – Folge 6

Rund 150 Tage nach dem Neubeginn von AndroidPIT unter der NextPit GmbH und kurz vor Ende des Jahres will ich Bilanz ziehen und meine wichtigsten Erkenntnisse mit Euch teilen. Der Artikel ist dabei so lang geworden, dass wir ihn in sechs Teilen bringen – an jedem Tag dieser Woche gibt es einen Teil. Heute im finalem 6. Teil "Man konzentriert sich auf das Wesentliche".

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Zu den ersten beiden Artikeln gelangt Ihr über die nachfolgenden Links:

6. Man konzentriert sich auf das Wesentliche.

Es war nicht einfach bei unserem Neustart Anfang August einen kühlen Kopf zu bewahren. Zum Einen war da die sengende Hitze, die wie eine Glocke über der Stadt hing und in jeder Ritze des neuen Büros zu sein schien. Und zum Anderen war da die Frage in unseren Köpfen, wie wir eigentlich die selbe Arbeit mit 15 Seelen bewerkstelligen wollten, die zuvor von 50 Menschen erledigt wurde.

Es bleibt nur eine Wahl: man muss priorisieren und sich bewusst dafür entscheiden, Dinge nicht mehr zu tun, die keinen unmittelbaren Wert für die Organisation haben.

Ich will nichts Schönreden. Die letzten Monate gehörten zu den arbeitsreichsten und sicherlich auch aufreibensten Zeiten der letzten Jahre. Nicht nur für mich selbst, sondern für das gesamte Team. Aber es ist dennoch erstaunlich, dass vieles, was wir weggelassen haben, an sich keinerlei echte Auswirkungen auf Erfolg oder Wachstum hatte.

In Phasen des Erfolgs und des Wachstums kommen immer wieder schnelle Chancen um die Ecke, die zwar nicht so ganz zum Rest passen wollen, aber trotzdem verlockend genug erscheinen sie zu machen. Das Fatale daran ist, dass man als Organisation schnell den Fokus verliert und Gefahr läuft vieles zu tun ohne das Wesentliche richtig zu machen.

Sich auf das Wesentliche besinnen zu können, setzt voraus, dass man weiß, was die entscheidenden Punkte für das Weiterkommen sind. Auch wenn ich mir sicher bin, dass Ihr eine Menge Verbesserungsvorschläge für uns hättet und Euch fragt, was diese Punkte denn nun eigentlich sind: vertraut mir bitte, wenn ich Euch sage, dass Ihr im Jahr 2020 sukzessive sehen könnt, woran wir schon seit langer Zeit arbeiten.

Gut Ding will Weile haben – vor allem dann, wenn das Team klein ist. Seid Euch aber sicher, dass wir fokussiert an vielleicht den Punkten dran sind, die Euch gerade im Bezug auf Magazin und Forum eine Herzensangelegenheit sind.

7. Man hat die Chance als Team ganz viel Kraft zu gewinnen.

Im Moment der Erkenntnis, dass alles vorbei ist, fühlt man sich alleine. Und leer.

Die ersten Tage in denen ich versuchte das alte, neue Team vom NextPit-Projekt zu überzeugen, war ich nicht in meinem Element. Die Unsicherheit, ob man es wirklich packen und die Sache drehen kann, war zu groß. Entsprechend war es fast wie eine kleine Lüge, wenn man Optimismus und Aufbruchsstimmung versprüht. Ich wusste schlicht nicht, in welche Richtung wir steuern und ob es uns mit diesem kleinen Team wirklich gelingen könnte den großen Dampfer AndroidPIT zu manövrieren.

Wie schon im ersten Punkt dieser Arikelreihe geschrieben, verließen uns auf unserem Weg auch nach und nach einige Teammitglieder. Es war jedes Mal ein Schock, jedes Mal wirkten die Probleme noch unlösbarer und jedes Mal musste ich dem Team erklären, wie man das Unmögliche möglich machen wolle.

Long story, short: Wir haben es jedes Mal hinbekommen. Und gleichzeitig sind wir, die Übriggebliebenen, ein wenig stärker zusammengerückt, haben uns gegenseitig auf die Schulter geklopft, Mut zugesprochen und damit auch gemacht. Wir haben in die Hände gespuckt und das Beste aus der Situation zu machen.

Monat für Monat haben wir es seither hinbekommen unsere uns gesteckten Ziele überzuerfüllen. Es waren selbstverständlich moderate Ziele, ohne zu viel Ambitionen – oder wie man vor ein oder zwei Jahren gesagt hätte, Phantasie. Was wir mit dem Erreichen aber geschafft haben, ist so viel mehr, als man sich an sich wünschen kann. Wir schaffen nämlich Sicherheit und Vertrauen und bauen Schritt für Schritt ein solides Fundament, um wieder etwas zu bauen, was begeistern kann. Euch begeistern kann.

Wir haben uns als NextPit in diesem Jahr ins Leben zurückgekämpft. In den kommenden 12 Monaten wollen wir uns dann in Eure Herzen zurückkämpfen – sollten wir da nicht schon sein.

Ihr werdet neue Gesichter hier bei uns sehen und ihre Texte lesen können. Es gibt irgendwann ein komplett neues Design und neue Formate. Ich will heute nicht versprechen, dass alles besser wird. Aber wir bemühen uns.

Versprochen.


Dies war eine Artikelserie – jeder Artikel gespickt mit ganz persönlichen Erkenntnissen. Es würde uns freuen, wenn Du auch Lust hättest den ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Teil zu lesen. Danke! 

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Top-Kommentare der Community

  • trixi vor 1 Monat

    Dieser 6teiler war wieder ein Beispiel für das, was APit zu etwas so Besonderen macht.
    Ihr lasst die Community an Sachen teilhaben, die woanders hinter verschlossen Türen ablaufen.

    Dafür ein großes Dankeschön! 👍

    Ich wünsche Dir und allen Mitarbeitern und natürlich den Usern einen guten Rutsch ins neue Jahr. 🎆

  • Daniel vor 1 Monat

    Ich drücke euch die Daumen, dass es ein gute und tolles neue Jahrzehnt für euch und für uns wird. Ein würdiges Finale für diesen Artikel

  • Tenten vor 1 Monat

    Egal was war, schaut nach vorne. Ihr seid ein tolles Team und ich bin sicher, ihr werdet erfolgreich sein!

    Ich wünsche dem gesamten Team, aber auch allen Ehemaligen, einen guten Start ins neue Jahr und nur das Allerbeste für 2020. Und jetzt gehen wir mal alle feiern ;)

14 Kommentare

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