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Kommentar 4 Min Lesezeit 25 Kommentare

Motorola One Power: Mit Android One zurück zu alten Motorola-Tugenden

Es gab mal eine Zeit, in der man als Besitzer eines Motorola-Smartphones bei Software-Updates ganz vorne mit dabei war. Diese Zeiten sind aber schon lange vorbei. Aber es gibt Hoffnung am Motorola-Horizont und diese kommt in Form von Googles Android-One-Plattform. 

Die Entwicklung eines Smartphones und auch die fortlaufende Produktpflege ist für viele Hersteller mit einem riesigem finanziellem Aufwand verbunden. Früher unterhielten die großen Hersteller noch eigene Entwicklungsabteilungen für Hard- und Software und eine Design-Abteilung zeichnete ein schickes Äußere für das jeweilige Produkt. Das waren aber noch Zeiten, wo das Konkurrenzfeld noch nicht so groß wie heutzutage war. 

Hardware gibt es schon von der Stange

Bei der Hardware gibt es seit jeher Halbleiter-Hersteller, die nahezu den Smartphone-Herstellern mit Plattformen unter die Arme gegriffen haben. Qualcomm, Samsung, Huawei und MediaTek sind auf Android-Seite hervorzuheben. Nvidia hatte sich lange versucht, genauso wie Intel, aber diese zwei konnten nicht wirklich etwas auf dem Smartphone Markt bewegen und haben konsequenterweise die Segel gestrichen. Durch weniger Alternativen in Sachen Hardware griffen die Hersteller zu den verbliebenen und die Verbreitung derer Technologie setzte sich fort. Praktischerweise können sich die Smartphone-Hersteller durch den Zugriff auf solche Plattformen die Entwicklung sparen und die Ressourcen, wenn möglich, anders einsetzen.

Alleinstellungsmerkmal Software

Um ein Maximum aus der Hardware herauszuholen und sich von der Konkurrenz zu unterscheiden, stürzten sich die Hersteller auf die Software-Komponente beim Smartphone. Herstellerspezifische Oberflächen und stark angepasste Features wurden als Alleinstellungsmerkmale integriert. Der Nachteil bei Anpassungen an der Software ist, dass bei jedem Update der Hersteller eigentlich in der Pflicht ist, diese groß angelegt zu testen. Wie kompatibel ist das Update mit den großen Netzbetreibern, sind die Updates auch kompatibel mit den beliebtesten 100 Apps in den jeweiligen Ländern, in denen das Gerät verkauft wird? Ihr könnt Euch nun sicher ein Bild machen, was das für ein Aufwand ist. 

Kaufargument: Schnelle Updates und mehrere Software-Upgrades

Wenn man sich die Zahlen der Smartphone-Verkäufe in Europa anschaut, sieht man in Q1 erneut einen rückläufigen Trend. Selbst in einem Markt wie China, wo der Verkauf von Smartphones Jahr für Jahr in der Vergangenheit stieg, ist die Nachfrage mittlerweile ebenfalls gesättigt. 

Canalys
Der europäische Markt ist gesättigt. / © Canalys

Die Zahlen der Neuanschaffung steigen also nicht mehr so rasant, was nun bedeutet, dass die Nutzer über einen längeren Zeitraum Ihre Smartphones nutzen. Damit diese über 18 oder gar 24 Monate glücklich mit dem Smartphone sind, müssen sie mit Software-Updates und mindestens einem großen Software-Upgrade bei Laune gehalten werden. Google ist das bewusst und treibt Android One als eine Plattform voran, die durch monatliche Updates und mindestens zwei großen Versionssprüngen aufwarten kann. HMD Global setzt für die Marke Nokia vollkommen auf Android One und schont somit seine begrenzten Startup-Ressourcen. Andere Hersteller wie BQ und HTC mit dem Desire probieren sich ebenfalls mit Android One aus. 

Motorola der nächste große Android-One-Partner

Für Motorola ist Android One ein Segen, den sie laut dem jetzt veröffentlichen Leak zum Motorola One Power anzunehmen scheinen. Warum? Einst galten Motorola-Smartphones in Sachen Updates zu den Vorreitern und viele treue Motorola-Fans kauften sich die Smartphones nur wegen der schnellen Updates. In der jüngeren Vergangenheit ist dieser Nimbus Motorola abhanden gekommen. Sicherheitspatches kamen wenn überhaupt nur selten und für ein Update auf Android P gibt es bei vielen Geräten noch ein großes Fragezeichen, ob diese überhaupt aktualisiert werden können.

Motorola Power One
Nicht die Notch oder das iPhone-x-ähnliche Design sind ausschlaggebend, sondern Android One! / © Android Headlines

Die Lösung um wieder zu der alten Stärke von Motorola, den schnellen und gesicherten Updates, zu kommen: Googles Android-One-Programm. Dass man mit Android One gute Erfolge erzielen kann, die Nutzer langfristig wieder zufrieden stellt und auch wieder in das durchaus wichtige B2B-Geschäft einsteigen kann, zeigt aktuell HMD Global mit Nokia. Es wäre also nur logisch, dass Motorola auf Android One aufspringt und mit dem Motorola One Power das erste eigene Android-One-Smartphone auf den Markt bringt.


Dieser Artikel ist ein Kommentar und stellt die Meinung eines Autors da. 

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Top-Kommentare der Community

  • Timbo vor 6 Monaten

    Nicht nur Updates, sondern auch das Weglassen von Bloatware ist ein Kaufargument.

  • Tim vor 6 Monaten

    Nein, Samsung wird nicht nachziehen. Denen ist Android One, ähnlich wie allen anderen egal.
    Mit der Software können sich die Hersteller voneinander abhehen. Aus diesem Grund werden Samsung, LG, Huawei etc. definitiv nicht auf Android One etc. setzen. ^^

    Außerdem, ich sage es immer wieder: Eine Hersteller-UI umfasst weit mehr, als einen Launcher. Multi-Window, was jetzt bei jedem Android-Phone vorhanden ist, kommt aus Samsungs TouchWiz.

    Und die ganzen Store-Lösungen sind oftmals nur purer Müll.

    Ohne die ganzen Hersteller-Oberflächen würde Android genauso einen Stillstand ereilen, wie "Wear OS by Google". Sowas braucht niemand.

25 Kommentare

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  • Mit den Motorola Smartphones wird doch immer gerne geworben das sie mit nahezu puren Android daherkommen, Updates sollten doch deswegen auch ohne dem androidone Projekt zügig von statten gehen. Vermutlich will man damit nur verloren gegangene Kunden zurück gewinnen, bei mir leider zu spät. Das hätten sie bei der neuen G6 Serie schon einführen müssen, da sie diese ja auch am meisten verkaufen.


  • Vielleicht wird der eine oder andere so langsam untergehende Hersteller wie zum Beispiel HTC sich mehr und mehr auf den Software Bereich verlegen und sich dort einrichten. Wie es auch Microsoft getan hat, die einen sehr guten Launcher im Store haben. Als das Besondere und als Alleinstellungsmerkmal werden die großen Herstellern auf ihre eigenen Oberflächen nicht verzichten. Und ja ich denke das Gro der Masse draußen interessiert sich weder für die Version der Software auf Ihrem Smartphone noch für Updates. Hauptsache es glitzert und man kann vermeintlich damit prahlen.

    H.E.


  • Android one wird sich durchsetzen was ein richtiger Schritt ist seitens google. Zur Zeit liest man ja immer wieder gern dass die Updates auf Android 8.0 Samsung fehlerhaft sind und im Nachhinein zurückgezogen werden und da würde Android one denke ich mal ins Spiel kommen wenn das Update direkt von Google kommt.die Hersteller waren seitens ihrer grossen Produkvielfalt jedes Jahr zu faul android an die eigene veränderte Plattform anzupassen wenn eine neue Version raus kam bzw zu faul sicherheitsupdates schnell zu verteilen. mit android one scheint das jetzt einfacher. Pures android und man muss selber nicht mehr viel verändern. Nokia zeigt wie es geht. Samsung wird auch nach ziehen. Ich persönlich finde die hauseigenen launcher unsinnig. lieber android pur weil es im App Store genug launcher gibt.Der kunde hat auch ein recht selbst bei 100 Euro Smartphones sicherheitsupdates zu bekommen. 100 Euro sind auch eine Menge Geld.


    • Tim vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Nein, Samsung wird nicht nachziehen. Denen ist Android One, ähnlich wie allen anderen egal.
      Mit der Software können sich die Hersteller voneinander abhehen. Aus diesem Grund werden Samsung, LG, Huawei etc. definitiv nicht auf Android One etc. setzen. ^^

      Außerdem, ich sage es immer wieder: Eine Hersteller-UI umfasst weit mehr, als einen Launcher. Multi-Window, was jetzt bei jedem Android-Phone vorhanden ist, kommt aus Samsungs TouchWiz.

      Und die ganzen Store-Lösungen sind oftmals nur purer Müll.

      Ohne die ganzen Hersteller-Oberflächen würde Android genauso einen Stillstand ereilen, wie "Wear OS by Google". Sowas braucht niemand.


      •   25
        Gelöschter Account vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        ich glaube das die Hersteller Oberfläche das wirkliche Übel in Sachen Updatepolitik sind und abgeschafft gehören. Zusätzlich e Features kann man auch per Apps nachrüsten.
        Für mich fallen sie ziemlich alle Hersteller durchs Raster die mich mit einer unnützen Hersteller Oberfläche nötigen wollen.


      • Tim vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Schwachsinn.
        1. Ja, Natürlich dauern Updates länger, weil die Hersteller es anpassen müssen. Trotzdem brauchen auch viele Hersteller mit Stock-Android lange für ihre Updates. Wie zum Beispiel Motorola. Daran allein liegt es also definitiv nicht.
        2. Die zusatzl Features, die du über den Play Store installieren willst, sind fast ausschließlich Bullshit. ein AOD via App wird NIE so effizient und gut funktionieren, wie eins, dass von Samsung, LG, etc. direkt eingebunden wird. Gleiches gilt für quasi alles andere ebenfalls. Die einzige Ausnahme sind hier im besten Fall die Launcher. Sonst NICHTS.
        Und auch solche Apps entstehen oft nur, weil sich ein paar Entwickler hinsetzen und vor Google einige Features von Samsungs UI etc. auch auf andere Geräte bringen wollen.

        Ohne die ganzen Hersteller-Oberflächen käme die Software-Entwicklung bei Android (und auch bei iOS) höchstwahrscheinlich komplett zum erliegen.
        Ohne TouchWiz, Sense etc. wäre Android heute auf Stand von Android 3.0. Wenn Überhaupt.


      • Samsung wird schon mitziehen, wenn sie merken, dass der Verbraucher diese Geräte bevorzugt.


      • H.E. vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        @Tim eventuell laufen mit Android One auch bei Samsung die Updates mal Fehlerfrei? Das ist doch in der letzten Zeit so oft das Problem beim Samsung gewesen.


      • Guter Post,
        kann ich in weiten Teilen mittragen........


      • So wie dich.
        Siehe letzter Satz. ;-)


      • Warum beginnt jeglicher Kommentar von dir eigentlich immer negativ? Irgendwie schade. :(


    • Ich würde sogar sagen, ohne die Herstelleranpassungen wäre Android nicht da, wo es jetzt ist. Pures Android interessiert niemanden außer den paar Nerds, die sich für Android interessieren. Der Kunde draussen hat nicht mal Ahnung, welche Version er installiert hat und es ist ihm auch egal, solange das Gerät macht was es soll. Pures Android wird dem Kunden auffallen, aber nicht dadurch, dass er regelmäßig Updates bekommt, sondern dass es Funktionen, die der Kunde von anderen Herstellern kennt, plötzlich nicht mehr hat. Es wird also negativ auffallen und beim nächsten Gerät sicher ein Ausschlussgrund sein.


      •   25
        Gelöschter Account vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        stimmt die Meisten interessieren sich nicht dafür, spüren aber die Folgen sehr schnell wenn die Updates ausbleiben weil es für den Hersteller zu aufwendig ist.
        Wenn diese Leute das als Grund für die fehlenden Update kennen würden, hätten sie Hersteller wie Samsung und Co. nicht mehr so ein leichtes Spiel.


      • Tim vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        @Nordlicht2112
        Falsch. Auf die Masse betrachtet spürt das niemand. Die Masse interessiert sich kein bisschen für Updates.
        Und denen ist auch der Grund dafür völlig egal.
        Der Masse fällt höchstens negativ auf, wenn ein Update plötzlich alles verändert, weil wieder irgebdein Re-Design ansteht.

        Außerdem liefert Samsung Updates. Nur eben keine Feature-Updates, weil bspw. Samsung die eh nicht braucht, da sie eh alles vor Google längst eingebaut haben. Sie liefern Sicherheitspatches und das bis in die Einsteigerklasse Recht zügig.

        Wären den Leuten Updates wichtig, wären Samsung und Huawei wohl kaum die mit Abstand größten Hersteller unter Android...
        Und Apple wäre noch WEIT mehr verbreitet. Denn Apples liefert auch deutlich besser Updates, als Google und vor allem länger.


      • H.E. vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        @Tim warum sind Samsung und Huawei so weit vorne auf dem Markt? Nicht wegen der so perfekt laufenden Software, nein das ist alles reines Marketing je mehr Werbung, je öfter es der geneigte Kunde sieht um so ehr wird das Gerät gekauft, das nennt sich Marktwirtschaft, schon mal was davon gehört? Und ehrlich wie oft in der letzten Zeit waren die Updates bei Samsung fehlerfrei?


      • Gerade erst wieder massive Probleme mit Oreo Update des A3 2017, unter anderem Bootloops etc.


  • Android One, ja warum nicht, Motorola One, ja warum denn? Wenn jetzt jeder so ein hässliches Notchgerät im Programm hat, dann sollte es aber mal so langsam gut sein.


  • Die kamera sieht aus wie o_o irgendwie verstört mich das etwas.


  •   45
    Gelöschter Account vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Ich habe damalig Blackberry "geliebt", weil es vollständig frei war von Bloatware, frei von Werbeverseuchung (die inzwischen stoisch hingenommen wird) und Out-of-the-box ein reines Effizienz- und Kommunikations-Tool war. Den Rest an Ausstattung brachte und bringt mein Hirn mit, welches ich nach wie vor gerne nutze, da mir Natural Intelligence näher ist als Artificial Intelligence.... Ich habe daher alle anderen Systeme (iOS und Android) eher als infantile Arschbombe ins bunte Ikea-Bällebad empfunden und eben nicht als Tool. Nachdem Blackberry sich dem Zeitgeist hingab und alles falsch machte, was ein narzisstischer Autist mit Tourette-Syndrom falsch machen kann, kam ich zu Android. Und in Anlehnung an meinen Anspruch, dass ICH das Smartphone beherrsche und nicht das Smartphone mich, kam der ganze (infantile und geistverödende) Überbau von Samsung, HTC, etc. in die Rubrik "Spielzeug"!
    Ich denke, dass Android One bestechend clean und vorteilhaft ist und der einzige Weg zu sein scheint, damit Google der deutlich verlässlicheren Support-Politik von Apple Paroli bieten kann.

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