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Kommentar 5 Min Lesezeit 33 Kommentare

Schuften für die KI: Wie billige Arbeitskräfte in Afrika unsere Autos smart machen

Mit der Weiterentwicklung der intelligenten Technologie auf allen Ebenen, die uns Geräte bringt, die fast magisch erscheinen, bis hin zu Autos, die ganz ohne Fahrer selbst fahren, ist es leicht zu vergessen, dass die Grundlage unserer glänzenden neuen Geräte in mehrfacher Hinsicht ziemlich altmodisch ist: alltägliche, repetitive menschliche Arbeit unter oft unangenehmen Bedingungen. Wollten wir so etwas nicht längst hinter uns gelassen haben?

Damit selbstfahrende Autos zu funktionierenden Mainstream-Produkten werden können, muss die KI auf riesigen Datenmengen geschult werden. Dazu gehören Personen, Autos, Verkehrszeichen, Wetter, Fahrbahnmarkierungen, Hindernisse und vieles mehr. Und wie werden diese Trainingsdaten verarbeitet? Von Menschen, die Aspekte unzähliger Bilder sorgfältig auswählen und so sortieren, wie es ein Computer verstehen kann. Pixel für Pixel, Klick für Klick.

Ein aktueller BBC-Bericht hebt hervor, wer genau diese Art von lebenswichtiger Schufterei leistet. Wie zu erwarten war, findet sie weit weg vom Silicon Valley statt. In Kibera, Ost-Nairobi, Afrikas größtem Slum, sitzen über 1.000 Arbeiter zwölf Stunden und mehr pro Tag vor ihren Bildschirme und identifizierten sorgfältig alle verschiedenen Aspekte der Umwelt, die die Smart Cars erkennen sollen.

Dies sind die Arbeiter der Firma Samasource, einem in San Francisco ansässigen Unternehmen, zu dessen Kunden einige der größten Namen der Technik gehören: unter anderem Google, Microsoft, Salesforce und Yahoo. Während sich die Arbeiter von Samasource bemühen, uns modernste selbstfahrende Autos zu bringen, ist genau das eine Technologie, deren Vorteile eben diese Arbeiter, von denen 75 Prozent aus dem Slum selbst stammen, nie erfahren werden. Kibera selbst hat viel grundlegendere Probleme zu lösen, darunter einen Mangel an sauberem Wasser.

Zwei Seiten der Geschichte

Es ist eine weit verbreitete, aber selten anerkannte Tatsache, dass viele der hochwertigen technologischen Geräte erst durch sehr ausbeuterische Arbeitsbedingungen im globalen Süden möglich werden, und das nicht nur bei der Gewinnung der Materialien. Die Menschen schuften in erbärmlichen, ausbeuterischen Bedingungen, um zum Beispiel die Komponenten unserer Smartphones herzustellen. Oder die Moderatoren von Facebook auf den Philippinen, die die grausamsten Bilder filtern, die Benutzer versuchen, auf sozialen Medien zu posten. Eine große Anzahl von verzweifelten Arbeitnehmern in Ländern, in denen die Löhne im Vergleich zu dem, was westliche Arbeitnehmer verlangen würden, lächerlich gering ausfallen, ist für multinationale Technologieunternehmen ziemlich attraktiv.

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Smart Cars lernen von Informationen, die auf intensiver menschlicher Arbeit basieren. / © AndroidPIT

Im Falle von Samasource gestanden die Arbeiter der BBC gegenüber, dass die Arbeit hart, repetitiv und langweilig ist und dass sie unter ständigem Druck von Managern stehen, schneller, schneller und immer schneller zu arbeiten, um die Unternehmensziele zu erreichen. Auch die ergonomischen Bedingungen waren schlecht, mit beengten Verhältnissen und schlechter Ausstattung, die Rücken und Augen stark belasten. Seien wir ehrlich, Samasource wäre nicht hier, wenn es bedeuten würde, dass es nicht mit "schlechteren" Arbeitsbedingungen davonkommen könnte, als in San Francisco, wo sein Hauptsitz liegt.

Auf der anderen Seite verdienen die Datenverarbeiter von Samasource 9 Dollar pro Tag - im Grunde genommen nichts für viele von uns, aber im Vergleich zu den durchschnittlich 2 Dollar pro Tag für die Region eine ganze Menge. Für viele Arbeitnehmer kann diese Erfahrung im Technologiesektor der erste Schritt auf einem Weg sein, der aus den Slums herausführt, zu höherer Bildung oder besser bezahlter Arbeit. Samasource ist ein großer Arbeitgeber für Frauen, mit einem Anteil von über 50 Prozent Frauen, mit zusätzlichen Einrichtungen für berufstätige Mütter.

Wie sieht die smarte Zukunft aus?

Es mag schwer sein, darüber zu sprechen, aber selbst wenn 9 Dollar im Vergleich zu 2 Dollar gut aussehen, die vergleichsweise verbesserten Bedingungen in einem verarmten Land zu betrachten und zu sagen, dass es für sie "gut genug" ist, bedeutet, die Idee einer Menschenwürde aufzugeben, die nicht vollständig der Gnade des Marktes ausgeliefert ist. Als Verbraucher und Kommentator der Technologie bin ich nicht bereit, das zu akzeptieren, ganz zu schweigen von historischen Faktoren: Die erzwungene Vermögensgewinnung, der Länder wie Kenia durch die Kolonialmächte ausgesetzt waren, macht sie heute zu einem solchen Ziel für Outsourcing.

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Sollte die Technologie ausschließlich aus dem Gewinnstreben heraus entwickelt werden? / © AndroidPIT

Man könnte argumentieren, dass es nicht Samasources Aufgabe ist, Kiberas Probleme zu lösen. Da Outsourcing von schlechten Bedingungen im Zielgebiet abhängt, um verzweifelte Arbeiter anzuziehen, ist es direkt gegen ihre Interessen, dies zu tun. Aber die Unternehmen könnten gezwungen werden, fairer zu sein, entweder durch Konsequenzen der Verbraucher oder durch demokratischen Druck auf unsere Regierungen, sie zu regulieren. Die jüngsten Machtkämpfe zwischen großen Technologie- und Regierungsbehörden haben bereits zu Regulierungsaktivitäten auf der Grundlage von Kartellrecht und Datenschutz geführt. Arbeitspraktiken und humanitäre Anliegen sollten ebenfalls auf der Tagesordnung stehen.

Während sich unsere Technologie weiterentwickelt und uns wundersame Geräte in die Hände legt, hinkt unsere moralische und ethische Entwicklung weiterhin hinterher. Alles, was nicht attraktiv als Wohlfühl-Lebensstil genutzt werden kann, wird aus den Augen verloren.

Aber den Wert unserer Technologie zu schätzen bedeutet auch, die Arbeit - und die Arbeiter - zu schätzen, die sie möglich machen. Eine Zukunft, in der Amerikaner und Europäer von intelligenten Autos chauffiert werden, die von Arbeitern geschult wurden, die schmutziges Wasser trinken, ist keine, die es wert ist zu feiern. Selbst die leidenschaftlichsten Geeks sollten dies anerkennen. Das ist kein Problem, das nur für Künstliche Intelligenz oder fahrerlose Autos gilt. Technologie wird zu einem immer wichtigeren Sektor der Weltwirtschaft. Technologie-Fans und Verbraucher sollten die Unternehmen unter Druck setzen, ethischere Geschäftsmodelle zu entwickeln und nicht die Ungleichheiten der Industriesysteme der Vergangenheit gedankenlos zu reproduzieren.

Wie reagiert Ihr als Konsument auf diese Praktiken?
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Was haltet Ihr von großen Technologieunternehmen, die Outsourcing in diesem Rahmen einsetzen? Sollte es gerechter zugehen oder ist alles in Ordnung?

Quelle: BBC

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Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 4 Wochen

    Der "witzige" Punkt ist an sich ja, das in der Umfrage fast jeder zweite angeblich manche Firmen deshalb boykottiert bzw. nichts mehr davon kauft. Gerade in Bezug auf Smartphones hingegen wird auf der anderen Seite einheitlich verlangt, dass Smartphones gefälligst immer billiger werden sollen und Geräte wie das Pocophone, die unter Garantie nicht "fair" hergestellt wurden, in den Himmel gelobt werden...

    Ich sage nicht, dass Smartphones jetzt automatisch toll und fair produziert werden, wenn sie teurer sind oder die Geräte teurer werden müssen, trotzdem ist das mMn interessant ^^

    Und auch bei Autos und natürlich außerhalb der Tech-Branche wird doch eher nach günstigeren Preisen verlangt. An den Hintergrund denkt da leider kaum jemand. Hauptsache billig.

  • Klaus Trofob vor 4 Wochen

    Ach das ist doch bigott!
    Regelmäßig werden hier die chinesischen Billigkracher in den Himmel gelobt. Geräte die nahezu gleichwertig sind, aber zu Endkundenpreisen noch unter den Einzelteilpreisen der etablierten auf den Markt kommen. Tatsächliche Alternativen finden nur am Rande statt. Aber bei den Autos fällt einem plötzlich auf, dass da moderne Sklaverei im Spiel ist.

33 Kommentare

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  • Ob es jetzt besser ist einen solchen Hersteller zu boykottieren sei mal dahin gestellt. Dann gehen diese Arbeitsplätze welche immerhin daß 4,5 fache des mittleren Einkommmens in dem Land bedeuten halt wieder verloren. Ich denke auch nicht, daß es besser ist dann das nochmal 12fache (9 Dollar pro Stunde) zu zahlen. Das stellt doch die ganze Wirtschaft vor Ort auf den Kopf denn kein anderer dort kann so viel zahlen. Die Verbesserung der Lebensbedingungen geht doch nicht von heute auf morgen. Es müssen Konkurrenten von Samasource dazu kommen damit ein Wettbewerb entsteht und noch mehr Arbeitsplätze. Wenn die Arbeiter dann mehr Geld haben bekommen auch die lokalen Bauern mehr usw. Mit dem Wohlstand steigt auch die Bildung und die Arbeit wird hochwertiger und die Bedingungen besser. So wie es auch in China läuft. Das erste Samenkorn ist jetzt gesät. Aber wenn ihr lieber von Unternehmen kaufen wollt die nur in reichen Ländern arbeiten lassen bleiben die Menschen in Kibera halt weiter arm. Natürlich profitiert auch Samacore davon und die Käufer über niedrige Preise. Die werden aber mit der Zeit steigen wenn der allgemeine Wohlstand steigt und das der allgemeine Wohlstand in der Welt steigt is Fakt.

    Idealerweise sollte sich Samacore dann noch für sauberes Trinkwasser für alle und den Bau besserer Häuser engagieren.


  • Hat immer noch niemand bemerkt, unser Wirtschaftssystem beruht auf Ausbeutung.

    Ausbeutung von Recouren, Natur, Mensch und Tier. Merkt es wirklich niemand?

    Ich will, ich will, ich will.
    Jedes Jahr ein neues Handy,
    allen möglichen Technikkram,
    ständig neue Klamotten,
    für lau in der Welt herumfliegen,
    alles kostenfrei (monitär) ins Maul geschaufelt,
    Mitmenschen drangsalieren weil man was will oder wo anders billiger ist?

    Ist der Mensch so dumm weil er nichts mehr merkt,
    oder zu dumm um entsprechend zu handeln.
    Egal wie, dumm halt.

    Und falls jetzt jemand meckert, alle und alles doch nicht über einen Kamm scheren.
    Erst mal das eigene Konsumverhalten analysieren.

    P. S.:
    Ich bin nicht frei von diesen Dingen hab aber wohl doch einen gehörigen Abstand zum sinnlosen Massenkonsum.


  • Uta vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich weiß nicht so recht was ich von diesem Artikel halten soll. Dieses Thema kann man dann auf die Kleidungsproduktion oder die Herstellung anderer Geräte runterbrechen.


  • „ Fair Trade“ Kaffee ist auch so ein Ulk. Da wird versprochen das Kaffee bei bester Bezahlung der Mitarbeiter angebaut wird.


  • Es ist in der Tat keine leichte Arbeit. 9$ pro Tag ist krass wenig . Die verkaufen es aber als würden wir /sie dadurch Wohlstand nach Afrika bringen. Das Angebot war sehr attraktiv. Wir werden es aber ablehnen.

    Wir machen es in-house, zwar auch nicht in EU aber zahlen 8$/Std für den selben Job.
    Viele Firmen holen sich Studenten um 8-10€/Std. Samasource ist aber günstiger, schneller und einfacher.


  • Abgestimmt für "Ich fühle mich unwohl dabei, ziehe aber keine Konsequenzen."

    Aber auch nur für die Zeit, in der ich mal wieder davon höre.
    Was zum Henker soll man machen? Es erfährt auch kein Mensch davon, wie Farmer in Industrieländern durch schmutzige Praktiken in die moderne Sklaverei gezwungen werden. Ganz ehrlich- kann man dieses Strukturproblem angehen ohne dabei zwei wesentliche Faktoren wie gesellschaftliche Probleme und Psyche zu diskutieren?
    Ein Artikel wie dieser qualifiziert sich in meinen Augen nicht einmal als kratzen an der Oberfläche.


  • Bin überrascht, dass diese Art Analysen noch immer Menschen machen müssen...

    Wo ist Deep Learning, Cloud Computing, Nvidias KI Computing und Co???

    Wenn die modernsten Rechenzentren nicht mal die Auswertungen von Bildern schaffen, dann brauchen wir nicht von KI Fortschritt und Autonomie beim Fahren zu träumen...

    Ansonsten finde ich die Arbeitsbedingungen sehr schlimm, aber dies wird bald überall in dieser Welt so sein 😵😳

    Die Regierung der Welt sind da maßgeblich beteiligt und helfen seit Jahrzehnten den Kapitalisten, anstatt für Gleichberechtigung zu sorgen! 😡😤


    • Sie müssen zuerst verstehen wie deep learning funktioniert. Es braucht Daten. Hochwertige, genaue, vorbereitete Daten. Die bounding Box beim Bild /Objekt soll möglichst genau sein.
      Um dem KI beizubringen wie ein Auto aussieht, muss man ja es vorher irgendwie selber erklären? Das sind dann die Millionen von Bildern die von Hand markiert werden müssen.


      • Sorry, aber das hat für mich nicht die Bohne was mit Intelligenz oder learning zu tun, schon gar nicht deep. Das ist eher antrainieren von Reflexen. Ein kleines Kind braucht vielleicht ein oder zwei Dutzend mal ein Auto sehen und dann erkennt es das treffsicher. Einer Software, der ich Millionen auch noch aufbereiteter Bilder zeigen muss ist einfach nur dumm und genau das Gegenteil von intelligent.


      • Aber genau das ist es, was das häufig als "KI" bezeichnete maschinelle Lernen ist. Die Technik kommt nicht einfach so auf irgendwelche Ideen - es muss ihr beigebracht werden. Nur geschieht dies nicht anhand von "ich programmiere rein, wie genau / woran man beispielsweise Straßen und Bäumen erkennt", sondern man hat ein "lernfähiges" System und zeigt diesem Bilder und sagt "das hier ist ein Baum" und "hier ist die Straße", und das System "erlernt" dann woran man diese erkennt. Und damit das System dieses Erkennen halbwegs zuverlässig erlernt muss man ihm viele viele Beispielbilder zeigen und ihm sagen, was darauf wo zu sehen ist.

        Hat das System genug gelernt kann man ihm ein Bild zeigen und es stellt eine hinreichend genaue Vermutung auf, wo sich darauf Straßen und Bäume befinden :)

        Und mit diesem "keiner weiss was die Technik da macht", von dem manchmal in Newsartikeln Rede ist und bei dem Hinz und Kunz dann was von sich verselbständigender ausser Kontrolle geratener Technik mit dem schon bald durch die Gegend stapfenden Terminator halluzinieren, ist dass es sich die Erkennungskriterien anhand der Beispiele selbst erschlossen hat und diese so komplex und auch abstrahiert sind (z.B. Gewichtungen in einem neuronalen Netz), dass sie nicht im einzelnen nachvollzogen und beurteilt (und somit auch nicht gezielt manuell entworfen/geändert/angepasst) werden können. Sprich keiner kann sagen "Ja also weil das Bild so aussah wurden diese tausenden von Verbindungen so gefeuert, was sinnvoll war weil dann... <tausende Schritte später> und am Ende wurde geschlossen dass es sich zu 89% um einen Baum handelt. Wenn wir diese 3 Verbindungen soundso anders gewichten, wäre das besser weil dann 92% herausgekommen wären, ohne dass die Fehlerrate dabei gelitten hätte."


    • Vorsicht mit der KI.

      Diese würde das Übel wohl bei der Wurzel packen.

      Die Welt geht nicht unter, nur weil kein Mensch mehr da ist.


  • Tim vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Der "witzige" Punkt ist an sich ja, das in der Umfrage fast jeder zweite angeblich manche Firmen deshalb boykottiert bzw. nichts mehr davon kauft. Gerade in Bezug auf Smartphones hingegen wird auf der anderen Seite einheitlich verlangt, dass Smartphones gefälligst immer billiger werden sollen und Geräte wie das Pocophone, die unter Garantie nicht "fair" hergestellt wurden, in den Himmel gelobt werden...

    Ich sage nicht, dass Smartphones jetzt automatisch toll und fair produziert werden, wenn sie teurer sind oder die Geräte teurer werden müssen, trotzdem ist das mMn interessant ^^

    Und auch bei Autos und natürlich außerhalb der Tech-Branche wird doch eher nach günstigeren Preisen verlangt. An den Hintergrund denkt da leider kaum jemand. Hauptsache billig.


    • Also ich habe mir persönlich das Shiftphone vorbestellet, muss aber leider noch bis zum 2 Quartal 2019 warten. Die Firma unterstütze ich und das beste ist der Akku ist sogar wechselbar!!! Natürlich sieht es nicht so edel aus, dann kommt halt eine Hülle drauf.


      • Das Shift ist auch mit bei mir auf der Kandidaten Liste.
        Ich sehe allerdings ein Problem in den leider noch viel zu geringen Verkaufszahlen.
        Fairphone hat bspw. den Support und die Versorgung mit Ersatzteilen beim 1er bereits nach 4 Jahren eingestellt, weil es aufgrund der geringen Stückzahlen schlicht nicht mehr kostendeckend möglich war.
        Für das Shift 5 (2015) wird im Shop bspw auch keine Ersatzdisplayeinheit angeboten.
        Da stellt sich die Frage, ob es nicht nachhaltiger und fairer wäre, ein gebrauchtes iPhone zu kaufen und noch 4 Jahre bis Supportende zu nutzen. (allerdings kämen dann shift und fairphone nie auf ausreichende Stückzahlen)


      • Woher kennst du die Verkaufszahlen?


      • hxxps://www.sueddeutsche.de/digital/fairphone-und-shift-warum-es-so-schwierig-ist-ein-faires-handy-zu-bauen-1.4099828-2


    • Sophia Neun
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Danke Tim, genau das habe ich mir auch gedacht, als ich die Zahlen der Umfrage gesehen habe. :D

      Ich boykottiere zwar einige Firmen, allerdings kaufe ich dann wieder von anderen Unternehmen, bei denen ich einfach nur ein schlechtes gewissen habe. Wenn man danach geht, kann man nämlich fast gar nichts mehr konsumieren. Es fängt bei unserer Kleidung an, über die Nahrung, über Wasser bis hin zu Technik.

      Tim


  • Sollte Technologie ausschließlich aus Gewinnstreben heraus entwickelt werden?
    Die Frage ist irgendwie weltfremd - meint ihr nicht?


  • Wir lassen Kinder verhungern, das finde ich noch schlimmer als diese Ausbeutung.
    Irgendwie kriegen wir es nicht hin, solche Probleme zu lösen.

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