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6 Min Lesezeit 8 Kommentare

iTunes & Android: So synchronisiert Ihr Eure Musik-Sammlung

Update: Das ist die einfachste Methode

Es gibt viele Möglichkeiten die geliebte digitale Musiksammlung, bei einem Wechsel von iPhone zum Android-Smartphone und auch andersherum, einfach von der einen zur anderen Plattform zu transferieren. In diesem Artikel zeigen wir Euch drei einfache Methoden, die den Umzug der Audiodaten einfach halten.

Zu den Methoden:

Einfach die Tracks herunterladen und dann kopieren

Anders als viele andere Anbieter verzichtet Apple in iTunes auf einen Kopierschutz. Falls Euer Computer also für Downloads autorisiert ist, dürft Ihr Songs herunterladen. Anschließend könnt Ihr die Dateien einfach aufs Handy kopieren und damit abspielen – auch ohne Internetverbindung oder Apple-Konto.

itunes auth computer
Authorisiert den Computer in iTunes. / © AndroidPIT

Ihr dürft nur maximal fünf Geräte für iTunes autorisieren. Die Autorisierung lässt sich auf den jeweiligen Geräten wieder aufheben. Die komplette Regelung dazu könnt Ihr bei Apple selbst nachschlagen. Falls Ihr akut eine Autorisierung braucht, aber keine mehr verfügbar habt, könnt Ihr auch alle Geräte in einem Aufwasch deautorisieren.

Einmal autorisiert, ist der Downlaod-Button einsatzbereit. Er befindet sich als Wolken-Icon mit Pfeil neben den Tracks oder als Eintrag im Menü neben den Alben.

itunes download button
Es gibt zwei Download-Buttons; einmal als Icon, einmal als Menü-Eintrag. / © AndroidPIT

Der Download-Fortschritt wird Euch dann sowohl direkt neben den Titeln als auch in einem Menü angezeigt, das sich neben dem Suchfeld oben rechts in iTunes aufklappen lässt.

itunes downloads list
Ladet die Tracks in Ruhe herunter. Sie befinden sich dann im Musik-Verzeichnis. / © AndroidPIT

Die Tracks landen dann wenig überraschend in dem Musik-Ordner, der sich bei Windows-Computern in den Eigenen Dateien oder beim Benutzer befindet. Im Unterordner iTunes\iTunes Media\Music findet Ihr die Interpreten, gefolgt von den Alben, gefolgt von den Tracks. Jene liegen als fertig getaggte M4A-Datei vor und lassen sich mit allen Playern abspielen – auch in Android. Schließt Euer Smartphone an und legt die Ordner der Bequemlichkeit halber nebeneinander. Das sieht dann so aus:

itunes windows transfer files
Vor dem Kopieren der iTunes-Tracks aufs Android-Handy warnt Windows. / © AndroidPIT

Windows behauptet, Euer Handy könne die Tracks nicht abspielen und fragt Möchten Sie ... vor dem Kopieren auf das Gerät konvertieren? Drückt Nein, nur kopieren, denn Windows hat keine Ahnung, was Euer Android wirklich drauf hat. Die Tracks lassen sich sehr wohl abspielen. Der Beweis mit dem HTC One M9:

itunes copy success proof play m4a
Die M4As werden perfekt abgespielt. / © AndroidPIT

Welches Verzeichnis Ihr auf Eurem Smartphone für die Tracks verwendet, ist egal. Die meisten Musik-Apps durchforsten ohnehin den kompletten öffnetlichen Speicher nach Musikdateien. Das oft schon vorhandene Music-Verzeichnis bietet sich jedoch für den Einsatz an.

Synchronisierungs-Apps

iTunes und Android: Synchronisieren mit doubleTwist

Mit dem kostenlosen Windows-Programm und der dazugehörigen Android-App doubleTwist könnt Ihr Eure iTunes-Mediathek kinderleicht mit Android synchronisieren. Ladet Euch zuerst von der doubleTwist-Homepage das Programm für Euren PC herunter und installiert es. Schnappt Euch anschließend Euer Android-Smartphone und ladet die App doubleTwist aus dem Google Play Store herunter.

doubleTwist für Android ist kostenlos, via In-App-Kauf in Höhe von 8,99 Euro lassen sich noch folgende Pro-Features freischalten, die für die Synchronisation zwischen iTunes und Android aber nicht zwingend notwendig sind:

  • AirSync zum Synchronisieren Eurer Musik via WLAN
  • AirPlay zum Streamen auf Apple TV. AirTwist zum Streamen zu Sonos, Xbox oder PS3 oder WLAN-Lautsprecher
  • Podcast-Funktionalität
  • Fehlende Albumcover werden automatisch heruntergeladen
  • Equalizer für Klangeinstellungen

Startet nun doubleTwist auf Eurem Computer. Ihr habt die Wahl, ob Ihr Euer Android-Smartphone via USB oder via AirSync mit iTunes synchronisieren lassen wollt. Ich empfehle die USB-Methode. Die ist nicht nur in der kostenlosen Variante von doubleTwist enthalten, sondern es geht auch deutlich schneller als über WLAN.

double twist sync
doubleTwist: Es empfiehlt sich die Synchronisation via USB-Kabel. / © AndroidPIT

Bevor Ihr aber auf den großen Sync Now-Button klicken könnt, solltet Ihr zuerst im Systemtray von Windows mit der rechten Maustaste auf das doubleTwist-Icon klicken und Preferences -> Use iTunes library auswählen, damit doubleTwist auf Eure iTunes-Mediathek zugreift.

Klickt Ihr jetzt auf Sync Now, wird Eure gesamte iTunes-Musiksammlung inklusive aller Wiedergabelisten auf Euer Android-Smartphone kopiert. Sollte Eure Sammlung größer sein als der Speicher Eures Smartphones, ist das aber nicht unbedingt die beste Lösung. Sinnvoller ist es da, eine Wiedergabeliste in iTunes zu erstellen, die Ihr zum Beispiel “Android" nennt und die nur die Musik enthält, die Ihr auch wirklich kopieren wollt. Wenn Ihr die Liste erstellt habt, wechselt in doubleTwist einfach zum Tab Music und wählt unter Playlists Eure zuvor erstellte Android-Wiedergabeliste aus.

Wenn die Synchronisation abgeschlossen ist, könnt Ihr Eure iTunes-Musik fortan mit dem doubleTwist Player für Android abspielen und darauf zugreifen. Aber auch in anderen Musikplayern steht sie zur Verfügung, sollte Euch doubleTwist als Medienspieler nicht gefallen.

doubletwist android app screenshot
Eure iTunes-Musiksammlung in der doubleTwist-App auf Eurem Android-Smartphone. / © AndroidPIT

iTunes und Android: Synchronisieren mit iSyncr

iSyncr erlaubt Euch, Eure Musiksammlung von iTunes mit Eurem Android-Smartphone zu synchronisieren. Zunächst ladet Ihr iSyncr auf Euer Smartphone. Entscheidet Euch am Besten zunächst für die Testversion, die zwar zeitlich und und funktional eingeschränkt ist, mit dieser könnt Ihr aber ausprobieren, ob iSyncr für Euch infrage kommt.

Danach ladet Ihr zunächst auf Eurem PC oder Mac das Desktop-Programm von iSyncr herunter und installiert es. Jetzt könnt Ihr auf Eurem Smartphone den Sync starten – das funktioniert wahlweise über WLAN oder über eine USB-Verbindung. Ihr könnt auswählen, welche Playlists auf Eurem Smartphone erscheinen sollen. iSyncr überträgt auch Alben-Cover.

AndroidPIT isyncr
iSyncr / © Screenshots: AndroidPIT

iTunes und Android: Synchronisieren mit Sync iTunes to Android

Ganz ähnlich wie iSyncr funktioniert die App Sync iTunes to Android. Auch hier benötigt Ihr einen Desktop-Client, der die Android-App mit den Songs von iTunes versorgt. Die Vorgehensweise ist hier beinahe identisch wie bei iSyncr. Beide Apps können übrigens keine kopiergeschützten iTunes-Dateien übertragen. Das ist wohl bei Musik kaum mehr ein Problem, bei Filmen dafür umso mehr: Hier verwendet Apple nach wie vor DRM-Maßnahmen, sodass diese Inhalte nicht auf Eurem Android-Smartphone oder Tablet landen können.

AndroidPIT sync itunes toandroid
Sync Android to iTunes / © Screenshots: AndroidPIT

iTunes und Android: Synchronisieren mit Google Play Music

Wenn Ihr Eure Musiksammlung nicht auf den Smartphone-Speicher ablegen wollt und kein Problem damit habt, sie stattdessen zu streamen, ist Google Play Music noch eine sehr gute Alternative. Googles Musikdienst bietet Euch kostenlosen Speicherplatz für bis zu 50.000 Titel.

Ladet Euch am Computer zuerst den Music Manager von Google herunter und installiert ihn anschließend. Dazu müsst Ihr Eure Kreditkarten-Informationen angeben, um Euren Standort zu identifizieren. Das ist nötig, weil die Musikrechte je nach Standort variieren. Startet den Music Manager nach erfolgreicher Installation und meldet Euch mit Euren Google-Zugangsdaten an.

androidpit google play music sony xperia z3 compact
Mit dem Music Manager von Google speichert Ihr Eure Musik kostenlos in der Cloud und ruft sie unterwegs ab. / © AndroidPIT

Nachdem Ihr Euch angemeldet habt, fragt der Music Manager, was Ihr tun wollt. Wählt Musik hochladen aus und klickt auf Weiter. Im nächsten Schritt müsst Ihr auswählen, wo Eure Musik gespeichert ist. Da Ihr iTunes verwendet, wählt iTunes aus.

iTunes wird nun kurz gescannt und im nächsten Schritt wählt Ihr noch Alle Titel und Playlists hochladen aus und klickt ein letztes Mal auf Weiter. Der erste Upload kann je nach Größe und Umfang Eurer Musiksammlung mehrere Stunden dauern, anschließend habt Ihr über die Android-App von Google Play Music und im Web Zugriff auf Eure Musiksammlung.


Dieser Artikel wurde zuletzt am 31.12.2017 überarbeitet.

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8 Kommentare

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  • Ich verwalte schon immer meine Musiksammlung mit MediaMonkey und halte meine Title im MP3-Format. Die Titel die auf mein iPhone sollten habe ich darin in Playlisten gesammelt. Diese Titel der Playlisten waren mit wenigen Klicks in ein separates Verzeichnis und ins WMA-Format konvertiert - und auch die Dateinamen wurden dabei wunschgemäß aus den ID3-Tags erzeugt. Die wma-Dateien dann auf iTunes gezogen, und iTunes konvertiert diese gezwungenermaßen ins AAC-Format. Dadurch wurden etwaige Fehler in den MP3-Dateien eliminiert die das iPhone zum Verrückspielen brachten.
    Für Android genügt es, MediaMonkey den Transfer auf den Gerätespeicher oder die SD-Karte vornehmen zu lassen. Das hätte MediaMonkey zwar auch direkt mit dem iPhone gekonnt, aber dann hätte die Apple-eigene Korrektur nicht gegriffen.
    Unter Android verwende ich dann MediaMonkey für Android, mit diesem Player kann ich unterwegs fehlende Albumcovers und Lyrics aus dem Web ziehen und in der Datei ergänzen lassen. Wieder zu Hause kann MediaMonkey dann die ergänzten Dateien zurück in die Musiksammlung auf dem PC synchronisieren.
    MediaMonkey auf dem PC kann CDs rippen, Lyrics aus dem Netz ziehen, Albumcovers und Release-Daten aus dem Netz suchen und ergänzen, Dateinamen anhand der ID3-Tags neu erstellen, Dateien in allerlei Formate konvertieren, Ordner auf neu hinzugekommene Titel überwachen und diese automatisch der Sammlung hinzufügen und vieles mehr.
    Auch nach einem Löschvorgang wiederhergestelle Musikdateien die dann nur noch generische Dateienamen haben (File0001.mp3 etc.) kann MediaMonkey durch die enthaltenen Metadaten wieder sinnvoll benennen.
    Ich nutze MediaMonkey seit mehr als 10 Jahren und kann mir keine bessere Software zum Verwalten der Musiksammlung vorstellen.


  • Benny vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Hallo Eric, wurde in eurer Redaktion schon Tidal ausgiebig getestet? Wenn ja, kommt die Qualität an Vinyl Schallplatten heran? An die Oberfläche von Apple Musik hab ich mich gewöhnt, schon komfortabel, leider ist das Klangbild schlecht, meine Kombi aus NAD, Dynaudio und neutraler Umgebung hat viel mehr Reserven, mein Gehör glücklicherweise auch. Bedanke mich vorab für eine Antwort/Bericht? und e i n g u t e s Jahr
    zwanzigachtzehn.


    • U Mü vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Ich nutze Tidal HiFi Abo, höre auch Audiophil. Tidal ist der bestauflösende Musikanbieter mit FLAC Dateien, MQA usw. Tidal klingt ebenbürtig oder besser zu CDs. Für mich gibt es nichts anderes mehr. Sporifi und Co kommen da hörbar nicht ran.


  • Bevor ihr das erste Mal auf syncronisieren drückt, könnt ihr auf dem Smartphone im Double Twist App in den Einstellungen als Speicherort die externe Speicherkarte wählen. Je nach Karte passt so die ganze Musiksammlung auf das Telefon.
    Das App ist wirklich empfehlenswert und wird auch gepflegt. Ich benutze es seit Jahren.


    • Werden über die Doubletwist App auch "softfacts" wie zB die Sternebewertung, letztes Anspieldatum oder Counter mitgeführt und aktualisiert?


  • Benötige beides nicht. Einfach meine Sammlung von der HDD auf MicroSD Karte und gut ist, IOS würde mir deshalb schon nicht ins Haus kommen.


  • gibt es auch einfacher: hochladen in die Dropbox und runterladen mit Cloudbeats App spielt auch offline, die App gibt es für Android und IOS - mit Dropbox kannst du auch schon ganze Ordner runterladen

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