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Die schlimmsten Fails in Tech 2019

Die schlimmsten Fails in Tech 2019

Das Jahrzehnt der Mobiltelefone geht zu Ende – die treibende Kraft in der nächsten Tech-Dekade wird das Internet of Everything. Wie jede aussterbende Spezies haben die Smartphones in den vergangenen Monaten seltsame Blüten getrieben und damit für richtig harte Fails gesorgt. Kleiner Trost für Huawei & Co.: Ordentlich ins Klo gegriffen haben beispielsweise auch Lime und Tier. Oder Xiaomi. Wir haben Euch die „besten“ Ausrutscher des beinahe vergangenen Jahres zusammengestellt. Und die haben nicht nur mit Smartphones zu tun.

Prolog: Das Problem der Marktsättigung

Ich kann mich noch so gut erinnern, wie sich AndroidPIT und das Wachstum damals angefühlt haben. Es gab quasi jeden Tag etwas Neues zu berichten – und alles war spannend.

Es war auch kein Wunder. Die Android-Software an sich sah schon furchterregend aus und fühlte sich an, wie mit einer heißen Nadel gestrickt. Es gab bei Android keinerlei grafische Vorgaben für das Entwickeln von Apps – und entsprechend sahen sie aus. Man freute sich, wenn die Displayauflösung von 180 ppi (zum Beispiel HTC Dream) auf 265 ppi (zum Beispiel Motorola Milestone) ging, da man Unterschiede noch klar und deutlich sehen konnte. Zur Erinnerung: einige der ersten Android Smartphones hatten kein kapazitives, sondern ein resistives Display. Bei diesem wird nicht etwa die elektrische Spannung der Haut, sondern das feste Drücken des Fingers für die Befehlsabgabe genutzt.

Heute ist das anders. Die Display-Auflösungen sind allesamt jenseits der 400er-Marke – und das, obwohl die Screens heutzutage deutlich größer sind als noch vor 10 Jahren. Es gibt an sich auch keine schlechten Smartphones mehr, solange man sie hier in Europa legal käuflich erwirbt. Schon für einen Preis um die 250 Euro kann man ein Telefon erwerben, das einem die Tränen der Freude in die Augen drückt, wenn man es mit einem Gerät von vor drei oder vier Jahren vergleicht.

Für Hersteller sind das schreckliche Neuigkeiten. Was waren das noch Zeiten, als man neue Wetterwidgets ankündigte und die Tech-Community Pipi in den Augen hatte, weil alles so schön animiert war? Jetzt ist alles anders. Heute müssen Hersteller auf Stammkäufer oder darauf hoffen, dass sie es irgendwie in die Auswahl der Telcos schaffen. Aber ohne großen Geldkoffer geht bei den Mobilfunkanbietern – und selbst bei Amazon und MediaMarkt / Saturn nichts mehr.

Was also bleibt, ist das Experimentieren und das Daraufhoffen, dass man irgendwie dann doch ein Korn findet. Das gilt übrigens nicht nur für die Smartphone-Hersteller, sondern durchaus für die Tech-Branche gleichermaßen. Durchschlagende Erfolge blieben bislang aus. Dafür aber gab es einige Fehlgriffe.

Fail No. 1: Faltbare Smartphones

Ich schreibe die Überschrift in der Mehrzahl, meine aber vor allem den Formfaktor des Samsung Galaxy Fold. Nicht falsch verstehen: ich verneige mich vor der technischen Meisterleistung der Samsung-Ingenieure, die es wirklich hinbekommen haben, ein Display so zu konstruieren, dass man es fast wie Papier behandeln kann.

Aber warum nur dieser Formfaktor? Was hat sich Samsung dabei gedacht? Zusammengelegt ist das Fold ein fetter Klumpen, der jede Hemdtasche in Richtung Knie zwingt und seinen Träger fast schon mit dazu. Sicher, auseinandergefaltet ist das Fold ein wahrer Augenschmaus. Dafür ist es aber dann so sperrig wie ein aufgespannter Regenschirm, der in einen Umzugskarton soll.

Es wirkt auf mich, als hätte Samsung sich keine abschließenden Gedanken zum Thema „faltbar“ gemacht. Im Land der Origamis (okay, das ist an sich nicht Südkorea, sondern Japan. Aber es ist nah dran!) dachte man sich wohl, dass viel auch viel hilft.

AndroidPIT motorola razr 2019 handson 07
Den Trick mit dem Knick im Display hat Motorola mit dem Razr besser raus.  / © AndroidPIT

Pustekuchen! Auch das Huawei Mate X haut mich nicht vom Hocker. Immerhin wirkte es zwar insgesamt etwas schlanker. Aber auch hier hatte man bei Huawei offenbar nur eilig abgekupfert – vielleicht mit Verstand, aber wenigstens ohne echten Sinn.

Hinzu kommt, dass die Smartphone-Platzhirsche beim Preis völlig hohl gedreht sind und den Preispunkt mal jenseits jeglicher Schallgrenzen angesetzt haben. „Wenn es schon keinen echten Habenwill-Faktor gibt, dann müssen wir das Ding wenigstens als echtes Statussymbol positionieren. Dann noch schön die Stückzahl limitieren – und das Ding geht weg wie warme Semmeln“, höre ich die verantwortlichen Marketingchefs sagen. Zur Erinnerung: sowohl das Fold, als auch das Mate X kosten jeweils deutlich über 2.000 Euro.

Aber Rettung naht. Mit dem Razr ist Motorola wahrscheinlich das geglückt, was Samsung eigentlich erreichen wollte. Wenn man Zukunft mit der guten alten Zeit verpackt, dann kommt ein echter Habenwillfaktor heraus, der wirklich Sinn ergibt. „Flip statt fold“ ist da die Devise. Und offenbar halbiert Motorola mit dem Razr nicht nur die Größe des Displays, sondern auch fast den Preis – das Razr wird mit einem Verkaufspreis von etwa 1.400 Euro erwartet.

Fail No. 2: Huawei Mate 30 und die fehlende Software

Der sonst so gut gelaunte und junggebliebene Richard Yu dürfte in diesem Jahr die eine oder andere Sorgenfalte mehr bekommen haben. Immerhin musste der erfolgsverwöhnte Huawei-CEO zumindest in den westlichen Ländern einige Niederlagen einstecken.

Zu verdanken hat er diese wohl hauptsächlich dem US-Präsidenten Trump, der in seinem Handelskrieg mit China Huawei vor allem als Trump(f) (haha) verwendet. Wie ein Spielball wird Huawei immer wieder auf die Schaubühne gezerrt – egal ob man nun medienwirksam die Tochter des Gründers in Kanada festsetzen lässt oder man einheimischen Unternehmen verbietet mit Huawei Geschäfte zu machen.

huawei ceo richard yu
So fröhlich war Richard Yu in 2019 nicht häufig. / © Huawei

Gerade bei letztem Punkt hat die Trump-Regierung Huawei so richtig an den Ihrwisstschonwas. Denn ohne Google ist selbst das vielleicht beste Smartphone des Jahres nur halb so gut.

Mit dem Huawei Mate 30 ist dem Konzern aus Shenzhen nämlich wirklich ein rundum tolles Gerät gelungen. Allerdings ist man nun gezwungen, den Android-Boliden ganz ohne Google Apps auf den Markt zu bringen. Das fühlt sich leider ganz und gar nicht gut an, sondern eher wie „Die Simpsons“ ohne Bart und Homer.

Es dürfte schwer werden für das Unternehmen, das so kurz davor war hier in Europa den großen Platzhirschen verdammt nah auf den Pelz zu rücken. Ohne die Google-Apps aber dürfte dieser Trend auf nicht absehbare Zeit gestoppt sein.

Fail No. 3: „Wir optimieren am Kunden“

Des Einen Freud, des Anderen Leid: während das Jahr 2019 für den Erfolg Huaweis in Europa eine Erosion darstellte, konnten Hersteller wie Xiaomi, Oppo oder Vivo die Gunst der Stunde nutzen und den Markteintritt in Deutschland wagen.

Das Markenzeichen aller Neuankömmlinge: Tolle Geräte für einen nahezu unschlagbaren Preis! Es gibt aber noch etwas, womit sich die chinesischen Newcomer ähneln. Die Software, die hier zum Einsatz kommt, ist meist – sagen wir, in einem recht frühen Stadium.

Sehr gut kann man das auch am Beispiel Mi Note 10 sehen. Xiaomi beweist hier Mut und bringt das erste Smartphone mit einer Auflösung von 108 Megapixeln auf den Markt. Gerade der mit Samsung entwickelte Bildsensor ist an sich absolute Sahne.

Um beim Essen zu bleiben: dafür ist die Software eher Grütze. Unser Kollege Stefan hat die Kamera des Mi Note 10 intensiv getestet und einiges an Schwächen ausgemacht. Diese sind allesamt auf eine nicht auf die Hardware optimierte Software zurückzuführen.

AndroidPIT Xiaomi Mi Note 10 Back 1
Geile Hardware zum geilen Preis! Leider kann die Software nicht mithalten. / © AndroidPIT

Hier gibt es auch andere Beispiele. Zum Beispiel die Software der Roborock-Sauger oder der Xiaomi Smart Home-App. Viele kleinere Funktionen laufen nur so mittelprächtig, sind nicht optimal dargestellt oder gar noch auf Chinesisch.

Die Devise scheint oftmals die zu sein, ein Produkt so schnell es geht auf den Markt zu bringen und die Software dann später mit eingehenden Kundenbeschwerden glatt zu ziehen.

Wer nun denkt, dies sei nur ein rein chinesisches Phänomen, irrt. Auch Google, Amazon und auch Apple haben in diesem Jahr auffällig fehlerhafte Software auf den Markt geworfen und die Schnitzer erst nach und nach ausgebügelt.

Mich stört das. Die Software ist aus meiner Sicht ein überaus wichtiger Bestandteil eines Produktes. Ja, man kann diesen auch später durch Updates leicht ändern, was bei Produktdesign nicht möglich ist. Aber Unternehmen sollten zukünftig diesem Bereich (wieder) sehr viel mehr Aufmerksamkeit widmen und ein möglichst fehlerfreies und bereits auf die Hardware optimiertes Produkt ausliefern.

Fail No. 4: E-Scooter – energiegeladene Party-Flitzer mit Beinbrechpotential

Was habe ich mich gefreut, als es endlich mit den E-Scootern losging: Freiheit auf zwei Rädern, schnell und quasi mühelos durch die Stadt cruisen und längere Strecken ganz einfach mit dem öffentlichen Nahverkehr überbrücken.

Und was habe ich mich über die Politiker geärgert, die mal wieder nicht die Kirche im Dorf lassen können und alles verkomplizieren. Versicherungsplakette? Warum denn? Andere Länder haben das doch bei den Scootern auch nicht – und dort funktioniert es doch auch!? Man fährt doch mit nicht mal 25 Stundenkilometer durch die Stadt und wird gefühlt von jedem Fahrradfahrer überholt.

Liebe Politiker, ich will mich an dieser Stelle bei Euch entschuldigen. Ich finde die (Leih-)Scooter zwar immer noch sehr praktisch. Allerdings haben die Dinger das Stadtbild mindestens hier in Berlin doch drastisch verändert. Überall stehen die Roller kreuz und quer herum und reduzieren den wenigen Platz auf Bürgersteigen noch weiter.

Was aber viel schlimmer ist, sind die Menschen, die diese Roller fahren beziehungsweise, besser, irgendwie benutzen. Keine Ahnung warum, aber der gemeine Berliner Rollerfan scheint ein besonderer Schlag Mensch zu sein – und scheint gerne mal einen zu trinken. Das klingt sicherlich plakativ und ist es vielleicht zu Teilen auch. Wer meine These als zu weit hergeholt abtut, den lade ich mal an einem Wochenende ein zum Alexanderplatz zu kommen.

AndroidPIT e scooter rental steffen tram race
Steffen hat für das Bild nur posiert, aber im Straßenbild von Berlin sieht man allzuoft seltsame und ggf. angetrunkene e-Scooter Fahrer / © AndroidPIT

Kreuz und quer und mit recht hohem Tempo „cruisen“ Menschen ohne Führerschein, Sinn und Verstand über den mit sehr vielen Menschen gesäumten Platz. Ich alleine durfte schon zwei Mal kleinere Bekanntschaften mit Menschen auf Rollern machen und mir deren ausgeliehene Geräte von ganz nah auf dem Alex ansehen – nur weil die Dame und der Herr übermütig gedachte Slalomläufe durch die menschlichen Hindernisse fuhren. Weder den Fahrern noch mir war etwas passiert. Es gab aber in diesem Jahr bereits einige schwere Unfälle mit Scootern.

Hinzu kommt, dass sämtliche Businesspläne der großen Verleiher erst dann Sinn ergeben, wenn die Roller eine Haltbarkeit von über 12 Monaten hergeben – vom ökologischen Ansatz mal ganz abgesehen. Hiervon sind aber alle Marken, wie Voi, Tier oder Lime noch weit weg.

Gut möglich also, dass man die Konzepte noch einmal überarbeiten sollte und die anfängliche Skepsis der Experten und Politikern nicht übertrieben war. Somit sind E-Scooter im Jahr 2019 auf jeden Fall ein Fail. Hoffentlich kann ich meine Meinung hierzu bald ändern.

Fail No. 5: Insolvenz der Fonpit AG

Okay, zugegeben. Dieser Fall läuft etwas außerhalb der oben genannten Konkurrenz. Persönlich ist das aber sogar der Tech-Fail des Jahrzehnts. Um Missverständnissen vorzubeugen, sei nochmal klargestellt, dass ich mich nicht etwa schäme oder (zu sehr) gräme. Zumindest nicht aus der Sicht des Scheiterns.

Was wirklich schmerzt, ist, dass man viele Lebensjahre in ein Projekt gesteckt hat und man dieses untergehen sieht. Schlimmer noch aber sind die vielen Menschen, die man gehen lassen muss. Die vielen Erinnerungen „an die guten alten Zeiten“ und die Anfänge kommen einem in den Sinn, als alles noch so einfach schien und man auf der Welle des Android-Erfolgs mitschwimmen konnte.

Eine Insolvenz ist das glatte Gegenteil. Es ist ein Sog, der einen erbarmungslos nach unten zieht – sowohl wirtschaftlich, aber auch sicherlich psychisch. Oder anders gesagt: wenn einem mal Scheiße am Schuh klebt, tritt man auch ziemlich sicher in den nächsten Haufen. Es zerbricht nicht nur viel Porzellan, sondern auch Vertrauen, das man sich mühsam wieder aufbauen muss.

Ich bin traurig darüber, dass die Fonpit AG untergegangen ist, aber sehr viel glücklicher darüber, dass AndroidPIT überlebt hat und man mir beziehungsweise uns eine zweite Chance dafür gibt.

Für mich ist dieser Fail auch ein guter Abschluss des Artikels. Wo Licht ist, ist auch Schatten – und in diesem Falle ist es umgekehrt. Aus jedem Rückschlag beziehungsweise „Fail“ lässt sich am Ende auch etwas Positives ziehen und etwas Neues formen. Es geht um’s Aufstehen – nur wer liegen bleibt und sich seinem Schicksal ergibt, hat schon verloren.

Ein sehr ereignisreiches Jahr, das einiges an Zäsuren mit sich bringt, geht zu Ende. Im Großen, wie im Kleinen. Auf gesellschaftlicher, politischer Ebene, aber eben auch im Tech-Bereich.

Jetzt bald kommt ein neues Jahrzehnt mit vielen neuen Rückschlägen – aber wahrscheinlich noch mehr Chancen.

Kleiner, aber wichtiger Hinweis vorab: das war meine ganz persönliche Meinung. Ganz bestimmt wird es unter Euch einige geben, die mir ganz und gar nicht zustimmen wollen und einen anderen Blick auf die Dinge Dinge haben. Das ist okay! Allerdings würde ich schon jetzt darum bitten, dass wir unsere Meinungen auf einer sachlichen – oder gerne lustigen Ebene austauschen. Schließlich ist es Weihnachten – und mindestens da sollte man sich lieb haben. Danke!

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Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 3 Wochen

    Auch das Razr ist mMn Flop statt Flip. So viele Kompromisse, wie man bei dem Teil eingehen muss und das ohne den geringsten echten Mehrwert. Und nein, dass es zusammegeklappt besser in die Hosentasche passen soll, ist mMn nichts weiter als "ich rede mir ein, dass das stimmt". Jahrelang war der Smartphone-Formfaktor kein Problem, aber JETZT ist er das plötzlich.

    Und ein zusätzlicher Flop im Technik-Bereich ist auch hier wieder 5G. Noch unausgereifter kamen nur die Foldables auf den Markt.

  • Tenten vor 3 Wochen

    Ich finde das ganz gut so, denn der Bedeutungsraum ist bei englischen Begriffen weit größer, als wenn du das durch ein deutsches Wort ersetzen würdest. So assoziiert man mit fail sowohl Versagen, aber auch ein Scheitern oder klägliches Durchfallen oder auch einfach nur einen Fehler oder eine geschmackliche oder designtechnische Verirrung. Das ganze noch auf der Basis von Schadenfreude, aber nicht unbedingt der gemeinen Sorte. So einen großen Bedeutungsraum spannst du mit keinem deutschen Begriff auf. Ich gebe dir aber recht, wenn man das englische Wort im Deutschen ganz einfach ersetzen kann, wie zum Beispiel "Ich treffe heute meinen crush".

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 3 Wochen

    Soweit ich mich entsinne, schreiben wir hier nur auf Deutsch. Und ab und an, recht selten, nutzen wir eingedeutschte Begriffe.

  • Tenten vor 3 Wochen

    Alles eine Frage des Wollens, Karsten. Wenn ich den anderen nicht verstehen will, verstehe ich ihn auch nicht. Leider eins der akutesten Probleme unserer Gesellschaft derzeit.

  • Tim vor 3 Wochen

    Weil es anders herum auch keinen einzigen Beweis oder auch nur ein Indiz für diese Aussage gibt? ^^
    Smartphones sind definitiv keine aussterbende "Spezies" und werden es auch nicht in all zu naher Zukunft. Smartphones sind schlicht viel zu etabliert und wichtig geworden, um in irgendeiner Weise auszusterben.

    Laut Samsung sollen Smartphones in den nächsten fünf Jahren quasi ausgestorben sein. Wearables sollen Smartphones ablösen. Das wurde vor 5-6 Jahren, als die ersten Wearables auf den Markt kamen, auch prognostiziert und es ist nicht einmal ansatzweise so eingetreten. Und es zeichnet sich dahingehend auch keinerlei irgendein Trend ab. Warum auch? Smartphones in ihrem jetzigen Stand können tausende Dinge, die Uhren oder AR-Brillen niemals können werden. Und Foldables, die ebenfalls laut Samsung das nächste große Ding sind, sind blöderweise auch nichts weiter als stinknormale Smartphones, nur eben mit einer Art "Zusatzfunktion", nämlich das Falten.

60 Kommentare

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  • Also ich finde das Galaxy Fold ist auch ausgeklappt nicht wirklich ein Augenschmaus, einfach durch die unschöne und vorallem unnötige Notch. Das RAZR gefällt mir recht gut, allerdings nur als Featurephone. Da ging es offensichtlich nicht darum ein perfektes Smartphone zu schaffen sondern etwas das in Erinnerung bleibt und wer weiß, vielleicht sorgt das ja dafür dass Smartphones wieder besser aussehen.


    • Die knapp Handys sind ja in Asien (Japan,China,Korea) sehr abgesagt. Da wird motorola sicher viele Abnehmer finden. Da hat sich das alte knapp handy von motorola schon sehr gut verkauft.


  • Schöner Artikel zum Jahresausklang.
    Guten Rutsch 😉


  • Ich find das RazR durchaus gelungen. Im Gegensatz zu anderen Klopper passt das RazR zusammen geklappt in jede Tasche. Natürlich braucht es hier und da noch Verbesserungen aber die kommen mit der Zeit.mag sein dass das Gerät auch nicht gerade mit bester Hardware bestückt ist wie die Konkurrenz zu dem Preis aber sollte das Smartphone in seinem Preis fallen dann wird auch das ein Verkaufsschlager wie sein Vorgänger.


    • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Wie definiert man denn "jede Tasche"? Ich glaube nicht, dass ein 14mm dickes Smartphone gut in die Tasche einer Röhren-Jeans passt.
      Und auch mit einem niedrigeren Preis wird das Ding kein nennenswerter Verkaufsschlager. Dafür hat es halt einfach zu viele Nachteile und kaum bis keinen einzigen Vorteil, außer dem "ES IST FALTBAR!!!"-Faktor. Und den interessiert die Masse so ziemlich gar nicht.


      • Definitiv.


      • Mag sein dass du vieles neues schlecht redest? Warte doch erstmal ab.... Ich zum Beispiel bin der Meinung, das ein Smartphone keine mobile Spielekonsole wie die Switch ersetzen kann. So denken viele und siehe mal die Verkaufszahlen an.


  • Fail? Ich wünsche mir von euch für 2020, dass ihr wieder mehr Deutsch schreibt.


    • Ich finde das ganz gut so, denn der Bedeutungsraum ist bei englischen Begriffen weit größer, als wenn du das durch ein deutsches Wort ersetzen würdest. So assoziiert man mit fail sowohl Versagen, aber auch ein Scheitern oder klägliches Durchfallen oder auch einfach nur einen Fehler oder eine geschmackliche oder designtechnische Verirrung. Das ganze noch auf der Basis von Schadenfreude, aber nicht unbedingt der gemeinen Sorte. So einen großen Bedeutungsraum spannst du mit keinem deutschen Begriff auf. Ich gebe dir aber recht, wenn man das englische Wort im Deutschen ganz einfach ersetzen kann, wie zum Beispiel "Ich treffe heute meinen crush".


      • meist werden aber Begriffe erfunden die es nicht mal im englischen gibt oder im amerikanischen Raum und das stört mich ehrlich gesagt auch. Da werden irgendwelche Begriffe in der Werbung aus dem Hut gezaubert, vor allem in der Werbung oder beim Shopping-TV, nur um das Produkt hinzustellen als ob es Wunder vollbringt. So auch im Bereich Technik. 🙄 Deutsch und Englisch zusammen in einem Satz passt nicht. Entweder ich schreibe komplett in deutsch oder komplett in Englisch aber nicht beides.


      • Sehe ich nicht so. Sprache ist etwas Lebendiges, immer im Fluß. Vieles von dem, was man heute für Deutsch hält, sind Begriffe, die man irgendwann aus anderen Sprachen übernommen hat. Das ist auch heute so, in so gut wie allen Sprachen werden Begriffe aus anderen Sprachen übernommen. Das macht Sprache lebendig und interessant. Die Zeit bleibt nicht stehen und man braucht einfach neue Begriffe um Neues auch benennen zu können.


      • Früher konnte man sich auch ohne Englisch verständlich ausdrücken.


      • Verständlich ja, präzise nein. Früher gab es wesentlich weniger Themen als heute.

        Tim


      • Ich bleibe bei meiner Meinung, dass man das Missglücken auch ohne Englisch gut beschreiben kann (das Wort "Fail" einfach weglassen). Alles andere dient nur der Auflagenerhöhung.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Soweit ich mich entsinne, schreiben wir hier nur auf Deutsch. Und ab und an, recht selten, nutzen wir eingedeutschte Begriffe.


      • Mit der Vielzahl unterschiedlicher Kulturen in Deutschland haben wir vielleicht demnächst noch in der Mischung Deutsch Englisch auch türkische Begriffe und dann noch Wörter aus dem Islam nur weil's vielleicht cool klingt aber keiner weiß was es heißt und dann versteht keiner mehr den anderen.


      • Alles eine Frage des Wollens, Karsten. Wenn ich den anderen nicht verstehen will, verstehe ich ihn auch nicht. Leider eins der akutesten Probleme unserer Gesellschaft derzeit.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Außerdem ist Sprache etwas sehr Lebendiges. Viele unserer heutigen Begrifflichkeiten, die wir wie selbstverständlich verwenden, entstammen eigentlich der Jugend- und Studentensprache des 19. Jahrhunderts. Oder aus dem Französischen und Lateinischen.

        Im 16. Jahrhundert beispielsweise kamen Hunderttausende von Hugenotten, vornehmlich aus Frankreich, zu uns. Es war etwas Politisches damals, ausgelöst durch Religion (die Protestanten gegen die Katholiken). Die Hugenotten waren bei sehr vielen nicht sehr willkommen – und haben dennoch extrem viel Wohlstand für alle und viele neue Begriffe in der Sprache geschaffen.


      • Meinst du nicht eher das 20. Jahrhundert? Das 19. Jahrhundert war von 1800-1899...


      • 'Verständlich ja, präzise nein.'
        Du widersprichst Dir ja selber ! In einem Post sagst Du, das
        der Bedeutungsraum ist bei englischen Begriffen weit größer' ist und in dem naechsten, dass man sich mit der deutschen Sprache nicht praezise ausdruecken kann.

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