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AML für iPhones: Update auf iOS 13.3 bringt Notrufsystem aufs Apple-Smartphone

AML für iPhones: Update auf iOS 13.3 bringt Notrufsystem aufs Apple-Smartphone

Fünffachkameras, Faltdisplays und 5G-Support sind die spektakulären technischen Highlights aktueller Smartphones. Doch es gibt weit weniger aber dafür weit wichtigere Funktionen. So zum Beispiel AML (Advanced Mobile Location). Die kann nämlich Leben retten und mit AML für iPhones, jetzt auch bei Apple-Kunden.

Bisher hatte sich Apple geweigert, in Deutschland den Dienst AML auf den iPhones zur Verfügung zu stellen. Mit dem Update auf iOS 13.3 ist damit Schluss. Der amerikanische Hersteller hat die Ortungsfunktion mit dem neuen Software-Paket freigegeben und die ersten Rettungsleitstellen melden Vollzug.

Doch was ist AML überhaupt und braucht Ihr es? Bei Android-Smartphones ist das System in vielen Modellen schon Standard. Bei Apple kommt es mit dem Update auf iOS 13.3 aufs Handy. Damit dürfte die Quote von 40 Prozent, die die Rettungsleitstelle Lausitz angibt, bald noch einmal anwachsen. Bei AML wird bei Notrufen zur Nummer 112 der Ort des Notrufes mitgeschickt. Damit haben die Rettungskräfte mehr Informationen zur Verfügung und können einen Unfallort schneller finden. Ein weiterer Vorteil: Wenn keine Kommunikation über ein Gespräch möglich ist, weis die Rettungsstelle zumindest, wo sich der Anrufer befindet.

So funktioniert AML

Bei Smartphones mit AML oder wie es Google nennt, ELS, erkennt die Software, dass ein Notruf abgesetzt wird. Geschieht das, aktiviert das Smartphone seine GPS- oder gegebenenfalls die WLAN-Ortung und sendet die Standortdaten entweder über das vorhandene Datennetz oder per SMS an die angerufene Leitstelle. Das geschieht bis zu viermal während des Anrufs. Mit dem mehrfachen Senden der Daten wird der Standort immer genauer dargestellt. Die übertragenen Daten sind die Telefonnummer, die gewählte Rufnummer, die Zeit, die GPS-Daten, die Höhe des Anrufortes, die Datengenauigkeit, woher die Standortdaten stammen und die Bewegungsdaten, falls der Anrufer nicht an einem Ort verweilt.

Wenn Ihr ein AML-fähiges Smartphone habt, bekommt Ihr von alledem kaum etwas mit. AML ist in das System selbst integriert. Also kommt keine App zum Einsatz, die man sich erst aus dem Play oder dem App Store aufwendig herunterladen und später updaten müsste.

Apple iOS 13.3 Update: Das bringt es noch mit 

Apple erwähnt die Integration von AML in der Beschreibung des Updates nicht. Eine Liste mit Neuerungen und Fehlerbehebungen hat Apple jedoch trotzdem geliefert. Das Update ist auf einem iPhone XS knapp 1,2 GB groß und steht schon etwas länger zur Verfügung. Die beiden Neuerungen wurden in den Einstellungen zur Bildschirmzeit eingewoben. So könnt ihr jetzt bestimmen mit wem das Kind kommunzieren darf und mit wem nicht. Dazu kann jetzt eine Kontaktliste für den Kindermodus erstellt werden.

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7 Kommentare

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  • Also auf meinen Xiaomi Mi6 gibt es diese funktion, Notruf, schon lange. Android, Miui.
    Nennt sich Notfallbenachrichtigung/SOS Notfllhilfe!!!
    Iphone.... Pffff


  • Das Notrufsystem hatte Apple schon vorher gehabt zumindest als App.Als Epileptiker hatte ich letztes Jahr mal einen schweren Anfall und bin gestürzt bzw kannst ja dann nichts gegen machen, weil das vom Hirn ja kommt und mein iPhone 6 bzw die App hat auf den Sturz irgendwie reagiert (iPhone war im Rucksack) und hat meiner Freundin bescheid gegeben über die Notrufapp dass was nicht stimmt und die hat auf ihrem iPhone gesehen wo ich bin und konnte entsprechend einen Notarzt mir schicken. War ja auch schon dunkel und ich an einer menschenleeren Bushaltestelle. Na gut ich habe mir den Kopf an einer Bank gestoßen und das dauert natürlich etwas bis der krampf sich wieder beruhigt und man halbwegs wieder normal ist. Nach knapp 5 min war alles wieder gut nur der Muskelkater hat sich angefühlt als ob man ein Haufen Zementsäcke gehuckt hat.Ich sah den Notarzt zwar nicht unbedingt nötig aber besser so als wenn man da verendet🤕. ich habe mir höchstens eine Beule zugezogen und konnte eine Stunde später nach einer Untersuchung das Krankenhaus auch wieder verlassen. Im App Store gibt es ja so eine App die erkennt wenn man hinfällt und da öffnet die sich dann und benachrichtigt denjenigen den man da eingespeichert hat. Der bekommt dann eine standortbestimmung und es wird ein Telefonat aufgebaut mit eingeschaltetem Lautsprecher so dass die mit mir reden konnte. Fand ich super. Suche ich noch in Android Play-Store. Habe mal gehört dass es da auch so eine App geben soll, fragt sich bloß wo....


    • Gut, dass nichts Schlimmeres passiert ist, das hätte auch ganz anders ausgehen können. Du kannst da ja absolut nichts machen und nur hoffen, nicht irgendwo dagegen zu knallen. Dass Android da nichts in diese Richtung macht, ist mal wieder typisch Android. Da arbeitet man lieber an nutzlosen Faltgeräten oder irgendwelchen Design-Kinkerlitzchen, statt mal Funktionen einzuführen, die denen nützen, die Hilfe brauchen könnten.


  • „ Also kommt keine App zum Einsatz, die man sich erst aus dem Play oder dem App Store aufwendig herunterladen“

    Aufwendig 😅

    Aber jedenfalls eine gute Neuigkeit und es wurde endlich Zeit.


    • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Es kann schon aufwendig sein ^^ Vor allem sobald erste Arsch-Entwickler anfangen, Fake-Apps von sowas zu erstellen und hochzuladen. Im App Store vielleicht kein ganz so großes Problem, wie im Play Store, aber dennoch...

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