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3 Min Lesezeit 10 Kommentare

Facebooks Portal kann mehr als nur Videotelefonie

Facebook ist ab sofort nicht mehr nur eine Social-Media-Plattform, denn mit Portal und Portal+ wird das Unternehmen nun auch zum Hardware-Produzenten. Vorrangig sind diese zwei Produkte für Video-Telefonie ausgelegt, aber eigentlich können beide mehr als nur Bildtelefonie.

Lange hat es gedauert, aber nun hat Facebook ohne viel Aufsehen seine beiden ersten Hardware-Produkte vorgestellt. Portal und Portal+ entstammen aus dem Labor mit dem Namen Building 8, das im April 2016 gegründet wurde und explizit mit der Hardware-Entwicklung beauftragt wurde. Nun nach über zwei Jahren ist es also soweit und die ersten Produkte von Building 8 gehen in den Handel.

Facebook Portal
Der Portal passt in fast jede Umgebung. / © Facebook

Vordergründig sind der kleine Portal und der mit einem drehbaren Display ausgestattet Portal+ zur Video-Telefonie gedacht. Aber schon dieser relativ simplen Funktion spendiert Facebook Komfortfunktionen. So erfasst die Kamera das Gesicht und sorgt dafür, dass es immer gut zu erkennen ist. Selbst wenn man sich durch den Raum bewegt, soll die Kamera dem Nutzer verfolgen. Tritt ein weiterer Gesprächsteilnehmer ins Bild zoomt die Kamera eigenständig raus, um beide vor der Kamera einzufangen. Ähnliches gilt auch für den Ton. Dank vier Mikrofonen und eines intelligenten Hintergrundgeräuschfilters soll Portal immer den gerade sprechenden Teilnehmer optimal einfangen.

Facebook Portal plus
Der Portal+ kann auch hochkant. / © Facebook

Ein wenig Smart Display, Smart Home und Smart Lautsprecher

Selbstverständlich muss der Portal mehr als nur die Video-Telefonie-Funktion können. Für die Smart-Display-Funktionen scheint Facebook aus dem eigenen Netzwerk Inhalte zu akquirieren. Neben Videos aus Facebook sollen auch Apps von Food Network, Newsy und Facebook Watch dargestellt werden. 

Auch als Smarter Lautsprecher kann Portal genutzt werden, aber Facebook spendiert dem Lauschen von Musik ein Hauch Social Media, denn wenn beide Portal-Nutzer über einen Premium Account von Spotify oder Pandora verfügen, dann sollen diese auch gemeinsam Musik hören können.

Die Smart-Home-Funktionalität holt sich Facebook aus Seattle in Form von Amazon Alexa. Die Entwicklung eines eigenen Assistenten Namens Facebook M wurde bekannterweise schon Anfang 2018 eingestellt. Dank der Alexa-Integration kann Facebooks Portal schnell auf hunderte von Skills und kompatiblen Produkten und Dienste zurückgreifen.

Augenmerk auf Privatsphäre mit einem „aber“

Durch den Datenskandal mit Cambridge Analytica ist Facebook darauf bedacht, nicht noch einmal in solch einen Skandal verwickelt zu werden. Aus diesem Grund gibt es eine Taste am Portal, die Kamera und Mikrofone deaktiviert und zusätzlich gibt es eine kleine Kappe, die die Kamera verdeckt. Darüber hinaus sollen alle Gespräche verschlüsselt und auch nicht auf Servern gespeichert werden. Sämtliche Bild- und Ton-Daten, die das intelligente Kamera-System während der Nutzung sammelt, um die Portal Funktion umzusetzen, bleiben auf dem Gerät selbst. 

Aber Sprachbefehle werden - so ist es nun mal, wenn man ein System eines anderen Anbieters verwendet - an Amazon weitergeleitet. Laut Facebook werden aber die Sprachbefehle alle im eigenen Activity-Log gesammelt und können vom Nutzer auch gelöscht werden. 

Preis und Verfügbarkeit

Aktuell bietet Facebook den Portal und Portal+ nur in den USA an. Ein Portal kostet dabei 199 US-Dollar, zwei kosten im Bundle 298 US-Dollar und für das Portal+ werden 349 US-Dollar fällig. Wann Facebook den Portal auch außerhalb der USA anbieten wird, ist noch unbekannt, aber es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen schnellstmöglich weitere Märkte erschließen will.

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10 Kommentare

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  • Facebook will bloß noch mehr über uns ausspionieren ähnlich Alexa,Google Homepod,eventuell Apple Siri pod.Werden heutzutage Versprechungen gemacht dass Daten nicht verkauft werden aber am Ende weiß keiner so richtig was mit seinen Daten passiert


  • Ich prophezeie jetzt schonmal die Medien in einem Zeitraffer:

    1 Monat nach Release

    "Eine Revolution im Videotelefonie-Markt"

    2 Monate nach Release

    "Facebook speichert alle Telefonate auf Servern" (Auch wenn anders behauptet)

    4 Monate nach Release

    "Facebook spezifiziert Werbung anhand des Videomaterials der Always-on-Portals"

    kurz danach

    "Facebook veröffentlicht Firmware-update für Portal und Portal+ - Always-on ist Geschichte"

    1 Monat später

    "Russische Hacker veröffentlichen Firmeninterna/Private Videoaufnahmen, die auf Facebookservern gespeichert wurden sind"

    Und dennoch werden die Geräte weiterhin benutzt.


  • Und demnächst kommt das Facebook Smartphone auf den Markt. 🙄👎


  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Woche Link zum Kommentar

    "Darüber hinaus sollen alle Gespräche verschlüsselt und auch nicht auf Servern gespeichert werden"

    Sollen oder sind? Das ist ein großer Unterschied.


    • Sollen oder sind ist wirklich ein großer unterschied und ob das dann wirklich auch passiert kann man nur vermuten. Am Ende werden dann deine Daten auch nur wieder verkauft.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Wenn's von facebook kommt, sollte man erst recht mißtrauisch sein. Außer diejenigen, denen Datenschutz und Privatsphäre scheiß egal ist. Die können sich das natürlich uneingeschränkt kaufen und nutzen.

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