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Helden der Arbeit: Das können die neuen Tablets wirklich

Es bewegt sich was im Tablet-Markt, zumindest werden neue Wege eingeschlagen, damit das Tablet nicht ganz von der Bildfläche verschwindet. Das flache Zusatzgerät entwickelt sich immer mehr zum ernstzunehmenden Arbeitsgerät und somit auch zu echten Laptop-Konkurrenten. Besonders drei Tablets (von Google, Microsoft und Apple) haben das Zeug dazu, einen neuen Trend einläuten.

Entertainment am Smartphone beim Joggen ist für mich...?

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Der neu Weg in eine bessere Zukunft

Im Kommentar “Nur so kann das Tablet gerettet werden” habe ich bereits ausführlich dargelegt, wo die Schwächen des Tablets liegen und was getan werden muss, damit dieses an sich gute Gerät nicht doch das Zeitliche segnet. Das Tablet muss sich verändern und einfach mehr sein als eine nette Entertainment-Plattform, mit dem User E-Mails schreiben oder im Internet surfen.

Dass die Zukunft des Tablets im echten Arbeitsgerät liegt, also dass sich mit dem Tablet auch gut arbeiten lässt, haben anscheinend auch die Entwickler erkannt. Es ist wohl kein Zufall, dass fast gleichzeitig Microsoft mit dem Surface Book, Apple mit dem iPad Pro und Google mit dem Pixel C Tablets vorgestellt haben, die sich vor allem an die “arbeitende Bevölkerung” richten. An User, die das Tablet wie einen Laptop nutzen wollen und die das bei den neuen Geräten auch können.

Die Ausrichtung sowie Ausstattung ist bei den drei genannten Tablets aber durchaus unterschiedlich. Und dann ist da ja auch noch die Sache mit dem Verkaufspreis.

Pixel C Specs
Neue Helden braucht die Tablet-Welt (Im Bild: Das GooglePixel C). / © Google

Hang zur Größe

Während vor wenigen Jahren LCD-Fernseher in der Größenordnung von 40 Zoll die Norm war, sind es jetzt die TVs mit 50 Zoll, die besonders reißenden Absatz finden. Ähnlich verhält es sich auch bei den Tablets.

Das Sony Xperia Z4 (hier geht's zum Test) misst 10,1-Zoll und ist somit für viele weder zu groß noch zu klein. Es sind die vertrauten Tablet-Maße. Davon heißt es wohl bald Abschied nehmen, denn der Trend geht ganz klar hin zu größeren Tablets. So mißt das Microsoft Surface Book 13,5 Zoll und das Apple iPad Pro 12,9 Zoll. Lediglich das Google Pixel C bleibt den Standardmaßen mit seinen 10,2 Zoll fast treu.

ipadpro
Die neuen Tablets werden deutlich größer. / © Apple

Die neue Größenordnung könnte man leicht dadurch abtun, dass den Entwicklern einfach nichts Neues mehr einfällt. Das ist aber zu kurz gegriffen, vor allem in Hinblick auf die Größen, die bei Laptops die Regel ist. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber die Bildschirmgröße der meisten Laptops liegt bei 13 Zoll und 14 Zoll. Im Vergleich zu den Geräten von Microsoft und Apple ist der Unterschied also eher gering.

Aber eine Angleichung an die Laptop-Maße reicht natürlich nicht aus, um den mobilen PCs Konkurrenz zu machen. Das Zauberwort heißt Tastatur und hier sind alle drei Tablet-Herausforderer sehr gut aufgestellt.

Einfacher schreiben, schneller arbeiten, mehr Möglichkeiten

Die Idee, ein Tablet und eine Tastatur zu kombinieren, ist wahrlich nicht neu. Was neu ist, ist die Art, wie Hersteller die Tastatur präsentieren. Wurde sie bei früheren Modellen nicht mal erwähnt oder nur als nettes Extra gezeigt, ist sie nun fester Bestandteil des Tablets. besonders deutlich wurde das bei der Apple Keynote 2015.

Das iPad Pro wurde als vollwertiger Laptop-Ersatz vorgestellt, der in Kombination mit der Aufsteck-Tastatur und dem Pencil keine Wünsche offen lassen soll. Auch Microsoft hat diesen Anspruch mit seinem Surface Book, wobei hier einfach der Weg konsequent weitergegangen wird, den man mit der Surface-Reihe Anno 2012 eingeschlagen hat. 

Besonders stolz scheint man bei Microsoft auf das neue Scharnier des Surface Books zu sein, mit dem das Tablet auf der Tastatur befestigt wird, sowie auf den Verschluss mit Namen “Muscle Wire Lock”. Ob das aber ein echter Mehrwert ist, muss sich aber erst noch zeigen.  

Auf den “Tastatur-Zug” ist auch Google mit dem Pixel C aufgesprungen. Die optional erhältliche Funk-Tastatur wird wie beim Microsoft Surface per Magnet angedockt und soll zwischen den Akku-Ladevorgängen bis zu 2 Monate durchhalten. Das Besondere an dieser Tastatur ist, dass sie induktiv über das Tablet aufgeladen wird. Liegt es zugeklappt am Display an, dann wird der Energiespeicher der Tastatur geladen. Außerdem lässt sich der Anstellwinkel des Tablet stufenlos justieren, ohne dass das Tablet einen zusätzlichen Kickstand benötigt.

Die Tablets werden also funktionaler und somit auch für User interessant, die sonst nur am Laptop gearbeitet haben. Die Ausstattung und Leistungsfähigkeit der drei Geräte kann sich auch sehen lassen. Den neuen Siegeszug könnte jedoch ein nicht unwesentliches Detail ausbremsen.

Highend-Hardware zu Highend-Preisen

Auf dem Datenblatt machen alle drei Tablets einen sehr vielversprechenden Eindruck. Besonders das Surface Book lässt hier mit seinem Ultrasharp-Infinity-Edge-Display bei einer Auflösung von 3.200 x 1.800 Bildpunkten (276 Pixeln pro Zoll (ppi)) aufhorchen. Aber auch das iPad Pro verfügt mit seinem neuen A9X-Cip wohl über genügend Power. Laut Apple wird sogar die doppelte Grafikleistung wie beim iPad Air 2 geboten.

Nicht ganz so spektakulär kommt das Google-Tablet daher, das nach den ersten Informationen über einen Quad-Core-Prozessor von Nvidia ausgestattet ist, den wir auch schon aus dem Shield TV kennen. Im X1-Prozessor steckt Nvidias eigene Maxwell-GPU, bekannt aus PC-Grafikkarten der GeForce-GTX-900-Serie. Dem Prozessor und der GPU stehen dann noch 3 GB LPDDR4-RAM zur Verfügung. Der interne Speicher ist je nach Version 32 oder 64 GB groß.

Jedes Tablet kommt natürlich noch mit ganz eigenen Features daher, die natürlich mit dem jeweiligen Betriebssystem zusammenhängen. Das Google Pixel C wird somit vom neuesten Android Update 6.0 Marshmallow profitieren, das Surface Book ist standardmäßig mit Windows 10 ausgestattet und Apple setzt natürlich auch beim iPad Pro auf iOS 9.

PixelC 3 4back
Top-Hardware ist nicht gerade billig. / © Google

Die neuste Technik hat aber auch ihren Preis. Um es klar zu sagen: Billig sind die drei Tablets nicht. Am günstigsten ist immer noch das Pixel C von Google, denn der Suchmaschinen-Spezialist verlangt 499 US-Dollar für das 32-GB-Model und 599 US-Dollar für die 64-GB-Variante. Die optional erhältliche Tastatur wird mit 149 US-Dollar taxiert. Der Preis für das Surface Book beginnt bei knapp 1.500 US-Dollar und die “günstigste” Version des iPad Pro kostet in seiner Version mit Wi-Fi und 32 GB knapp 800 US-Dollar - ohne Stift und Tastatur!

Der Preis ist dann auch wohl auch die größte Schwäche des Tablet-Trios und es wird sich zeigen, wie sehr potenzielle Käufer sich ein Tablet mit Tastatur holen, oder ob sie lieber zu einem klassischen Laptop greifen. Denn im Vergleich liegen die Preise für Laptops immer noch deutlich unter denen der Tablet-Herausforderer.

Fazit

Bei den Tablets muss sich etwas verändern und es verändert sich auch etwas! Es ist nur folgerichtig und schlicht notwendig, dass Tablets mehr können als nur Filme abzuspielen oder man mit ihnen angenehm im Internet surfen kann. Sie werden immer mehr zu ernstzunehmenden Laptop-Konkurrenten und das ist auch gut so.

So sinnvoll dieser neue Weg auch ist, es reicht nicht, immer bessere Geräte auf den Markt zu werfen und die Tastatur besser zu integrieren. Letztendlich entscheidet der Preis darüber, ob man sich ein Tablet (mit Tastatur) oder einen Laptop kauft. Hier müssen die Entwickler noch nachbessern und echte Preiskracher anbieten. Dann ist das Tablet zumindest vorerst gerettet.

19 Kommentare

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  • Nah, das Surface Book ist primär ein Laptop und sekundär ein Tablet. Das Surface Pro 4 ist primär ein Tablet und sekundär ein Laptop.

  • Ähm, irgendwie sinnfrei ein Notebook (denn das ist das Book, nur das man eben auch ein abnehmbares Display hat. Oder auf Neudeutsch Convertible) mit zwei Tablets zu vergleichen... Ich hoffe auch APit hat vom neuen Surface Pro 4 (das ist ein Tablet!) gehört, ein Vergeich damit wäre sinniger gewesen. So aber ist dieser Minimal-Datenblatt-Vergleich (jedes Vergleichsportal ist aussagekräftiger) genauso "nützlich" wie ein Vergleich zwischen Desktop-PC und Smartphone.

  • Zum nexus 9 gibts auch dieße originale Tastatur. Aber nicht billig die Geschichte.

    Mit Microsoft ist man halt vollwertig ala PC bzw Windows unterwegs.
    Fazit- ein surface ist top (auch preislich) , ein Tablet bleibt ein Tablet.

    Ich mag mein nexus9. Wenn ich mehr benötigte werde ich ein Subnotebook (~12") kaufen. Hab hier noch ein acer one 10 Zoll netbook rumstehen. Klein, alt, win7, aber kann immernoch alles.
    Aber am liebsten sitze ich zum arbeiten am Schreibtisch (desktop PC)

  • Ich werde mein heißgeliebtes Surface Pro 3 durch ein Surface Book ersetzten.
    Microsoft hat hier alles richtig gemacht.

  •   30

    Wenn ich immer Laptop lese...das war vor 20 Jahren...das nennt sich mittlerweile Notebook...

  • Zum Arbeiten gibt es zu dem Surface wohl wirklich keine Alternative. Oder was bietet ein Pixel mit Android oder ein iPad nun für den geschäftlichen oder unternehmerischen Einsatz Neues? Die Tastatur kann es ja wohl nicht sein.

    • zum Arbeiten gibt's nur mein ThinkPad (T-Series) und ja, es ist kein Tablet - es geht ja ums Arbeiten, nicht um Filme im Bett glotzen.

      • Dann blieb die bisher wohl der Genuss, ein Surface zu nutzen, verwehrt. Damit kannst eben alles machen.

  • Ich nutze im Job ein Pansonic Thoughbook CF-C2. Design technisch zwar ein Griff ins Klo aber 9 Std Laufzeit und mit Ersatzbatterie 15 Std. Perfekt für meine Arbeit

    •   54

      Für die Arbeit ist das erwähnteTablet völlig in Ordnung 😉

      Ein schön aussehendes Tablet gehört in Privatsphären...😼👜🎈🏂

  • Im Tabletbereich gibt es für mich keine Alternative zum Surface, mit dem kann ich alles erledigen und mit Win10 läuft es perfekter denn je ;-)

    • Vollkommen korrekt. Beim Smartphone setze ich auf mein Nexus 6. Daneben zu Hause ein Acer Iconia Tab für Unterhaltung (auch mit meine Kleinen ;-) ), und für die Arbeit das Surface Pro 3. Das ist einfach wirklich ein perfektes Teil. War anfangs skeptisch. Aber hatte zuerst ein Surface Pro 2 und das war schon geil.

      Was die AReit angeht (neben Office und social Media auch vor allem Grafik und Web mit Adobe CC) so könnte ihc das mit den derzeitigen Androiden nicht schaffen. WObei wennm an lediglich Office benötigen würde dann wäre ein Android-Tablet schon auch eine ALternative.

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