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3 Min Lesezeit 71 Kommentare

iOS First: Denkt denn keiner an Android?

Android ist das am meisten genutzte mobile Betriebssystem der Welt, trotzdem wird iOS von Entwicklern immer noch bevorzugt behandelt. Das muss sich ganz schnell ändern!

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iOS vs Android 4
iOS ist bei vielen Entwicklern leider immer noch deutlich beliebter als Android. / © ANDROIDPIT

Ich bin in mehreren Welten zu Hause und nutze neben Android auch noch iOS, Windows, Chrome OS und vieles mehr. Android ist für mich aber die erste Wahl, wenn es um ein mobiles OS geht. Wenn ich mir jedoch Apps anschaue und mit ihren iOS-Pendants vergleiche, kommt oftmals der Frust hoch. Hier zum besseren Verständnis ein paar Beispiele von vielen:

Layout from Instagram

Die Instagram-Macher haben eine ziemlich coole App für iOS veröffentlicht, mit der sich im Handumdrehen wunderschöne Fotokollagen erstellen lassen. Die App gefällt mir sehr gut, doch leider gibt es sie erst mal nur für iOS. Android soll laut Instagram erst in den nächsten Monaten kommen. Gründe hierfür werden nicht genannt, aber das spielt für mich auch keine Rolle, denn wir schreiben das Jahr 2015 und da sollte es vor allem für einen bekannten Entwickler wie Instagram doch möglich sein, das größte Mobile-OS von Anfang an zu unterstützen und nicht stiefmütterlich zu behandeln.

Twitter

Microblogging-Dienst Twitter hat vor ein paar Tagen ein neues Feature erhalten, nämlich Quote Tweets. Das sind quasi Retweets, die Ihr mit einem Kommentar versehen könnt. Das Feature ist bereits in der iOS-Version live, die Android-Version von Twitter soll erst irgendwann später folgen. Aber zumindest ansehen kann man Quote Tweets schon, welch kleiner Trost.

Na gut, den offiziellen Twitter-Client nutze ich unter Android eh nicht, da er ein absoluter Design-Alptraum ist und zu wenig Features hat. Ich greife lieber auf Alternativen wie Falcon Pro, Fenix oder Talon zurück und hier wurden schon die ersten Updates angekündigt, die Quote Tweets unterstützen. Dritt-Entwickler sind also nicht nur schneller als Twitter selbst, auch sehen die Clients um Längen besser aus und können auch mehr. Das sollte Twitter peinlich sein.

IMDb

Als großer Filmfan bin ich natürlich auch sehr aktiv bei IMDb, der internationalen Filmdatenbank. Eine iOS-App gab es quasi schon von Anfang an. Android folgte erst deutlich später, aber auch wenn sich seit Beginn viel getan hat, fehlt der Android-App doch ein für mich sehr wichtiges Feature: Man kann die Sprache von Filmtiteln nicht ändern. Da ich Filme immer im Original schaue, kann ich mit den deutschen Titeln nur wenig anfangen. Die iOS-App (und auch die Webversion der IMDb) bietet hier eine praktische Option, bei Android fehlt sie aber bis heute und das ärgert nicht nur mich, sondern auch viele andere IMDb-Fans. Geändert hat sich aber nichts und ich müsste die globale Systemsprache meines Nexus 6 ändern, um englische Titel zu erhalten. Das kann aber kaum Sinn der Sache sein.

Nexus6 vs iPhone6 plus 7
iOS First: Kann damit nicht endlich Schluss sein? / © ANDROIDPIT

Fazit

Diese drei Beispiele zeigen gut, wie viel Nachholbedarf es noch für App-Entwickler gibt, da die Android-Versionen bekannter Apps oft lieblos umgesetzt werden und teilweise erst deutlich später wichtige Feature-Updates erhalten. Als Android noch nicht so weit verbreitet war, konnte ich noch ein Auge zudrücken, inzwischen will ich das aber nicht mehr, stattdessen sollten Apps plattformübergreifend gleich behandelt werden, ohne irgendein System zu bevorzugen. Bis dahin dürfte es aber leider noch ein weiter Weg sein.

Top-Kommentare der Community

  • vetal 08.04.2015

    es liegt zum einen daran dass für eine Android APP wegen Fragmentierung deutlich mehr von den Entwickler getan werden muss als für eine ios- APP. zum zweiten geben iPhone Nutzer viel mehr Geld aus für apps. Android Nutzer möchten am liebsten alles super und kostenlos haben. Geiz ist nicht geil. wir, Androidnutzer, sollen endlich begreifen, dass die Appentwickler Geld brauchen und sollen endlich bereits sein genauso viel zu zahlen wie iPhone Nutzer. Wenn die Entwickler das merken, werden die Apps genau so gut sein wie für IOS.

  • DiDaDo 08.04.2015

    Wir entwickeln auf Arbeit grad ne App, die Android-First ist :D

  • Ulrich B. 08.04.2015

    Das soll jetzt also wirklich heissen, Android-Nutzer sollen fett zahlen für lieblos zusammengeklatschte Apps (wenn sie denn überhaupt existieren) in der vagen Hoffnung, dass die Apps irgendwann mal vernünftig programmiert werden?
    Ganz eindeutig: NÖ!
    Und die Fragmentierung... Na ja, die Entwickler könnten die Apps zumindest erstmal für die aktuellsten 2 - 3 Android-Versionen bauen. Damit wäre viel erreicht.
    Und... soweit ich weiss (bin kein App-Entwickler) werden doch heutzutage viele Folgen der Fragmentierung durch die Google Play Services eingeebnet...

71 Kommentare

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  • Dafür sind die App-Preise bei Android - noch - meist einen ganzen Tacken günstiger...


  • Früher konnte man argumentieren, bei iOS muss man nur für wenige Geräte programmieren. Das stimmt nur noch zum Teil. Inzwischen hat Apple auch viele Geräte mit unterschiedlicher Größe und Auflösung. Ipad, Iphone Ipad Mini, Iphone Plus, dazu diverse iOS-Versionen. Gerade die neueren laufen nicht gut auf alten Geräten.. Trotzdem bei Android gibt es halt noch größere Vielfalt an Geräten und daher auch mehr Probleme und mehr Arbeit beim Support...


  • Vielleicht, weil bei Apple, die Möglichkeit, gecrackte Apps zu installieren, viel geringer ist, als bei Android? (Ist auch richtig so)


  • Mit instagram und Twitter konnte ich eh noch nie was anfangen aber ich sehe die Grundproblematik. Bin mir trotzdem sicher dass sich die qualitativen Unterschiede weiter angleichen werden. Wisst ihr noch wie krass die Unterschiede 2011 waren


  •   23

    Die Entwicklung einer (guten) android App kostet viel mehr Zeit. Es müssen viel mehr Auflösungen, Seitenverhältnisse und Performance Unterschiede berücksichtigt werden. Bei iOS hat man dies nicht. Es werden einfach zu schwache iPhones ausgegrenzt und man weiß das es mit denen darüber funktioniert. Zudem gibt es nur 2 Seitenverhältnisse wovon das eine gerade stirbt. Und auch die Auflösung ist einfacher gestalten, diese kann direkt in Xcode betrachtet werden. Diese Punkte vereinfachen das programmieren für iOS ungemein. Wer sich dann schon mal mit Swift beschäftigt hat, der weiß was Apple da aufgetischt hat, die Sprache ist ziemlich genial.


  • ich bin zwar ein fan von Apple aber ich müsste über 700€für ein i phone ausgeben und dann muss ich mir auch noch die apps kaufen so nen schwachsinn dann bleib ich lieber bei Android ist günstiger und besser


  • Hat einer von euch schon mal die Bewertungen im Playstore gelesen?
    Da gibt der eine 5 Sterne für die App xyz, während andere nur 1 Stern geben mit der Begründung dass diese App nur abstürzt und hängen bleibt.
    Offenbar ist es unter Android so, dass wenn eine App unter "Lollipop" auf einigen Devices funktioniert sie noch lange nicht auf jedem "Lollipop" Device läuft. Dasselbe gilt natürlich auch für KitKat und darunter.


  • Instagram/Twitter u.A.: Für den Dienstanbieter stellt sich nicht die Frage, wieviel Prozent *aller* Nutzer Android, iOS oder WM nutzen, das interesiert die gar nicht. Für den Dienstanbieter ist wichtig welche Nutzergruppe den Dienst nutzt. Und wenn diese Aufteilung meinethalben 1-6-3 ist, dann können Androidnutzer als Randgruppe noch lange warten.

    IMDB: IIRC ist das doch nur eine Webseite... Die Apps dafür nennt man wohl Webbrowser.


  •   9

    Bitte vorher mal an die eigene Nase fassen. Ich (als Android-Entwickler) weiß wie grausam es ist für Android zu entwickeln. Während Apple (mit Swift) eine gut funktionierende und schöne Umgebung liefert, bleibt Android außen vor. Und da sind nicht die Entwickler schuld dran, sondern Google. Jemand hat es mal in einem Tweet sehr schön zusammengefasst. Leider finde ich ihn nicht mehr, daher aus dem Kopf:
    Android-Development in a nutshell: Eclipse is no longer supported and the official alternative, Android Studio, is in Beta.

    Und von den ganzen API-Changes von Version zu Version will ich gar nicht anfangen, geschweige denn von den unterschiedlichen Geräten. Unter iOS hat man es da wesentlich leichter. Schade eigentlich, Google hätte da einiges besser machen können.


    • Ludy
      • Mod
      • Blogger
      09.04.2015 Link zum Kommentar

      Android Studio wurde vor einiger Zeit realest, nur mal am Rande erwähnt.
      Das mit Eclipse, dass es nicht mehr unterstützt wird ist auch nicht richtig, denn es wird nur das Plugin nicht weiter entwickelt. Eclipse ist ein eigenständiges Programm was an sich nichts mit Google bzw. Android Programmierung zu tun hat.


      • Mit "Eclipse is no longer supported" dürfte in diesem Kontext nicht die Entwicklungsumgebung Eclipse selbst, sondern die Android-Entwicklung unter Verwendung von Eclipse (wozu dann das nicht mehr weiterentwickelte Plugin benötigt würde) gemeint sein, und dann passt die Aussage doch? Die Einleitung zu der Aussage beginnt ja auch "Android-Development".


      • Außerdem widerlegt man eine Aussage nicht indem man einfach nur ein Argument von mehreren behandelt.


  •   22

    so ein gelaber gibt genug apps die im
    playstore drin sind und erst nach wochen
    auf ios kommen ganz zu schweigen von
    vielen die es nie für ios geben wird
    viele sind kostenlos oder deutlich günstiger
    als bei ios. der app store ist der größte
    rotz überhaupt alles unübersichtlich und nicht
    richtig in unterkategorien unterteilt man muss
    schon vorher genau wissen nach was man
    suchen muss. in diesem sinne liebe appleianer
    gute nacht


  • sorry für die Rechtschreibung habe mich beeilt


  • Das IPhone Benutzer wohlhabender sind ist ja der größtr und arroganteste Rotz auf der Welt... Das Smartphone sagt nix über das Geld in der Tasche aus...Es kann geschenkt bekommen sein oder ein Firmen Handy.... Es gibt auch viele Leute die ihr Hartz IV plündern um ein IPhone zu haben und sich cool zu fühlen...Mit solchem Aussagen wäre ich also vorsichtiger


    • "Das Smartphone sagt nix über das Geld in der Tasche aus..."

      Ja das mag auf den Einzelnen bezogen stimmen. Doch gibt es Auskunft darüber, wieviel Geld ein Nutzer bereit ist zu zahlen, wenn Preis/Leistung nicht stimmen =)


    • Das ist kein bisschen arrogant, sondern einfach Tatsache. Natürlich kann ein iPhone geschenkt worden sein, gefunden oder mehrere Monatsgehälter flossen ein, aber solche Einzelfälle machen nicht die Masse aus. Die Aussage soll auch nicht so verstanden werden, dass JEDER iOS User wohlhabender ist als JEDER Android User auf der Welt. Genauso meint die Aussage "Männer sind größer als Frauen" ja auch nicht, dass jeder Mann größer als jede Frau ist, sondern nur dass der durchschnittliche Mann größer als die durchschnittliche Frau ist. Wundere mich gerade, dass man solche Banalitäten erklären muss, aber naja... Hier übrigens noch ein paar Fakten:

      http://www.businessinsider.com/android-is-for-poor-people-maps-2014-4?IR=T


      • Aber genauso ist es von dir rüber gekommen, Frank.

        P.S.: ganz im Vertrauen...hab mir vor zwei Tagen ein iPhone 6 gekauft. Jetzt brauchst mich nimmer mehr belehren. Was soll ich sagen? Es läuft soweit...


  • Ein Betriebssystem ohne fremde Herstelleraufsetze...peng

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