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7 Min Lesezeit 151 Kommentare

So findet Ihr kostenloses Internet überall

Update: Öffentliche Infrastruktur, unschlagbare Telekom

Free Wifi und Kostenloses WLAN prangt an den Eingangstüren vieler Cafés, Restaurants, Einkaufszentren und U-Bahnhöfen. Vielerorts kann man sich vorübergehend oder dauerhaft kostenlos mit dem WLAN verbinden. Doch darüber hinaus gibt es auch verborgene und vor allem sichere Tipps, an kostenloses Internet zu kommen. Wir zeigen Euch, wie Ihr sie findet und wie Ihr Euch vernetzt. Update: Viele Städte unterhalten eigene WLAN-Hotspots und die Telekom bietet Euch 10 GByte Internetdaten kostenlos an.

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Kostenlose WLANs finden

Facebook Wi-Fi-Finder

Eine App, die wahrscheinlich schon auf Eurem Smartphone installiert ist, kann nach einem Update WLANs finden. Auf der Options-Seite Eurer Facebook-App seht Ihr dann zwischen Seiten und Gespeichert den neuen Eintrag WLAN Finden. Die Log-in-Daten fürs jeweilige WLAN hat Facebook von den Restaurant- oder Cafébesitzern auf deren Facebook-Page ausgelesen.

Habt Ihr also keinen Zugang mehr zu einem mobilen Datennetz, könnt Ihr Euch so notdürftig von WLAN zu WLAN hangeln.

Kostenloses Internet per Instabridge

Instabridge lädt nach dem ersten Start eine Offline-Karte für Euren Bereich herunter und bietet eine Download-Sektion für weitere WLAN-Karten. Abhängig vom ermittelten Standort werdet Ihr über bekannte Netze in der Nähe benachrichtigt. Die App wählt Euch automatisch mit den entsprechenden WLAN-Passwörtern ein.

instabridge
Instabridge hat Offline-Karten und Sicherheits-Rankings / © AndroidPIT

Ihr könnt aus der App heraus auch Euer eigenes WLAN-Netzwerk teilen und so anderen zur Verfügung stellen. Sollte Euer Datenvolumen knapp sein oder Ihr keine Datenflatrate haben, kommt Instabridge wie gerufen und verbindet Euch kostenlos mit dem Internet.

OpenSignal WifiMapper

Eine weitere kostenlose App, die man sich für die Suche nach kostenlosem Internet auf dem Smartphone behalten sollte, ist der WifiMapper von OpenSignal. Anders als Instabridge müssen die Hotspots jedoch stets online bezogen werden. Und nicht für alle der aufgezählten Netze kennt der WifiMapper das Passwort. Die App hält überdies keine Offline-Karten vor und ist somit nicht für den harten Offline-Einsatz geeignet.

wifimapper opensignal
Der WifiMapper zeigt WLANs auch ohne Passwort. / © AndroidPIT

Freifunk: Free as in Freedom

Freifunk soll ein geschlossenes, dezentrales Netz aus WLAN-Routern werden. Dank ihm bekommt Ihr eine stetige, verschlüsselte Internetverbindung - so die Theorie. Leider hat sich das Netz in Deutschland noch nicht so gut entwickelt, als dass eine lückenlose Internetverbindung möglich wäre.

freifunk app
Freifunk wäre der Befreiungsschlag. / © ANDROIDPIT

Die beste Freifunk-App heißt Freifunk und führt Euch zu einem kompatiblen Router in Eurer Nähe. Die App ist für den DACH-Raum konzipiert und funktioniert also auch im Urlaub in einer der Alpenrepubliken.

WLAN-Hotspots der Provider

Vodafone und Telekom bieten jeweils ein bundesweites Hotspot-Netz an. Wenn Ihr keine Vodafone- oder Telekom-Kunden seid, dürft Ihr, wenn überhaupt, nur vorübergehend gratis surfen. Danach werden Gebühren fällig. Vodafone-Kunden zahlen 4,99 pro Monat zusätzlich, während Telekom-Kunden die HotSpots mit ihrer Kennung ohne Zusatzkosten nutzen dürfen.

vodafone hotspot finder
Findet Hotspots für 30 Minuten Gratis-WLAN / © ANDROIDPIT

Wie steht es um die Störerhaftung?

Eure WLAN-Hotspots, sei es mit dem Gäste-WLAN einer Fritzbox oder mit einem Freifunk-Setup, waren bislang rechtlich problematisch. Denn wenn ein Nutzer in Eurem Netzwerk urheberrechtlich geschützte Inhalte herunterlud, drohten Euch Schadensersatzforderungen und Abmahngebühren. Das ist seit dem 12. Oktober 2017 nicht mehr der Fall. Seither ist die tückische Störerhaftung abgeschafft, die der freien Verbreitung von WLAN-Zugängen stets im Wege stand.

Offene WLANs

Freie öffentliche WLAN-Versorgung

Längst hat auch die öffentliche Verwaltung Wind davon bekommen, dass eine WLAN-Versorgung ganz praktisch sein kann. Und so haben sich viele Städte und Gemeinden eigene Hotspot-Netze aufgebaut, damit Bürger und Touristen surfen können. Aber was nützt es, wenn niemand davon weiß? Eben deswegen informieren die Kommunen auf Webseiten über Ihre Projekte. Einige wichtige Seiten haben wir hier zusammengestellt:

Kostenloses Internet: Cafés und Restaurants

Etliche Barbesitzer verraten Euch auf Anfrage, welches Passwort das lokale WLAN hat. Gelegentlich steht es sogar auf der Getränkekarte. Hier listen wir bekannte Beispiele von Restaurantketten auf, die kostenloses WLAN bieten:

Kostenloses Internet: Flughafen und Bahnhof

Etliche Flughäfen auf der Welt bieten zum Glück kostenloses WLAN an. Dies wird genau dann praktisch, wenn man nach Hause durchgeben möchte, dass man sicher angekommen ist. In den Flughäfen Schönefeld und Tegel reduziert sich das Angebot auf 60 Minuten. Anschließend wird der Telekom-HotSpot kostenpflichtig. In Frankfurt bekommt man den WLAN-Zugang komplett gratis.

In deutschen Bahnhöfen zeigt sich die Bahn wenig spendabel. Auch hier ist der HotSpot-Partner die Telekom. Jedoch spendiert man Euch nur die ersten dreißig Minuten. Danach müsst Ihr Euch kostenpflichtig anmelden. Die Tarife kosten maximal 29 Euro pro Monat.

Ihr könnt übrigens auch in Flugzeugen und Zügen surfen. Airline-Tarife findet Ihr hier. Im ICE hingegen wird auch das Surfen in der 2. Klasse immer öfter gratis, wenngleich die Verbindung oft abreißt.

Sicherheitswarnung

Offene WLANs sind aus mehreren Gründen ein Sicherheitsrisiko. Gewitzte Betrüger können mit einem Laptop einen Hotspot mit demselben Namen öffnen und Eure Daten abfischen. Und Verbindungen ohne Passwort sind unverschlüsselt und somit rein technisch für jeden lesbar wie eine Postkarte.

Ihr solltet also zusätzlich zum WLAN auch eine VPN-Verbindung mit einem VPN-Server Eures Vertrauens hinzuziehen. Erst dann ist es sicher, private oder insbesondere geschäftliche Dinge über kostenlose WLAN-Netze zu erledigen.

Gratis mobile Daten

Telekom: Zweimal 5 GByte kostenlos

Ja, die Telekom schenkt Euch 10 GByte Datenvolumen - und zwar im Rahmen des Tarifs Data Comfort Free. Dieser bietet Euch die Möglichkeit, zwei Mal ein Datenpaket von 5 GByte freizuschalten. Dies muss innerhalb von sechs Monaten geschehen. Für den Strandurlaub an der Nordsee ein idealer Tarif, um Eure Freunde auf Instagram & Co. mit Eurem aktuellen Strand-Status neidisch zu machen. Weitere Kosten fallen übrigens nicht an und nach sechs Monaten deaktiviert sich der Vertrag automatisch. Schade nur: Ihr könnt den Tarif nicht beliebig oft nachbestellen.

Kostenloses Internet: Mobilfunktarif "Sponsored Surf-Basic" von netzclub.net

Kostenlose Internet-Flat mit monatlich 100 MByte Datenvolumen bei einer Datengeschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s. Wo ist da der Haken? Den gibt es beim Angebot von Netzclub.net nicht, zumindest im Hinblick auf das kostenlose Surfen im Internet. Wer sich also eine SIM-Karte von Netzclub.net holt, kann mobil surfen. Ist das Highspeed-Volumen aufgebraucht, wird auf 32 Kbit/s gedrosselt, aber nicht gesperrt.

Zum Umfang des Angebots "Sponsored Surf-Basic" gehört noch der kostenlose Versand der SIM-Karte. Wer telefonieren oder SMS verschicken will, zahlt in deutsche Netze 9 Cent pro Minute. Eine Vertragsbindung gibt es nicht und auch eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an.

Wer sich den Tarif holt und keine SMS verschickt oder telefoniert, kommt somit tatsächlich in den Genuss von kostenlosem Internet. Will man doch jemanden anrufen, kann ein Guthaben per Bankeinzug oder per O2-Guthabenkarte aufgeladen werden.

Surf Flat
Kostenlos surfen? Ja bitte. Der Tarif ist aber nicht für jeden geeignet. / © netzclub.net

Da wohl nicht wenige Kunden den Dienst nur für den Gang ins Internet verwenden, wird der Tarif durch Werbung mitfinanziert. So erhält der User in regelmäßigen Abständen Werbung per SMS, MMS oder E-Mail. Von diesen Meldungen wird man laut mehreren Erfahrungsberichten aber nicht stündlich oder jeden Tag behelligt. Angeblich erhält man nur alle zwei bis drei Wochen Werbe-Post von Netzclub.net.

Der Tarif Netzclub.net "Sponsored Surf-Basic" ist sicher nicht für jeden geeignet, denn viele gehen mit Ihrem Smartphone nicht nur ins Internet. Und den wenigsten werden auf Dauer 100 Megabyte Highspeed-Volumen pro Monat reichen.

Als Alternative, um kostenlos zu surfen, ist dieser Mobilfunktarif aber durchaus empfehlenswert. Es bleibt aber abzuwarten, wie lange es dieses Angebot noch geben und ob nicht schon bald mehr Werbung an Kunden verschickt wird.


Der Artikel wurde im Mai 2018 um öffentliche WLAN-Netze und den Tarif Data Comfort Free erweitert.

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Top-Kommentare der Community

  • Uta 09.12.2015

    Ich sehe schon das Szenario: Schatz, lass uns mal 2 Querstraßen weiter laufen, da es da einen gratis Hotspot gibt... Das ist natürlich super, wenn man nicht einmal bereit ist ein paar Euro zu investeiren, um auch unterwegs nicht aufs Netz verzichten zu müssen - nach der Grundlage: Geiz ist geil! Ich bin aber der Geiz-König!
    Aber Hauptsache ein verdammt teures Smartphone besitzen, das man nicht einmal richtig ausschöpfen kann oder will, weil man A) nach dem Smartphone-Kauf Pleite ist oder B) wie bereits gesagt, einfach zu geizig ist.

    Ich hätte keine Lust auf diese Rumrennerei nach ein bisschen Gratis-WLAN - man bedenke die großen Menschen-Trauben, die sich vor den Lokalen bilden, wenn jeder sowas machen würde. Ich zahle meine 9 Euro im Monat für 2 GB LTE mit 50 Mbit/s + SMS-Flat und 100 Freiminuten, zwar im o2-Netz, aber das wird hier in Berlin von Monat zu Monat gefühlt besser.

151 Kommentare

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  • ich habe 30GB LTE und unbegrenzt internet. gleich wie bei Netzclub die 30GB mit Vollspeed denn Rest gedrosselt was für WhatsApp und Google suchen reicht. ich habe diese Tarif seit 4 Jahren. in dieser Form gibt es diesen mit unbegrenzt nicht mehr. zahle dafür 30€ dabei ist natürlich unbegrenzes telefonieren und sms


  • Bla bla! Oma Eustermann sagte auch einst: „Unser Tönne kommt ganz umsonst nach Amerika". Ganz umsüst.


  • Sebo vor 4 Tagen Link zum Kommentar

    Also ich habe seit nun 8 Jahren Netzclub, damals noch mit 200MB die Bestandskunden auch behalten haben bis heute.
    Komme damit gut aus, allerdings surfe ich recht wenig, ich benötige es nur um was nachzuschlagen. Sonst hab ich ja auch überall WLAN.
    Werbung kommt sehr selten, im Schnitt mal alle 2 Wochen, meist per EMail. Nix was stört.


  • Ich meide kostenloses wlan so gut wie... Alleine schon der Gedanke die Anbieter können Daten sammeln....hab o2 Flat mit 15 Gb und 1mbit danach für 30 Euro
    .. Kann nicht klagen


  • Ina Z. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Den Wegfall der Störerhaftung finde ich super. Wäre schön, wenn das hilft, dass die Freifunk-Idee sich weiter durchsetzen kann.


  • Nightlife vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Wer hat denn heute keine Flat? Total überflüssig solche Apps....


    • Ina Z. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Leute mit wenig Kohle. Die haben sowas nicht oder nur in sehr schmalem Ausmaß. Und das muß dann für alles reichen. Sprich - auch den Internetzugang zuhause. Und ja - ich kenne solche Menschen.


      • Aldi Talk 5 Gb für 15 Euro das reicht locker wenn man nicht 24 Stunden am Display hängt


      • 5GB für 15€. ist in Deutschland das Internet so teuer? in Österreich haben bestimmt Netzbetreiber 20GB für 15€ oder 30GB für 30€+ Flatrate sms und Telefonie.


      • Thomas H. vor 11 Stunden Link zum Kommentar

        Ja aber das ist Österreich ! Musst uns hier nicht Nase lang machen, wir wissen was für arme Würstchen wir in Merry o Germany sind was das betrifft. Hier sind nicht nur die Steuern rekordverdächtig.


    • Flats sind doch auch limitiert, jedenfalls der High-Speed-Anteil, und das Limit oft schnell erreicht. So kann man seine Flat schonen. Außerdem kann die WiFi-Verbindung helfen, wenn keine Netzabdeckung gegeben ist, oder eine Funkzelle überlastet ist.


    • Sara A. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Ich lebe im Ausland und für mich ist eine Flat sehr teuer. Deshalb bin ich und viele Andere darauf angewiesen


  • Das mit der Störerhaftung ist insofern richtig, dass die Abmahnindustrie nicht mehr so schnell zuschlagen kann. Werden aber über das Gast-WLAN sonstige strafbare Sachen gemacht (Nazi-Lobhudelei, Ferkelei mit Minderjährigen usw.) wird In der Regel jemand ankommen, der Beweise für bzw. gegen den Anschlussinhaber sucht. Wer als Anschlussinhaber eine weiße Weste hat, hat natürlich nichts zu befürchten, aber Computer, Tablet, NAS-Laufwerke usw. werden üblicherweise erst einmal mitgenommen.


  • MajorTom vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Wie sieht es mit dem Punkt Sicherheit aus bei freien Netzen ?
    Ich bin ehrlich gesagt kein Fan von offen WLAN wie es die beispielsweise bei MC Donalds gibt.


  • beygott 75 J./ ich bin ein Neuling in Sachen Smartphones. Deshalb auch die laienhafte Frage: Ich bin auf Instabridge gestoßen und bin mir nicht klar mit der "kostenlosen bzw. kostenfreien Nutzung von fremden WLAN`s. Da ich das Smartphone nur zum Kennenlernen benutze und keine SIM-Karte habe. Wie funktioniert das mit der Nutzung von Instabridge außerhalb des Heim-WLANs? Kann man wenn ich das App Instrabridge installiert habe jederzeit und ohne dass ich eine Nr. bzw. Pinn benötige mich mit den fremden WLAN`s verbinden?


  • ja


  • Ich verwende für gefundenen kostenlosen WiFi-Service - mapspanoramics.com/worldmap.html . Es hat eine einfache Schnittstelle und große Basis von WiFi Hotspots.

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