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Kommentar 8 Min Lesezeit 427 Kommentare

Acht Gründe gegen WhatsApp: Sucht Euch einen neuen Messenger!

Jeder zweite Deutsche verwendet WhatsApp täglich (Quelle). Dieser einschüchternd große Marktanteil allein ist der Grund für viele, die App zu nutzen. Schließlich sind sie dann auf diesem populären Kanal für den Großteil ihrer Bekannten erreichbar. Leider stellt dann niemand mehr die entscheidende Frage: Ist WhatsApp eigentlich gut? Erreichbarkeit und Marktdominanz hin oder her: Ich finde WhatsApp schlecht. Und ich kann Euch zu den acht Gründen Konkurrenten oder Methoden nennen, wie man es besser machen könnte.

1. WhatsApp identifiziert Euch bloß über Eure Handynummer

Mit dem Passwort-losen 1-Faktor-Log-in zieht WhatsApp einen ganzen Rattenschwanz von Nachteilen hinter sich her. Der meines Erachtens größte ist, dass Ihr mit der Handynummer ausschließlich ein garantiert nicht-anonymes Mittel der Identifikation verwendet. Immerhin dürfen seit 2017 SIM-Karten nur noch nach Vorlage eines Ausweisdokuments aktiviert werden. Zwar darf WhatsApp nicht unmittelbar bei Drillisch, Telefónica & Co. nachfragen, wie Ihr heißt, aber spätestens beim Schwesterchen Facebook dürfte WhatsApp in vielen Fällen fündig werden.

Dann kommt hinzu, dass Eure Kontakte außerhalb von Gruppen gar nicht bemerken, wenn Ihr Eure Handynummer ändert. Sie schicken dann Nachrichten an Eure alte Nummer. Ihr werdet über die Nachrichten nicht informiert und die Absender sind verwundert, dass Ihr nicht mehr zurückschreibt. Überdies füllt sich Eure WhatsApp-Kartei peu à peu mit verwaisten, doppelten und dreifachen Kontakt-Einträgen und Ihr verliert den Überblick darüber, welche Version eines Kontaktes die aktuelle ist. Menschen ändern ab und zu ihre Handynummer oder geben sie an jemanden anderen weiter, aber WhatsApp könnte auf diesen Fall nicht schlechter vorbereitet sein.

Alternative: Benutzername und Passwort

Was wurde aus der guten alten Kombination aus Benutzername und Passwort? Warum muss es die Handynummer sein? Natürlich findet man schneller seine Kontakte anhand einer Kennung, die in Form der Handynummer ohnehin schon auf Eurem Smartphone gespeichert ist. Doch könnte man ähnlich wie bei Threema die zusätzliche Identifizierung via Handy-Nummer oder E-Mail-Adresse zur Option statt zur Pflicht machen. Eine einmalige Nutzer-ID (UUID) wie bei Threema, Wire oder Surespot tut es doch auch! Zumal diese immun ist gegen einen Wechsel, Missbrauch oder der Handynummer oder ihre Übernahme durch einen anderen.

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Threema lässt sich ohne echte Daten von Euch verwenden. / © ANDROIDPIT

2. Man kann WhatsApp nur auf einem Gerät auf einmal verwenden und es muss ein Smartphone sein.

Ihr wollt WhatsApp auf einem Tablet ausführen? Oder Euch an einem PC im Browser einloggen und eingeloggt bleiben? Idealerweise auf dem Arbeitsrechner und zuhause auf dem Heimrechner; den Log-in vorhalten, sodass Ihr Euch nicht zweimal am Tag komplett einloggen müsst? Dann seid Ihr bei WhatsApp an der falschen Adresse.

WhatsApp aktiviert Ihr auf exakt einem Gerät. Das muss ein Smartphone sein. Ein zweites Smartphone, Tablet oder mehrere PCs im Parallelbetrieb sind nicht drin. Und WhatsApp Web ist der größte Witz der Messaging-Industrie; aber dazu später mehr.

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Telegram lässt sich auf dem Desktop unabhängig vom Handy weiterverwenden. / © AndroidPIT

Alternative: serverseitige Synchronisierung

Telegram, Facebook oder Hangouts zeigen, wie es vernünftig geht. Jene Messenger lassen sich unabhängig vom Smartphone auch auf weiteren Geräten; auch auf mehreren parallel verwenden. Im Falle von Telegram müsst Ihr zwar auch beim Log-in Eure Handynummer eintippen. Den Log-in bestätigt Ihr dann aber nicht per SMS- oder QR-Code sondern mit einem Code, der via Telegram an all Eure anderen eingeloggten Geräte geschickt wird. Einmal eingeloggt, werden überall sämtliche Chats und sogar der Entwurf Eurer nächsten Nachricht perfekt synchronisiert.

3. WhatsApp-Web ist ein unglaublich schlechter Witz

Während andere Anbieter nur eine einzige Authentifizierung per QR-Code anbieten und Euch dann in Ruhe ohne Smartphone weiter chatten lassen, schikaniert Euch WhatsApp Web, wo es kann. WhatsApp Web ist an sich gar keine App, sondern im Grunde nur eine Fernbedienung, die WhatsApp auf Eurem Smartphone bedient. Falls Euer Smartphone mit mobilen Daten verbunden ist, werden diese also weiter belastet. Falls Euer Smartphone knapp bei Akku ist, oder sich gar abschaltet, deaktiviert sich WhatsApp Web. Dasselbe gilt, wenn Energiesparfunktionen den Hintergrunddienst für WhatsApp Web schlafenlegen. Fahrt Ihr nach Hause und wollt dort WhatsApp Web verwenden, müsst Ihr Euch komplett neu authentifizieren und die Verbindung auf Eurem Arbeitsrechner kappen.

Alternative: Siehe oben.

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Alle WhatsApp-Fotos tauchen schamlos in Eurer Galerie-App auf. / © AndroidPIT

4. Daten werden unsicher gespeichert

Leicht zugänglich hin oder her: WhatsApp für Android speichert seine Daten, wo sie nicht hingehören. Statt in der Datenpartition lagern sie in der von allen Apps mit Dateizugriff sichtbaren /sdcard-Partition. Da gehören sie bestimmt nicht hin, wenn die Bilder geheim bleiben sollen. Und dann wird auch die von vielen gelobte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp für all Eure schönen Bildchen nutzlos. Ach und da kommen wir zum nächsten Punkt.

Alternative: Bilder verstecken oder woanders speichern

Leider verhalten sich auch die meisten WhatsApp-Alternativen nicht besser. Auch WhatsApp oder Telegram sichern die Bilder aus nicht-geheimen Chats in den gemeinsamen Speicher. Immerhin könnt Ihr sie mit einer .nomedia-Datei vor Galerie-Apps verstecken. Das könnt Ihr für die WhatsApp-Bilder auch selbst machen. Nur Threema verbirgt die Bilder ordentlich in die Daten-Partition, die nicht öffentlich zugänglich ist.

5. Das Backup-System ist umständlich, schlecht und verbietet Plattform-Wechsel

Ihr kommt vom oder wollt zum iPhone? Dann sagt Winkewinke zu Euren Gesprächsprotokollen. Die lassen sich nicht von der einen auf die andere Plattform übertragen. WhatsApp nutzt für iPhones die iCloud und für Android-Handys Google Drive. Letzteres ist zwar von iPhones aus theoretisch erreichbar, aber für diesen Einsatzzweck unbrauchbar: Euer WhatsApp-Backup bekommt Ihr so nicht ins iPhone.

Alternative:

Es gibt mehrere Methoden, wie WhatsApp es besser machen könnte. Eine wäre, dass WhatsApp andere Cloud-Dienste einbindet, auf die man von beiden Plattformen aus zugreifen kann. Da gibt es noch Dropbox, OneDrive oder nicht zuletzt das heimische NAS. Eine andere wäre freilich, dass WhatsApp wie Telegram einfach die Nachrichten auf dem Server vorhält und Ihr nur den Schlüsselbund für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sichern müsst.

6. WhatsApp weiß trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung genug über Euch

WhatsApp kann nicht in Eure Gesprächsprotokolle reingucken, Eure Bilder sehen oder die Audio-Mitschnitte anhören. Aber es weiß, wann Ihr mit wem gesprochen habt. WhatsApp hat Zugriff auf Euer Adressbuch. WhatsApp kann Euren gemeinsamen Speicher auslesen. WhatsApp kann seine Daten mit dem Mutterkonzern Facebook abgleichen und sein Bild über Euch schärfen.

Der Abgleich Eures Adressbuchs birgt gar ein rechtliches Risiko für Euch: Denn es ist umstritten, ob Ihr überhaupt das Recht habt, Telefonnummern Eurer Bekannten an Facebook weiterzugeben. Vor allem für beruflich genutzte Smartphones können hier Risiken entstehen. Denn Ihr könnt WhatsApp nicht einfach den Zugriff auf einen Teil Eures Adressbuchs verweigern. Ganz oder gar nicht, lautet das - schlechte - Motto.

Alternative: Anonyme Konten und Metadaten-Verschlüsselung

Für echte Anonymität darf eine App nicht nach Daten fragen, die auf Euch persönlich zurückzuführen sind. Eure Handynummer liegt jedoch bei WhatsApp vor und WhatsApp schützt sie auch nicht vor anderen Nutzern oder Kunden. Ihr könntet sie genau so gut an jede Bushaltestelle in Eurer Stadt schreiben.

Zu der Forderung aus Punkt 1 kommt also hinzu, dass WhatsApp nicht wissen sollte, mit wem Ihr wann chattet. Durch diese Meta-Daten alleine lassen sich bereits unangenehme Annahmen über Euch ableiten, sollte einer Eurer Kontakte etwa mit einem Verbrechen in Verbindung gebracht werden.

7. Ihr könnt abgeschickte Nachrichten nicht mehr verändern

Erst neulich hat WhatsApp endlich die Option nachgereicht, abgeschickte Nachrichten so zu löschen, dass sie auch bei den Empfängern verschwinden. Doch wenn Ihr nur einen missverständlichen Fehler eliminieren wollt, wie er sich durch Auto Correct oft einschleicht, könnt Ihr diesen nicht editieren. Dann müsst Ihr die komplette Nachricht kopieren, löschen, neu einfügen, umschreiben und erneut abschicken. Das ist nicht nur umständlich, sondern auch kompletter Unsinn. Etliche Konkurrenten wie Telegram oder sogar Skype erlauben es inzwischen, Nachrichten nachträglich zu bearbeiten.

Alternative: Telegram oder Skype

 

8. Gruppenverwaltung ist unterirdisch schlecht

Wegen jeder Gelegenheit werden WhatsApp-Gruppen erstellt. Dabei ist die Gruppenchat-Funktion von WhatsApp eine der schlechtesten am Markt. Wenn man sich den Funktionsumfang anderer Gruppenchats ansieht, müssen man sich WhatsApp, aber auch viele andere einfache Messenger fast schon schämen.

  • Es gibt keine Kanäle, für die man sich anmelden kann. Telegram bietet mit seinen Channels eine Möglichkeit, öffentliche News-Kanäle wie RSS-Feeds zu abonnieren.
  • Stattdessen gibt es bloß Gruppen, bei denen alle Gruppenmitglieder Eure Handynummer sehen können.
  • Es gibt nur eine Administrator-Stufe. Das heißt, Admins können anderen Admins die Rechte entziehen.
  • Gruppen lassen sich nicht schließen, bevor alle Mitglieder (bis zu 256) austreten oder manuell und einzeln von Admins entfernt werden.
  • Ihr könnt nicht mehr nachträglich einsehen, in welchen Gruppen Ihr teilnehmt, weil es keine spezielle Übersicht über Eure Gruppen gibt.
  • Ab Werk kann Euch jeder in seine Gruppe hinzufügen und so ohne Eure Zustimmung Eure Handynummer weitergeben.
  • Wechselt Ihr die Handynummer in WhatsApp, werden Mitglieder in jenen Gruppen über Eure neue Nummer benachrichtigt.

Alle Nachteile und Mängel von WhatsApp gipfeln in der Gruppenchat-Funktion. Die Funktion ist dennoch genau so erfolgreich wie der mangelhafte Chat-Client selbst. Die Gruppenchat-Features sind nicht nur mangelhaft, sondern die Mängel auch noch ein Affront gegen Eure Privatsphäre.

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Slack verwaltet Gruppen vernünftig. / © AndroidPIT

Alternative: Slack

Eine vernünftige Lösung für Gruppenchats mit komplexen Anforderungen ist Slack. Die Schichtung in mehreren Kanälen, das effiziente Benachrichtigungssystem und eine professionelle Administration machen einen erheblich weniger improvisierten Eindruck als bei WhatsApp oder vielen anderen Messengern.

Fazit

WhatsApp ist Beweis dafür, dass Masse statt Klasse als Argument ausreicht. Ist ein Produkt erst einmal so populär, muss sich dessen Macher keine Mühe mehr geben. Selbst wenn der perfekte Konkurrent erschaffen wurde, wird er nicht mehr gegen WhatsApp ankommen können. WhatsApp ist immun gegen Kritik jedweder Art.

Die App ist lieblos gemacht, ignoriert Eure Privatsphäre an allen Ecken und Enden und setzt, wenn überhaupt, auf völlig veraltete Standards. WhatsApp ist aber Teil der Popkultur und wird deshalb erfolgreich bleiben, einfach weil eine Masse von einer Milliarde Nutzern aller Altersgruppen zu träge ist, um dem Unsinn zu entsagen.

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Top-Kommentare der Community

  • J. G. vor 4 Monaten

    Interessant finde ich die Reaktionen hier: im Grunde wird hier nur eine von vielen verfügbar Apps in ihren Schwachstellen beleuchtet und es werden alternative Empfehlungen gegeben. Die einen reagieren nachdenklich, selbstkritisch und offen, die anderen fühlen sich persönlich angegriffen, genötigt, gebasht.... Es ist schon interessant, wie "emotional" manche Menschen darauf reagieren, wenn man ihnen Fakten zur Verfügung stellt, die eine liebgewonnene Gewohnheit in Frage stellt und sie zum unangenehmen Nachdenken animiert. Es wird als Zwang denunziert. Sicher- für manche Menschen ist eigenes Denken so unangenehm und anstrengend wie ein Hürdenlauf in Schwimmflossen! Aber diese "Überreaktionen" und das sich fast "beleidigt fühlen", weil man die heilige Kuh thematisiert hat, lässt seeeehr tief blicken.
    Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!

  • J. G. vor 4 Monaten

    Super Bericht! WhatsApp lebt nach dem Prinzip "Kacke schmeckt prima- 10.000 Schmeißfliegen können nicht irren!" WhatsApp ist m. E. Auswuchs einer bequemen und unkritischen Subkultur, die inzwischen eine verhängnisvolle Eigendynamik entwickelt hat und letztlich ein bedrückendes Spiegelbild der sich entkultivierenden Gesellschaft darstellt. Eine Rechtschreibreform, die sich der Lautsprache annähert und vermutlich irgendwann "LOL" als vollwertige Phrase in den Duden aufnimmt, gibt beredt Auskunft über den Verlust von Sprachvermögen etc.
    WhatsApp hat bereits in den AGB´s unfassbare Klauseln. So erklärt man mit der Nutzung von WhatsApp pauschal, dass man die Rechte (Urheberrechte!) an allen übersandten Inhalten (Bilder) besitzt. Diese tritt man zwar nicht ab, aber man gestattet als Urheber WhatsApp die vollständige (auch gewerbliche) Nutzung der übersandten Bilder!!!! Bei Verletzung von Urheberrechten (Ihr habt z.B. trotz Fotografierverbot in einem Museum ein Selfie von Euch gemacht und im Hintergrund ist die "Mona Lisa" zu sehen. Ihr habt sodann Urheberrechte verletzt, wenn Ihr das Foto verbreitet) haftet IHR! Wenn also WhatsApp auf die Idee käme ein versendetes Bild von Euch kommerziell nutzen zu wollen und nutzt die erkennbare Mona Lisa, würdet IHR haften, da Ihr WhatsApp ja zuvor erklärt habt, dass Ihr die Rechte daran habt!!!! Im Extremfall DÜRFTE WhatsApp das süße Bikinifoto Eurer 5jährigen Tochter aus dem tollen Strandurlaub nutzen, um kommerziell eine bestimmte Interessengruppe von Konsumenten zu bewerben... Das sind dann die "Partnerunternehmen", denen man auch den Zugriff erlaubt hat.
    Ein weiteres Problem: ich habe es beim Blackberry Messenger immer geliebt, dass übersandte Bilder auf keinem Server gespeichert bleiben. Wenn man beim BBM Bilder übersenden wollte, mussten Sender und Empfänger im Netz sein und der Empfänger musste zustimmen. Die Server dienten nur als "Carrier". WhatsApp erlaubt das zeitversetzte Abrufen von Bildern, weil sie auf den Servern gespeichert bleiben und dort bereit gehalten werden. WhatsApp macht keine Angaben darüber, wann die Inhalte UNWIDERBRINGLICH gelöscht werden. Es wird lediglich angegeben, dass Inhalte nur befristet abgerufen werden können.
    Nach derzeitiger Rechtslage in Deutschland ist die unautorisierte Weitergabe einer Telefonnummer ein Verstoß gegen geltendes Datenschutzrecht! Wer also eine Gruppe bildet und anderen Mitgliedern der Gruppe ggf. bis dahin unbekannte Rufnummern ohne VORHERIGE Nachfrage UND Zustimmung beim Eigentümer weiterleitet, macht sich strafbar! Fakt! Derzeit sind mir jedoch keine Klageverfahren in Deutschland bekannt.
    Früher habe ich für den BBM Werbung gemacht- unbefristete Rücknahme und Löschung von Nachrichten auf dem Empfängergerät ist möglich, zeitbegrenzte Nachrichten sind kein Problem (man kann einstellen, wieviel Sekunden eine Nachricht beim Empfänger nach dem ersten Öffnen sichtbar ist, bevor sie sich löscht), keine Übermittlung der eMail, Tel.-Nummer, Namen bei Kontaktaufnahme. Möglichkeit, unliebsame Teilnehmer nicht nur zu blocken, sondern sich sogar aus dem Telefonbuch (Kontakte BBM) zu löschen (Anmeldung über PIN erforderlich!).... Aber inzwischen ist er auch nur androidisch, läuft auf einem Google-Server in Indien, ist werbeverseucht und nur in der Enterprise-Version AES128/256 verschlüsselt....
    Man muss sich nicht bezahlen lassen, um "Werbung" für andere Messengerdienste machen zu können und zu wollen. Man muss nur mal kritisch lesen, nachdenken und das eigene Gewohnheitstier in sich mundtot machen... Aber genau das sind Fähigkeiten, die die hier thematisierte Popkultur abtrainiert...

    Danke für den objektiven und vernünftig recherchierten Bericht!!!!

  • Eric Ferrari-Herrmann
    • Staff
    vor 4 Monaten

    Viele Gegner der oben geschilderten Meinung fallen eventuell dem backfire effekt zum Opfer. Der wird unter anderem in diesem Comic ( http://theoatmeal.com/comics/believe ) geschildert. Tl;dr: Ich habe Euch mit einer Information konfrontiert, die Euer Weltbild hinterfragt. Ihr beschützt es mit allem, was Ihr habt und wettert gegen die neue Information. Doch dieses Weltbild sollte hin und wieder hinterfragt und ausgebaut werden. Sonst werdet Ihr Euch eventuell eines Tages in einer Sackgasse befinden und Euch ärgern, dass Ihr das Hintertürchen zugemauert habt. ;)

  • Werner G. vor 4 Monaten

    Warum macht Ihr den Autor so runter? Er hat in allen Punkten recht!
    Stellt Euch einfach vor, man würde alles auf Null stellen und die Menschen müssten sich für einen Messenger der "breiten Masse" entscheiden. WhatsApp hätte keine Chance. Diese Meinung will uns der Artikel vermitteln, und ich stimme dem vollständig zu.

  • Steffen M vor 4 Monaten

    "Sie schicken dann Nachrichten an Eure alte Nummer. Ihr werdet über die Nachrichten nicht informiert und die Absender sind verwundert, dass Ihr nicht mehr zurückschreibt." - Früher, als man noch über SMS kommunizierte war das genauso, aber da gab es ein einfaches Mittel: Nicht wie ein Kind 'Mimimi' schreien und jammern, dass die Technik einem nicht noch den Hintern pudert, sondern die Leute mit der neuen Nummer anschreiben und gut.

    "WhatsApp-Web ist ein unglaublich schlechter Witz" "Falls Euer Smartphone knapp bei Akku ist, oder sich gar abschaltet, deaktiviert sich WhatsApp Web." - Dann muss man sein Smartphone halt ans Ladegerät hängen. Whatsapp sagt mit auf dem Computer sogar bescheid, wenn der Akkustand niedrig ist. Wer nicht schaut, ob das Smartphone geladen ist hat halt Pech gehabt..

    Sorry, aber das ist Bashing was hier betrieben wird und keine fundierte Kritik an Whatsapp

427 Kommentare

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  • Wo sind hier die Fakten, die WA unbrauchbar machen? @1 ich wechsel nicht täglich meine Telefonnummer, @2 ich schreibe gerade von meinem SIM freien IPAD, muss ich noch weiter lesen?


  • Franz P vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Da wird viel diskutier, dabei ist es so einfach.
    Ich nutze weder WA noch Facebook. Ich habe eine Nummer die nicht im Tel Buch steht für Freund, Familia.
    Sollte jemand auf die Idee kommen WA nutzen zu müssen damit meine Nummer dann auch noch bei WA landet gibt es ärger.
    Da kann man über Recht diskutieren wie man mag.
    Ich gebe jemand vetraulich ein Tel und der verbreitet die an WA?
    Anstand, Zuverlässigkeit sind wohl Fremdwort für viele Benutzer.
    Ganz nüchtern gesagt kann ich auf solche Freunde verzichten und wer mich kennt weiß dass ich da ziemlich rigorier bin.
    Jeder kann mit seinen Daten machen was er will, aber nicht mit fremden Daten.
    Übrigens, eine Kostennote für Unterlassung liebt bei 500 Euro und ja, jeder kann das.
    Und zwar gegen die Person die die Daten weitergeben hat, mit WA hat das nichts zu tun.

    Ansonten kann ich einigen hier nur zustimmen. Ich hab ein Telefon und ich hab Mail, wem das nicht reicht mich zu erreichen darf mich gerne vergessen.
    Andere, die meinen ich müsste WA installieren damit ich Sie erreichen kann vergesse ich selbst gerne.
    Beruflich nutze ich XMPP, denn WA ist schlicht verboten aus gutem Grund.


  • Paul vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Was für eine sensationelle Enthüllung! Wer hätte sich im Jahre 2018 (also, mehr als 20 Jahre nach der ersten Version von ICQ!) nur noch entfernt vorstellen können, dass es auf dieser Welt immer noch keinen perfekten IM gibt? Der eine pflegt die Benutzerprofile in US, während der andere das in China oder Russland tut, und allesamt - jeder auf eigene Art - sind ab und zu für bestimmte Zwecke total unbequem. Da muss es sich um eine Verschwörung handeln, infolge dessen alle die mutigen und fähigen Entwickler, die Tag und Nacht daran gearbeitet haben, dem paranoiden Otto-Normalsterblichen-User einen perfekten IM umsonst zur Verfügung zu stellen, in die entsprechende IT-Infrastruktur, Werbung, Vermarktung usw. usf. zu investieren, damit der besagte User endlich mal die Nacktfotos mit seiner Freundin in aller Ruhe und Bequemlichkeit, von den drei Dual-Sim-Smartphones aus gleichzeitig austauschen könnte, ohne sich dabei ständig dem bösen BigBrother ausgeliefert zu fühlen bzw. irgendeine der Telefonnummer verraten zu müssen, schon wieder kurz vor dem Release verhaftet wurden... Ich kann's mir nicht anders erklären :-P


  • Ich und ein kleiner aber feiner Kreis nutzen den BBM. Meine Freundin und ich nutzen ihn auf Blackberry OS10 Geräten und einige andere nutzen ihn auf Androiden und auf Äpfeln. Rennt wie ein Bienchen... Toll ist die Verifizierung ohne Tel. Nummer und das ich entscheide ob ich jemanden als Kontakt annehme, oder auch nicht.


  • Mat S. vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Ich bin ein riesen Fan von XMPP (passende Android-App ist "Conversations" oder die entsprechend kostenlose alternative "Kandru").
    Der Funktionsumfang ist der gleiche wie bei WhatsApp, mit dem Unterschied, dass jeder seinen eigenen Server betreiben kann und sich die Server untereinander verbinden. Man kann sich natürlich auch bei einem beliebigen öffentlichen Server registrieren, wenn man keinen eigenen Server betreiben möchte. Identifizierung funktioniert über eine E-Mail-artigen Nutzernamen (nutzer@server.de) und kann auf mehreren Geräten gleichzeitig genutzt werden - Desktop, Tablet, Mobile, Online. Als Ende-zu-Ende Verschlüsselung stehen OMEMO und OTR zur Verfügung.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      conversations gibt's kostenlos bei F-Droid. Aber warum dem Entwickler für seine gute Arbeit nicht einmalig einen kleinen Obulus zukommen lessen? Schleißlich erwartet man ja auch von ihm, dass er die App weiter entwickelt. Ein Fork von conversations ist übrigend Pix-Art-Messenger. Gruppenchats sind leider nur dann z.B. OMEMO verschlüsselt, wenn alle sich gegenseitig Ihre Schlüssel bestätigen. Das kann nervenaufreibend sein, wenn einer in der Gruppe z.B. sein Gerät ändert oder sich zusätzlich bei Gajim anmeldet. Dann mässen leider alle wieder ran und Schlüssel akzeptieren. Und bis auf ein paar andere Kleinigkeiten ist XMPP eine feine Sache, da von der Telefonnummer abgekoppelt. Nur diejenigen, die bei einem Messenger das Schweizer Taschenmesser erwarten, werden enttäuscht sein: keine Telefonie, kein Videochat. Da muss man dann z.B. wire nutzen.


  • Tja, ich würde ja gerne weg, aber so leicht ist das nunmal nicht. Mal davon abgesehen, dass jeder Whatsapp hat, ist das der beste Messenger für mich. Es ist einfach unkompliziert und funktioniert. Threema will keiner Nutzen (ich auch nicht), Telegram ist installiert seit Jahren, nutzt aber keiner. Genauso bei Allo.
    Umsteigen geht nur, wenn jemand mitkommt. Aber so wichtig bin ich nicht;-)

    Außerdem laufen meine Arbeitspläne, spontane Änderungen, alles über WhatsApp. Es würde schon auch ohne gehen, aber es wäre ziemlich umständlich.

    Wenn das "Neue WhatsApp" raus kommt, dass das Alte stürzt. Ich bin dabei und warte hier.


    • Deine Arbeitspläne laufen über WhatsApp? ich freu mich auf den Tag wenn der Messenger mal Gebrauch von seinen rechten macht, nämlich das alles was damit versendet wird Eigentum von WhatsApp ist und damit gemacht werden darf was se wollen. wennst z.B. ein tolles Foto mal machst, dürfte es WhatsApp eigentlich für deren Zwecke missbrauchen und z.B. Werbung damit machen und hättest null Anspruch darauf. das gleiche gilt für Text Inhalte und sprachnachrichten. Aber firmeninterne Angelegenheiten und Planungen darüber zu versenden ... ich hab mich immer gefragt ob das rechtlich im Einklang ist/wäre. Stichwort: Betriebsgeheimnisse. Bis dato ist das nicht passiert, zumindest nicht das ich etwas davon erfahren hätte, aber wenn es denn mal soweit sein sollte wirds eine sehr lustige Zeit werden... dann hat RTL mal wieder Futter und macht dann wohl ne neue Sendung mit der Bezeichnung "Das hab ich nicht gewusst äää ...."


      • Whatsapp ist arbeitsrechtlich durch dessen AGBs nicht zulässig, bzw. mit den deutschen Gesetzten nicht konform.
        Das fängt schon mit der unerlaubten Weitergabe des Adressbuchs an.
        Als Privatmann darf ich WhatsApp nutzen. Beruflich kann eine Abmahnung drohen, bzw. der Arbeitgeber eventuell sogar von anderen verklagt werden, wenn ein Mitarbeiter Daten weitergibt. ...usw..


      • N3misis vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Stichwort "DSGV"


    • "Threema will keiner Nutzen (ich auch nicht)"
      Der genaue Grund wäre?
      ...und komm nicht mit "das nutzt keiner"... installieren und fertig. Handys können sehr gut auch andere Apps ausführen ;-)

      "Umsteigen geht nur, wenn jemand mitkommt. Aber so wichtig bin ich nicht;-)"
      Falsch. DU bist wichtig. Wenn Du Whatsapp deinstallierst und dafür z.B. Wire oder Threema nimmst, kannst Du den Stein ins rollen bringen.

      "Außerdem laufen meine Arbeitspläne, spontane Änderungen, alles über WhatsApp. Es würde schon auch ohne gehen, aber es wäre ziemlich umständlich."
      Aha. Das ist aber Datenschutztechnisch und auch rechtlich höchst bedenklich. Welcher Arbeitgeber läßt sowas denn zu?
      Hierfür hat z.B. Threema das Produkt "Threema Work" und bei Wire gibt es die "Teams"

      Ich behaupte mal, dass bei Dir der klassische Lemming-Effekt eingetreten ist. Ich Wette, wenn Du mal einen von den beiden erwähnten Messengern mit, sagen wir mal, 4 Freunden anfangen würdest wirklich zu nutzen, dann würdest Du die vielen Vorteile erkennen. Wire ist z.B. der Einzige, der wirklich auf jeder Plattform zu haben ist (incl. Win10 App), und alle Chats synchron hält. Ohne Bindung an Tel.Nr. wenn man will.

      Erweitere Deinen Horizont - und auch den Deiner Freunde. Trau Dich!


    • C. F.
      • Blogger
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      "Umsteigen geht nur, wenn jemand mitkommt." Irgendwann mal kommt einer mit. Dann noch einer. Und dann immer mehr. Erfahrungsgemäß all diejenigen, die mit Dir in Kontakt bleiben möchten. Man braucht eben nur ein bisschen Geduld. Und notfalls geht ja immer noch SMS. Installier am besten Threema und wire. Da kannst Du zumindest sagen, dass Du zwei Alternativen anbietest: für die, die nicht zu Threema wollen (weil es vielleicht einmalig was kostet) und lieber wire nutzen, oder umgekehrt.


      • M. A. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Ich nutze sogar 4 Messenger😉
        Threema, Signal, Wire und Telegram.
        Die laufen problemlos und kann ca. 40% meiner Kontakte darüber erreichen, den anderen schicke ich einfach einen Brief oder nè Postkarte.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Oder einfach 'ne SMS


      • Aries vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Ich habe auch vier Messenger laufen: Threema, Wire, Conversations und Signal.

        Die meisten Kontakte habe ich bei Threema.

        Telegram fällt mir schwer einzuschätzen. Die betreiben ein Versteckspiel und haben die AGB nicht einmal auf der Website. Das Versteckspiel begründen sie mit "Sicherheit", aber das kann auch andere Gründe haben. Deren Implementierung der Verschlüsselung wird zudem in Fachkreisen kritisiert, weil kompromittierte Verfahren eingesetzt werden.

        Signal möchte ich rauswerfen. Dort sind komischerweise auch nur zwei meiner Kontakte, die ich aber zu Signal gezogen habe.


  • Mr. N vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Eigentlich bräuchte man kein Messenger mehr wo schon fast jeder eine SMS Flatrate hat.

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