Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.
E-Bike kaufen: Auf diese Dinge müsst Ihr achten
Mobilität Tipps & Tricks 4 Min Lesezeit 27 Kommentare

E-Bike kaufen: Auf diese Dinge müsst Ihr achten

E-Bikes oder Pedelecs sind beliebt, die Zahl der Modelle und Preisklassen riesig. Doch in jeder Preisklasse gibt es gute und schlechte Fahrräder mit E-Antrieb. Wir zeigen Euch, worauf Ihr beim Kauf eines E-Bike achten müsst.

Spring direkt zu:

Der gewünschte Einsatzzweck

Zum Anfang sollte man sich erst einmal fragen, wofür man das E-Bike eigentlich verwenden möchte, das man zu kaufen gedenkt. Pendler etwa, die einen Teil der Strecke mit der Bahn zurücklegen wollen, sollten auf ein geringes Gewicht von unter 20 Kilogramm achten und ein Klapp-E-Bike in Betracht ziehen.

Wer mit dem Pedelec sein Auto ersetzen möchte, kommt um viel Stauraum nicht herum und dürfte bei Lastenrädern fündig werden. Aber auch ein kräftiger Motor in Kombination mit einem Anhänger kann hier die Lösung sein. Wer es besonders schnell mag: Es gibt auch Rennräder mit Motor oder die S-Pedelec mit Motoren über 250 Watt, die bis zu 45 km/h schaffen, aber ähnlich wie ein Moped versichert werden müssen.

Die Frage nach dem Motor

Zentrale Frage beim Kauf eines E-Bikes: Wo sitzt der Motor? Im Prinzip gibt es dabei drei Alternativen: In der Nabe des Vorderrades, in der des Hinterrades oder in der Mitte am Tretlager. Die drei Lösungen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile:

  • Motor im Vorderrad: Geringster Aufwand beim Ein- und Ausbau, günstige Lösung. Dafür ungünstiger Schwerpunkt und gewöhnungsbedürftige Fahrdynamik.
  • Mittelmotor: Tiefer Schwerpunkt, stabile Aufnahme direkt am Rahmen. Dafür höherer Kettenverschleiß und indirekte Kraftübertragung.
  • Motor im Hinterrad: Direkte Kraftübertragung am Antriebsrad, guter Kompromiss beim Schwerpunkt. Hoher Aufwand bei Wartung sowie Ein- und Ausbau.

Keine der drei Optionen ist per se schlecht und auszuschließen. Probefahren ist hier angesichts des unterschiedlichen Fahrverhaltens jedoch Pflicht.

AndroidPIT vanmoof electrified s 1064
Nicht alle E-Bikes haben den Motor an der gleichen Stelle. / © AndroidPIT

Die Gangschaltung

Auch die meisten E-Bikes haben und brauchen eine Gangschaltung, einerseits um schneller zu fahren als die 25 km/h, die der Motor unterstützen darf, und andererseits im in allen Lagen bequem treten zu können. Wie beim Fahrrad gibt es hier vor allem zwei Arten: Naben- und Kettenschaltung. Exoten unter den E-Bikes kommen mit teurem Planetengetriebe daher.

Generell gilt: Wer hauptsächlich in der Stadt oder im flachen Land fährt, kommt locker mit einer Sieben-Gang-Schaltung aus, vor allem bei einem Pedelec, aber auch bei einem normalen Rad ohne Motor. Wer häufig in hügeligem Gelände fährt, sollte mehr Gänge zur Verfügung haben. Eine Kettenschaltung ist robust und bewährt, braucht aber mehr Wartung als eine Nabenschaltung. Sie verträgt aber auch höhere Kräfte, nicht ganz unwichtig bei einem E-Bike.

Der Akku

Während man beim Akku eines E-Bikes die reine Kapazität nicht ganz so einfach zum Vergleich heran ziehen kann - dafür hängt sie zu sehr von der Art des Rades ab - , gilt dies aber doch für den Einbau, denn hier teilt sich die E-Bike-Welt in zwei Lager: Fest eingebauter Akku oder wechselbar.

Fest eingebaute Akkus sind häufig eleganter, vor allem wenn sie im Rahmen stecken. Dann ist das Pedelec kaum von einem normalen Fahrrad zu unterscheiden. Das bedeutet aber auch: Dort, wo das Rad normalerweise parkt, muss es eine Möglichkeit zum Aufladen geben, denn einfach den Akku mit in die Wohnung nehmen und an die Steckdose hängen ist schwierig. Wer sein Rad in der eigenen Garage parkt, hat an diesem Punkt kein Problem, in der Stadt ist es schwieriger.

Wechselbare Akkus haben an diesem Punkt mehr Flexibilität. In aller Regel werden sie mit einem Schlüssel abgeschlossen und sind damit sicher am Rahmen verstaut. Wer besonders weite Strecken zurücklegen möchte, kann sich sogar einen zweiten Akku besorgen und kommt damit doppelt so weit wie mit einem. Praktischer sind also Wechselakkus, schicker allerdings meiste fest verbaute - Eure Entscheidung.

mobility electric 02
Die Frage beim Akku: Fest verbaut oder wechselbar? / © Kritkun/Shutterstock

Die weiteren Komponenten

Motor hin, Motor her: Ein E-Bike ist immer noch ein Fahrrad, und deshalb solltet Ihr auch auf die anderen Komponenten achten, also etwa Bremssystem, Bremshebel, Schaltung und Beleuchtung, wobei letztere bei Pedelecs in der Regel integriert ist - Strom ist ja immer da. Besonderes Augenmerk hat bei einem E-Bike die Bremse verdient, denn die muss mehr leisten als beim normalen Rad - man ist oft schneller unterwegs und das Rad ist schwerer. Scheibenbremsen sollten es daher schon sein.

Der mit Abstand bekannteste und verbreiteste Hersteller von Bremsen, Schaltungen und andere Fahrrad-Komponenten ist Shimano. Die unterschiedlichen Serien in qualitativ und preislich absteigender Reihenfolge sind hier aufgelistet. Vor allem bei den Bremsen sind auch Avid/SRAM und Magura empfehlenswert

AndroidPIT unimoke urban drivestyle hero
Es gibt auch ungewöhnliche E-Bikes. / © AndroidPIT

Habt Ihr weitere Tipps, wie man das perfekte E-Bike findet? Dann rein damit in die Kommentare!

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

27 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Zulässiges Gesamtgewicht muss mit beachtet werden.


  • Entschuldigung, Sie haben dieses mal eine dumme Frage in Ihrem Beitrag zur Leserbefragung gestellt.


  • Meine Idee zum Motor.
    Interessanter weise sprechen fast alle der sogenannten Experten bei der Frage nach der Motorplatzierung von dem Schwerpunkt!
    Das ist meiner Meinung nach, ein zu vernachlässigender Standpunkt!
    Der wichtigste Vorteil des Mittelmotors ist das Drehmoment, welches ich durch die Schaltung verändere! (genau wie beim Auto!)
    Bei den anderen beiden Varianten bleibt das Drehmoment gleich. Es ändert sich nur die Kraft, die ich über die Schaltung und Pedale als Muskelkraft hinzufüge!
    Also ist der Mittelmotor auf jeden Fall die bessere Alternative!


    • Anders als beim Auto hat ein Pedelec grad mal 250W, da ist es vollkommen unwichtig, das Drehmoment verändern zu können. Im Gegenteil, dadurch wird die Kraftübertragung viel zu schwammig.
      Ich fahre seit 7 Jahren überwiegend Front- und Heckmotoren und bin jedesmal froh, wenn ich nicht Mittelmotor fahren muss.
      Die 500 - 1000 Euro Mehrkosten kann man sich getrost sparen.


      • Ich fahre gern auch in hügeligen Gegenden und deshalb nur noch Mittelmotor,
        ich will mich nicht mit durchrutschenden Vorderrädern oder überhitzten Heckmotoren rumärgern.

        Wer natürlich nur im Flachland spazieren fährt kann mit Kompromissen leben aber für aktive Biker ist ein Mittelmotor immer die bessere Wahl.


      • Ok, das Vorderrad kann bergauf bei Rollsplit schon mal durchrutschen, aber mit dem eKlappRad bin ich selten im Gebirge unterwegs... ;-)

        Mit meinem eFatBike mit Heckmotor schon eher, aber einen "überhitzten Heckmotor" hab ich noch nie erlebt. Ich halte das eher für ein Gerücht, das von den Herstellern der Mittelmotoren in die Welt gesetzt worden ist, um Ihre teuren Produkte besser verkaufen zu können... Rein technisch gesehen, müsste ja auch die Kühlung bei dem freiliegenden Nabenmotor weit besser sein...


  • Man muss auch das zulässige Gesamtgewicht beachten. Die meisten Räder haben 120kg, incl Fahrer, Gepäck und Bike. Somit für Fahrer mit max 90kg geeignet. Nur wenige Bikes bzw Modelle bieten mehr. Nachfragen hilft meist weiter.


  • Auch wichtig : am besten direkt bei einem Fachgeschäft kaufen die die Werkstatt gleich in der Nähe haben. Discounter wiederum verkaufen nur und wenn was kaputt ist fängt der Ärger an. Daher Angebote von Aldi, Lidl und Real oder Kaufland meiden.


  • Und ganz wichtig: Der Rahmen muss passen. Man sollte so viel wie möglich Probe fahren, und nicht nur beim Händler im Hof.
    Beim Fahren merkt man auch schnell welche Schaltung am besten zu einem passt.
    Wenn man sich auf dem Rad wohlfühlt fährt man auch. Viele Händler bieten ein Bikefitting an. Das nachträgliche Anpassen von Lenker und Sattelgeometrie bringt oft nicht den gewünschten Erfolg und es gibt Händler die einem sowas bei Ladenhütern aufschwatzen.
    Was nützt mir ein Rad dass cool aussieht und keine Freude macht, steht dann meist nutzlos rum.
    Wenn man nicht selbst am Radl schrauben kann ist auch ein Händler wichtig den man bei Problemen schnell erreichen kann und eine gute Werkstatt hat.


  • Die Anbauteile (Schaltung, Bremse, Licht) sollten eine anständige Qualität haben.
    Als Beispiel die Lampen. Oft werden bei günstigen Rädern 20 Lux Lampen verbaut, die leider viel zu wenig die Fahrbahn ausleuchten. 60 Lux und mehr dürfte es schon sein damit man abends doch noch den Scherben ausweichen kann.
    Eine Nabenschaltung hat den Vorteil auch im Stand geschaltet zu werden, sollte aber auch nicht weniger wie 7 Gänge haben. Bei einer Kettenschaltung gerne 10 Gänge oder mehr wenn es passt. Die alten 7 Gang Kettenschaltungen sind zwar auch ausreichend aber verschwinden so langsam vom Markt bzw es sind irgendwann nurnoch die 0815 Ersatzteile zu bekommen.
    Bei der Bremse bitte immer auf Scheibenbremse achten. Habe selbst zwar nur die mechanische BB7 aber selbst die ist einer Felgenbremse überlegen. Da ich vorne zwei 20 Zoll Räder habe mit je einer 16er Scheibe steht das Fahrrad schneller als jedes normale Fahrrad. Hat gerade bei Rechtsabbiegern schon oft geholfen, da diese mich durch parkende Autos sehr schlecht sehen können.

    Ansonsten: wenn man nur 800€ ausgegeben möchte sollte man nicht nach Pedelecs suchen; in der Klasse findet man nichts gutes. 7000€ müssen auch nicht sein, es sei denn man ist absolut gestört.... wozu ich mich auch zählen kann. ;)


    • 7000 Euro?.... 🙄 Dafür kaufe ich mir lieber ein Motorrad


      • Gute Bikes kosten halt Mal ihr Geld, hab auch ein Pedelec in der Kategorie, was aber nicht dafür spricht, ein Motorrad zu fahren. Und ja, Qualität kostet halt.


      • Aber keine 7000 Euro 🙄. Natürlich gibt es Räder die noch teurer sind. Aber deswegen muss man es sich nicht kaufen.


      • Natürlich, scheinbar hast du dich da wenig damit beschäftigt. Stichwort Fullys. Mein Fully war teurer als meine Maschine.


      • @Karsten, du meinst, teurere Räder haben also keinen Mehrwert in Sachen Ausstattung? Wenn ja, solltest du dich echt etwas mehr mit der Materie auseinander setzen, denn so wirkt es wie eine Meinung, die mit Fachwissen absolut nichts zu tun hat.


    • Eine 3-Gang-Nabenschaltung ist bei einem Pedelec vollkommen ausreichend, man nutzt sowieso nur den 1. Gang zum Anfahren und schaltet dann in den höchsten, den Rest macht eh der Motor.
      So schnell schalten kann man gar nicht, dass man mehr als eine Zwischenstufe, also den 2. Gang, benutzen könnte, bevor man auf 25 km/h ist.

      Man könnte, Dank Motor, auch nur im höchsten Gang fahren, dann muss halt der Motor die ganze Arbeit beim Anfahren übernehmen... bei einer Kettenschaltung ist das eh oft der Fall, wenn man nicht vor jeder Kreuzung prophylaktisch runter schaltet, was auf die Dauer ganz schön nervt...


  • Avid gibt's nicht mehr. Wurde von sram übernommen.


  • SRAM ist auch ein guter, wenn nicht besserer hersteller als Shimano. Aber ist auch geschmackssache und nur meine Meinung.


  • Maguro ist roher Thunfisch, Magura der Bremsenhersteller auf Öldruckbasis.
    Es gibt bezüglich Bremsen , Schaltungen auch andere Hersteller als Shimano, wenngleich dieser seit jeher mit XT und XTR die bestfunktionierendste zu sein scheint. Gripshift war auch ganz ok
    Nennt bitte hier Fachadressen als Verlinkungen anstatt Smartphone-umfragen etc.


  • Und wenn der Fest verbaute Akku den Geist aufgibt?


    • Es gibt Spezialisten die ein Akkugehäuse mit neuen Zellen bestücken. So kann man auf Wunsch gleich bessere oder modernere Zellen kaufen.


    • DAS ist einer jener Knackpunkte, die die Hersteller nach wie vor nicht auf die Reihe kriegen. Aus vermeintlichen produktionstechnischen Gründen werden Akkus fest verbaut.
      Sinnvoller, weil ein Fahrrad oder derjenige der umweltbewusster solch ein Fahrrad kaufen will/wird, sich eben einen austauschbaren ( muss nicht multiflexiblen Austauschakku sein ) Akku wünscht. Weil das Fahrrad ggf 10 oder mehr Jahre hält, tagtägliche Ladung fordert und daher auch entsprechende benutzung aufweist. Wenn ich also mein geliebtes Fahrrad alle 5 Jahre ersetzen muss, mir jedesmal 2500 € zur Seite legen muss und es dennoch am Umwelt sprich Entsorgungs/ Rezikliergedanken scheitert, warum soll ich dann umsteigen ?
      Alternativ un dmeiner Meinung nach eh die bessere weil gesündere Variante :
      reine Muskelkraft als Antrieb :)

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern