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3 Min Lesezeit 13 Kommentare

(Auto)mobiles Internet: Die Zukunft gehört den Geisterfahrern

Forscher und Techniker erwarten, dass Auto und Straßenverkehr schon sehr bald stark mit dem Internet verschmelzen werden. Das Fahrzeug ist am Ende nur ein weiteres Gadget, das beispielsweise mit Android betrieben wird. Dadurch entstehen ganz neue Risikofaktoren. Der größte würde allerdings zunehmend minimiert - auch wenn das vermutlich kaum jemand anerkennen wird.

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self driving android
Beherrschen Androiden bald den Straßenverkehr? / © Google/AndroidPIT

Selbstfahrende Autos - wir alle kennen diese Science-Fiction-Vision seit Jahrezehnten. Spätestens seit Google seine selbstfahrenden Auto erstmals auf die amerikanischen Straßen geschickt hat (die übrigens bereits im vergangenen Jahr insgesamt 500.000 unfallfreie Kilometer vermelden konnten!), ist dies mehr als nur eine Träumerei von Autoren, Filmemachern und Ingenieuren. Aber gehen wir erst mal einen Schritt zurück:

Experten des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) gehen davon aus, dass bereits im Jahr 2025 ganze 60 Prozent aller Autos im Straßenverkehr internetfähig sein werden. Ignorieren wir mal Unterhaltungsanwendungen, die sich daraus ergeben. Was die Sache besonders spannend macht, ist die Kommunikation zwischen Vehikeln und die vielseitigen Informationen, die das Auto direkt aus dem Internet bezieht.

"Durch Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation werden Autos bei höherer Geschwindigkeit näher beieinander fahren können und automatisch eine neue Route festlegen, um gefährlichen Witterungsbedingungen oder verstopften Straßen auszuweichen", sagte Christoph Stiller, Leiter des Instituts für Mess- und Regelungstechnik am Karlsruhe Institute of Technology.

Google Car Prius
Das Bild mit Google-Chef Eric Schmidt (links) und den Firmengründern Larry Page (Mitte) und Sergey Brin in ihrem ersten selbstfahrenden Toyota Prius ging 2011 um die Welt. / © Google

Bei Risiken und Nebenwirkungen überprüfen Sie Ihre Systemeinstellungen 

Je stärker die Technik vom Internet abhängig ist, desto größer sind natürlich die daraus resultierenden Risiken, die über reines technisches Versagen hinausgehen, seien es Viren oder gar die Gefahr durch Hacker und andere Cyber-Kriminelle (vor der wir mittlerweile nicht mal mehr auf dem stillen Örtchen sicher sind). So wäre es natürlich technisch denkbar, dass von außen auf den Wagen und in das Fahrtverhalten eingegriffen werden könnte. Die Konsequenzen kann sich jeder selbst ausmalen.

Android wäre ob seiner Marktdominanz und Verbreitung sicherlich der erste Kandidat für die (auto)mobilen Betriebssysteme, die auf den Bordcomputern der Fahrzeuge laufen. Dann könnte die Offenheit des Systems zu einem Problem werden, an dem buchstäblich Leben hängen. Aber auch wenn die meisten Menschen es aus anthropozentrischer Arroganz heraus nicht einsehen wollen: Der größte Risikofaktor im Straßenverkehr ist der Mensch hinterm Steuer, nicht die Technik. Und dieser soll und wird künftig zunehmend eliminiert werden.

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Wer denkt, dass autonome Autos heute nur mit Schneckentempo im Rentner-Modus fahren können, irrt gewaltig. / © Google

Technik die begeistert

Nach einer IEEE-Prognose sollen bis 2040 bereits 75 Prozent aller Fahrzeuge im Straßenverkehr autonome Geisterautos sein, also selbstfahrend. Und diese Annahme ist kein isolierter Einzelfall. ABI Research geht von einem ähnlichen Szenario aus. Nach seiner Einschätzung wird bereits im Jahr 2032 jeder zweite Neuwagen in Nordamerika von Geisterhand gesteuert sein. Das wird ohne Zweifel ein Umdenken erfordern, denn wir Menschen überschätzen uns, unsere Fähigkeiten und unsere Rolle chronisch. Aber die Technik wird bereits entwickelt, und der Trend scheint mir kaum aufhaltbar.

Eine interessante Frage ist, ob in 30 Jahren die Hersteller mobiler Betriebssysteme, also Google, Apple, Microsoft und Co. dann auch eigene Autos bauen, sagen wir den Lexus Nexus, den iMini oder den MicroSmart. Wird AndroidPIT dann ein Automobilmagazin? AndroidPITSTOP quasi? Gute Fahrt.

Quelle: Pressetext

13 Kommentare

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  • @Comyu: Besseres Zeitmanagement erlernen ;-)


  • Waa tuhe ich dan wen ichs eilig hab und etwas schneller sein sollte


  • @ Max Mustermann

    Das Autonome fahren hat doch erst mit dem Offroad angefangen, man erinnere sich nur wie der vw touareg (stanley) das wüstenrennen als schnellster beendet hat.

    Ich denke der stadt Verkehr wird dem System mehr Probleme machen als auf einer wiese.


  • ich träume ja schon seit Jahren von einem Leitstrahl-System (Star Wars läßt grüßen!), mit dem man direkt an seiner Garage "abgeholt" wird, das Ziel eingibt, sich die Morgenzeitung greift und erst wieder nach draußen schaut, wenn sich der Motor ausschaltet. DAS wär's!

    Dieses Geisterfahrerzeugs erlebe ich hoffentlich nicht mehr! ;-)
    Von wegen "ein Hoch auf die Technik!" - und wenn sie mal ausfällt............?


  • Ich vermute, dass es in naher Zukunft ohne intelligente Fahrer-Assist-Systeme nicht möglich sein wird, die zunehmenden Verkehrsströme zu beherrschen.
    Wie entstehen z.B. in den meisten Fällen Staus? Nicht unbedingt nach einem Unfall oder durch Baustellen. Sehr oft sind es Drängler, welche rücksichtslos in den Sicherheitsabstand anderer beim Überholen hineindrängeln und dadurch dem Nachfolger zum Abbremsen zwingen. Dieses Bremsen schaukelt sich dann schnell zum völligen Stillstand hoch - ein Stau, der dann viele Autofahrer betrifft. Wenn die Autos, welche eine Autobahn befahren, ihre Geschwindigkeit miteinander abstimmen, würden auf diese Autobahn viel mehr Autos passen und wahrscheinlich würden die allermeisten auch ohne Stau schneller und spritsparender ans Ziel kommen (allerdings müsste man sich dann von der Mär von der "freien Fahrt für freie Bürger" verabschieden).
    Außerdem wäre es z.B. möglich, für Navigationssysteme intelligente Stauumfahrungs-Empfehlungen zu planen. Bisher ist es doch so, dass sich der umgeleitete Verkehr auf der Umleitungsstrecke wiedertrifft. Ein paar Entwickler verfolgen nun die Idee, den Verkehr auf mehrere parallelen Routen am Stau vorbei zu führen, auch dass würde die Straßen spürbar entlasten.
    Zwei Beispiele dafür, wie Assistenzsysteme unser Leben vereinfachen könnten...

    Viele Grüße - Steffen


  • dann beherrscht google ja die komplette Welt und nicht die halbe


  • .. wird gleich erstmal der Adblocker und die Blitzer-Appvinstalliert :P


  • Ich freu mich schon auf die ersten Autos mit ParanoidCardroid! Hoffentlich friert das in der Kurve nicht ein und muss neustarten! :)


  • Hey toll! Da können meine Temposünden autoamatisch ins Punktekonto elektronisch eingetragen werden, wenn Google Maps in meinem Auto ebendies feststellt :D


  • Ich denke das wird die Zukunft sein, die Leute müssen für die "Smart Cars" keinen Führerschein mehr machen, sie werden elektrisch betrieben sein und zu Hause an einer qi- ladeplattform geladen werden. Man bräuchte nur einsteigen und sich entspannen während seine Mails, feeds oder ein Film auf der Scheibe abgerufen wird oder man bestellt schon mal das Abendessen. nur die Wartung müsste man ab und zu durchführen lassen.


  •   7

    @Andreas Jung: Das glaubst aber nur Du. Mag sein das dann der Sprit alle ist, aber es wird Nachfolge-Konzepte geben mit denen weiter gefahren wird. Die Technik kristallisiert sich noch heraus.
    Was mich aber mal interessieren würde: Ok dann fahren die alle selbständig auf der Strasse. Und was ist bei Offroad? Feldwege oder Wiesen ohne Strassen oder Leitplanken. Also muss es auch in Zukunft ein Lenkrad u.s.w. geben. Anders kann ich mir nur schwer vorstellen.


  • "Nach einer IEEE-Prognose sollen bis 2040 bereits 75 Prozent aller Fahrzeuge im Straßenverkehr autonome Geisterautos sein, also selbstfahrend."

    Meine Prognose: 2040 werden einzig und allein nur noch 10 Firmenwagen von Google auf den Straßen unterwegs sein, weil die Treibstoffpreise zu stark gestiegen sind ... 7,5 davon fahren autonom :-) ... andere Autos gibt es dann nicht mehr :-)


  • :D zum Abschluss des Artikels! Aber die Sicherheit vor Hackern muss man sehr ernst nehmen.
    Vielleicht kann das System den Angriff erkennen und so einen Shutdown melden um im Notfall
    wieder selbst Hand anlegen zu können?! lg robert hesele

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