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Kommentar 3 Min Lesezeit 44 Kommentare

Googles neuer Einpeitscher: Der Coach treibt Wear OS in neue Höhen

Ich sollte vielleicht nicht behaupten, Google sei in puncto Wear OS tatenlos. Denn das Gegenteil ist der Fall: Gerüchteweise arbeitet Google an einem umfassenden Fitnessprogramm und die Qualität von Wear-OS-App will man nun sorgfältig prüfen. Da kann ich es mir dann doch nicht verkneifen: Google ist sehr bemüht um Wear OS.

Erst einmal finde ich die Ankündigung gut, dass Google Apps für Wear OS stärker prüfen möchte. Denn hochwertige Apps sind ein wichtiges Aushängeschild für eine Plattform. Vor allem für eine, die, um in den Worten von Apple-Boss Tim Cook zu sprechen, für den persönlichsten Gegenstand steht, den wir herumtragen - er meinte natürlich die Apple Watch.

Tolle Apps reichen mir aber nicht. Wear OS hat ein Hardware-Problem. Die Uhren sind zu klobig, zu dick, zu behäbig. Und dann sind sie auch noch zu kaum etwas zu gebrauchen: Man sieht die Uhrzeit (Oho). Ein paar Benachrichtigungen (Aha). Und sonst (Öhm)?

Google arbeite nun an einem groß angelegten Fitness-Projekt, so AndroidPolice: Google Coach. Der soll unser aller Fitness-Einpeitscher werden und allerhand sportlicher Aktivitäten erkennen. Der Coach soll erfassen, wann wir wo Sport treiben und uns Vorschläge unterbreiten, falls wir mal eine Fitnessstudio-Session ausgelassen haben (Nana).

Einerseits wünsche ich dem Google Coach viel Erfolg dabei, Vorschläge für mich zu kreieren (“Heute kein Döner für dich” 🤯), andererseits sehe ich ein, dass Fitness-Features vielleicht die Rettung für Wear OS sind.

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Wear OS enthält bald Euren Coach. / © AndroidPIT

Fitness-Features sind die Zukunft aller Wearables

Welche Features sind bei Smartwatches denn wirklich wichtig? Natürlich ist das für jeden einzelnen User unterschiedlich. Mal eher die Benachrichtigungen, mal der Media-Player und oft eben auch die Fitness-Funktionen. Da setzt Google mit dem Coach an. Da hat sich Google natürlich auch bei Apple umgesehen, schließlich sind dort Fitness- und Health-Features mit jedem neuen WatchOS-Release umfangreicher.

Das könnte durchaus auch für Wear OS der richtige Weg sein. Schon länger sagt Google ja, Wear-OS-Watches seien auch für iPhone-User gedacht. Ein überlegenes Fitness-Programm käme da genau richtig.

Nur die Hardware kann Wear OS vor dem Aus retten

Es fehlt aber noch etwas: Und zwar gute Hardware. Ich kann kaum eine Smartwatch finden, die weniger als einen Zentimeter hoch ist. Bei Smartphones übertrumpfen sich die Hersteller mit den dünnsten Gehäusen, bei Smartwatches sehe ich keinen derartigen Wettbewerb. Schade!

Richtig bitter ist, dass Qualcomm offenbar erst nach der IFA eine neue Watch-SoC-Generation vorstellt. Das heißt, dass alle Smartwatch-Neuheiten mit Wear OS auf der IFA wohl auf der betagten Plattform basieren, die schon heute für ungenügende Uhren gesorgt hat.

Immerhin wird Google seine eignen Pixel-Watches wohl erst im Herbst mit den neuen Pixels ankündigen, hoffentlich mit neuem Qualcomm-Chip und mit einem ambitionierten Design. Denn Google wird der versammelten Mannschaft an Herstellern wohl zeigen müssen, wie das richtig geht, mit diesem Wear OS. 

Was glaubt Ihr braucht Wear OS, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen? Werdet Ihr Euch dem Google Coach unterwerfen? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren!

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44 Kommentare

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  • Ich brauche auf jeden Fall keinen weiteren Stromfresser der jeden Tag geladen werden will!
    Ich möchte Benachrichtigungen erhalten und sehen wenn mich einer anruft.
    Always in Display und eine Woche Akku sind ein muss. Wasser darf kein Problem sein.
    Das Design muss halt den persönlichen Geschmack treffen.
    Um sowas hin zu bekommen muss Wear OS die Möglichkeit bieten Funktionen abzuschalten die nicht gewünscht sind.
    Die Casio Pro Trek ist dicht dran aber teuer.
    Da ich meine Amazfit abgesoffen habe wird es wohl als nächstes die Bip werden.


  • Wear OS? Mich wundert es wirklich, dass man das System nicht schon längst eingestampft hat. Wer ein Samsung hat, holt sich zu Recht ne Tizen-Uhr, wer ein iTelefon hat, zu Recht eine iUhr, denn beide Systeme funktionieren zusammen mit den entsprechenden Smartphones ungleich besser als es Wear OS mit irgendeinem Smartphone hinbekommt. Und damit ist dann wohl auch das Gros des Marktes abgegraben. Also noch mal: wen juckt wirklich Wear OS? ;-)


  • "Denn Google wird der versammelten Mannschaft an Hersteller wohl zeigen müssen, wie das richtig geht ."

    Wie bei den Nexus/Pixel Phones ?
    In ihrer Preisklasse sind das die Phones die am schlechtesten Verkauft werden , warum sollte das bei einer Uhr anders sein ? Weil Google drauf steht , das scheint eher ein Argument gegen den Kauf zu sein .
    Meiner Meinung liegt das am OS und nicht an der Hardware .


  • Ich kann dem Beitrag nur sehr bedingt beipflichten.

    Grundsätzlich bin ich nämlich mit WearOS mittlerweile sehr zufrieden.

    Ja, die Hardware könnte besser sein, zu klobig sind die Huawei Watch und die Explorist mir allerdings keineswegs!

    Das betrifft aber kaum diese Fitness, sagen wir mal: "Modeerscheinung"
    Den Pulssensor bei meiner Huawei Watch habe ich dann auch abgeschaltet - zum Energiesparen;)

    Meine Fossil Q Explorist der 3. Generation hat eigentlich fast alles, was ich so benötige - bis auf NFC für z.B. bargeldloses Bezahlen

    Das besitzt zwar die 4. Generation, neben mMn überflüssigem GPS, allerdings unter dem mMn indiskutablem Weglassen des sehr gut funktionierenden Lautsprechers - ein No Go schlechthin! !!

    Für die Zukunft wäre eine Blutdruck Messung sicherlich genial, sowie ganz einfach mehr Speicherplatz...


  • Ja, das ist mir auch schon aufgefallen, dass Menschen mit Applewatch durchweg schlank, durchtrainiert und gutaussehend sind, während alle Wear OS User total übergewichtig und unsportlich sind. Dagegen sollte Google dringend was tun!


  • Wie schon gesagt wurde, die Geschmäcker sind verschieden. Ich habe zwei Uhren. Die Sony Smartwatch 3 und die Asus Zenwatch 3. Die Sony sieht zwar aus wie aus einem Kaugummiautomaten, aber erinnert mich an meine damalige Casio Taschenrechner Uhr. Die 80ziger lassen grüßen...
    Die Sony hat den Vorteil, dass sie bei starkem Sonnenschein zurück reflektiert (also Akku spart), während ich mit der Asus mit dem Oled Display bei starkem Sonnenlicht nicht viel erkennen kann. Dafür sieht die Asus nach einer richtigen Uhr aus. Ich finde sie sehr gelungen. Nachteil: der Akku ist sehr schwach. Sobald ich mehrere Meldungen bekomme oder einige Apps benutze, hält der Akku keinen ganzen Tag durch. Anders die Sony. Am Ende des Tages hat die Sony noch ca 30%. Das Problem bei der Sony ist, dass das weiße Armband an den Ecken leicht verschlissen ist und ich kein rosa oder neongelbes Armband haben möchte. Die anderen Farben bzw. Bänder sind nicht mehr zu kaufen. Schade...


  • Es gibt doch - zumindest für Männer-Handgelenke - inzwischen gut aussehende, fast "normal" wirkende Smartwatches. Ich habe die Misfit Vapor aus dem Hause Fossil. Einwandfrei, mit normalen Armband (20mm) und 50m wasserdicht. Die ganzen Fitness-Apps und Gadgets brauche ich nicht. Für mich ist wichtig, dass ich im Job (Meetings) über Anrufe und Nachrichten informiert werde, ohne dass ich das Smartphone in die Hand nehmen muss. Und das ich während der Autofahrt ohne Probleme Termine diktieren oder WhatsApp-Nachrichten versenden kann. Das - und nur das - sind für mich die ausschlaggebenden Features. Klar können die Uhren noch flacher werden, aber für die Entwicklung fehlt doch noch die Nachfrage. Viel "schlimmer" finde ich, dass es keine wirklich schmalen, kleineren Uhren für zierliche Frauenhände gibt. Selbst die Fossil-Hybrid-Damenuhren sind noch ziemlich klobig. Das verstehe ich nicht ganz, denn die zusätzliche Elektronik ist mininal.


  • "Was glaubt Ihr braucht Wear OS, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen?"

    Vor allem erst mal KEINE Blogger und Möchtegern-Journalisten, die immer und immer wieder nur nach ihrem eigenen Gusto gehen und WearOS totreden und unter Interessierten für schlechte Stimmung sorgen.


  • Die Uhren sind zu klobig? Also meine Fossil sieht aus wie eine ganz normale Uhr, inkl des austauschbaren Armbands. Es ist halt eine Uhr, kein Fitnessband.


  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Ich hätte so gern eine technisch gute Smartwatch, die auch nach etwas aussieht. Für schmale Arme gibt es sehr wenige und diese konnten mich bisher nicht überzeugt. Fitness-Features sind mir aber eigentlich egal, ich freue mich zwar, wenn meine Gear Fit 2 bescheid gibt, dass ich schon 10 Minuten spaziere, aber dadurch laufe ich nicht mehr. :D #TeamSportmuffel


  • Es ist genau wie Du schreibst. Die Hardware ist ein Witz. Die aktuell beste und beliebteste Uhr ist wohl die Huawei Watch 2. Wer sich das Ding mal in echt anschaut, und elegante Uhren gewöhnt ist, der weiß doch nicht ob er lachen oder weinen soll.

    Das Ding sieht aus wie ein klobiges Kinderspielzeug, aber nichts was ich gerne als Uhr am Handgelenk tragen würde.

    Was die Anwendungen angeht ist ein ganz wichtiger Punkt Google Pay und das bezahlen mit der Smartwatch, aber da halt es aktuell ja leider noch an der Verbreitung von Google Pay mit den unterstützten Banken. Und Samsung ist mit Tizen auch keine Option, da gibt es Samsung Pay in Deutschland noch überhaupt nicht.


  • Ich als stolzer Besitzer einer Fossil q explorist, brauche keine "Fitness Features" und auch keinen "Coach", das ist keine Sport Uhr, sieht aber dafür fein aus, und hat alles was ich brauche, ich wünsche mir das mein Handy einen derart guten Support hat!


  • Zuerst einmal, dieser Artikel ist mit einer der schlechtesten die ich hier bei Apit gelesen habe. Er strotzt vor Vorurteilen und ich habe das Gefühl das Herr Kluge noch nie ausgiebig eine Smartwatch genutzt oder getestet hat. Natürlich muß jeder für sich selbst entscheiden ob eine Smartwatch das richtige für einen ist. Glücklicherweise gibt es verschiedene Geschmäcker und auch unterschiedliches Nutzungsverhalten. Leider scheint Herr Kluge dies nicht zu berücksichtigen. Was die verbaute Hardware betrifft haben sie natürlich recht. Da wird es langsam Zeit das was passiert. Ich persönlich besitze mittlerweile die 2. Watch und bin sehr zufrieden. Mit der Optik und dem Nutzungsumfang, der mir täglich in vielen Situationen zur Seite steht. Der Schrittzähler, Benachrichtigungen auf der Watch, die Möglichkeiten schnell Erinnerungen zu speichern, Fusballergebnisse während der Arbeitszeit usw... Nur muß halt jeder selbst herausfinden welchen Mehrwert er daran hat. Vielleicht findet auch Walter O'Dim einen Nutzen und wird zum Uhrenträger 😉 (lg aus Gilead) . Aber einfach alles an Watches schlecht zu reden ist keine seriöse Arbeit.


    • Das ist man doch von Android-PIT mittlerweile gewohnt. Es sind vermutlich alles Apple-User die so tun als würden sie aus Leidenschaft für Android und Google arbeiten, aber oft kommt ihre eigene Präferenz einfach durch. Ich schliesse sogar nicht aus dass Apple gezielt Android-Foren mit eigenen Redakteuren unterwandert um endlich mal in Sachen Marktanteil (weltweit immer bei so 14%) höher zu kommen. Aber so blöd sind Android-User auch nicht dass sie die Manipulation nicht merken. Anders als bei den Apple-Jüngern, die merken da nichts:-)


      • Sophia Neun
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        " Apple-User die so tun als würden sie aus Leidenschaft für Android und Google arbeiten"

        Das unter einem Artikel von Hans-Georg finde ich irgendwie lustig. Ich glaube er hat bis auf sein altes Macbook Air keine Apple-Hardware. Außer er hat ein iPhone und nur eine Hülle dran, dass es wie ein Panda-Pixel aussieht! :o

        NilsD


      • @Valerian
        Ganz ehrlich ist mir eine seriöse Berichterstattung über beide Systeme wesentlich lieber als so ein stumpfsinniges Gehate wie das deine. Polemik aus 2012, unreflektiert und ohne Substanz. Apit ist kein Android Fanboy Magazin und das ist auch gut so. Wäre es das, wären die meisten hier längst weg. Wenn du ein Magazin für Hinterwäldler suchst, bist du hier leider falsch.

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