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Die fünf größten Gefahren von Künstlicher Intelligenz
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Die fünf größten Gefahren von Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz macht das Leben leichter und bequemer, zumindest soll sie das in vielen Fällen tun. Aber es gibt auch eine Schattenseite bei der ganzen Sache, denn die KI birgt viele Gefahren. Wir brauchen derzeit zwar keine Angst davor zu haben, dass die Maschinen uns versklaven und nach dem Leben trachten, in manchen Bereichen ist die Gefahr durch die Künstliche Intelligenz aber schon heute sehr real.

Kontrollverlust

Eine neue Technologie zu entwickeln, bedeutet stets, dass die Forscher, Ingenieure, Geldgeber und andere führende Köpfe die Kontrolle haben und die Richtung bestimmen, in die es gehen soll - bis jetzt. Mit der Künstlichen Intelligenz verhält es sich etwas anders, denn die kann sich - in einem gewissen Rahmen - selbst weiter entwickeln, ohne dass der Mensch den Weg bestimmt.

Noch ist Unsupervised Learning, also ein Lernvorgang, bei dem die KI eine Datenmenge selbst und ohne Hilfe des Menschen analysiert, verarbeitet und Regeln daraus zieht, sehr aufwendig und fehlerhaft. Dieser Zustand wird jedoch nicht mehr allzu lange anhalten, und dann wird es entscheidend sein, der KI Grenzen aufzuzeigen - und zu hoffen, dass sie die einhält.

Arbeitslosigkeit

Machen wir uns nichts vor: Künstliche Intelligenz wird viele Menschen den Job kosten. Es gibt Bereiche, in denen KI-Methoden deutlich besser funktionieren als alles, was der Mensch beitragen kann. Schon jetzt laufen beispielsweise viele Aktiengeschäfte und Banktransaktionen vollkommen automatisch ohne menschliches Zutun ab.

Sicher, es entstehen auch viele neue Berufe im Dunstkreis der Künstlichen Intelligenz, insgesamt wahrscheinlich sogar mehr, als durch die KI wegfallen. Das hilft den Menschen, die ihren Job los sind, aber erst einmal wenig, denn die meisten der neuen Stellen haben ganz andere und oft auch höhere Anforderungen als die, die weggefallen sind.

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Künstliche Intelligenz kostet in manchen Bereiche Arbeitsplätze. / © Phonlamai Photo/Shutterstock

Vermenschlichung von Maschinen

Dieser Punkt kommt vor allem, aber nicht ausschließlich durch die Sprachassistenten, die wie Pilze aus dem Boden sprießen. Wir reden mit unseren Geräten, stellen Fragen, geben Befehle und bekommen Antworten. Soziologen sehen die Gefahr der Vermenschlichung technischer Geräte und komplexer Systeme, und die ist durchaus real.

Dabei bleibt die Maschine immer eine Maschine, egal wie natürlich Alexa, Cortana oder Siri mittlerweile reden, und folgt ihren eigenen Regeln. Die Vermenschlichung raubt die Distanz zwischen Mensch und Maschine und schafft eine einseitige Abhängigkeit auf eine emotionale Ebene. Das klingt ein wenig abgehoben und abstrakt, kann aber bei vielen Menschen langfristig zu großen psychischen Problemen führen.

Unternehmen bestimmen die Entwicklung

Wichtige Technologien brauchen Regeln und Grenzen, die KI vielleicht mehr als alle anderen Entwicklungen vor ihr. Bei der brutalen Geschwindigkeit, mit der die Künstliche Intelligenz in den großen Unternehmen der Welt entwickelt wird, kommen staatliche Organisationen, die für diese Grenzen und Regeln zuständig sind, kaum noch mit.

Damit haben de facto meist privat geführte und auf Gewinn ausgerichtete Unternehmen die Entwicklung der vielleicht bedeutendsten Technologie der Welt in der Hand. Das kann gut ausgehen, wie manche Projekte zeigen, aber es besteht die große Gefahr, dass beim Streben nach Profit ethische und moralische Grundsätze außer Kraft gesetzt  werden.

Unterdrückung

Die Künstliche Intelligenz kann Personen in Sekundenschnelle erkennen, auch in großen Menschenmengen. Und nicht nur das. Es gibt Unternehmen, die identifizieren Mitarbeiter an der Art, wie sie den Mauszeiger am Computer bewegen, und zwar in Sekunden. Auch Tonaufnahmen können zur Überwachung genutzt werden, ebenso wie die Spuren der Internetnutzung.

All diese Daten können mit Machine Learning und anderen KI-Methoden um ein Vielfaches schneller und effizienter durchsucht, gefiltert und analysiert werden als je zuvor. Regierungen, Despoten und autoritäre Regime haben damit viel mächtigere Werkzeuge in der Hand, die eigene Bevölkerung zu kontrollieren, zu überwachen und sie ihrer Freiheit ein Stück weit zu berauben.

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Chinesische Polizisten mit Datenbrillen. / © Reuters

Wie seht Ihr die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz?

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31 Kommentare

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  • Der Mensch ist wie er ist.

    Die KI wird daran nichts ändern.
    Der Mensch wird sie einsetzen wie ein Medikament und wie eine Waffe.

    Die KI wird den Menschen nicht klüger werden, noch klüger handeln lassen.
    Die Gefahr besteht darin das die KI den Menschen als Übel erkennt und entsprechende Maßnahmen ergreift.

    Sicher wird es auch dann noch Personen geben welche Profit aus der Situation schlagen. Aber auch diese werden in einem streng von der KI reglementierten Käfig leben.

    Das sind Prozess die kommen werden und der Mensch nichts darau1s lernen wird.

    Beispiel:
    Als das Maschinengewehr erfunden wurde, sagte man, die Waffe sie so grausam weil diese so schnell so viele Menschen töte das Kriege aus Angst überflüssig würden.
    Pustekuchen.
    Man steigerte die Kadenz und entwickelte noch grausamere Waffen.

    Und übrigens, KI hin oder her.
    Kriege dienen immer der Unterdrückung anderer Menschen und der Ausbeutung von Recourcen.


  • Ärzte wird die KI nicht ersetzen können. Wenn man Menschen und Technik vereint muss man sich entscheiden:“ hol ich jetzt den Krankenwagen oder bring ich dich in die Werkstatt?“ 🤔🤕


  • Reden wir doch mal darüber was für Chancen KI hat und nicht immer über die Risiken oder schlimmer, wie die Politik die Entwicklung "steuern" d.h. bremsen kann. In den 70er/80ern hatte das zu einem technologischen Rückstand bei Computern und Rechentechnik geführt, der nur schwer wieder aufzuholen war.


  • Wer die 70er und 80er bewußt miterlebt hat, erinnert sich an die gleichen Diskussionen wegen ein paar Mainframes und dann PCs. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit trotz fortgeschrittener Dekadenz niedriger als damals.


  • Militärische Nutzung wird Kriege wirtschaftlicher machen, das Töten rationalisieren.


    • solange Roboter andere Roboter zerstören, mag es gehen


      • Auf keinen Fall. Auch der Kampf der Maschinen wird humanitäre, kulturelle, wirtschaftliche und machtpolitische Konsequenzen haben. Das ist schließlich der Sinn eines Krieges. Allerdings wird die Hemmschwelle, einen Krieg zu beginnen, reduziert, wenn zunächst "nur" die Maschinen gegeneinander kämpfen. Gleichzeitig steigt die Gefahr einer Eskalation.


      • Gab auch noch keinen Krieg in dem Panzer nur Panzer zerstören. Krieg ist kein Videospiel, auch wenn es an manchen Bildschirmen z.B. von Drohnenpiloten so aussehen mag.
        Aber nahezu jede Technologie wurde und wird militärisch genutzt, auch dadurch hat sie einen so hohen Stand erreicht den wir heute haben. Sich gegenseitig umzubringen oder sich dafür zu rüsten ist ein unheimlicher Innovationsmotor.


  • "Schon jetzt laufen beispielsweise viele Aktiengeschäfte und Banktransaktionen vollkommen automatisch ohne menschliches Zutun ab."
    Super, in Zukunft werden die Versager in den Banktürmen sich hinter Programmierern und Robotern verstecken. Interessant, ob beim nächsten Zusammenbruch des Finanzsystems die Maschinen auch fette Boni bekommen wenn sie abgeschaltet werden.


    • Da sehe ich als die große Gefahr von KI und Algorithmen, es ist niemand mehr verantwortlich. Wenn etwas schiefgeht, schiebt es jeder auf die Software und keiner übernimmt dann mehr Verantwortung. Die Geschädigten haben das Nachsehen.


      • Das ist aber jetzt auch nicht viel anders - auch in der Vergangenheit waren immer die anderen schuld. :-)


      • ... Die dann auch mal verurteilt wurden.


      • Ja? wer denn zum Beispiel?


      • Ich vermute mal, du meinst die letzte große Krise von 2008? Da hat man einen Fabrice Tourre zur Verantwortung gezogen. Alle Anderen sind, glaube ich, abgetaucht. Fette Boni gabs für die Verantwortlichen, soweit mir bekannt, nicht. Ich hab lange nix mehr darüber gelesen.


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Und dann muss ich gleich alle Angestellten einer Bank als Versager beleidigen? Bitte lass doch solch unnötige Aussagen einfach mal weg, dann nimmt man einen Kommentar auch gleich viel ernster ;)


      • Niemand spricht von allen Angestellten, daher die Türme, denn genau dort sitzen sie. Gemeint sind die Vorstände und "Führungskräfte" die eine echte Gefahr für das Finanzsystem und damit für die ganze Welt darstellen. In einzelnen Fällen wäre wohl auch der Begriff Kriminelle durchaus angebracht.


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Trotzdem finde ich die Art und Weise unangebracht ...


      • Das steht dir frei und ich bleibe dabei.


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Wir pflegen hier allerdings eine freundliche und respektvolle Community, und dazu gehört es eben auch, nicht einfach dritte zu beleidigen. Was du hier letztendlich ja eben tust. Bitte überdenke daher solche Aussagen in Zukunft ;)

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