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Es geht auch ohne: Alternativen zu WhatsApp

Es geht auch ohne: Alternativen zu WhatsApp

WhatsApp hat zwei Milliarden monatlich aktive Nutzer. Fast jeder mit einem Smartphone installiert den Chat-Client also gleich nach dem ersten Einschalten. Ich hingegen bin inzwischen seit zwei Jahren ohne WhatsApp unterwegs. Hier zeige ich Euch meine Lieblings-Alternativen zu WhatsApp, was ihnen fehlt und was sie besser machen.

Was ist so schlecht an WhatsApp?

WhatsApp steckt völlig zurecht in einer Vertrauenskrise. Es gehört zu Facebook und tauscht mit dem Mutterkonzern Daten aus. Es verbreitet Eure Handynummer und die Eurer Freunde oder schützt sie zumindest schlecht vor Dritten. Und da gerade Mutterkonzern Facebook keinen guten Ruf bezüglich Privatsphäre genießt – verdient es doch letzten Endes Geld damit, alles über Euch zu wissen – hofft man vergeblich auf Besserung.

Zudem stören mich an WhatsApp ein paar Kleinigkeiten

Meine Drei Lieblings-Alternativen zu WhatsApp sind …

Weiter unten listen wie noch mehr WhatsApp-Alternativen auf.

WhatsApp-Alternative Nummer 1: Telegram

Telegram ist mein Favoriten-Ersatz für WhatsApp. Dort finde ich den Großteil meiner ehemaligen WhatsApp-Kontakte wieder. Die übrigen konnte ich ohne viel Überredungsgeschick bekehren.

Was Telegram auch kann

Fast alles! Chats, Gruppenchats, Kanäle, Audio-Anrufe, Bots, Umfragen. Ihr registriert Euch bloß mit Eurer Handynummer und tippt einen Bestätigungscode ein. Der kommt entweder per SMS oder auf eine andere Telegram Instanz. Ihr lest richtig, denn …

Was Telegram besser kann als WhatsApp

Bei Telegram gibt es kein Limit für gleichzeitige Anmeldungen. Ihr könnt Euch auf beliebig vielen Smartphones, Tablets oder Computern mit Eurer Handynummer anmelden und parallel chatten. Falls Euer Smartphone dabei ausgeht (Akkulaufzeit zu kurz?), macht das gar nichts. Die Telegram-Instanzen sind autark. Trotzdem wird alles synchronisiert; selbst Nachrichten-Entwürfe!

Telegram hat Cloud-Speicher. Ihr könnt Dateien bis je 1,5 GByte an Freunde oder Euch selbst schicken. Diese bleiben für immer bei Telegram gespeichert (außer, Ihr meldet Euch sechs Monate am Stück nicht mit Eurer Handynummer an). Ein paar meiner Daten-Backups liegen inzwischen bei Telegram, weil der Dienst von der Handhabe her deutlich simpler ist als so mancher Online-Speicher.

Kleinigkeiten …

  • Sticker
  • GIF-Suche
  • Video- und Bild-Kompression lassen sich steuern
  • Sendet statt Audio-Botschaften kleine Video-Botschaften
  • Editiert versendete Nachrichten nachträglich
  • Ich müsst Euch nicht ums Backup kümmern
  • Ihr könnt von Android auf iOS umziehen
  • In Gruppen können Fremde nicht Eure Nummer sehen, sondern nur ein Pseudonym
telegram screeenshots dec 2016 de
Sicher, synchronisiert, schnell: Telegram. / © AndroidPIT

Was Telegram nicht kann

Weiterhin fehlen Telegram Video-Anrufe. Für entsprechende App-Empfehlungen verweisen wir Euch gerne auf den separaten Artikel:

Zudem wird oft kritisiert, dass Chats in Telegram nicht von Haus aus Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Das ist der Preis für lückenloses Back-up: Der Server kann theoretisch geknackt und all Eure Konversationen gelesen werden. Mehr Privatsphäre müsst Ihr erst in geheimen Chats aktivieren. Dann gibt's leider auch keine Gruppenchats oder Synchronisierung auf andere Geräte mehr. So viel besser ist WhatsApp deswegen aber auch nicht. Zwar werden dort Chats aller Art Ende-zu-Ende-Verschlüsselt. Jedoch bleiben die ebenfalls Datenschutz-kritischen Metadaten für Facebook verwertbar.

WhatsApp-Alternative Nummer 2: Threema

Mein persönlicher Favorit unter den WhatsApp-Alternativen ist Threema. Leider nutzt nur ein Bruchteil meiner Kontakte die 3,99 Euro teure App aus der Schweiz. Dabei wissen sie gar nicht, was ihnen entgeht.

Was Threema auch kann

Auch bei Threema gibt es Chats, Gruppenchats, Verteilerlisten, seit neustem auch Kanäle, Audio-Anrufe, Umfragen, demnächst auch Video-Anrufe (derzeit Beta), und Bots. Falls Ihr jedoch E-Mail-Adresse und Telefonnummer verknüpft, sowie Euer Adressbuch freigebt, findet Ihr auf Anhieb eine Reihe von Kontakten aus Eurem Netzwerk in Threema. Eine Größe von WhatsApp-Niveau wird Eure Threema-Kontaktliste jedoch nicht erreichen.

Auch Threema könnt Ihr am PC nutzen. Es setzt dabei auf denselben Ansatz wie WhatsApp Web, benennt ihn sogar gleich. Threema Web kommt mit allen bekannten Stärken und Schwächen daher.

Was Threema besser kann als WhatsApp

Das fängt schon bei der Registrierung an: Threema will nichts über Euch wissen. Eigentlich reicht die Erstellung Eurer Threema-ID, und schon könnt Ihr den Dienst für immer anonym nutzen. Selbst die Synchronisierung des Adressbuchs ist freiwillig. Neue Kontakte findet Ihr anhand deren ID, die sie Euch per https://threema.id/hyperlink oder als QR-Code zum Scannen geben können. Diese ID schützt Ihr durch einen langen Passcode und sichert sie offline oder online. Anhand dieser stellen Eure Kontakte sicher, dass niemand Fremdes unter Eurem Namen mit ihnen chattet.

Threema weiß also nichts über Euch. Sämtliche Kommunikation inklusive Meta-Daten wird Ende-zu-Ende-verschlüsselt und nicht auf Servern gespeichert.

Kleinigkeiten:

  • Ihr könnt Nachrichten schnell und unaufdringlich mit einem Daumen-hoch beantwortet
  • Alles ist DSGVO-Konform
  • Threema Work wird unterschätzt
threema screeenshots dec 2016 de
Threema verschlüsselt Chat und Metadaten. / © AndroidPIT .

Was Threema nicht kann

Threema teilt WhatsApps große Schwäche, keine Backups vorzuhalten. Beim Umzug von einem Android-Handy aufs nächste müsst Ihr zumindest Eure ID, bestenfalls aber die ganzen Daten irgendwie vom alten aufs neue Gerät transportieren. Das gestaltet sich mitunter mühselig und dauert bis zu zehn Minuten. Oft habe ich Telegram für die inzwischen recht großen Backup-Pakete als Zwischenlager genutzt.

WhatsApp-Alternative Nummer 3: Signal

Edward Snowdens Lieblings-Messenger ist Signal. Auch viele meiner Freunde sind in den vergangenen Jahren dort aufgetaucht. Der Messenger bietet ähnliche Privatsphäre-Vorzüge wie Threema, ist jedoch kostenlos. Das senkt natürlich die Hemmschwelle für potenzielle Interessenten.

Auch bei Signal meldet Ihr Euch mit Eurer Handynummer an.

Was Signal auch kann

Chats, Gruppen, Video-Anrufe, Bots, Umfragen. Ihr registriert Euch bloß mit Eurer Handynummer und tippt einen SMS-Bestätigungscode ein.

Was Signal besser kann als WhatsApp

Signal-Chats und Meta-Daten sind ganz wie bei Threema Ende-zu-Ende-verschlüsselt und Server speichern nichts über Euch in lesbarer Form ab. Für alle Chats könnt Ihr einen Selbstzerstörungs-Timer setzen, der Nachrichten nach einem Countdown bei allen Chat-Teilnehmern löscht.

Kleinigkeiten …

  • Signal ist auch ein SMS-Client

Was Signal nicht kann

Ihr könnt Signal nicht verbieten, dass jemand Euch in beliebige Gruppen zieht. Einander fremde Mitglieder sehen lediglich Telefonnummern der anderen Teilnehmer, nicht jedoch deren Namen. Da ist mir Telegrams Pseudonym-Ansatz deutlich sympatischer.

Die übrigen Messenger

Auch Wickr verschlüsselt und zerstört Nachrichten. Anders als Signal will Wickr jedoch gar nichts über Euch wissen und lässt Euch nur mit Benutzernamen und Passwort anmelden; Handynummer und E-Mail-Adresse sind wie bei Threema optional.

Zwei weitere Messenger haben spannende Features, nämlich der FreeMessenger von GMX und Hoccer. Der FreeMessage ist Ende-zu-Ende verschlüsselt und wickelt die komplette Kommunikation auf deutschen Servern ab. Bei den Features gleicht FreeMessage WhatsApp in weiten Teilen. Die App lässt sich mit einer Extra-PIN gegen Missbrauch schützen.

Hoccer wiederum wird von der Verbraucherzentrale empfohlen. Der Messenger speichert nur eine zufällig generierte ID des Nutzers nebst automatisch generiertem Passwort dauerhaft, um einen Abgleich mit Gruppen, Freunden und Profilen vornehmen zu können. Eine Verknüpfung mit dem Adressbuch gibt es absichtlich nicht, das erhöht den Datenschutz. Neue Kontakte muss man aktiv einladen. Aktuell gibt es in den Bewertungen von Hoccer einige Beschwerden über fehlende Benachrichtigungen bei eingehenden Nachrichten, das sollte jedoch mit einem Update zu beheben sein.

All diesen Messengern gemein ist die ziemlich kleine Nutzerbasis. Ihr müsst also schon einige Freunde überreden, damit sie bei diesen Messengern bleiben und nicht doch wieder schwach werden.

Wie überzeuge ich meine Freunde, von WhatsApp wegzugehen?

Ihr habt wirklich die Nase voll von WhatsApp und wollt Facebook nicht länger mit Euren Daten unterstützen? Dann könnt Ihr leider nicht einfach WhatsApp deinstallieren und annehmen, dass Eure Kontakte Euch einfach wiederfinden. Ihr müsst Eure WhatsApp-Kontakte entweder einzeln oder via Broadcast darüber informieren, dass Ihr bald nicht mehr via WhatsApp sondern über die anderen und den neuen Kanal erreichbar seid. Fragt auch, welche Messenger die anderen verwenden und lernt vielleicht ihre Präferenzen neu kennen. Gebt Euch ruhig eine Übergangszeit.

Nach einigen Wochen parallelem Betrieb werdet Ihr für all Eure Kontakte eine Ausweichlösung gefunden haben. Und dann könnt Ihr WhatsApp einfach deinstallieren. Wenn Ihr Euch ganz sicher seid, könnt Ihr Eure Nummer auch dort löschen.

Horcht Euch im Freundeskreis um. Fast jeder nutzt noch einen zweiten Messenger. Da tut sich manche Perle auf, die in einer solchen Übersicht gar nicht erwähnt wird.

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Top-Kommentare der Community

  • U Mü 10.12.2016

    Tja,habe wegen dem Datenschutz WA auch komplett gelöscht. Nutze auch keine Facebook App. Gehe gelegentlich via Website rein. Narürlich nutze ich Android u Google und die sind keinen Deut besser. Aber irgendwo wollte ich mal anfangen und der erpresserische Zwang des Auslesens meiner Kontakte war mir einfach zu dreist. In der Phase habe ich allen Viber empfohlen. Und viele sind auch mitgegangen und nutzen Viber. Einige löschen inzwischen wieder Viber. Gefällt denen wohl nicht bzw haben dort zuwenig Kontakte und dann wird WA wieder installiert. Aber vor allem nutzen bis auf 1-2 Viber immer alternativ zu WA. Es hat sich somit ja nichts vervessert wenn WA weiterläuft. Ich habe denen allen das mit dem Datenschutz erklärt. Aber so ziemlich die Meisten meinten unisono, sie hätten nichts zu verbergen. Die Leute raffen es einfach nicht was WA da betreibt bzw Facebook. Das ist ja das Geschäftsmodell: schaffe ein Quasimonopol, mache die Leute abgängig, denn sie werden zu faul sein etwas zu ändern. Einige die kein Viber nutzen, sondern nur WA sind auch zu faul SMS zu schreiben. Die Kommunikation ist mit denen abgebrochen. So wie das läuft, bekommt man echt Angst vor der Zukunft. Eine kalte Digitale, zunehmend auf Cloudbasis. Völlige Kontrolle und niemand wehrt sich. Hauptsache Comfort Zone. Irgendwie werden alle düsteren Sci-Fi Filme langsam real. Wir machen uns freiwillig zu komplett erpressbaren Lemmingen bzw sind es schon! Hallo George Orwell.

  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Monat

    Jeder hat was zu verbergen. Ohne Ausnahme.

  • DiDaDo 05.04.2019

    SMS. darüber ist wenigstens jeder erreichbar.

  • oskar b. 20.02.2018

    Ich habe auf meiner Webseite alle Whatsapp-Jubelnutzer gebeten, meine Daten aus ihren Kontakten zu löschen, mit Hinweis auf die indiskutablen AGB. Wer mich fragt, bekommt eine sachliche Begründung. Das dümmste Argument "alle sind da" zieht nicht, ich brauche keine 1,5 Mrd, meine 10 Threema-Kontakte reichen mir.

  • Lindi 23.11.2014

    Diese Diskussion ist für diejenigen interessant, die auch mal ein bisschen über den Tellerrand schauen und mal Alternativen ausprobieren wollen statt ausschließlich jeden Schrott zu akzeptieren, der vor die Nase gesetzt wird.

494 Kommentare

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  • Ich finde viber erwähnenswert. Konnte alles was whatsapp nach 6 Monaten oder 1 Jahr bereitgestellt hat, quasi von Anfang an. Habe es damals gerne als videocall genutzt mit Verwandten im Ausland. Nachrichten schreiben, Verschlüsselung von Haus aus. Neulich kam ein Update einfach so. Jetzt bis zu 20 Leute gleichzeitig im videocall. WhatsApp hat es dick fett angekündigt....
    Schaut euch viber an. Ich wünschte alle meine Kontakte hätten es. Ich würde es schon längst nutzen.


  • Nutze Telegramm und Signal, was den Datenschutz angeht bin ich zwar bei Telegramm auch nicht voll überzeugt, aber habe um ehrlich zu sein auch nichts zu verbergen. WhatsApp ist ein rotes Tuch seit der Übernahme von Facebook.


  • Das Thema hatten wir so oft.
    Leider hat sich seit Jahren nichts geändert. Die Dominanz von WhatsApp basiert auf dem Kunden. Datenschutz hat keine Bedeutung so lange ich über den Messenger kaum jemand erreiche oder erreichbar bin. Ja man wird stellenweise sogar vom sozialen miteinander ausgeschlossen. Das soll heute Mal keine negative Wertung sein. Ich hab mich damit abgefunden. Fängt ja schon bei Google als Betriebssystem an. Die politische Welt und Konzerne haben kein Interesse an digitaler Privatsphäre. Das letzte was bleibt ist den Kopf einschalten was ich durch das Internet schicke.

    Gelöschter AccountDelia


    • Die Leute haben doch selbst alle kein Interesse am Datenschutz. Wenn es um eine Coronaapp geht, ja da ereifert man sich, zetert und wettert lautstark und rechtschaffen dagegen, ein paar Daten von sich preiszugeben, auch wenn man dadurch vielleicht etliche Menschenleben retten könnte. Aber wenn es um die eigene Bequemlichkeit geht wie im Fall von WhatsApp oder wenn man wie bei Xiaomi ein paar Kröten sparen kann, dann ist Datenschutz plötzlich überhaupt nicht mehr wichtig.

      C. F.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Nennt man das nicht auch Scheinheiligkeit? 😇


      • Ich glaube nicht, dass die Leute kein Interesse am Datenschutz haben. Es ist eher die Komplexität des Themas und weil man die Datenschutzverletzungen in der IT nicht bemerkt. Den Nachbarn am Fenster, der Falschparker aufschreibt, sieht man.

        Die Coroana-Apps sind ein gutes Beispiel, wie das Thema Datenschutz eskaliert wird, um ihn letztlich die Akzeptanz von wenig Datenschutz zu schaffen. Ursprünglich ging es darum, gewarnt zu werden, wenn man Kontakt zu einem Infizierten hatte, um sein eigenes Verhalten anzupassen (Bspw. sich in Selbst-Quarantäne zu begeben). Dazu wurde in den Medien verbreitet, das sei datenschutzkonform umsetzbar. Das ist, was in den Köpfen hängengeblieben ist.

        Dass eine Datenspende-App vom RKI damit gar nichts zu tun hat und plötzlich auch Forderungen kommen, die ohne Standortdaten und Anonymisierung nicht funktionieren werden, machen das Thema für die meisten zu kompliziert. Dann wird einfach nur gefordert, das Thema nicht zu zerreden, die App endlich fertigzustellen und den Datenschutz in Anbetracht der aktuellen Lage außer Acht zu lassen.

        Genauso machen es WhatsApp und Telegram. Sie bewerben, was sie besser machen als der Mitbewerber. Sie sagen nicht, was sie schlechter machen wie der Mitberwerber oder verklausulieren es so, dass es möglichst wenig verstehen. Das zudem in dem Wissen, dass ohnehin die wenigsten lesen, auf was sie sich einlassen.

        Dass der eine so schlecht wie der andere ist, nur in unterschiedlichen Teilbereichen des Datenschutzes, versteht der Laie nicht und kommt zum Ergebnis: "Ich nutze das, was die meisten nutzen." oder "Ich nutze das andere, weil Facebook grundsätzlich schlecht ist auch wenn ich nicht genau verstanden habe, warum."


      •   15
        Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

        @Tenten irgendwie ist das alles andere als logisch gegen WhatsApp in Sachen Datenschutz ins Feld zu ziehen, aber gleichzeitig anprangern das man den plötzlich aus dem Boden gestampften Corona Apps misstrauisch gegenüber eingestellt ist. Wie man mit diesen Corona Apps ernsthaft verifizieren will das man mit einem Infizierten kontakt hatte wird nirgendwo genauer erklärt. Bisher hieß es immer das ein so punktgenau er Ortung eines Smartphone nur mit technisch extrem hohen Aufwand verbunden ist. Jetzt sollen aber schnell zusammengeschusterte Corona App Datenschutzkonform sein und eine Standortbestimmung auf 50 - 100cm genau ermöglichen? Und dann auch noch zeitlich genau ermitteln können das man mit diesen Infizierten exakt zur selben Zeit am selben Ort war?
        Ich finde es unglaublich wie viele kopflos ihre Daten unter dem Deckmantel der Gesundheit preis geben aber anderseits unaufhörlich meckern das WhatsApp ihre Telefonnummer kennt.
        Was lässt sich wohl besser ausschlachten und kann extrem negative Folgen nach sich ziehen, Deine Telefonnummer oder vielleicht doch eher sensible Daten über deine Fitness und deine Gesundheit. Wobei du noch nicht einmal nachvollziehen kannst welche Gesundheitsdaten ausgewertet werden und was genau damit passiert.
        Da gebe ich lieber alles andere Preis, aber meine Gesundheits- und Fitnessdaten bekommt kein Smartphone, keine Smartwatch und auch kein Fitnesstracker solange ich das irgendwie verhindern kann. Die Folgen die das haben kann bzw. in Zukunft noch haben wird sind haarsträubend.


  • WhatsApp-Alternative Nummer 1: Telegram
    Muahahahaha
    Da hab ich dann aufgehört zu lesen.


  •   15
    Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Diese ganzen Diskussionen um WhatsApp Alternativen bringen mir leider gar nichts.
    Ich habe schon etliche Messenger ausprobiert, nur nützen die ganzen Alternativen nichts wenn man da alleine unterwegs ist.
    Keiner meiner Kontakte ist von WhatsApp oder dem Facebook Messenger wegzubewegen.
    Und solange kein neuer Messenger erscheint der einzigartige, megacoole Feature mitbringt die jeder nutzen will, wird sich an der Situation auch nichts ändern.


    • Das ist bei mir genauso, wäre bereit zu wechseln aber alleine bringt mir das nix

      NobodyGelöschter Account


    • C. F.
      • Blogger
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      "Keiner meiner Kontakte ist von WhatsApp oder dem Facebook Messenger wegzubewegen.!

      Sie müssen diese Messenger ja nicht gleich deinstallieren, sondern sich einfach eine Alternative installieren. Wire und Signal kosten nichts, Threema einmalig um die 4€. Und wenn jemand partout nicht dazu bereit sein sollte, um mit Dir Kontakt zu halten, da würde ich stark überlegen, ob Du den noch in Deiner Kontaktliste behalten möchtest. Wenn alle in der Kneipe Bier trinken, Du aber lieber Wein möchtest - was machst Du? Eben...

      Ich habe eine Woche vorher allen meinen Kontakten mitgeteilt, dass ich WhatsApp deinstallieren werde, warum ich das mache und wie ich weiter zu erreichen bin. Und dann habe ich den cut gemacht. War am Anfang komisch, aber die wichtigsten Kontakte sind nachgezogen, einige waren sogar schon bei Threema oder wire. Und wer meinte, er müsse absolut dagegen sein, dessen Kontakt habe ich danach nicht wirklich vermisst. Das ganze hat ca. 6 Wochen gedauert. Diese Zeit muss man einfach durchhalten. Und ich lebe bestens damit. Meine Kontakte haben sich auf das notwendigste begrenzt und wer mich abseits von Messengern erreichen möchte kann SMS bzw. iMessage schreiben, mir eine Mail schicken, oder......höchst interessant !!!.....anrufen. Ja, man kann mit einem Smartphone wirklich noch telefonieren. Man muss einfach nur konsequent sein und bleiben, und sich nicht im Nachhinein wieder einlullen lassen, doch dahinzugehen, wo angeblich alle sind. Denn nicht alle sind bei WhatsApp. Im Deutschsprachigen Raum soll es ca. 8 Mio Threema-Nutzer geben. Bei einer Einwohnerzahl von ca. 81 Mio in Deutschland wären das also 10%.

      Und Threema Work kommt in Baden-Württemberg als Standart für Schulen:

      https://www.heise.de/newsticker/meldung/Schulsoftware-Threema-ja-Zoom-und-Microsoft-Office-365-eher-nicht-4711961.html

      Somit dürfte Threema mehr Einzug auf privaten Smartphones der Schüler halten.


      •   15
        Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

        @C.F.
        Du hast den wichtigen Teil meines Kommentars zwar richtig zitiert, aber verstanden hast du ihn leider überhaupt nicht.
        Ich habe mehrere Monate versucht WhatsApp konsequent zu meiden und andere davon zu überzeugen es ebenfalls zu tun.
        Ganze 3 haben den Versuch mit Threema gemacht und 2 haben Telegramm genutzt. Keine 4 Wochen später war ich wieder alleine auf den Plattformen unterwegs und hatte fast keinen Kontakt mehr per Messenger mit meinen Kontakten.
        Dieses ständige Gesabbel man muss nur Konsequent sein und lange genug durchhalten mag in Einzelfällen funktionieren, ist aber auf die breite Masse bezogen schlicht weg Mumpitz. Funktioniert nämlich nicht.
        Und das Datenschutzdilemma bei WhatsApp ist eh abgefrühstückt weil unsere Daten dort seit Jahren geteilt werden. Die sind dort also eh vorhanden, egal ob ich WhatsApp weiter nutze oder nicht.


      • @C.F.
        "Und wenn jemand partout nicht dazu bereit sein sollte, um mit Dir Kontakt zu halten, da würde ich stark überlegen, ob Du den noch in Deiner Kontaktliste behalten möchtest"
        Das heißt das ich alle meine Bekannten die ihren Messenger nicht ändern weil ich das so möchte von meiner Freundesliste streiche? Ich weiß ja nicht in welcher Welt du lebst aber ich wähle meine Freunde nicht danach aus ob sie den Messenger verwenden den ich möchte. So überheblich bin ich nicht und möchte ich auch nicht sein. Und umgekehrt möchte ich so jemanden auch nicht in meinem Bekanntenkreis haben der so egoistisch denkt.

        PeterGelöschter Account


      • @Walhallas.Voice
        Diese Sprüche höre ich schon seit Jahren. Und hat sich was getan ? Sind die Leute von WhatsApp weg gestürmt? Nichts davon ist passiert. Vielleicht liegt es ja einfach daran das die Leute mit WhatsApp zufrieden sind.

        Gelöschter Account


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        "Das heißt das ich alle meine Bekannten die ihren Messenger nicht ändern weil ich das so möchte von meiner Freundesliste streiche?"

        Wenn sie sich weigern, Dir zuliebe einen alternativen Messenger zu installieren und quasi erwarten, dass Du ihretwegen zu WhatsApp zurück kommst, obwohl Du triftige Gründe hast, dieses zu löschen? Du musst sie ja nicht gleich löschen. Davon redet ja auch keiner. Nur wenn sie den Kontakt einstellen, weil Du kein WA mehr nutzt, würde ich das überdenken. Wenn diese Bekannte mehr als eine Naviapp oder Wetterdienst installiert haben, diverse Spiele oder sonstigen Schnickschnack - warum also nicht noch einen Messenger? Die Gründe, das nicht zu tun, würden mich mal interessieren. Bitte keine Pauschalaussagen wie "da ist doch keiner". Doch. Du bist da. Und wenn es der erste Bekannte installiert, dann seit ihr schon zu zweit. Und so weiter.


      •   15
        Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

        @C.F.
        Nicht böse sein aber was du hier erzählst ist leider extrem realitätsfern.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ist es nicht. Ich habe es gemacht. Konsequent. Und ich bin nicht der einzige.


      •   15
        Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

        @C.F.
        Ja du bist der Held der einige Kontakte dazu bewegen konnte. ;-)
        Aber du vergisst dabei das du einer Minderheit angehörst. Wenn du weiterhin etwas anderes behauptest weil du deine Tech Blase nicht verlässt ist das leider realitätsfern.
        Und ich könnte jetzt als sensationelles Gegenargument bringen das ich nicht der Einzige bin bei dem es nicht funktioniert hat. Macht aber keinen Sinn.
        Fakt ist die Mehrheit scherrt sich einen Dreck darum einen anderen Messenger als WhatsApp zu nutzen weil sie zufrieden damit sind.

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