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Künstliche Intelligenz: Die KI kann jetzt Gedanken lesen
AI 3 Min Lesezeit 11 Kommentare

Künstliche Intelligenz: Die KI kann jetzt Gedanken lesen

Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz geht in rasantem Tempo voran. Immer stärker steht dabei auch der Mensch im Fokus. Forscher der New Yorker Columbia University haben es nun geschafft, der KI beizubringen, unseren Gedanken zu lesen. Im Interview erklärt Experte Enno Park, wie das funktioniert und was das Problem sein könnte.

Erstmals kann eine Künstliche Intelligenz die Hirnströme von Menschen nicht nur analysieren, sondern auch danach wieder hörbar machen. Forscher haben Probanden Wörter und Zahlen vorgelesen und mit einem Hirnimplantat im Hörzentrum die Aktivität gemessen. Diese Daten gehen an eine KI, die sie mit den ursprünglich gesprochenen Worten vergleicht. Sie lernt so, die Hirnströme auszuwerten und die Worte daraus selbst zu rekonstruieren - sie kann also tatsächlich Gedanken lesen.

Park war zunächst skeptisch: "In der Vergangenheit gab es oft Systeme, die Gehirnströme analysieren und nach dem Prinzip funktionieren: Denk mal daran den linken Arm zu heben, und die so gewonnenen Hirnströme dann z.B. einen Rollstuhl fernsteuern können. Und das wird dann als Gedankenlesen verkauft. Aber das, was jetzt hier tatsächlich passiert ist, geht noch einen Schritt weiter. Man kann tatsächlich gesprochene Sprache aus den Hirnströmen rekonstruieren."

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KI dringt immer weiter in unseren Alltag vor. / © Sarah Holmlund/Shutterstock

Tatsächlich ist das menschliche Hirn jedoch unbeschreiblich komplex, und eine solche Anwendung lässt sich noch nicht universell auf alle möglichen Gespräche und Gedanken übertragen. Noch sei das kein echtes Gedankenlesen, so Park: "Man muss sich dabei aber klar machen, dass sind noch nicht irgendwelche Gedanken. Man kann nicht auslesen, wenn Menschen gerade an diese Zahlen denken, nur dass sie sie gerade hören."

"Das ist Science Fiction"

In Filmen und Büchern ist die Technologie natürlich schon weiter. Immer wieder werden dort dystopische Szenarien mit KI-gestützter Überwachung gezeichnet, die durch Gedankenlesen sehr mächtig sein könnten. Für Park ist das jedoch reine Science Fiction und wäre mit aufwendiger Hirnchirurgie verbunden.

So beängstigend das klingen mag, sieht Park greifbare Vorteile für viele Menschen: "In erster Linie denke ich da an behinderte Menschen, z.B. mit Locked-In-Syndrom, die komplett wach sind aber keinen Muskel mehr bewegen können. Oder auch Leute, wie der verstorbene Physiker Stephen Hawking. Die ganz mühsam mit dem Mund ein System benutzen mussten, in dem sie einzelne Buchstaben auswählen konnten, um sich darüber verständlich zu machen. Solche Systeme ließen sich in Zukunft viel eleganter bauen. Und es ist denkbar, dass gelähmte und stumme Patienten sich direkt wieder über einen Computer mitteilen könnten – quasi in Echtzeit."

Wenn das am Ende möglich ist, wäre die Künstliche Intelligenz schon eine echte Hilfe.

Wenn Ihr dem Link zu Deutschlandfunk unter diesem Artikel folgt, könnt Ihr Euch das Interview in voller Länge durchlesen und sogar anhören.

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Top-Kommentare der Community

  • Markus N. vor 2 Wochen

    DAS finde ich beängstigend. Für gute Zwecke ist das super. Aber ich mag gar nicht dran denken was man damit auch Schlechtes machen kann....und auch wird.

11 Kommentare

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  • Das beschriebene ist sicher zu gebrauchen, um lebendige Kunstkopfmikrofone zu realisieren. Aber was hat das, was jemand hört mit Gedanken zu tun? Und will man was steuern so muß man den Output, sprich Sprachmotorisches Zentrum, abgreifen. Und auch das wären keine Gedanken.


  • Wenn KI ausschließlich dort eingesetzt werden würde, wo sie den Menschen auf deren Wunsch hilft, wäre dies eine feine Sache. Dies jedoch wird nur ein kleiner Teil der Wahrheit sein. Wäre sonst wohl des Guten zu viel.


  • DAS finde ich beängstigend. Für gute Zwecke ist das super. Aber ich mag gar nicht dran denken was man damit auch Schlechtes machen kann....und auch wird.


  • Solange die KI keine Gehirnwäsche macht und uns zu Zombies 🤖🧟‍♀️🧟‍♂️......
    Wenn KI Gedanken lesen kann, dann will die Politik oder wer auch immer das ausnutzen um uns einfaches Volk noch mehr kontrollieren zu können. Anderseits ist ja so Gedanken lesen nicht schlecht.....wenn die Gehirne voll mit einander vernetzt sind wie User bei Facebook und so, dann braucht man im Grunde genommen kein Notebook mehr oder Smartphone, sondern man lässt sich in das Augenlid ein Bildschirm einpflanzen und wenn ich Internet surfen will mach ich nur die Augen zu und hab mein Internet stets dabei. Die Technik vom Smartphone samt E-SIM ist im Kopf implantiert. So stell ich mir die Zukunft vor vom Smartphone. Oder das Display ist in meiner Brille mit drin und funkt per Bluetooth mit meinem Gehirn . Der Akku bekommt seine Energie durch körperliche Bewegung. Geile Zukunft....👌. Also ab zu Vodafone oder O2, neuen Vertrag abschließen und dann ab ins Hinterzimmer sich die Smartphone-Technik samt Akku ins Gehirn einpflanzen lassen. Ich nehme gleich das neuste Smartphone Modell von Apple.....das iBrain. Kostet nur 16500€ mit OP insklusive und 1€ Anzahlung beim Vertrag.👌


  • Die Überschrift widerspricht dem Inhalt des Artikels, aber daran hab ich mich ja schon gewöhnt.
    Wenn ich lese "Gehirnimplantat" im Gehörzentrum (des Gehirns) dann graut es mir, sowas sollte nur gemacht werden, wenn man dadurch z.B. jemandem helfen kann wieder zu hören. Ich will auch nicht, dass Maschinen lernen, wie Menschen denken, das funktioniert sicher nicht vollständig und könnte zu "widerlichen" Resultaten führen, das Gehirn ist ja schließlich nur ein Teil des Menschen .... Kreativität, Gefühle, Emotionen usw., die werden doch auch gelebt und es ist noch nicht klar, wo die genau produziert werden.... doch da ist ja noch mal ein ganz anderes Thema.... Die Forscher denken (haha) auch viel zu einseitig, wenn es um den Menschen und sein Denken geht ...... zumindest sehe ich das so.

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