Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können.

Kommentar 8 Min Lesezeit 401 Kommentare

Acht Gründe gegen WhatsApp: Sucht Euch einen neuen Messenger!

Jeder zweite Deutsche verwendet WhatsApp täglich (Quelle). Dieser einschüchternd große Marktanteil allein ist der Grund für viele, die App zu nutzen. Schließlich sind sie dann auf diesem populären Kanal für den Großteil ihrer Bekannten erreichbar. Leider stellt dann niemand mehr die entscheidende Frage: Ist WhatsApp eigentlich gut? Erreichbarkeit und Marktdominanz hin oder her: Ich finde WhatsApp schlecht. Und ich kann Euch zu den acht Gründen Konkurrenten oder Methoden nennen, wie man es besser machen könnte.

1. WhatsApp identifiziert Euch bloß über Eure Handynummer

Mit dem Passwort-losen 1-Faktor-Log-in zieht WhatsApp einen ganzen Rattenschwanz von Nachteilen hinter sich her. Der meines Erachtens größte ist, dass Ihr mit der Handynummer ausschließlich ein garantiert nicht-anonymes Mittel der Identifikation verwendet. Immerhin dürfen seit 2017 SIM-Karten nur noch nach Vorlage eines Ausweisdokuments aktiviert werden. Zwar darf WhatsApp nicht unmittelbar bei Drillisch, Telefónica & Co. nachfragen, wie Ihr heißt, aber spätestens beim Schwesterchen Facebook dürfte WhatsApp in vielen Fällen fündig werden.

Dann kommt hinzu, dass Eure Kontakte außerhalb von Gruppen gar nicht bemerken, wenn Ihr Eure Handynummer ändert. Sie schicken dann Nachrichten an Eure alte Nummer. Ihr werdet über die Nachrichten nicht informiert und die Absender sind verwundert, dass Ihr nicht mehr zurückschreibt. Überdies füllt sich Eure WhatsApp-Kartei peu à peu mit verwaisten, doppelten und dreifachen Kontakt-Einträgen und Ihr verliert den Überblick darüber, welche Version eines Kontaktes die aktuelle ist. Menschen ändern ab und zu ihre Handynummer oder geben sie an jemanden anderen weiter, aber WhatsApp könnte auf diesen Fall nicht schlechter vorbereitet sein.

Alternative: Benutzername und Passwort

Was wurde aus der guten alten Kombination aus Benutzername und Passwort? Warum muss es die Handynummer sein? Natürlich findet man schneller seine Kontakte anhand einer Kennung, die in Form der Handynummer ohnehin schon auf Eurem Smartphone gespeichert ist. Doch könnte man ähnlich wie bei Threema die zusätzliche Identifizierung via Handy-Nummer oder E-Mail-Adresse zur Option statt zur Pflicht machen. Eine einmalige Nutzer-ID (UUID) wie bei Threema, Wire oder Surespot tut es doch auch! Zumal diese immun ist gegen einen Wechsel, Missbrauch oder der Handynummer oder ihre Übernahme durch einen anderen.

Threema Install on Google Play Wire - Vertraulicher Messenger Install on Google Play surespot encrypted messenger Install on Google Play
Androidpit threema
Threema lässt sich ohne echte Daten von Euch verwenden. / © ANDROIDPIT

2. Man kann WhatsApp nur auf einem Gerät auf einmal verwenden und es muss ein Smartphone sein.

Ihr wollt WhatsApp auf einem Tablet ausführen? Oder Euch an einem PC im Browser einloggen und eingeloggt bleiben? Idealerweise auf dem Arbeitsrechner und zuhause auf dem Heimrechner; den Log-in vorhalten, sodass Ihr Euch nicht zweimal am Tag komplett einloggen müsst? Dann seid Ihr bei WhatsApp an der falschen Adresse.

WhatsApp aktiviert Ihr auf exakt einem Gerät. Das muss ein Smartphone sein. Ein zweites Smartphone, Tablet oder mehrere PCs im Parallelbetrieb sind nicht drin. Und WhatsApp Web ist der größte Witz der Messaging-Industrie; aber dazu später mehr.

telegram desktop update original
Telegram lässt sich auf dem Desktop unabhängig vom Handy weiterverwenden. / © AndroidPIT

Alternative: serverseitige Synchronisierung

Telegram, Facebook oder Hangouts zeigen, wie es vernünftig geht. Jene Messenger lassen sich unabhängig vom Smartphone auch auf weiteren Geräten; auch auf mehreren parallel verwenden. Im Falle von Telegram müsst Ihr zwar auch beim Log-in Eure Handynummer eintippen. Den Log-in bestätigt Ihr dann aber nicht per SMS- oder QR-Code sondern mit einem Code, der via Telegram an all Eure anderen eingeloggten Geräte geschickt wird. Einmal eingeloggt, werden überall sämtliche Chats und sogar der Entwurf Eurer nächsten Nachricht perfekt synchronisiert.

Telegram Install on Google Play Hangouts Install on Google Play

3. WhatsApp-Web ist ein unglaublich schlechter Witz

Während andere Anbieter nur eine einzige Authentifizierung per QR-Code anbieten und Euch dann in Ruhe ohne Smartphone weiter chatten lassen, schikaniert Euch WhatsApp Web, wo es kann. WhatsApp Web ist an sich gar keine App, sondern im Grunde nur eine Fernbedienung, die WhatsApp auf Eurem Smartphone bedient. Falls Euer Smartphone mit mobilen Daten verbunden ist, werden diese also weiter belastet. Falls Euer Smartphone knapp bei Akku ist, oder sich gar abschaltet, deaktiviert sich WhatsApp Web. Dasselbe gilt, wenn Energiesparfunktionen den Hintergrunddienst für WhatsApp Web schlafenlegen. Fahrt Ihr nach Hause und wollt dort WhatsApp Web verwenden, müsst Ihr Euch komplett neu authentifizieren und die Verbindung auf Eurem Arbeitsrechner kappen.

Alternative: Siehe oben.

hide images from gallery de
Alle WhatsApp-Fotos tauchen schamlos in Eurer Galerie-App auf. / © AndroidPIT

4. Daten werden unsicher gespeichert

Leicht zugänglich hin oder her: WhatsApp für Android speichert seine Daten, wo sie nicht hingehören. Statt in der Datenpartition lagern sie in der von allen Apps mit Dateizugriff sichtbaren /sdcard-Partition. Da gehören sie bestimmt nicht hin, wenn die Bilder geheim bleiben sollen. Und dann wird auch die von vielen gelobte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp für all Eure schönen Bildchen nutzlos. Ach und da kommen wir zum nächsten Punkt.

Alternative: Bilder verstecken oder woanders speichern

Leider verhalten sich auch die meisten WhatsApp-Alternativen nicht besser. Auch WhatsApp oder Telegram sichern die Bilder aus nicht-geheimen Chats in den gemeinsamen Speicher. Immerhin könnt Ihr sie mit einer .nomedia-Datei vor Galerie-Apps verstecken. Das könnt Ihr für die WhatsApp-Bilder auch selbst machen. Nur Threema verbirgt die Bilder ordentlich in die Daten-Partition, die nicht öffentlich zugänglich ist.

Threema Install on Google Play

5. Das Backup-System ist umständlich, schlecht und verbietet Plattform-Wechsel

Ihr kommt vom oder wollt zum iPhone? Dann sagt Winkewinke zu Euren Gesprächsprotokollen. Die lassen sich nicht von der einen auf die andere Plattform übertragen. WhatsApp nutzt für iPhones die iCloud und für Android-Handys Google Drive. Letzteres ist zwar von iPhones aus theoretisch erreichbar, aber für diesen Einsatzzweck unbrauchbar: Euer WhatsApp-Backup bekommt Ihr so nicht ins iPhone.

Alternative:

Es gibt mehrere Methoden, wie WhatsApp es besser machen könnte. Eine wäre, dass WhatsApp andere Cloud-Dienste einbindet, auf die man von beiden Plattformen aus zugreifen kann. Da gibt es noch Dropbox, OneDrive oder nicht zuletzt das heimische NAS. Eine andere wäre freilich, dass WhatsApp wie Telegram einfach die Nachrichten auf dem Server vorhält und Ihr nur den Schlüsselbund für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sichern müsst.

6. WhatsApp weiß trotz Ende-zu-Ende-Verschlüsselung genug über Euch

WhatsApp kann nicht in Eure Gesprächsprotokolle reingucken, Eure Bilder sehen oder die Audio-Mitschnitte anhören. Aber es weiß, wann Ihr mit wem gesprochen habt. WhatsApp hat Zugriff auf Euer Adressbuch. WhatsApp kann Euren gemeinsamen Speicher auslesen. WhatsApp kann seine Daten mit dem Mutterkonzern Facebook abgleichen und sein Bild über Euch schärfen.

Der Abgleich Eures Adressbuchs birgt gar ein rechtliches Risiko für Euch: Denn es ist umstritten, ob Ihr überhaupt das Recht habt, Telefonnummern Eurer Bekannten an Facebook weiterzugeben. Vor allem für beruflich genutzte Smartphones können hier Risiken entstehen. Denn Ihr könnt WhatsApp nicht einfach den Zugriff auf einen Teil Eures Adressbuchs verweigern. Ganz oder gar nicht, lautet das - schlechte - Motto. 

Alternative: Anonyme Konten und Metadaten-Verschlüsselung

Für echte Anonymität darf eine App nicht nach Daten fragen, die auf Euch persönlich zurückzuführen sind. Eure Handynummer liegt jedoch bei WhatsApp vor und WhatsApp schützt sie auch nicht vor anderen Nutzern oder Kunden. Ihr könntet sie genau so gut an jede Bushaltestelle in Eurer Stadt schreiben.

Zu der Forderung aus Punkt 1 kommt also hinzu, dass WhatsApp nicht wissen sollte, mit wem Ihr wann chattet. Durch diese Meta-Daten alleine lassen sich bereits unangenehme Annahmen über Euch ableiten, sollte einer Eurer Kontakte etwa mit einem Verbrechen in Verbindung gebracht werden.

7. Ihr könnt abgeschickte Nachrichten nicht mehr verändern

Erst neulich hat WhatsApp endlich die Option nachgereicht, abgeschickte Nachrichten so zu löschen, dass sie auch bei den Empfängern verschwinden. Doch wenn Ihr nur einen missverständlichen Fehler eliminieren wollt, wie er sich durch Auto Correct oft einschleicht, könnt Ihr diesen nicht editieren. Dann müsst Ihr die komplette Nachricht kopieren, löschen, neu einfügen, umschreiben und erneut abschicken. Das ist nicht nur umständlich, sondern auch kompletter Unsinn. Etliche Konkurrenten wie Telegram oder sogar Skype erlauben es inzwischen, Nachrichten nachträglich zu bearbeiten.

Telegram Install on Google Play

Alternative: Telegram oder Skype

 

8. Gruppenverwaltung ist unterirdisch schlecht

Wegen jeder Gelegenheit werden WhatsApp-Gruppen erstellt. Dabei ist die Gruppenchat-Funktion von WhatsApp eine der schlechtesten am Markt. Wenn man sich den Funktionsumfang anderer Gruppenchats ansieht, müssen man sich WhatsApp, aber auch viele andere einfache Messenger fast schon schämen.

  • Es gibt keine Kanäle, für die man sich anmelden kann. Telegram bietet mit seinen Channels eine Möglichkeit, öffentliche News-Kanäle wie RSS-Feeds zu abonnieren.
  • Stattdessen gibt es bloß Gruppen, bei denen alle Gruppenmitglieder Eure Handynummer sehen können.
  • Es gibt nur eine Administrator-Stufe. Das heißt, Admins können anderen Admins die Rechte entziehen.
  • Gruppen lassen sich nicht schließen, bevor alle Mitglieder (bis zu 256) austreten oder manuell und einzeln von Admins entfernt werden.
  • Ihr könnt nicht mehr nachträglich einsehen, in welchen Gruppen Ihr teilnehmt, weil es keine spezielle Übersicht über Eure Gruppen gibt.
  • Ab Werk kann Euch jeder in seine Gruppe hinzufügen und so ohne Eure Zustimmung Eure Handynummer weitergeben.
  • Wechselt Ihr die Handynummer in WhatsApp, werden Mitglieder in jenen Gruppen über Eure neue Nummer benachrichtigt.

Alle Nachteile und Mängel von WhatsApp gipfeln in der Gruppenchat-Funktion. Die Funktion ist dennoch genau so erfolgreich wie der mangelhafte Chat-Client selbst. Die Gruppenchat-Features sind nicht nur mangelhaft, sondern die Mängel auch noch ein Affront gegen Eure Privatsphäre.

slack app new
Slack verwaltet Gruppen vernünftig. / © AndroidPIT

Alternative: Slack

Eine vernünftige Lösung für Gruppenchats mit komplexen Anforderungen ist Slack. Die Schichtung in mehreren Kanälen, das effiziente Benachrichtigungssystem und eine professionelle Administration machen einen erheblich weniger improvisierten Eindruck als bei WhatsApp oder vielen anderen Messengern.

Slack Install on Google Play

Fazit

WhatsApp ist Beweis dafür, dass Masse statt Klasse als Argument ausreicht. Ist ein Produkt erst einmal so populär, muss sich dessen Macher keine Mühe mehr geben. Selbst wenn der perfekte Konkurrent erschaffen wurde, wird er nicht mehr gegen WhatsApp ankommen können. WhatsApp ist immun gegen Kritik jedweder Art.

Die App ist lieblos gemacht, ignoriert Eure Privatsphäre an allen Ecken und Enden und setzt, wenn überhaupt, auf völlig veraltete Standards. WhatsApp ist aber Teil der Popkultur und wird deshalb erfolgreich bleiben, einfach weil eine Masse von einer Milliarde Nutzern aller Altersgruppen zu träge ist, um dem Unsinn zu entsagen.

386 mal geteilt

Top-Kommentare der Community

  • J. G. vor 1 Woche

    Interessant finde ich die Reaktionen hier: im Grunde wird hier nur eine von vielen verfügbar Apps in ihren Schwachstellen beleuchtet und es werden alternative Empfehlungen gegeben. Die einen reagieren nachdenklich, selbstkritisch und offen, die anderen fühlen sich persönlich angegriffen, genötigt, gebasht.... Es ist schon interessant, wie "emotional" manche Menschen darauf reagieren, wenn man ihnen Fakten zur Verfügung stellt, die eine liebgewonnene Gewohnheit in Frage stellt und sie zum unangenehmen Nachdenken animiert. Es wird als Zwang denunziert. Sicher- für manche Menschen ist eigenes Denken so unangenehm und anstrengend wie ein Hürdenlauf in Schwimmflossen! Aber diese "Überreaktionen" und das sich fast "beleidigt fühlen", weil man die heilige Kuh thematisiert hat, lässt seeeehr tief blicken.
    Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!

  • Eric Ferrari-Herrmann
    • Staff
    vor 1 Woche

    Viele Gegner der oben geschilderten Meinung fallen eventuell dem backfire effekt zum Opfer. Der wird unter anderem in diesem Comic ( http://theoatmeal.com/comics/believe ) geschildert. Tl;dr: Ich habe Euch mit einer Information konfrontiert, die Euer Weltbild hinterfragt. Ihr beschützt es mit allem, was Ihr habt und wettert gegen die neue Information. Doch dieses Weltbild sollte hin und wieder hinterfragt und ausgebaut werden. Sonst werdet Ihr Euch eventuell eines Tages in einer Sackgasse befinden und Euch ärgern, dass Ihr das Hintertürchen zugemauert habt. ;)

  • J. G. vor 1 Woche

    Super Bericht! WhatsApp lebt nach dem Prinzip "Kacke schmeckt prima- 10.000 Schmeißfliegen können nicht irren!" WhatsApp ist m. E. Auswuchs einer bequemen und unkritischen Subkultur, die inzwischen eine verhängnisvolle Eigendynamik entwickelt hat und letztlich ein bedrückendes Spiegelbild der sich entkultivierenden Gesellschaft darstellt. Eine Rechtschreibreform, die sich der Lautsprache annähert und vermutlich irgendwann "LOL" als vollwertige Phrase in den Duden aufnimmt, gibt beredt Auskunft über den Verlust von Sprachvermögen etc.
    WhatsApp hat bereits in den AGB´s unfassbare Klauseln. So erklärt man mit der Nutzung von WhatsApp pauschal, dass man die Rechte (Urheberrechte!) an allen übersandten Inhalten (Bilder) besitzt. Diese tritt man zwar nicht ab, aber man gestattet als Urheber WhatsApp die vollständige (auch gewerbliche) Nutzung der übersandten Bilder!!!! Bei Verletzung von Urheberrechten (Ihr habt z.B. trotz Fotografierverbot in einem Museum ein Selfie von Euch gemacht und im Hintergrund ist die "Mona Lisa" zu sehen. Ihr habt sodann Urheberrechte verletzt, wenn Ihr das Foto verbreitet) haftet IHR! Wenn also WhatsApp auf die Idee käme ein versendetes Bild von Euch kommerziell nutzen zu wollen und nutzt die erkennbare Mona Lisa, würdet IHR haften, da Ihr WhatsApp ja zuvor erklärt habt, dass Ihr die Rechte daran habt!!!! Im Extremfall DÜRFTE WhatsApp das süße Bikinifoto Eurer 5jährigen Tochter aus dem tollen Strandurlaub nutzen, um kommerziell eine bestimmte Interessengruppe von Konsumenten zu bewerben... Das sind dann die "Partnerunternehmen", denen man auch den Zugriff erlaubt hat.
    Ein weiteres Problem: ich habe es beim Blackberry Messenger immer geliebt, dass übersandte Bilder auf keinem Server gespeichert bleiben. Wenn man beim BBM Bilder übersenden wollte, mussten Sender und Empfänger im Netz sein und der Empfänger musste zustimmen. Die Server dienten nur als "Carrier". WhatsApp erlaubt das zeitversetzte Abrufen von Bildern, weil sie auf den Servern gespeichert bleiben und dort bereit gehalten werden. WhatsApp macht keine Angaben darüber, wann die Inhalte UNWIDERBRINGLICH gelöscht werden. Es wird lediglich angegeben, dass Inhalte nur befristet abgerufen werden können.
    Nach derzeitiger Rechtslage in Deutschland ist die unautorisierte Weitergabe einer Telefonnummer ein Verstoß gegen geltendes Datenschutzrecht! Wer also eine Gruppe bildet und anderen Mitgliedern der Gruppe ggf. bis dahin unbekannte Rufnummern ohne VORHERIGE Nachfrage UND Zustimmung beim Eigentümer weiterleitet, macht sich strafbar! Fakt! Derzeit sind mir jedoch keine Klageverfahren in Deutschland bekannt.
    Früher habe ich für den BBM Werbung gemacht- unbefristete Rücknahme und Löschung von Nachrichten auf dem Empfängergerät ist möglich, zeitbegrenzte Nachrichten sind kein Problem (man kann einstellen, wieviel Sekunden eine Nachricht beim Empfänger nach dem ersten Öffnen sichtbar ist, bevor sie sich löscht), keine Übermittlung der eMail, Tel.-Nummer, Namen bei Kontaktaufnahme. Möglichkeit, unliebsame Teilnehmer nicht nur zu blocken, sondern sich sogar aus dem Telefonbuch (Kontakte BBM) zu löschen (Anmeldung über PIN erforderlich!).... Aber inzwischen ist er auch nur androidisch, läuft auf einem Google-Server in Indien, ist werbeverseucht und nur in der Enterprise-Version AES128/256 verschlüsselt....
    Man muss sich nicht bezahlen lassen, um "Werbung" für andere Messengerdienste machen zu können und zu wollen. Man muss nur mal kritisch lesen, nachdenken und das eigene Gewohnheitstier in sich mundtot machen... Aber genau das sind Fähigkeiten, die die hier thematisierte Popkultur abtrainiert...

    Danke für den objektiven und vernünftig recherchierten Bericht!!!!

  • Werner G. vor 1 Woche

    Warum macht Ihr den Autor so runter? Er hat in allen Punkten recht!
    Stellt Euch einfach vor, man würde alles auf Null stellen und die Menschen müssten sich für einen Messenger der "breiten Masse" entscheiden. WhatsApp hätte keine Chance. Diese Meinung will uns der Artikel vermitteln, und ich stimme dem vollständig zu.

  • M. A. vor 1 Woche

    Der Grund für die Auflösung meines WhatsApp Kontos war folgender:
    "Du stellst uns regelmäßig die Telefonnummern von WhatsApp-Nutzern und deinen sonstigen Kontakten in deinem Mobiltelefon-Adressbuch zur Verfügung. DU BESTÄTIGT, DASS DU AUTORISIERT BIST, UNS SOLCHE TELEFONNUMMERN ZUR VERFÜGUNG ZU STELLEN, damit wir unsere Dienste anbieten können."
    Da mir als einfacher Bürger diese Autorisierung fehlt und zudem ich noch von einigen meiner Kontakte darum gebeten wurde ihre Telefonnummer nicht weiterzugeben, blieb mir nichts anderes übrig als WhatsApp zu löschen. WA Nutzer sollten mal den Schritt wagen einen zusätzlichen Messenger zu nutzen, alternativen dazu gibt es ja genug.

401 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:

  • Tja, ich würde ja gerne weg, aber so leicht ist das nunmal nicht. Mal davon abgesehen, dass jeder Whatsapp hat, ist das der beste Messenger für mich. Es ist einfach unkompliziert und funktioniert. Threema will keiner Nutzen (ich auch nicht), Telegram ist installiert seit Jahren, nutzt aber keiner. Genauso bei Allo.
    Umsteigen geht nur, wenn jemand mitkommt. Aber so wichtig bin ich nicht;-)

    Außerdem laufen meine Arbeitspläne, spontane Änderungen, alles über WhatsApp. Es würde schon auch ohne gehen, aber es wäre ziemlich umständlich.

    Wenn das "Neue WhatsApp" raus kommt, dass das Alte stürzt. Ich bin dabei und warte hier.


  • Eigentlich bräuchte man kein Messenger mehr wo schon fast jeder eine SMS Flatrate hat.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Tagen Link zum Kommentar

    Und jetzt die Frage an das AndroidPit-Team: wie viele von Euch hat das zum Umdenken gebracht? Wer hat WhatsApp gelöscht und/oder benutzt Alternativen? Wenn ja, welche?


  • In China und anderen Ländern ist WA, wenn auch aus anderen Gründen, schon lange geblockt. Wäre hier für die ganzen Provider auch kein Problem. Ich als Provider würde es mir nicht bieten lassen das ein Messenger über meine Leitungen und Sendemasten an Daten meiner Kunden kommt.

    Kennt von Euch jemand einen Staatsanwalt persönlich? Man sollte einmal Fragen ob die Provider damit nicht fahrlässigen Vorschub zum Verstoß gegen das BDSG durch Privatpersonen leisten :-)


    • Du vergisst aber das in China und andere Länder die politische Thematik eine viel größere ist, als hierzulande dieser 08/15 Datenschutzquatsch.
      Du bist bestimmt nicht der erste der auf so einen seltsamen Gedanken kommt. Auch Staatsanwälte nutzen WhatsApp 😉


      • C. F.
        • Blogger
        vor 3 Tagen Link zum Kommentar

        "Auch Staatsanwälte nutzen WhatsApp"

        Woher willst Du das wissen?

        "Du vergisst aber das in China und andere Länder die politische Thematik eine viel größere ist..."

        Nein. China möchte Kontrolle über den gesamten Datenverkehr. Und da ist nicht nur WhatsApp geblockt, sondern andere verschlüsselnde Messenger auch. Selbst mit dem Tor-Netzwerk kommt man kaum mehr raus. Und warum? Deswegen:

        https://www.heise.de/select/ct/2018/2/1516406125200264

        Eigentlich müßtest Du Dich in Chian sau wohl fühlen, Du passt da voll ins System.


      • "Auch Staatsanwälte nutzen WhatsApp"

        Woher willst Du das wissen?

        Das unterliegt dem Datenschutz.!!

        Nein, China passt gar nicht. Kein WhatsApp 😉✌️


  • Und seitdem WhatsApp und Facebook sich zusammengetan haben bleibt WhatsApp auch der Marktführer in Sachen Messenger.


  • Der Mensch ist ein Herdentier. Eine Zeit lang hatten ich ganz viele Messenger installiert. Pro Messenger gab es nur 1-2 aktive User. Da stellt man sich die Frage nach dem Sinn und deinstalliert wieder die anderen Apps. Doof aber leider Realität.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 5 Tagen Link zum Kommentar

      Also ich bin kein Herdentier, habe drei Messenger installiert: Threema, wire und XMPP. Damit erreiche ich wunderbar alle mir wichtigen Kontakte. Die unverbesserlichen WhatsApp-Jünger, die meinen, Ihre App sei das Nonplusultra, und deswegen keine Alternative installieren, denen schicke ich bei Bedarf eine SMS. Und das kommt eigentlich nie vor.


      • "Die unverbesserlichen WhatsApp-Jünger, die meinen, Ihre App sei das Nonplusultra"

        Genau da habe ich gemerkt dass du meiner Meinung nach keine Ahnung hast, wovon du eigentlich redest. Denn genutzt wird Whatsapp von vielen nur weil es nunmal alle anderen auch tun und nicht weil die es als Nonplusultra sehen. Die wissen dass Whatsapp Schwächen hat aber erreichbar zu sein ist nunmal wichtiger.

        PS: Der Vergleich weiter unten mit Whatsapp und Euro ist schlecht, aber vergleicht man Whatsapp mit Threema und Co. und Euro mit BitCoin macht es schon Sinn. Threema wird wie BitCoin nur von wenigen genutzt, ist sicherer und hat bestimmt seine Vorzüge, aber beides hat auch Nachteile. Mit Threema erreicht man viele Leute nicht und BitCoin ist nunmal nicht für alles nutzbar.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 4 Tagen Link zum Kommentar

        Ich weiß sehr wohl, wovon ich rede und stelle Dir mal die Frage: warum ist es so schwierig, (kostenlose) alternative Messenger wie wire zu installieren und zu nutzen und Freunde und Bekannte zum wechseln zu animieren, wenn man deren Vorzüge kennt? Was ist so "schlimm" daran für Threema einmalig 2,99€ auszugeben und statt dessen eine halbe Schachtel Zigaretten weniger zu rauchen, auf eine Tiefkühlpizza zu verzichten oder einmal eben nicht zu Mc Donalds oder Burger King zu gehen? Wenn das jeder ein Mal beherzigen würde, hätte jeder auch einen anderen Messenger und wäre entsprechend erreichbar. Warum muss man stattdessen regelrecht verbissen nur an WhatsApp festhalten? So ein Messenger bedeutet doch nicht das ganze Leben?


      • Weil es einfach keinen Grund gibt zu wechseln und weil nicht jeder (außer die wenigsten) etwas hinein interpretieren was so sinnlos ist wie ein Kropf.


      • Sag mal Peter, bekommst Du eigentlich von WA was für Deine dauernde absolut unlogische Verteidigung? Kommt mit langsam so vor. So verbissen kann doch keiner sein.

Zeige alle Kommentare

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu