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Warum New York "the City that never sleeps" heißt, kann ich in der Tat immer besser nachvollziehen. Die Nacht war wieder sehr kurz - und das obwohl ich um 21.30 Uhr Ortszeit ins Bett gegangen bin. Denn heute in der Früh musste der Wecker bei uns allen um spätestens 6.00 Uhr klingeln, damit wir uns alle pünktlich um 6.30 Uhr in der Lobby treffen konnten.

Nachdem ich allerdings noch so viel zu tun hatte (und leider noch habe...), bin ich bereits um fünf Uhr aufgestanden, um möglichst viel schaffen zu können. Schlafen können wäre aber irgendwie besser gewesen...! Vor allem deswegen, weil wir zwar alle pünktlich in der Lobby standen, der Bus, der uns abholen sollte, aber eine geschlagene gute halbe Stunde auf sich warten ließ.

Die Überraschung war dafür aber umso größer, als dann ein roter Doppeldeckerbus um die Ecke bog, der nur für uns da war. Dieser sollte uns zu den CBS-Studios bringen, bei denen wir bei der Morningshow, die USA-weit ausgestrahlt wurde, dabei sein durften. Die Fahrt dorthin war erstmal richtig luftig. Wir nahmen alle oben, im Freiluftbereich Platz. Ein eisiger Wind blies uns die Fahrt über ins Gesicht. Wer konnte schon ahnen, dass wir die nächsten 3 Stunden ebenfalls im Freien stehen würden? Denn die Morningshow spielte sich zum größten Teil draußen ab. Überhaupt war die ganze Szenerie eher skurril: wir HTC Hero Heros waren die eine Gruppe. Die andere Gruppe war irgendeine Hilfsorganisation, bestehend aus jede Menge engagiert aussehender Frauen, die allesamt Schilder in die Höhe hielten, bei dem keiner von uns so genau wusste worum es eigentlich ging.

Ich schien wohl auffällig zu gucken. Denn plötzlich wurde mir auch ein solches Schild in die Hand gedrückt, mit der Bitte ich solle es immer mit in die Kamera halten. Wie gesagt: keine Ahnung worum es ging. Sollte Ihr ab nächster Woche nichts mehr von mir lesen, bin ich wohl bei der Ausreise verhaftet worden, weil ich mich zu irgendeiner, auf dem US-Index stehenden Organisation bekannt habe... No risk, no fun! (Sicherheitshalber poste ich hier doch mal lieber, wie Frau von der Bunten das Schild hochhält...)

Zurück zur skurrilen Szenerie: Die Show beginnt und hinter der Kamera wedelt ein Einheizer hektisch mit den Armen, Fingern - und überhaupt mit seinem ganzen Körper, um uns anzuzeigen, dass wir extatisch kreischen und klatschen sollten. Genau das taten wir dann auch. Allerdings ging unsere Gruppe im direkten Vergleich zu den netten, engagierten Damen völlig unter. Alleine die Dame neben mir, geschätzte Ende 50, hätte ganz locker eine startende Boing 747 übertönt. "Falls Sie Ihre Stimme suchen - sie ist in meinem Ohr!"... Hab ich natürlich nicht gesagt. Obwohl: ich hätte es natürlich tun können. Sie hätte mich wahrscheinlich eh nicht verstanden oder wenigstens ein "oh wonderful" erwidert.

Es ging aber noch weiter: wir bekamen weiße Zettel in die Hand. Ich dachte mir, dass wir da vielleicht eine Grußbotschaft draufschreiben sollten. Gedacht, getan: "VISIT WWW.ANDROIDPIT.DE", kritzel ich auf den Zettel! Es sollte sich aber bald herausstellen, dass diese Zettel eigentlich für Autogramme gedacht waren. Denn ein Typ, namens Harry Connick Jr. war in der Sendung und verteilte bereitwillig Autogramme. Wer ihn nicht kennt, braucht sich nicht schämen. Nur die Damen der Gruppe kannten ihn. Hier mal sein Wikipedia-Eintrag. Ich wollte mich nicht lumpen lassen und ließ mir auch ein Autogramm geben - quasi direkt auf meine eigene Message drüber!

Langsam waren wir alle schon Eiszapfen. Frau von der Bunten hatte, weil sie dachte, im Studio sein es sehr warm, vorsorglich nicht mal eine Jacke mitgenommen. Dabei hatte es draußen höchstens 10 Grad. Die Show ging aber weiter! Als nächstes sollte es eine Modenschau geben. Was wir allerdings zu sehen bekamen, war Kitsch und modischer Fehlgriff in Personalunion. Wir klatschten und johlten trotzdem - alleine schon deshalb, damit wir gegen die langsam weniger werdenden sozial engagierten Damen nicht völlig blass aussahen.

30 Minuten später - Kochshow! Im Freien!! Klar eigentlich! Macht auch Sinn am Fuße des Central Parks vier Kochplatten aufzubauen, um dann direkt an den vorbeidonnernden Autos der 5th Avenue zu köcheln. Das Thema des Tages war "Clementine Time" - was für ein Name! Dahcte sich der Moderator offensichtlich auch. Denn Harry Smith, der Co-Anchor Man, brauchte drei Anläufe um es richtig auszusprechen. Um uns herum wurden liebevoll Mandarinen drappiert. Frau von der Bunten hübschte zusätzlich einen Blumenkorb mit ihrer, wie Gemüse aussehenden Schaumstoff-Mikro-Abdeckung der Bunten auf. Wir sind uns sicher, es hätte keiner am Set gemerkt. Frau von der Bunten war das dann aber doch alles in allem zu kitzelig, so dass das bunte Obst nun plötzlich doch wieder unisono - nämlich orange war.

 

Nach der Show zeigte sich Harry Smith erstaunlich offen und nett und nahm sich einige Minuten Zeit mit uns zu reden. "Where are you guys from? Germany? Oh, I love it!! Austria?? I love it, too!! Beautiful, beautiful!! Which cities? Berlin! Love it! Vienna? Love it! Munich..." Und so weiter, und so fort! Ein echter amerikanischer Showman halt.

Den Moment, als Harry sich ins Warme zurück zog, wurde an sich auch von uns als Gunst der Stunde genutzt, und wir verschwanden sofort auf der Stelle in Richtung Hotel. Dort wollten wir nur kurz unsere Kameras aufladen, um dann gleich wieder in Richtung Central Park aufzubrechen. Es stand "App Testing" auf dem Programm: Urban Golf!

Das virtual Golf war absolut witzig! Es geht darum Golf virtuell mit dem Handy zu spielen. Das Ganze funktioniert so, dass man auf der Google Maps mit dem Android Handy spielt. Man definiert einen Start- und Endpunkt und schlägt mit verschiedenen Schlägern, die man über das User Interface auswählen kann, virtuell ab. Der Ball "landet" irgendwo auf der Karte, man geht hinterher und schlägt weiter - immer in Richtung Endloch!

Eine witzige Geschichte um die eigene, oder eine fremde Stadt, kennenzulernen. Teilweise war das Ganze ziemlich abenteuerlich. Denn einige Bälle landeten im dichten Gebüsch. Uns egal: rein da und Ball rausdonnern! Wir haben von dort aus auch gefilmt. Das Video hierzu wird es auch noch geben!

Nach zwei Stunden Golfing waren wir erstmal k.o. Außerdem nagte mein Gewissen: es ist immer ein komisches Gefühl, dass man weiss, die Heimat ist einem stundenmäßig einige Stunden voraus. Man will ja seinen Lesern bei AndroidPIT etwas bieten. Aus diesem Grunde lösten Thaddeus von engadget, und ich uns von der Gruppe ab, um im Hotel zu arbeiten und das Erlebte nieder zu schreiben. Wahnsinnig viel Zeit war aber nicht. Denn um 16 Uhr trafen wir uns schon wieder, um gemeinsam auf's Empire State Building hochzufahren.

Was soll ich sagen? Die Sicht war einmalig! Denn wir kamen genau zur Dämmerung oben an, so dass wir die Stadt bei gutem Wetter noch einmal bei Sonne, und dann aber auch noch voll beleuchtet sehen konnten. Wunderschön!

Am späten Abend gab es dann noch zusätzlich Karaoke. Auch hiervon gibt es Videos! Und sofern sie Euch interessieren, werde ich diese bald noch schneiden.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Und ich bin offen gestanden froh, dass es morgen kein offizielles Programm gibt. Zeit für mich einen interessanten Podcast für Euch zu gestalten. Zeit ein paar Dinge zu erledigen. Und Zeit ein wenig zu entspannen...

 

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