Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
2 Min Lesezeit 10 mal geteilt 11 Kommentare

Augmented Reality: Qualcomm-Prozessoren tanzen einen Tango

Google und Qualcomm arbeiten bei Project Tango eng zusammen. Die Augmented-Reality-Technik von Google erfordert einige spezielle Signal-Prozessoren. Qualcomm verwendet dafür eine Technik, die bereits bestehende Ko-Prozessoren der Snapdragon-CPUs verwendet.

Entertainment am Smartphone auf dem Klo ist für mich...?

Wähle unverzichtbar oder egal.

VS
  • 1820
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    unverzichtbar
  • 2456
    Stimmen
    Ooops! Etwas ist schiefgelaufen. Aktualisieren sollte helfen.
    egal

Unter dem Namen Project Tango entwickelt Google Technologien, die Augmented Reality in Smartphones bringen sollen. Spezielle Sensoren erfassen die räumliche Lage des Smartphones, können die Umgebung genau ausmessen und in das Live-Bild der Kamera kann die Software zusätzliche Informationen einblenden.

In Lenovos Phab 2 Pro soll Project Tango erstmals in einem Consumer-Smartphone zum Einsatz kommen. Zur Vorstellung auf Lenovos Tech World war die Verwunderung jedoch groß, denn das Phab 2 kommt lediglich mit einem Snapdragon 652 auf den Markt - ein Prozessor, der eher der Mittelklasse zuzuordnen ist. Wie kann dieser die aufwändigen Berechnungen stemmen, um Augmented-Reality-Elemente in die Anzeige einer App zu integrieren?

Ars Technica berichtet nun über den Hintergrund. Qualcomm-Prozessoren enthalten mehrere Signal-Prozessoren, die dem Hauptprozessor unter die Arme greifen und auf ihre Aufgaben hin optimiert wurden. Diese setzt Project Tango geschickt ein. Konkret: Sensordaten des Gyroskops und des Accelerometer wandern in den Sensorhub, einem Digital-Signal-Prozessor (DSP) für die räumlichen Daten. Weitere DSP sorgen für die Analyse der Bilddaten. Die verschiedenen Daten der Tango-Sensoren werden also in unterschiedlichen Bereiches des System-on-Chip ausgewertet. Außerdem verwendet Qualcomm einen globalen Zeitgeber. Der einheitliche Zeitstempel für einzelne Datensätze ist für die Präzision der Berechnungen unbedingt erforderlich.

image003
Lenovo Phab 2 Pro: Das erste Tango-Phone / © Lenovo

Laut Qualcomm erfordern die Tango-Berechnungen maximal 35 Prozent der Rechenleistung des DSP sowie höchstens 10 Prozent der Leistung des Hauptprozessors. Die nötigen Hardware-Komponenten sollen in künftigen Prozessoren der Snapdragon-600- und Snapdragon-800-Reihe enthalten sein. Das wiederum eröffnet die Möglichkeit, dass es weitere Project-Tango-Phones geben wird, die mit einem leistungsfähigeren Prozessor ausgestattet sind.

Wartet Ihr schon gespannt auf den Marktstart von Project-Tango-Smartphones? Oder hofft Ihr auf leistungsfähigere Modelle als das Lenovo Phab 2 Pro? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

10 mal geteilt

11 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Moritz vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Ich finde Tango zwar interessant und sehr faszinierend. Ich kann mir aber beim besten willen keinen vernünftigen alltäglichen Nutzen vorstellen, aber mal abwarten und sehen was kommt.

  • Wenn schon auf einem SD652 der DSP nur zu 35%, und der Hauptprozessor nur zu 10% mit AR ausgelastet ist, hängt die Entscheidung für einen stärkeren SoC ja kaum von dieser Anwendung ab, denn dafür reicht der Mittelklasse SoC ja offensichtlich mehr als genug.
    Die Frage ist natürlich, welche spezielle Applikation hat Qualcomm für seine Angaben herangezogen, denn auch innerhalb der Möglichkeiten von Tango ist da ein weites Feld denkbar.
    Und die Hauptfrage bleibt natürlich:
    Was ist die Killerapplikation dafür, die über Spielerei hinausgehend, das Tangokonzept in Zukunft unentbehrlich machen könnte?

    • Hans-Georg Kluge
      • Staff
      vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Für mich klingt Tango stark danach, dass man sowas wie ein Heads-Up-Display damit realisieren kann. Im Museum zum Beispiel könnte eine App zusätzliche Informationen ins Display einblenden, die anderen Besuchern verborgen bleiben.

    • Nun, da fallen mir eine ganze Menge ein. Navigation im Supermarkt oder Bauhaus zum gewünschten Produkt, Messen von Entfernungen im Bereich 5-10m ohne andere Hilfsmittel (für meinen Job genial), Raumplanungen bei Renovierung oder Wohnungssuche... Die Liste ließe sich fortsetzen. Braucht man alles nicht unbedingt? Mit diesem Argument hätte es die Smartphonerevolution nie gegeben...

      • Das sind brauchbare Anwendungen, Killerapplikationen sehe ich darin aber nicht.
        Wer viel ausmessen will, für den ist ein Tangogerät sicher ein Vorteil. Wer alle Jubeljahre mal eine Nische für einen Schrank ausmessen will, wird wahrscheinlich deshalb kein Smartphone kaufen, sondern einen Zollstock. Navigation in Geschäften wäre natürlich schon cool, aber ich befürchte, das wollen die Ladeninhaber gar nicht, da die Kunden mehr kaufen, wenn sie länger im Geschäft bleiben.
        Ich hab das schon mal ausführlich kommentiert:

        https://www.androidpit.de/tango-unchained-lenovo-macht-ar-massentauglich?c=2147118#comment2147118

  • NoName vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Mmn. wird Tango einfach nur unnötig gehypt....letztendlich weiß man doch noch immer nicht was für einen Mehrwert (außer Echtzeitmessung...Wow) es bringt und wozu man es im Alltag braucht. Seit Jahren wird darüber geredet aber was sinnvolles bei rausgekommen ist iwie nicht.

    Tim

    • Hans-Georg Kluge
      • Staff
      vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Es soll ja im Herbst soweit sein - dann wird das Phab 2 Pro von Lenovo erscheinen. Ichbin schon sehr gespannt, dass das Phone im Alltag so alles kann :)

      • Interessant zu wissen wäre natürlich auch, bis zu welcher Entfernung Tango räumliche Vermessungen vornehmen kann. Die optische "Stereobasis" ist ja nicht allzu gross, ich nehme an, bei 5 m bis 10 m dürfte dann Schluss sein?

      • Hans-Georg Kluge
        • Staff
        vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ja, ich denke das wird in etwas die Entfernung sein. Tango soll ja vor allem auch innerhalb von Räumen Mehrwerte liefern (in Museen oder Shops o.ä.)

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!