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LG G4 im Test: Die Anschaffung lohnt sich jetzt erst recht

Update: Das macht die neue Software

Das LG G4 zeigt im Test, ob es gegen ein Galaxy S6 ankommt, wie es sich im Alltag anfühlt und ob sich der Kauf auch im Februar 2016 noch lohnt. Nach dem Marshmallow-Update zeigt es Verbesserungen, die wir in der Software-Sektion beschreiben.

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Bewertung

Pro

  • Austauschbarer Akku
  • Hohes Arbeitstempo
  • Fantastische Kamera
  • Grandioses Display

Contra

  • Gaming-Leistung
  • Blecherner Sound
  • Neigt zu Verschleißerscheinungen

LG G4: Preis und Verfügbarkeit

Das LG G4 erschien Anfang Juni 2015. Das Modell mit Kunststoffrückseite gibt es in den Farben Silber, Gold und Keramik-Weiß. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) lag bei 650 Euro. Der Preise liegt im Februar bei unter 400 Euro. Die Ledervariante hatte eine UVP von 700 Euro und erschien in den Farben Braun, Schwarz und Rot. Zu jedem Ledermodell gibt es außerdem noch eine goldfarbene Kunststoffrückseite dazu. Auch diese Variante kostet im Februar 2016 unter 400 Euro.

Damit ist das LG G4 das günstigste Top-Smartphone der Generation 2015. Der Vorstellungstermin seines Nachfolgers LG G5 ist der 21. Februar 2016.

LG G4: Design und Verarbeitung

Die Displayfront ist leicht gebogen, was für eine sehr angenehme Haptik sorgt und das LG G4 zu einem wahren Handschmeichler macht. Der Radius des virtuellen Kreises, um den sich das G4 schmiegt, ist allerdings sehr viel größer als der des LG G Flex 2. In anderen Worten, die Kurve ist beim G4 erheblich subtiler und weniger aufdringlich als beim Flex. Gorilla Glass 4 macht das G4 20 Prozent stoßfester als das G3 - zumindest behauptet das LG.

Ebenfalls ein schönes Detail: Die Front ist bei allen Geräten in Carbon-Optik gehalten und leicht strukturiert. Die große Ziernaht auf der Mitte der Geräterückseite der Ledervariante ist anfangs erst etwas gewöhnungsbedürftig, macht sich aber sehr gut und sorgt für einen markanten Wiedererkennungswert des LG G4.

lg g4 front curve
Das G4 nimmt die Kurve weniger eng als das G Flex 2. / © ANDROIDPIT

Das gebogene Display hat einen durchschnittlich breiten Rand und hinter dem Glas erkennt man einen sehr edlen Karbonfaser-Look. Mit seiner Kurve ergänzt die Gehäusefront gut mit der buckeligen Rückseite. Nachdem wir beide Modelle getestet haben, stellen wir fest, dass das Leder-Modell wesentlich aufreißerischer ist.

lg g4 back leather usb port
Die abnehmbare Lederschale kostet extra und ist jeden Euro wert. / © ANDROIDPIT

Das Kunststoffmodell des LG G4 hat keine komplett glatte Rückseite, sondern ein Karo-Muster und ist außerdem aus einem matten Kunststoff. Das gefällt mir richtig gut und ist ein schönes Detail, nachdem ich anfangs befürchtet hatte, LG würde beim G4 den gleichen Hochglanz-Look wie beim G Flex 2 nehmen. Das ist aber zum Glück nicht der Fall.

lg g4 back plastic
Das Plastikmodell ist günstiger, sieht deswegen aber keinesfalls billig aus. / © ANDROIDPIT

LG bleibt seiner eigenwilligen Button-Anordnung treu und platziert sie mittig auf dem Rücken. Das hat zur Folge, dass der Rand des Gehäuses komplett glatt ist. An dessen oberem Rand befindet sich übrigens ein winziges Loch für die Infrarot-Kanone, mit der Ihr Euren Fernseher fernsteuern könnt. Öffnet man die Heckklappe des LG G4, kommen der wechselbare Akku sowie die Slots für Speicher- und SIM-Karten zum Vorschein.

lg g4 front curve
Das LG G4 ist das letzte Flaggschiff mit wechselbarem Akku. / © ANDROIDPIT

Durch die Krümmung und den dicken Akku kommt das getestete LG G4 auf eine Gesamtdicke von 9,8 Millimetern. Das ist sicherlich kein niedriger Wert, und wäre der Akku beachtlich groß und die Laufzeit entsprechend lang, wäre es auch absolut kein Problem, eine solche Dicke hinzunehmen. Leider ist beides jedoch nicht gegeben, weshalb es hier auch anders und besser gegangen wäre. 

LG G4: Leder oder Plastik?

Optik ist nicht unbedeutend, gleiches gilt für Haptik. Und so wird sich jeder Nutzer, der am LG G4 interessiert ist, die Frage stellen: Soll ich zum Ledermodell greifen oder Geld sparen und auf Kunststoff setzen? Bei der Frage Leder vs. Plastik will ich Euch so gut wie möglich helfen. Kurz gesagt, ich empfehle dringend die günstigere Kunststoffvariante. Mal völlig die Frage außen vor gelassen, ob man Echtleder unbedingt an einem Smartphone braucht, spricht einiges für Kunststoff:

Zum einen ist das LG G4 mit Lederrücken enorm glatt. Ich selber war überrascht, wie wenig Grip die Kuhhaut bietet, und so ist es recht schwer, das Leder-G4 mit einer Hand gut und fest zu halten. Darüber hinaus wirkt das Leder unseres Testgerätes leider bei weitem nicht so hochwertig, wie ich es mir erhofft hatte. 

Was aber viel schlimmer ist: Das Leder ist extrem kratzanfällig. Ich glaube nicht, dass Ihr es schaffen werdet, das Gerät ohne sichtbare Kratzer auch nur durch eine Woche zu bringen, denn die kleinste Berührung mit dem Fingernagel führt zu unschönen Abnutzungen (siehe Foto), ganz zu schweigen von Reibungen in der Hosentasche. Es sieht schön aus, ganz ohne Zweifel, doch ich halte es für ausgeschlossen, dass Ihr mit einem LG G4 aus enorm unwiderstandsfähigem, hauchdünnem Leder lange Freude haben werdet.

Und all diese Sorgen erkauft Ihr Euch auch noch mit Geld, denn das Leder-G4 kostet rund 50 Euro mehr als die Kunststoffvariante. Sicher, für den Aufpreis erhaltet Ihr zusätzlich eine goldene Kunststoffrückschale, Ihr habt also beides. Doch meiner Ansicht nach könnt Ihr Euch diesen Aufpreis ohne Bedenken schenken und ihn lieber in eine große MicroSD-Karte investieren.

lg g4 leather scratch 1
Nach wenigen Tagen zeigten sich bereits erste Kratzer am LG G4 aus Leder, und unser Testmodell wurde nicht einmal in Hosentaschen getragen. Fingernägel alleine sind Gift genug für die Kuhhaut. / © ANDROIDPIT

Aber es gibt nicht nur Gründe gegen das Leder, im gleichen Zug spricht einiges für Kunststoff. Tatsächlich liegt das Plastik-G4, zumindest meiner Meinung nach, besser und angenehmer in der Hand und wirkt darüber hinaus auch noch leicht edler. Ja, edler. Denn das Leder ist beim LG G4 wenig hochwertig umgesetzt, und das Kunststoff hat einen zurückhaltenden Look, der das gesamte Gerät eher wie aus einem Guss wirken lässt als der scharfe Bruch beim Übergang von Leder zu Kunststoffgehäuse. Außerdem wirkt die Plastikversion noch etwas schlanker, da ihr die Lederwölbungen an den Rändern fehlen.

Zu guter Letzt verzeiht die Rückseite aus Plastik Kratzer deutlich besser. Durch seine leichten Einwölbungen, die an einen Golfball erinnern, wirkt die Rückseite dynamisch, sodass Kratzer nicht so stark auffallen wie auf einer völlig ebenen, glatten Fläche.

Also: Den Vergleich LG G4 Kunststoff vs. Leder gewinnt aus meiner Sicht eindeutig das günstigere Material, da es mehr Grip verspricht, besser aussieht, widerstandsfähiger ist und Euch gutes Geld spart.

LG G4: Reparierbarkeit

Werfen wir noch einen Blick auf das Thema Reparierbarkeit. In Zeiten, in denen immer mehr Smartphones in Aluminium-Unibodys stecken und fragile Materialien wie Glas einsetzen und davon abgesehen ohnehin immer dünner werden, wird es immer schwieriger, diese zu reparieren. Das LG G4 tut sich hier äußert positiv hervor, wie iFixit wie immer herausgefunden hat. Dort nimmt man Smartphones auseinander und bewertet, wie gut sich diese reparieren lassen. Und gute Reparierbarkeit bedeutet weniger Arbeitsstunden bzw. in extremen Fällen weniger Komponenten, die ausgewechselt werden müssen, nur um den eigentlichen Schaden zu beheben.

Das Ergebnis im Teardown von iFixit: Eine Punktezahl von 8 von 10, womit das LG G4 als sehr gut reparierbar gilt. Die Rückklappe und Batterie lassen sich bekanntermaßen werkzeugfrei entfernen, viele Komponenten sind modular aufgebaut, lassen sich also unabhängig voneinander ersetzen, die verwendeten Schrauben entsprechen keinen exotischen, seltenen Standards und sind daher einfach zu lösen. Einziges Manko: LCD-Panel und das Displayglas sind nicht voneinander zu lösen und müssen daher gemeinsam ausgewechselt werden, kein seltenes Phänomen bei Smartphones.

LG G4: Display

Das LG G3 war seinerzeit das erste Smartphone mit QHD-Display. Nun testen wir das LG G4 und werden, bei gleicher Auflösung, auf eine ganz neue Art überrascht. Denn LG war den Meinung, den sRGB-Standard überholen zu wollen und für eine noch natürlichere Farbdarstellung weiter zum Farbstandard der Digital Cinema Initiatives (DCI) überzugehen.

lg g4 front
Das Display ist schön knallig, aber nicht zu bunt. / © ANDROIDPIT

Das QHD-Display ist sehr hell und stellt Farben auf eine sehr natürliche Weise dar, nicht zu übersättigt. Auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln entsteht nicht der Eindruck, dass sich daran etwas ändert. Schon vor der Veröffentlichung hatte LG damit geworben, dass es die Display-Helligkeit um 25 Prozent erhöhen konnte. Es ist blendend hell, jedoch noch immer nicht so hell wie das Display des Galaxy S6. Die Schwarzwerte des IPS-Displays im Test des LG G4 ragen erwartungsgemäß nicht so tief hinab wie die eines OLED-Displays, wie man es in Samsung-Smartphones vorfindet.

Der Hingucker-Faktor entsteht allerdings nicht durch Hell oder Dunkel, sondern durch die grandiose Farbwiedergabe. Der DCI-Standard wird von dem Display des LG G4 zu 98 Prozent erfüllt, was beim Betrachten von Fotos wirklich ins Auge sticht. Die Farben sehen auffallend echt aus.

LG G4: Software

Das LG G4 war eines der ersten Smartphones, das auf Android 6.0 Marshmallow aktualisiert wurde. Mit dem Update wird die Software schlanker und es werden neue Funktionen verfügbar. Im Folgenden gehen wir also nicht mehr auf die Software ein, die vor dem Marshmallow-Update auf dem LG G4 installiert war.

lg g4 home screen quick settings
Startbildschirm und Schnelleinstellungen sind bei LG leicht modifiziert. / © ANDROIDPIT

LG bietet einige Modifikationen der Android-Oberfläche gegenüber der Vorlage durch Google. Ihr könnt die G4-Software an einigen Stellen anpassen und so Eure Arbeit mit dem Smartphone beschleunigen. Dank der guten Performance des Smartphones macht diese Arbeit sehr viel Spaß.

lg g4 smart settings
Smart Settings und Abkürzungen steigern die Effizienz. / © ANDROIDPIT

Ihr könnt dem G4 gewisse Automatismen antrainieren. So könnt Ihr Euer WLAN deaktivieren, wenn Ihr das Haus verlasst. Dann sucht Euer LG G4 nicht länger nach WLANs und verbraucht damit weniger Strom. Die Lautstärke-Buttons könnt Ihr zu Schnellstart-Schaltern für die Kamera machen.

lg g4 dual window
Multitasker freuen sich über den Dual-Window-Modus. / © ANDROIDPIT

Eine der Spezialitäten des LG G4 ist der Dual-Window-Modus. Ihr könnt aus der Übersicht geöffneter Apps heraus auf den Dual Window Button drücken und zwei Apps auswählen. Diese öffnen sich dann übereinander. Dreht Ihr das LG G4, drehen sich auch die Fenster. Mit dem Schieber in der Mitte verändert Ihr die Größen der Abschnitte.

lg g4 cleaning bulletin
LG installiert einigermaßen nützliche Bloatware. / © ANDROIDPIT

Die Zahl der nicht löschbaren, vorinstallierten Apps - auch Bloatware genannt - ist auf dem LG G4 in Android Marshmallow erträglich. Ihr habt einen Smart Cleaner zum Löschen temporärer Dateien und zum Identifizieren selten genutzter Apps. Links vom Startbildschirm habt Ihr den Smart Bulletin mit Erinnerungen an Termine und Geburtstage oder mit praktischen Tipps zur Bedienoberfläche.

Eine sehr beliebte Funktion von LG-Smartphones ist das Wecken und Sperren ohne physische Tasten: Weckt das LG G4 mit einem doppelten Tippen auf dem Display aus dem Standby. Diese Fähigkeit könnt Ihr mit der Sicherheits-Funktion Knock-Code verbinden: Tippt in einer festgelegten Reihenfolge Bildschirmquadranten, um das Display einzuschalten und das Smartphone zu entsperren. Stimmt die Reihenfolge nicht, bleibt der Bildschirm gesperrt. Tippt doppelt auf die Benachrichtigungsleiste am oberen Bildschirmrand, um das LG G4 wieder in Standby zu versetzen.

LG G4: Performance

Das LG G4 arbeitet im Alltag sehr schnell und schlägt sich so gut wie gleich ausgestattete Geräte. Es kommt bei weitem nicht an die Messwerte und auch nicht das subjektive Tempo des Galaxy S6 heran. Und in Spielen kann es nicht mit einem Sony Xperia Z5 mithalten. Nach dem Marshmallow-Update hat sich die Performance weder verbessert noch verschlechtert.

Für das G4 griff LG nicht zum größten verfügbaren Snapdragon 810, sondern zum 808. Erste Gerüchte, dass man sich gegen den 810er entschied, weil er Hitzeprobleme hatte, wies LG von sich; es habe lediglich am Timing gelegen. Der neue Hexa-Core-Prozessor birgt allerdings lediglich zwei High-Performance-Module, so dass er in Benchmarks bisher wenig glänzt, sich aber immerhin gelegentlich gegen den Snapdragon 810 durchsetzt.

lg g4 antutu
Der AnTuTu-Benchmark-Test des LG G4 verbirgt, dass sein Snapdragon 808 im Alltag tadellos arbeitet. / © ANDROIDPIT

Auch das Multitasking zwischen mehreren Spielen und Anwendungen und Browser-Tabs ist dem Prozessor und den 3 GByte Arbeitsspeicher schnell gelungen. Das größte Problem jedoch war es, die knapp 3,7 Millionen Pixel des Displays in 3D-Spielen schnell genug mit Bildern zu beliefern. Asphalt 8 oder Real Boxing haben geruckelt. Spieler sollten zum Galaxy S6 oder zum Xperia Z5 greifen.

lg g4 antutu
Durch die hohe Bildschirmauflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln geraten Spiele schnell ins Ruckeln. Mit einem Full-HD-Display hätte die Adreno-418-GPU wahrscheinlich keine Schwierigkeiten gehabt. / © ANDROIDPIT

LG G4: Audio

Ein weiterer Bereich, in dem LG nicht mehr getan hat als das Nötigste, ist der Lautsprecher, der in Mono daherkommt und sich in der unteren Ecke der Geräterückseite versteckt. Keine Frage: Im Vergleich zu den Stereolautsprechern des HTC One M9 verblasst das G4 hier, die Lautstärke ist aber immer noch in Ordnung, wenn auch der Sound nicht absolut klar ist. Im Endeffekt lässt sich das Audio des LG G4 mit dem Galaxy S6 vergleichen. 

lg g4 back
Der einfache Lautsprecher auf der Rückseite des LG G4 liefert anständigen aber nicht atemberaubenden Sound. / © ANDROIDPIT

Ein kleiner, aber cooler Trick, beim LG G4 ist, dass Ihr sowohl mit und ohne Kabel Kopfhörer anschließen und so parallel auf zwei Arten Musik hören könnt. Die Soundqualität bei Anrufen ist absolut ausreichend, was mich bei der kleinen Größe des Lautsprechers etwas überrascht hat. Hintergrundgeräusche in lauten Umgebungen filtert das G4 gut heraus.

LG G4: Kamera

Die Kamera des LG G4 springt auf 16 Megapixel. Was aber entscheidender ist, ist die weite Blende von f/1.8, die selbst die der hervorragenden Galaxy-S6-Kamera schlägt. Auch OIS 2.0 (der neue Bildstabilisator) ist dabei, das heißt, die Kamera des LG G4 kann nicht nur enorm viel Licht aufnehmen, sie verzeiht auch unruhige Hände und vermeidet verwackelte Bilder besser den je.

lg g4 camera
Die Kamera des LG G4 besticht sowohl an der Hard-, als auch an der Software-Front. / © ANDROIDPIT

LG hat sich stärker als die Konkurrenz darauf konzentriert, sein Topmodell zu einer würdigen Alternative zu DSLR-Kameras zu machen. Ein flexibler manueller Modus neben dem obligatorischen Automatikmodus erlaubt es zu diesem Zweck, all die Anpassungen vorzunehmen, die erfahrene Fotografen erwarten - also ISO, Auslösezeit, Tiefenschärfe, die Farbtemperatur und natürlich das Speichern im verlustfreien RAW-Format. Auch einen Simple Mode gibt es, in dem Ihr irgendwo auf das Display tippen und so auslösen könnt.

​Außerdem gibt es auch noch zwei neue Funktionen, mit denen sich schneller Fotos machen lassen: Drückt man zweimal schnell hintereinander den Lautstärke-leiser-Knopf auf der Rückseite des G4, wird ein Foto aufgenommen. Das funktioniert auch dann, wenn das Display aus und das G4 im Standby ist. Für die Front-Kamera gibt es eine Gestenerkennung für den Auslöser: Hält man seine Hand erst als Faust in die Kamera, öffnet sie dann, schließt sie wieder zur Faust und öffnet sie abschließend ein letztes Mal, wird eine Reihe von Selfies aufgenommen, bei denen man hinterher das beste Foto auswählen kann.

lg g4 back seven
Die 16-MP-Kamera des G4 hat einen Farbspektrumssensor. / © ANDROIDPIT

Anstatt des immer weiter verbreiteten Dual-LED-Blitzes verfügt die Kamera des LG G4 über einen Farbspektrum-Sensor. Dieser misst die Lichtverhältnisse in der Umgebung und passt die dargestellten Farben entsprechend an, was dazu führt, dass die leidigen Gelb- oder Blaustiche ausbleiben, die man von vielen Kameras kennt. Auch satte, natürliche und gut ausbalancierte Rottöne fängt das LG G4 ein, was Ihr an den Tomaten in unserer Bildergalerie sehen könnt.

Im besten Fall macht das LG G4 spektakuläre Bilder, deren Detailgrad höchstens vom Galaxy S6 erreicht wird. Nachtaufnahmen sind gut ausbalanciert und fangen dank des Blitzes ebenfalls viele Details ein, ohne das Motiv dabei überbelichtet aussehen zu lassen. 

In den folgenden Galerien könnt Ihr Euch unsere Testaufnahmen ansehen, und Euch ein eigenes Bild von der Kamera des LG G4 machen.

lg g4 back camera
Die Kamera des LG G4. / © ANDROIDPIT

LG G4: Akku

Nach anfänglichen Zweifeln ist nun bekannt, dass das LG G4 Qualcomms Schnellladetechnologie Quick Charge 2.0 unterstützt. Dies wird unter anderem auf der G4-Geräteseite von Qualcomm angegeben und damit offiziell bestätigt. Bei einem aktuellen Top-Smartphone erwarten zumindest die Kenner unter den Nutzern berechtigterweise ein Schnelllade-Feature, was mittlerweile Standard ist. Außerdem ist auch das LG G Flex 2 mit Quick-Charge-Kompatibilität ausgestattet, weshalb es absolut unverständlich war, als zuletzt durch die Tech-Presse ging, das LG G4 lasse sich nicht schnell laden.

Der verbaute Akku fasst durchschnittliche 3.000 mAh und ist zudem austauschbar. Das macht das LG G4 zu einem der interessantesten Kandidaten für Leute, die volle Flexibilität brauchen. Denn nachdem Samsung beim Galaxy S6 den Wechselakku abgeschafft hat, kann LG dieses Feature schon fast als Alleinstellungsmerkmal verbuchen.

lg g4 battery
Das klappt: Auch beim LG G4 lässt sich der Akku noch austauschen. Sehr schön! / © ANDROIDPIT

LG G4: Technische Daten

Abmessungen: 148,9 x 76,7 x 9,8 mm
Gewicht: 155 g
Akkukapazität: 3000 mAh
Display-Größe: 5,5 Zoll
Display-Technologie: LCD
Bildschirm: 2560 x 1440 Pixel (534 ppi)
Kamera vorne: 8 Megapixel
Kamera hinten: 16 Megapixel
Blitz: LED
Android-Version: 5.1 - Lollipop
RAM: 3 GB
Interner Speicher: 32 GB
Wechselspeicher: microSD
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 808
Anzahl Kerne: 6
Max. Taktung: 1,8 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Bluetooth 4.1

Abschließendes Urteil

Das LG G4 ist auch im Februar 2016 noch einen Kauf wert. Es hat aktuelle Software, arbeitet schnell und ist preiswert. Mit praktischen Extras wie dem austauschbaren Akku oder dem Steckplatz für Speicherkarten, bleibt es auch langfristig eine gute Wahl, da Ihr große Schwachpunkte mit günstigem Zubehör ausgleichen könnt.

Lg g4 front
Definitiv einen Kauf wert: Das LG G4. / © ANDROIDPIT

Die anderen Top-Smartphones des Jahres 2015 können das nicht und sind zudem teurer. Dafür punkten sie vor allem in Spielen mit mehr Leistung. Wenn Ihr jedoch kein Gamer seid und Euch die Größe von 5,5 Zoll nicht stört, ist das LG G4 jetzt die erste Wahl für Euch.

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  • Ich bin mit dem G4 sehr zufrieden gewesen, klasse Kamera, Wechselakku, Leder oder Plastikrückseite, gute Performance, tolle UI, Knock Code usw...

    Hatte auch schon Mal den Bootloop Fehler wegen defektem Mainboard, Reparatur ging schnell, unkompliziert und sehr servicefreundlich von LG!

    Solch ein Fehler sollte in der Zukunft nicht mehr vorkommen! 😡 😵

    Habe das Optimus G, G2, G3 und G4 im Besitz und die machen sich Top in der Sammlung und bieten tolle Technik auch heute noch!


  • Hat jemand die Sonderedition weiß-gold und kann etwas zur Haltbarkeit der Materialien sagen? Das LG G4 ist für mich nach dem G2 bisher das attraktivste Smartphone... das G3 habe ich nach 2 Tagen freiwillig wieder zurück geschickt, beim G5 mag ich das Design nicht...

    Vielen Dank....


  • Habe mir vor einer Woche das G4 für 369 Euro in silber und neu bei Ebay gekauft. Bin sehr zufrieden mit dem Smartphone.


  • Ich habe vom rutschigen und minderwertigen Lederrücken bisher nichts bemerkt. Zudem ist die Naht zum fixieren in der Hand bei mir perfekt. Verkratzt ist auch nichts. Was mache ich falsch?

    Jan


  • Einfach irre. Ihr holt die Kritik zum G4 wieder hoch... lernt ihr überhaupt nichts?


  • Und was mache ich jetzt, wenn ich immer noch sehr zufrieden mit meinem Nexus 6P bin?
    Scheiße...


  • Kommt immer auf die Ansprüche an, wie "gut" oder "schlecht" ein Smartphone ist.^^


  • ait 21.02.2016 Link zum Kommentar

    Akku zu schwach,Leder zu empfindlich,nur nicht feucht werden lassen.
    Preis/Leistung gut


    • Tja, das mit dem schwachen Akku hat mich bisher auch immer vom Kauf abgehalten.


      • Akku ist ja wechselbar, somit ist eine geringere Laufzeit kein Problem.


      • Das finde ich auch. Und okay, der Akku hätte schon von Anfang an größer sein sollen, aber gekauft habe ich es mir trotzdem. Allerdings mehr oder weniger durch "soufflieren", sonst hätte ich mir ein Galaxy S6 zum gleichen Preis (450 Euro) zugelegt.


      • Das S6 hat eine noch bescheidenere Akkuflaufleistung. Wenn Du meines haben willst: Gern ;)


  • Warum wird so ein uralt artikel vom ex-mitarbeiter stephan serowy wieder aufgewärmt? Der war doch heimlich apple fan wollte das aber nie zugeben


  • "Neigt zu Verschleißerscheinungen"

    ?? Genau das ist der Sinn an der Ledersache, der individuelle Used-Vintage-Look nach einiger Zeit. Super, dass ihr das "funktional" so versteht, dass ihr einen Propunkt zum Contrapunkt macht.


    • Naja, wenn das Leder so empfindlich wie beschrieben ist, sehe ich das schon als Kontrapunkt.
      Habs selber aber nicht getestet, von daher schwer zu beurteilen.
      Der Used-Look nach gewisser Zeit wäre ja ok, aber wenn das Leder zu schnell verschleißt....
      Wer hat denn ein G4 und kann da was zu sagen?


      • Dafür als Pluspunkt kann man ja selber aussuchen welche Rückseite man haben will. Und ich hab eine aus verschleißarmen Plastik genommen. Weil ich meine Smartphones immer in ein Case gebe, und die Lederversion in den meisten Cases nicht reinpasst.


      • Die Lederversion wäre auch zu schade um sie im Case zu verstecken.


      • Ja das stimmt. Aber sehr gut von LG das sie bei der Lederversion zusätzlich eine Plastikrückseite mitliefern.

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