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Kirin 970: Huawei steckt Künstliche Intelligenz in seinen Chip

Wer zur IFA 2017 die Vorstellung des Huawei Mate 10 erwartet hatte, wird enttäuscht, das war schon lange vor der Messe klar. Doch ein Teil des neuen Flaggschiffs des chinesischen Herstellers feiert in Berlin dann doch bereits Premiere: der neue Prozessor Kirin 970, der erste Chip mit Künstlicher Intelligenz.

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Wenn Huawei-CEO Richard Yu die Bühne in Berlin betritt, hat er meist ein Smartphone, eine Smartwatch oder ein anderes neues Gerät in der Hand. Heute ist das anders, denn Yu tritt als Keynote-Sprecher auf der Messe in Berlin auf und widmet sich dem Thema der Künstlichen Intelligenz - und das nicht abstrakt, sondern sehr konkret. Mit dem neuen Mobile-Soc Kirin 970 von Hisilicon, den Huawei auf der IFA 2017 an jeder Ecke bewirbt, haben die Chinesen den ersten Smartphone-Chip mit einer solchen KI-Lösung im Gepäck.

Mehr Power für die Flaggschiffe

Im Kern ist der Kirin 970 eine verbesserte Version des Kirin 960, der die aktuellen Huawei-Flaggschiffe Mate 9 und P10 antreibt. Die Zahl der Rechenkerne bleibt mit acht gleich, bei den Grafikkernen hat Hisilicon eine Schippe drauf gepackt und die Zahl auf zwölf erhöht. Die bisher bekannten technischen Eckdaten sehen so aus:

  • Fertigung im 10-Nanometer-Verfahren
  • 5,5 Milliarden Transistoren auf 1 Quadratzentimeter Fläche
  • Acht Rechenkerne (4xA53, 4xA73, max. 2,4 GHz)
  • Zwölf Grafikkerne (Mali G72MP12)
  • LTE Cat.18 mit bis zu 1,2 GBit/s
  • Zwei ISPs zur dualen Bildverarbeitung
  • Mobile AI Computing Architecture NPU (Neural Network Processing Unit)

Auch wenn Details wie der Typ der Prozessorkerne und die Taktfrequenz noch fehlen: Die technischen Daten sind durchaus beeindruckend. Bei der Zahl der Transistoren liegt der Kirin 970 etwa deutlich vor dem Snapdragon 835, der es nur auf rund drei Milliarden bringt, und dem Apple A10. Das interessanteste Detail ist jedoch der letzte Punkt der Liste - die Mobile AI NPU, die Künstliche Intelligenz. Wie das Magazin Winfuture bereits vorab erfahren hat, soll diese Technologie dafür sorgen, dass bestimmte Aufgaben bis zu 25 mal schneller erledigt werden als mit einer herkömmlichen CPU - und dabei 50 mal weniger Energie verbrauchen.

Die AI-Engine von Huawei arbeitet wie die meisten KI-Systeme auf Basis neuronaler Netze, die zum selbstständigen Lernen in der Lage sind. Konkrete Aufgaben, die sich mit der neuen Technologie im Kirin 970 erledigen lassen, sind die klassische Sprachein- und -ausgabe, die automatische Erkennung von Personen und Objekten in Fotos und Videos, Sprachinteraktion und eine wie auch immer geartete intelligente Fotografie.

Start im Huawei Mate 10

Huawei macht kein großes Geheimnis aus der Tatsache, dass der neue Chip mit dem Mate 10 im Oktober seine Premiere feiert. Das neue Flaggschiff der Chinesen dürfte damit wie der Vorgänger ein spannender Kandidat für das beste große Smartphone des Jahres werden. Sicher ist aber auch: Die Arbeit, die Huawei in die Künstliche Intelligenz im Kirin 970 gesteckt hat, wird nicht nur für einen einzigen Prozessor und ein einziges Smartphone verwendet, im Gegenteil. Huawei wird die Künstliche Intelligenz weiter verfeinern und auch in anderen Chips und Smartphones einsetzen. Auf absehbare Zeit wird die HiAI Mobile Computing Architecture im Kirin 970 aber wohl den teuren Oberklasse-Smartphones vorbehalten bleiben.

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10 Kommentare

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  • Das ganze ist natürlich vor allem PR. Auch der Nutzen erschließt sich nicht gleich. Huawei zeigt vielmehr was in Zukunft möglich ist. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht das die 10 nm Produktion möglich ist. Allerdings, wenn der Quanten Chip kommt sieht auch Huawei alt aus.


  •   15
    Karsten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Es spricht ja nichts gegen Technik die sich weiterentwickelt. Sowas muss auch passieren wollen wir doch schließlich irgendwann mal zum Mars fliegen. Aber wer sich nicht mit Prozessoren oder ähnliches auskennt nützt sowas nichts über sowas zu berichten. Mich ehrlich gesagt interessiert es auch wenig was dieser Prozessor kann hauptsache er bringt die Leistung dass man sich vorstellt. Und für mich persönlich bringt es auch nichts viel weil mein Handy ist viel viel besser.... Genauso wie zwei Kameras interessiert mich auch nicht... Mein Smartphone hat einen roten Scanner an der Oberseite, kann mit mir reden kann selber telefonieren hat ein kugelsicheres wasserfestes Gehäuse in Hochglanz schwarz, und kann so viel mehr als ein Galaxy S8 oder ein iPhone... Und hört auf den Namen K.I.T.T😄✌️


  • Jaja von wegen "verbraucht weniger energie" sowie der Kirin 960 der deutlich mehr Energie verbraucht als sein Vorgänger deswegen wurden ja auch die Laufzeiten von p10 und p10plus schlechter trotz größerer akkus


  • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Angaben 25x schneller und dabei 50x weniger Energie? Sicher, dass da nicht 25 und 50% gemeint sind?


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Laut Herstellerangaben sind diese Zahlen im Artikel korrekt.


      • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Interessant. Bin ja mal auf die Leistung im Mate10 gespannt. Klingt jedenfalls vielversprechend. Auch wenn ich diese Angaben nicht wirklich glaube ^^ vor allem nicht "50x weniger Energie"


      • ... bei bestimmten Aufgaben , heisst es da ! Bestimmt keine grafikintensiven Apps , bei Konvertierungen , Office-Anwendungen etc kann ich mir das gut vorstellen .
        Bin auf jeden Fall gespannt :)


      • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Genau. Wie beim Computer , da kann ein i7 Prozessor unter bestimmten Anwendungen auch weniger Energie verbrauchen als ein i3 Prozessor. Aber wehe es wird mal etwas unter Last gearbeitet, dann fährt auch die Leistung bei einem starken Prozessor hoch und damit auch der Energieverbrauch.


  • Klingt doch schon mal gut. Bin gespannt auf das was kommt! :)

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