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Femm-App wird von Abtreibungsgegnern betrieben
Apps 2 Min Lesezeit 19 Kommentare

Femm-App wird von Abtreibungsgegnern betrieben

Laut einer Untersuchung von The Guardian sät eine beliebte Anwendung der Gesundheits- und Fruchtbarkeitskontrolle von Frauen nicht nur Zweifel an der Geburtenkontrolle, sondern präsentiert auch Aussagen von medizinischen Beratern, die von katholischen Anti-Abtreibungs- und Anti-Schwulen-Aktivisten finanziert und geleitet werden.

Die fragliche Anwendung heißt Femm und sammelt personenbezogene Daten über die sexuelle Aktivität und die Menstruation ihrer Benutzer. Laut der Betreibergesellschaft umfasst die Benutzerbasis in den USA, der EU, Afrika und Lateinamerika gut 400.000 Downloads seit ihrer Einführung im Jahr 2015.

Zwei der medizinischen Berater der Anwendung haben keine Zulassung, um in den USA zu praktizieren und stehen in engem Kontakt mit einer katholischen Universität in Santiago, Chile, wo der Zugang zur Abtreibung nach wie vor stark eingeschränkt ist. Andererseits wird Femm überwiegend aus privaten Spenden finanziert. Zu den Spendern gehört die Chiaroscuro Foundation, eine Organisation, die fast ausschließlich von Sean Fieler, einem wohlhabenden katholischen Investor mit Sitz in New York, unterstützt wird.

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Frauen, die Femm zur Steuerung ihrer Zyklen einsetzen, könnten durch die App in ihrer Meinung beeinflusst werden. / © Maria Savenko / Shutterstock

Seit geraumer Zeit unterstützt Chiaroscuro Organisationen, die sich gegen Geburtenkontrolle und Abtreibung wenden. Fieler persönlich hat Republikaner für in einem Leitartikel dafür kritisiert, dass sie Abtreibungen nicht verbieten. Fieler spendete den Femm-Entwicklern 1.79 Million Dollar. Fieler ist auch im Vorstand der Femm Foundation, der gemeinnützigen Organisation, die hinter der App steckt.

Für die Öffentlichkeit offenbart die Femm-Anwendung nicht ohne weiteres die Philosophie ihrer Geldgeber oder Führungskräfte und vermarktet sich selbst als Mittel zur "Vermeidung oder Erreichung einer Schwangerschaft". Die neuesten Erkenntnisse lassen aber nun an diesem Ziel zweifeln.

Was meint Ihr dazu? Werden Nutzer durch diese Hintergründe beeinflusst?

Quelle: The Guardian

Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 1 Monat

    Gerade ein Technikportal muss sich mit sozialen und ethischen Komponenten der Technik auseinandersetzen, ansonsten ist es im letzten Jahrhundert stehen geblieben. Künstliche Intelligenz oder auch selbstfahrende (und damit auch selbstentscheidende) Autos, das sind Themen, die natürlich nicht rein von der technischen Seite betrachtet werden dürfen. Ich bin sehr froh, dass Apit anfängt, auch mal kontroverse Themen anzusprechen. Bitte weiter so!

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat

    Wir schreiben doch schon immer auch über Apps, damit haben wir sogar angefangen damals. Und die Hintergründe von Apps finde ich auch sehr spannend und man sollte sich immer informieren, was man da eigentlich installiert.

  • rolli.k vor 1 Monat

    Über eine mögliche Abtreibung entscheidet zuallererst die Frau und sonst niemand. Keine selbst ernannten "Spezialisten ", keine Kleriker und keine alten Männer mit zu viel Zeit und antiquierten Moralvorstellungen. Keine Frau geht so einen Weg aus einer Laune heraus. Punkt.

19 Kommentare

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  • mmmh... 🙄


  • Dieser Artikel liefert mir auf sehr seltsame Art und Weise überhaupt keine Informationenen darüber, was diese App tatsächlich tut und wie sie den Menschen helfen möchte. Stattdessen wird hier über Katholiken gehetzt und Hass generiert. Da ist eine sehr interessante Entwicklung hier, das muß ich schon feststellen.

    Warum sollten alle Mitarbeiter an dieser App eine medizinische Ausbildung haben? Warum sollte solch eine App überhaupt eine medizinisch ausgebildete Person im Team haben? Es gibt Bücher, es gibt Experten die man fragen kann. Es gibt Zeitschriften mit allen möglichen Informationen. Es gibt Bibliotheken in denen man forschen kann. Es gibt Menschen die man fragen kann. Wieviele Menschen haben schon wie lange unglaublich viele Babies zur Welt gebracht, ganz ohne das Geplapper eines Arztes? Wieviel wird mit der Pille und Abtreibungen verdient, oder Kaiserschnitten? Hat sich eine Staatsregierung schon jemals um die geistig / geistliche Entwicklung eines Menschen gekümmert? Was ist Leben? Was ist Schwangerschaft? Was ist Geburt? Was ist Entwicklung?

    Ich bin Informatiker und das ist auch mein Hauptberuf und habe eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als "großer" Heilpraktiker. Auch mit Religionen habe ich mich etwas länger sehr ausführlich beschäftigt. Ich habe meine Probleme mit den Katholiken, aber ganz und gar nicht so, wie ihr das hier betreibt, sondern ganz anders.

    Die Frage eines Schwangerschaftsabbruches trifft glücklicherweise nur eine relative Minderheit aller hier existierenden Menschen. Aber wenn die Frage auftaucht, dann sind da auch tiefe Probleme da. Da ist kein Platz für eine schmutzige Ideologiepropaganda, sondern den Menschen muß so gut es eben geht, geholfen werden. Ich selbst bin davon überzeugt, daß eine bestehende Schwangerschaft nach Möglichkeit zur Geburt gebracht werden sollte. Allerdings können schwierige Fragen oder Situationen auftauchen. Ich glaube, mit einem Klick sollten diese Fragen nicht beantwortet werden. Ihr habe ja überhaupt nicht erklärt, was die App macht und wie sie funktioniert und wobei sie hilft und ob es da wirklich ein Beratungsangebot gibt und viele andere total interessanten Dinge mehr. Ihr habt eigentlich nur frech polemisiert und das werde ich mir natürlich merken. Ich denke schon, daß ich ein sehr offener Mensch bin und ich halte absolut nichts von platten Ideologie-Programmen, die noch dazu oft aus sehr fragwürdigen Quellen ins Leben geholt wurden.

    Ich persönlich habe absolut überhaupt nichts dagegen, wenn eine Technologie-Platform wie die Ihre sich mit Fragen zur Menschheit, der Soziologie und des Sozialen beschäftigt und dazu Artikel veröffentlicht. Ich denke die IT-Technologie ist nun in der Gesellschaft voll angekommen und spielt eine enorme Rolle im Sozialen und Soziologischen. Und das wird auch noch zunehmen, was sehr vielen Menschen überhaupt nicht bewußt ist. Aber damit beschäftigt Ihr Euch geflissentlich nicht. Denn wie sich seit längerer Zeit beobachte, beschäftigt Ihr Euch eher damit, die Menschen in eine Art primitive Zwangs-Situation hineinzuführen. Damit habt Ihr kein Alleinstellungs-Merkmal. Viel dieser Mobil-Platformen beschäftigen sich damit, den Konsum und die geile Technik und das Bunte Zeug in die Aufmerksamkeit der Menschen zu hämmern. Vielleicht seid Ihr ein Team von jungen Menschen, daß weiß ich ja nicht. Die Technik findet Ihr vielleicht so geil, daß Ihr dazu was machen wollt, und damit kann man dann auch noch möglicherweise gut Geld verdienen. Und das alte Zeug, die alten Kamellen der altmodischen Katholiken wurden von diversen Quellen ausreichend besudelt, allerdings nur aus relativ einschlägigen Perspektiven, daß man auch damit hofft Zustimmung zu erhalten.

    Wie gesagt, ich kenne mich mit diesen ganzen Themen ziemlich gut aus. Lebenserfahrung habe ich auch gesammelt. In dieser Reinkarnation habe ich keine Familie. Aber Familie ist etwas sehr schönes und wie ich oft gehört habe, oft auch dann, wenn die Situation ganz und gar nicht einfach ist, aber gemeinsam angegangen und tatsächlich erfolgreich gelebt werden kann. Diese Menschen sind oft stark geworden mit ihrer Aufgabe - sehr stark.

    Der Mensch und alles was ist, ist ein Klumpen Dreck oder irgendwie pumpendes Material.
    Ich bin der Meinung, wenn allerschwerste Behinderungen frühzeitig festgestellt werden können, dann sollte eine Abreibung legal und ohne Probleme möglich sein. Aber was ist allerschwerst? Das wird oft individuell unterschiedlich wahrgenommen. Eine Vergewaltigung ist ein sehr schwieriges Erlebnis. Was bedeutet das? Das Kind, das nun möglicherweise heranwächst, was bedeutet das? Die Katholiken haben darauf sicherlich oft keine guten Antworten. Aber für machen Menschen genügen auch diese Antworten und dann ist es doch gut. Wenn das Kind nach einem oder mehreren Gesprächen doch angenommen wird, dann ist das doch gut. Ansonsten gibt es doch noch andere Möglichkeiten, das Kind in die Gesellschaft aufzunehmen. Die inneren Willensbewegungen der Menschen, die sich aus ihren Bedürfnissen und Verlangen und Beeinflussungen usw. nähren sind unglaublich vielfältiger Natur. Darum sind solche Themen wie Abtreibung auch immer so emotional. Auch kommen die Männer bei diesem Thema viel zu kurz. Was interessieren mich als Mann Feministinnen? Ich habe einen Graus vor Feministinnen. Ich persönlich habe aber die Frauen schon immer auf gleicher Augenhöhe gesehen. Die Frau soll kommen, sagen was sie will, zeigen was sie kann, und dann sehen wir weiter. Das ständige Geschrei der Feministinnen langweilt mich schon lange.


    • Über eine mögliche Abtreibung entscheidet zuallererst die Frau und sonst niemand. Keine selbst ernannten "Spezialisten ", keine Kleriker und keine alten Männer mit zu viel Zeit und antiquierten Moralvorstellungen. Keine Frau geht so einen Weg aus einer Laune heraus. Punkt.


      • Leider nutzen viele Frauen, nicht in Deutschland aber in den USA, die Abtreibung als Alternative zur Pille oder zum Kondom. Und das ist aus meiner Sicht vollkommen falsch. wenn Frauen 5-6 Abtreibungen hatten, dann zweifle ich ganz stark an der geistigen Gesundheit. Und ja, solche Fälle sind leider keine Einzelfälle.
        Zur App: was soll's? Es wird doch keiner gezwungen sie zu verwenden.


      • Ich finde es ganz und gar nicht antiquitiert, wenn man sich Gedanken um Moral und Ethik macht. Das Thema ist komplexer als die Frage mit einem einfachen "ja" oder "nein" zu beantworten.
        Beide Richtungen dazu können in Leichtfertigkeiten im Umgang mit dem menschlichen Leben (sowohl Mutter als auch Kind) führen.
        Ich bezweifle es in dieser Welt sehr stark, dass es nicht auch Frauen gibt, die diesen Weg auch "einfach so" gehen. "Hauptsache ICH. Hauptsache MEINE körperlichen Bedürfnisse sind erfüllt. Und wenn was dabei rauskommt, was MIR nicht passt, dann kann ich ja alles absägen." Genau das sind die Einstellungen, an denen ne Gesellschaft zu Grunde geht.


      • Weibchen, die alten Männer und Männer überhaupt haben Dir Dein Leben hier ermöglicht. Haben Jahrtausende dafür gesorgt, daß sich eine Gesellschaft aufbaut, entwickelt und stärkt. Und Du putzt diese männlichen Menschen so mager und respektlos ab. Männer scheinen in Deiner Welt eher eine Art Schmutz zu sein, die nichts zu melden haben. Ja, so kenne ich das mittlerweile häufig und das hat ca. in den 80er Jahren merklich angefangen. Ich habe junge Frauen davon erzählen gehört, daß es heute üblich ist, den Mann als eine Art Status-Symbol zu sehen und zu nutzen um in der Gesellschaft aufzusteigen. Kommt ein besseres Status-Symbol daher, dann wird versucht zu wechseln, ganz so als ob man einen neuen Strom-Tarif bucht.

        Ganz ähnlich scheinen sich die Vorstellungen der Menschen bzgl. Kindern zu entwickeln. Alles deutet darauf hin, auch hier - wenn man es sich denn leisten kann - das bestmögliche Flag-Ship zu ergattern. Bei ganz reichen Leuten ist es heute schon üblich, daß man entweder ein Kind aus einer Art Katalog bestellt, das irgendwie besorgt wird. Oder man geht zum medizinischen Spezialisten, der eine Wahrscheinlichkeitsrechnung über DNA-Möglichkeiten erstellt, mit möglichen Optimierungen natürlich. Manche Leute lassen das Design-Kind dann schon mal von Leihmüttern für ein paar tausend Dollar austragen. Der eigene Körper soll ja schön und jung bleiben. Und so ein kleiner Mensch aus irgendeiner Unterschicht, der ist ja froh über ein nettes Nebeneinkommen, nicht wahr?

        In manchen Staaten wie z.B. Kanada aber auch in Europa gibt es das schon, daß medizinisch Angestellte gekündigt werden, wenn sie sich nicht am Abtreibungsgeschäft beteiligen wollen. Es heißt dann, der Gesetzgeber habe die Möglichkeit der Abtreibung geschaffen und legalisiert und es wäre keine Möglichkeit vorgesehen, dagegen eine eigene Meinung oder Haltung einzubringen. Punkt. Vor zwei Jahren gab es da noch den ein oder anderen Artikel dazu, aber es werden immer weniger.

        Was kannst Du denn anderes, als über Priester und alte Männer zu nörgeln? Wo sind wirklich vernünftige Argumente? Ich habe keine entdecken können. Eine funktionierende Gesellschaft zu entwickeln ist unglaublich komplex, da werden schon mal Fehler gemacht. Aber insgesamt hatten die uralten Kulturen mit ihren Wissenden eine ausgezeichnete Arbeit gemacht. Warum sich das bei uns so entartet hat, daß weiß ich noch nicht wirklich.

        Meinen wir wirklich, daß uns die Technik und Wirtschafts-"Wissenschaften" alles ermöglichen und erlauben, was irgendwie möglich ist? Möchtet ihr das wirklich? Es ist ja zu verlockend. Weg mit der Schmutz-Welt und her mit der polierten Gorilla-Glas-Welt, wo alles spiegelt und glitzert und glänzt.

        Ich kann den jungen Männern nur wärmstens empfehlen. Konfrontiert eure Freundinnen mit unbequemen Fragen wie diesen. Fühlt den Mädchen auf das Zahnfleisch und prüft genau, was sich zeigen wird. Lernt, lernt und lernt noch mehr, sonst werdet ihr von vorne bis hinten betrogen, belogen, verarscht und ausgenommen bis euch hören und sehen vergeht. Lasst euch den Mund nicht verbieten und lasst euch nicht einreden, daß ihr kein Recht hättet, bei irgendwelchen Themen nicht mitzureden. Ihr hab alles Recht dazu, wirklich jedes. Und wenn die Dame zickt und kein Einsehen hat oder Schauspielerei betreibt, dann lasst sie verduften, es ist besser so, für euch und die Gesellschaft. Schöne Kleider machen Leute, aber noch lange keinen Menschen.


      • Alte Männer stolzieren auch sehr gerne mit jungen Damen herum zum Angeben. Und sollte man im höheren Alter versehentlich noch Vater werden, wird die Frau gerne abserviert.

        @ Apache Indianer, du scheinst ja ein strammer Chauvinist zu sein ;)

        ......du schreibst oben was über Reinkarnation, also hast du schon mal gelebt, interessant.......

        In Deutschland gibt es so viele Alleinerziehende Frauen, warum?


      • @lli.k vor 5 Stunden:
        Chauvinist ist ein Begriff mit multiblen Bedeutungen die gerne als Totschlagargument verwendet werden. Das kann mich nicht im geringsten schockieren. Ganz klar bin ich Nationalist und zwar für einen friedlichen und offenen Nationalismus, der vor ca. 20 Jahren öffentlich immer noch ganz normal und gewollt war. Ein Anhänger eines Patriarchats bin ich genauso wenig wie ein Anhänger eines Matriarchats. Beide Seiten haben ihre Vor- und Nachteile, geeint werden sie stark. Sie können überall in der Natur verschiedenste Formen von Nationalismus finden, Sie müssen sich nur etwas eingehender mit der Natur beschäftigen um das zu sehen und zu verstehen. Lassen Sie sich doch nicht von irgendwelchen Leuten einreden, was heute angeblich böse sein soll. beobachten Sie selbst und lernen Sie unabhängig. Der beste Lehrer den Sie bekommen können, ist die Natur selbst. Sie können dort alles wiederfinden.

        Natürlich habe ich schon oft gelebt, wie jeder andere Mensch übrigens auch. Wenn Sie ein wirklich offener Mensch sind, dann beschäftigen Sie sich mal ein bisschen mit Nahtoderfahrungen. Das allein wird aber noch nicht ausreichen, da auch dort nur ein winziges Spektrum des Lebens sichtbar wird. Viele sehr wichtige Erkenntnisse über das Leben werden auch dort fast nicht angesprochen. Immer schön vorsichtig bleiben. Daß z.B. die Katholiken die Reinkarnation verteufeln und satanisieren ist deren großes Problem, nicht meines.

        Warum gibt es so viele alleinerziehende Mütter? Dafür gibt es unglaublich viele Möglichkeiten an Begründung. Ich bin der Meinung Mann und Frau schenken sich gegenseitig nichts und stehen sich Gegenseitig im machen von Fehlern im Leben in nichts nach. In meiner Jugend habe ich so viele Lebensgeschichten von geschiedenen Männern gehört, die anschließend finanziell völlig ruiniert waren. Dazu habe ich dann persönlich verschiedene Aussagen von Frauen zu solchen Situationen in denen sie selbst steckten gehört, daß mir Hören und Sehen vergangen ist. Ich habe von Männern erfahren, die einfach noch nicht reif für das eigene Familienleben waren und niemand hat diesen Burschen sich zur Brust genommen und geholfen, das Ding auf die Reihe zu bekommen. Das hätte möglicherweise schon viele Familien retten können. Frauen habe ich erlebt, die einfach gemeint haben, daß es ihnen zu fade geworden ist, oder der Mann nicht ihre Erwartungen erfüllen kann oder will. Eine Trennung aber die ist ja heute leicht und der Mann muß weiter zahlen und zahlen und zahlen wenn man es geschickt anstellt.

        Warum gibt es so viele alleinerziehende Frauen? Alleinerziehende Männer gibt es glaube ich auch nicht gerade wenige, sehr viel weniger als Frauen natürlich. Die Begründung ist einfach: unsere innere tragende Kultur ist zutiefst zerstört und kaputt. Es wurden Türen aufgebrochen mit Gewalt und das hat dazu geführt, daß die schon morbide Gesellschaft, über die ein künstlicher Lack an Moral gekleistert wurde, mehr und mehr sichtbar geworden ist. Aber - das muß man auch verstehen, diese Zustände sind absolut keine neue Erscheinung. Wir haben in den letzten Jahrzehnten ein besseres Bewußtsein dafür entwickelt, wir sehen heute, was zuvor auch schon da war, was wir aber entweder nicht sehen konnten, wollten, durften. Der Mensch funktioniert eben nicht sehr gut allein auf Befehl und Kommando. Der Mensch wird besser verstehen, wenn er anfängt zu sehen, wenn er fühlt, empfindet und darüber nachdenken kann und darf. Dann werden sich langsam Änderungen ergeben, die je nach Zeitgeist und anderen Einflüssen sich entweder bessern oder sogar schlimmer werden können.

        Mann und Frau sind beide Menschen, beide sind Seelen, haben für den Moment eine deutlich erkennbare biologische und wichtige Funktion angenommen. Es ist falsch, Mann und Frau wie ein Schnitzel gleichförmig klopfen zu wollen. Eine Frau hat andere Aufgaben, Funktionen, Erwartungen, Bedürfnisse usw. als ein Mann und beide sollen sich gegenseitig zu einer möglichst harmonischen und natürlichen Einheit ergänzen. Das ist für uns anscheinend nicht immer so einfach. Aber es gibt auch sehr viele Lebensbeispiele, die sehr gut vorgelebt haben, daß das sehr wohl genauso ist und sehr gut funktionieren kann.

        Es lohnt sich schon, zu überlegen, was die Priester mit ihren Methoden der Menschenführung erreichen wollten. Viele Menschen erkennen heute, daß die Priester der verschiedenen Religionen selbst mit enormen Problemen zu kämpfen haben. Aber das ist auch nichts besonderes, das ist normal und überall zu finden. Den Priestern waren die Probleme in der Gesellschaft durchaus bekannt und bewußt. Man hat gewußt, daß der Mensch sich nicht einfach per Fingerschnippen und mit gutem Zureden 'vernünftig' und 'edel' verhalten wird. Also hat man nach einer Möglichkeit gesucht die es schaffen kann, dem Menschen und damit der Gesellschaft etwas zu geben, was helfen könnte, damit der Mensch nach und nach edler werden kann. Damit eine Tomatenpflanze gut wachsen kann, oder der Rebstock, braucht es ein Gerüst an dem sich die Pflanze festhalten kann, Form gewinnt und schließlich gute Früchte trägt. Der Mensch ist nichts anderes als ein Pflänzchen, das ein gutes Gerüst gerne annimmt um sich gut entwickeln zu können. Nicht von ungefähr sind diese Beispiele und Erklärungsversuche sehr eng mit Erfahrungen aus der Landwirtschaft verknüpft. Früher war das den Menschen voll bewußt und bekannt, aber das hat man nach und nach zerstört. Nur einige wenige Andenken sind geblieben, die aber so arg verzerrt wurden, daß niemand mehr versteht, um was es eigentlich geht.

        Gewisse Einflüsse haben das irgendwie durchaus funktionierende Gerüst für die Gesellschaft nach und nach angenagt, angesägt, sabotiert, zerstört und fast zu Fall gebracht. Das musste so kommen, denn das Gerüst hatte große Fehler, aber so wie es gemacht wurde, ist es auch nicht richtig - zumindest ist das meine Meinung. Es ist leicht, mit brachialer Gewalt etwas zu zerstören, was einem nicht passt, aber es ist schwierig ein funktionierendes Konzept zu entwickeln, wie sich ein Ackerbau gut und nachhaltig entwickeln und betreiben lässt. Wir können das tatsächlich so sehen: Menschenführung hat teilweise eine sehr große Ähnlichkeit zu den Erfahrungen und Erkenntnissen im Ackerbau. Und das ist auf keinen Fall abwertend oder minimierende angedacht, ganz im Gegenteil.

        Als junger Mensch hatte ich selbst überhaupt keinen blassen Schimmer über all diese Sachen und Zusammenhänge. Ich habe mich instinktiv ablehnend gegenüber allen möglichen Traditionen verhalten, weil ich merkte, da stimmt irgend etwas nicht, aber verstanden hatte ich damals auch noch überhaupt nichts. ich war ein ordentlicher Rebell und das bin ich heute noch aber mit anderer Ausrichtung und anderer Zielsetzung. Ich habe oft versucht mit Menschen über verschiedenste Dinge zu reden. Aber erstens bin ich kein guter Redner und zweitens sind viele Menschen so in dem verstrickt, was sie selbst als wahr annehmen, daß sie bei anderen Informationen, die sehr von ihren eigenen Meinungen und Weltbildern abweichen, automatisch abschalten und je nach Charakter, Lust und Laune in eine Kriegslaune geraten. Das verstehe ich heute. Früher und heute auch noch ist es bei mir so, daß ich selbst erforschen möchte. Ich muß mich selbst mit allen möglichen Dingen beschäftigen, denn wenn mir jemand etwas nur sagt oder zeigt, dann klappt das mit den wirklichen Verstehen nicht so wirklich gut bei mir. Ich kenne Menschen, denen sagt man was, die denken kurz darüber nach und wenn sie sehen, das ist gut, dann sitzt das. Und ich kenne viele Menschen, denen kann ich etwa sagen, die antworten mit ja ja und lächeln dabei ganz freundlich und nach einigen Jahren sagen sie dir mitten ins Gesicht, daß sie dir sowieso kein Wort glauben. Das erste Mal, wenn man das erlebt, das ist schon eine Art Schockerlebnis. Heute verstehe ich das aber und kann darüber lachen, auch wenn ich darüber immer etwas traurig bin.

        Die Menschen sind mit dem wie sie leben und zusammenleben eben nicht perfekt. Aber was ist schon perfekt und was ist nicht perfekt? Manche wichtige Erfahrungen kann man nur machen, wenn man in eine Bredouille hineingerät. Dann fängt das große Lernen an und da ist eine sehr gute Sache. Wenn ein Bäcker den Sauerteig nicht richtig versteht, oder aber er versteht den Sauerteig, aber verwendet ihn unabsichtlich oder absichtlich falsch, dann wird er kein ordentliches Brot backen können, das ist doch wahr. Wenn wir die Rolle von Frau und Mann nicht richtig verstehen oder ausfüllen wollen, egal aus welchen Gründen, dann werden die Familien keine höhere Ordnung annehmen können. Es ist genau das selbe Prinzip - kein Unterschied.


    • Was die App macht, steht doch im letzten Abschnitt. Offensichtlich handelt es sich um einen Zyklusplaner, der naturgemäß sowohl zur (natürlichen) Schwangerschaftsverhütung eingesetzt werden kann, als auch zur Erreichung des Gegenteils, nämlich der gezielten Herbeiführung einer Schwangerschaft.
      Hetze gegen Katholiken kann ich nirgends finden. Wenn Katholiken in Herstellung und Finanzierung oder Entwicklung der App involviert sind, so kann das durchaus bedeutsam sein, vor allem wenn die App noch Verhaltenstips während der Schwangerschaft gibt.
      Es ist bekannt, dass der Papst als oberster Kirchenführer der Katholiken unbedingter Abtreibungsgegner ist, Abtreibung mit Mord vergleicht und Verhütung bestenfalls mit natürlichen Methoden erlaubt. In diesem Sinn könnte die App sogar brauchbar sein. Sollte sie darüber hinaus noch Tips zur Schwangerschaft geben, kann man davon ausgehen, dass sie keine geben wird, die den Abruch empfehlen, selbst wenn eine Beratung dazu möglicherweise angebracht wäre.


    • Zu viele Worte.


  • J.K.
    • Blogger
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Nennt mir bitte eine App, wo der Entwickler keinen Hintergedanken hatte.


  • In wiefern sollte von der App jemand beeinflusst werden? Was sollte das Ziel dahinter sein?
    Frauen, die eigentlich nicht schwanger werden wollen durch unsicher Verhütungsmethoden zu "schwängern"? Warum? Damit sie dann was? Illegal abtreiben? Oder will man sie zu Gebährmaschinen machen?

    Entweder frau will schwanger werden oder nicht.
    Ist die Schwangerschaft gewollt, dann wird sie ohnehin nicht an Abtreibung denken. Ist die Schwangerschaft nicht gewollt, dann ist doch wohl Verhütung besser als Abtreibung - wobei natürlich über die Wirksamkeit der Methode diskutiert werden kann.
    Ist frau bereits ungewollt schwanger, wird 99,x% klar sein, dass dann eine App zur Fruchtbarkeitskontrolle auch nichts mehr hilft.

    Viel logischer wäre doch, dass gerade Abtreibungsgegner ein starkes Interesse daran haben, dass Frauen eben nicht ungewollt schwanger werden. Und dann wäre das eine ganz normale App mit hehren Zielen ... halt nur von Leuten gemacht, die sehr fragwürdige Ansichten haben und fragwürdige Methoden empfehlen.


  • Ich lese lang mit hab nun einen account gemacht. Seid ihr nicht ein TECHNIKPORTAL? das jetzt ist einfach nur noch clickbait welches nichts... aber auch NICHTS mit technik zu tun hat sondern mit SOZIALleben.

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