3 Meter Dash-Charge Kabel Alternativen

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10.06.2018, 16:19:26 via Website

Hallo zusammen,

bei OnePlus ist die maximale Länge für USB-C Dash-Charge Kabel leider 1,5 Meter, ich benötige jedoch ein 3 Meter langes Kabel.

Sind die Schnellladekabel von z.B. Anker (https://www.amazon.de/dp/B01MZIPYPY/ref=cm_sw_r_tw_dp_U_x_WbthBb17NHC8V) eine gute Alternative und kommen an die Dash-Charge Geschwindigkeit ran? Oder hat jemand die Erfahrung gemacht, dass diese Kabel deutlich langsamer laden?

Danke für Eure Hilfe!

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  • Forum-Beiträge: 3.432

10.06.2018, 16:22:41 via App

Bei längeren Kabeln hast Du immer was Verlust, egal welche Preisklasse, aber wenn rate ich zum Markenkabel.

LG G6, Android 8.0 Oreo, Stock ohne Root.

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  • Forum-Beiträge: 8.173

10.06.2018, 17:10:58 via App

Mit dem Anker-Kabel wird nur in Standard-USB-Geschwindigkeit geladen. Beim Nexus 5x funktioniert Quick-Charge aber "Dash" beim OP geht nicht.

— geändert am 10.06.2018, 17:13:25

if all else fails, read the instructions.

Max

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  • Forum-Beiträge: 15.625

11.06.2018, 12:08:05 via Website

Stefan Z.

Bei längeren Kabeln hast Du immer was Verlust, egal welche Preisklasse, aber wenn rate ich zum Markenkabel.

Dagegen sollen aktive USB-Kabel Abhilfe schaffen: https://www.lindy.de/USB-3-0-Aktiv-Verlaengerung-5m.htm?websale8=ld0101&pi=43155&ci=5003

Ich habe soetwas noch nie verwendet. Daher keine Aussagen zur Ladegeschwindigkeit.

Grüße
Aries


Meine Nachbarn hören gute Musik, ob sie wollen oder nicht!

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  • Forum-Beiträge: 2.377

11.06.2018, 15:39:55 via Website

Es geht hier um eine der Fast Charge Varianten und Ladekabel! Die USB-Extender frischen die Datensignale auf und haben i.d.R. kein Netzteil (meine zumindest nicht!) ....

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  • Forum-Beiträge: 30

12.06.2018, 18:09:29 via Website

Hallo Max,

ich fürchte, du wirst nur mit den original Dash-Charge Kabeln die Schnellladefunktion nutzen können. Soweit ich weiß, sind die Dash Kabel schon konstruktiv unterschiedlich von normalen Kabeln, die z.B. Qualcomms QuickCharge unterstützen. Die Dash Kabel haben - wenn ich mich recht erinnere - eine Hitzeableitung integriert, die die Abwärme des ladenden Akkus über das Kabel abführt. Das haben normale und QC Kabel nicht. Ich konnte auch auf die schnelle keine Kabel mit 3m Länge finden, die mit dem VOOC Standard von Oppo kompatibel sind. Von daher glaube ich, gibt es so lange Kabel für OnePlus-Geräte wohl leider einfach nicht. :(
Ich habe selbst Anker Kabel im Einsatz. Die sind qualitativ sehr gut, funktionieren auch top mit QuickCharge (Galaxy S8), machen bei Dash aber doof. Hier bricht die Ladegeschwindigkeit sogar stark ein, weil das Dash-Ladegerät scheinbar nur reduziert Strom abgibt (vermutlich aus Sicherheitsgründen, denn ein Kabel, dass nicht für 5V 4A ausgelegt ist, könnte dann schaden nehmen oder in Brand geraten).

Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig weiter. :)

Max

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  • Forum-Beiträge: 2.377

12.06.2018, 23:46:45 via Website

Andy

Die Dash Kabel haben - wenn ich mich recht erinnere - eine Hitzeableitung integriert, die die Abwärme des ladenden Akkus über das Kabel abführt.

Wie soll denn das bitte funktionieren? Der Weg vom Akku zum Ladekabel ist viel zu weit (minimal zwei Steckverbindungen, Leitungen auf dem PCB etc.), dass hier die Abwärme transportiert werden könnte. Weiter müsste man die Abwärme vom Akku erst einmal auf das Kupfer übertragen.

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  • Forum-Beiträge: 14.834

13.06.2018, 06:43:48 via Website

Fakt ist auf jeden Fall, dass OnePlus Geräte nicht warm/heiß werden beim Akku aufladen. Mein iPhone wird richtig warm, wenn ich es mit dem iPad Netzteil auflade.

Viele Grüße, Daniel

Phones: OnePlus 5T | Apple iPhone 6S Plus
Tablet: Apple iPad Pro 12.9
Smartwatch: Fossil Q Explorist 3. Gen

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  • Forum-Beiträge: 30

13.06.2018, 08:06:09 via App

Zum Thema Wärme ableiten verweise ich einfach mal auf folgenden Artikel: https://curved.de/news/quick-charge-dash-charge-vooc-und-co-schnelladetechniken-im-vergleich-387039

Im Abschnitt zu Dash Charge findet sich der entsprechende Hinweis zur Wärmeableitung. Ich maße mir aber nicht an, die Wirksamkeit oder Effizienz dieses Ansatzes zu beurteilen, meine jedoch, dass mein 5T beim Aufladen mittels Dash Charge nicht wirklich verstärkt warm wird. ;)

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  • Forum-Beiträge: 2.377

13.06.2018, 14:08:06 via Website

Nicht alles was im Internet geschrieben wird entspricht unbedingt den tatsächlichen Gegebenheiten.
Was die Wärme in Netzteil, also dem Steckadapter angeht, entsteht Wärme durch einen schlechten Wirkungsgrad (wenn das Netzteil 4A bei 5V liefern soll und der Wirkungsgrad bei etwa 50% beträgt, müssen etwa 20W an Wärme abgeführt werden). Was den Akku angeht, entsteht hier die Hitze zum größten Teil durch den chemischen Prozess im Akku selber, um diese abzuführen, müsste man sie erst einmal auf ein anderen Medium (Kühlkörper, Heatpipe etc.) übertragen.
Übrigens mit 4A bei 5V zu laden ist eher suboptimal, weil man den Strom erhöhen muss (die 4A erhitzen auch das Kupferkabel und das doppelt so stark wie bei 2A, so wird zumindest bei Fast Charge geladen, genau genommen mit 1.67A und bei ca. 9V).
Übrigens: Man versorgt Haushalte bekanntermaßen mit 230V, über längere Strecken nutzt man aber wesentlich höhere Spannungen im mehrere kV Bereich - auch hier um die Ströme möglichst klein zu halten.

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Marc

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  • Forum-Beiträge: 815

13.06.2018, 18:00:36 via Website

Ein doppelt so hoher Strom vervierfacht sogar die Kabelverluste, denn P = I^2 * R. Dem kann man allerdings entgegenwirken, indem man den Widerstand der Kupferadern viertelt, was den vierfachen Querschnitt erforderlich macht. Mit der Länge steigt aber wieder der Widerstand proportional zu Länge.

Da man die Oneplus-Geräte (Internetrecherchen zufolge) auch mit normalen handelsüblichen Ladern laden kann, müssen Sie aber eine Ladeelektronik enthalten, die verlustarm aufgebaut ist, und erkennen kann, ob ein Dashlader angeschlossen ist.
Wenn man sich auf 5 V Ladespannung beschränkt, dürfen die Spannuñgsverluste an Kabel, Steckverbinder(n) und Ladeelektronik am Ladeschluss aber nicht 0,8 Volt (5 - 4,2), während der Hochstromladephase 1,3 Volt (5- 3,7) überschreiten, was trotz höherem Kabelquerschnitt die Kabellänge begrenzt.

Bei höherer Schnellladespannung machen sich diese ohmschen Verluste weniger bemerkbar, weil der Ladestrom kleiner ist, zudem ist der "Headroom", die Spannungsdifferenz, die anderswo abfallen kann, um am Akku dennoch 4,2 bzw. 3,7 Volt zu erreichen, bedeutend höher. Allerdings steigen die Wandlerverluste, wenn die herabtransformierte Spannungsdifferenz größer wird.

Beim Dashverfahren will man die Verlustwärme halt möglichst aus dem Gerät heraushalten, was ja tatsächlich Akku und andere Komponenten schont, und nimmt dafür die Notwendigkeit von Spezialkabeln mit herabgesetztem Widerstand in Kauf.

— geändert am 13.06.2018, 18:11:00

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