Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

Xiaomi Mi Note 10 (Pro) vorgestellt: Mehr Kamera als Handy

Xiaomi Mi Note 10 (Pro) vorgestellt: Mehr Kamera als Handy

Xiaomi hat das Mi Note 10, eine Pro-Version davon und das Mi Note 8T vorgestellt. Mit dem neuen Mit Note 10 (Pro) schaffen es gleich fünf Kameras in ein Smartphone. Dazu springt Xiaomi auf den Trend der gebogenen Display-Kanten auf und verbaut einen richtig großen Akku. Doch es gibt auch Kritikpunkten am neuen Spitzenmodell. 

Xiaomi will mit aller Macht in Europa Fuß fassen und startete in den vergangenen Monaten in einigen Märkten der alten Welt. Mit Kampfpreisen und einem stetig breiter werdenden Portfolio stemmt sich der chinesische Hersteller gegen die Vormachtstellung von Apple, Huawei und Samsung. Die neuesten Sprösslinge Xiaomis wollen vor allem mit der Kamera begeistern. Dafür wird an einer anderen Ecke gespart. 

Xiaomi Mi Note 10 (Pro) im Design-Check

Das Xiaomi Mi Note 10 und des Mi Note 10 Pro zeigt sich in einem klassischen Flaggschiffgehäuse mit abgerundeten Kanten auf der Rückseite und dünnen Rändern um das Display herum. Die Notch am oberen Rahmen ist vergleichsweise klein und die Ränder des Displays zum Rahmen hin abgerundet. So setzt Xiaomi zwar ein kleines Ausrufezeichen, Designrevolutionen findet man jedoch eher im Mi Mix Alpha. 

Gewöhnungsbedürftig ist die Einbettung der Kameras und der restlichen Bauteile im Rücken des Xiaomi Mi Note 10. Xiaomi bündelt drei Kameramodule in einen Bereich und setzt gleich zwei Module einzeln darunter. Der Doppelblitz sitzt ebenfalls in zwei einzelnen Öffnungen. Das Ganze macht das Heck unruhig, jedoch wird das Auge auch direkt dahin geführt, wo Xiaomi punkten will. 

xiaomi mi note 10 gruen
Das Xiaomi Mi Note 10 (Pro) wird es auch in der Farbe Grün geben / © Xiaomi

Das Kamera-Monster aus China

Technisch wird speziell bei der Kamera geklotzt und ein Superlativ nach dem anderen verbaut. Ob die schiere Masse an Kameramodulen und Auflösungen jedoch auch zu tollen Bildergebnissen führt, muss erst ein Test zeigen. Die Chancen dazu stehen aber gut. Der 108-Megapixel-Sensor löst nämlich nicht nur hoch auf, er ist auch vergleichsweise riesig. Mit 1/1,33 Mikrometer gehört er zu den wuchtigsten Bildwandlern, die je in Smartphones verbaut wurden. Und tatsächlich hilft bei der Sensorgröße viel einfach viel – ganz im Gegensatz zur Auflösung. Sie liegt bei der Hauptkamera in Pixeln ausgedrückt bei wahnwitzigen 12.032 x 9.024. 

Neben der Hauptkamera kommen noch vier weitere Kameras zum Einsatz:

  • Hauptkamera: 108 Megapixel, f/1.69, 25mm
  • kurzes Tele: 12 Megapixel, f/1:2,6, 50mm
  • langes Tele: 5 Megapixel, f/3,6, 100mm
  • Makro: 2 Megapixel, f/2.4 für Aufnahmen bis zu 2cm vor der Linse
  • Ultraweitwinkel: 20 Megapixel, f/2.2, 16mm

Die Selfie-Kamera protzt ebenfalls mit großer Auflösung. Sie schafft 32 Megapixel, die zu 8 Megapixel heruntergerechnet werden. Das Licht fällt dabei durch eine Öffnung mit einer Blende von f/2.0.

Die technischen Daten des Xiaomi Mi Note 10 (Pro)

Doch ein Smartphone besteht bekanntlich nicht nur aus Kameras. So besitzt das Xiaomi Mi Note 10 ein Display mit 6,47 Zoll Diagonale und einer Full-HD+-Auflösung. Xiaomi schützt das AMOLED-Panel mittels Corning Gorilla Glass 5. Das gleiche Glas kommt auch auf der Rückseite zum Einsatz. Unter dem Display sitzt nicht nur der Fingerabdrucksensor, sondern es rechnet auch der Qualcomm Snapdragon 730G. Hier steckt die Kritik. Das Xiaomi Mi Note 10 ist in fast allen Belangen ein waschechtes Flaggschiff, doch bei der zentralen Recheneinheit spart Xiaomi. Die Leistung wird den allermeisten Nutzern trotzdem locker reichen, der High-End-Kenner rümpft jedoch die Nase.

Ebenso ergeht es ihm, wenn er einen Blick auf die Speicherausstattung wirft. Das Mi Note 10 kommt in Europa mit den Kapazitäten 6 und 128 GByte auf den Markt. Das quasi baugleiche Xiaomi CC9 Pro, das schon im Reich der Mitte vorgestellt wurde, bringt es in der größten Speichervariante auf 8 und 256 GByte. Diese ist in Europa dem Pro-Modell vorbehalten. Hier liegt auch der Hauptunterschied zwischen dem herkömmlichen und dem "Pro"-Modell.

xiaomi mi note 10 kamera
Die Kamera des Xiaomi Mi Note 10 ist das Highlight des neuen Smartphones / © Xiaomi

Einer der wichtigsten Punkte vieler Nutzer ist die Akkulaufzeit. Hier setzt Xiaomi ein echtes Zeichen. Der Hersteller gibt 5.260 mAh Kapazität an. Zum Vergleich: Ein Samsung Galaxy S10 kommt auf 3.400 mAh. Damit überflügelt das Xiaomi Mi Note 10 Pro den Konkurrenten aus Korea um fast 55 Prozent. Die Ladegeschwindigkeit kann sich ebenfalls sehen lassen. Mit 30 Watt soll der Akku vollgepumpt werden. 

Preis und Verfügbarkeit des Xiaomi Mi Note 10

Das Mi Note 10 mit 6 und 128 GByte ist ab einem Preis von 549 Euro erhältlich. Das Mi Note 10 Pro mit 8 und 256 GByte kostet 649 Euro. Die Vorbestell-Phase für die Mi Note-Serie startet am 11. November 2019. Die Geräte werden über Amazon.de, O2, Deutsche Telekom sowie MediaMarkt und Saturn verkauft.

Xiaomi Redmi Note 8T – Die Mittelklasse wird erweitert

Xiaomi hat neben dem neuen Kamera-Flaggschiff auch die Mittelklasse erweitert. So bekommt das Redmi Note 8 Pro einen kleinen Bruder zur Seite gestellt. Das Redmi Note 8T ist mit weniger aufregender Kameratechnik, kleinerem Display und reduziertem Akku versehen. Dazu sind die Speicherkapazitäten in allen drei vorgestellten Varianten kleiner, als die des Redmi Note 8 Pro. 

Doch Schluss mit dem Vergleich und hin zu den technischen Daten als solche. Das Redmi Note 8T wird von einem Snapdragon 665 angetrieben und besitzt ein 6,3 Zoll kleines LCD-Panel mit Full-HD+-Auflösung. Das Format beträgt 19,5:9 und die Front wird von einer tropfenförmigen Notch unterbrochen. Dazu verbaut Xiaomi die Speichervarianten 3/32, 4/64 und 4/128 GByte. 

xiaomi redmi note 8t
Schlicht: das Design des Xiaomi Redmi Note 8T / © Xiaomi

Auch beim Redmi Note 8T muss gesondert über die Kamera gesprochen werden. Xiaomi spendiert dem Redmi Note 8T vier Kameramodule auf der Rückseite und eine einfache 13-Megapixel-Frontkamera. Die vier Module hinten sind jedoch nicht jeweils für eine Brennweite verantwortlich. Es kommt ein einfacheres System zum Einsatz. Die Hauptkamera und die Weitwinkelkamera können allein und auf ihren speziellen Brennweiten Fotos schießen. Die beiden anderen Sensoren unterstützen jedoch nur das System. Sie lösen jeweils mit 2 Megapixeln auf und zeichnen für Tiefenschärfe und Mako-Modus verantwortlich.

Preis, Versionen und Verfügbarkeit des Xiaomi Redmi Note 8T

Das Redmi Note 8T wird lediglich in der Speichervariante mit 4 und 64 GByte nach Deutschland kommen. Der Preis ist eine echte Ansage an Samsung, Huawei und die anderen etablierten Hersteller. Mit 199 Euro bleibt Xiaomi unterhalb der für viele Kunden wichtigen 200-Euro-Marke. Es wird laut Xiaomi ab dem 15. November bei Amazon.de, MediaMarkt, Saturn, notebooksbilliger.de, Cyberport, Euronics, Expert und Deutsche Telekom erhältlich sein.

Empfohlene Artikel

Top-Kommentare der Community

27 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Das Setup ist für normaluser so schlecht nicht. Foto-poster können sich freuen. Die CPU ist aber schwach auf der Brust, absolutes NO-GO. Lieber 50 Euro mehr und nen 855+.


  • Also ich finde auch, der Akku Vergleich mit einem kleineren Gerät macht wenig Sinn.
    Das S10+ wäre der Richtige Vergleichspartner gewesen.


  • „Mit 1/1,33 Mikrometer gehört er zu den wuchtigsten Bildwandlern“

    1/1,33 Mikrometer?


  • Was für ein Display ist denn genau eingebaut? Sind es mehr als 60 Hz?


  • Hallo. Ich wollte nur kurz meine Meinung zu dieser 108 Megapixel Kamera sagen. Respekt, Respekt, liebe Xiaomi-Techniker. Aber... ehrlich, wer braucht das. Und wie groß (in Megabytes) ist dann so ein 108 Megapixel Photo? Diese Kameras in Handys sind eher für Schnappschüsse aus dem Alltag gedacht.

    Ich denke, daran erkennt man, dass die Entwicklung von Smartphones so langsam an die Grenzen stößt. So manche Verbesserungen sind für die meisten einfach nicht mehr sinnvoll.

    Liebe Xiaomi-Techniker, wenn die Akkus in Smartphones schon fest verbaut sind, so macht sie bitte so groß wie möglich (in mAh) und andererseits so schnell aufladbar wie möglich. Dann werden sich Eure Geräte immer gut verkaufen, denn das wünscht sich jeder Verbraucher.


    • Gabs schon ein Testbild, welches 71,5 MB groß war. Tests fallen wie immer sehr unterschiedlich aus, bei DXO ist es gleichauf mit dem Mate 30 Pro auf deren Platz 1, bei GSM Arena erwartungsgemäß schlechter getestet.


    • Der Akku ist doch riesig, die Ladezeit gering u der hochauflösende Chip hat klare Vorteile bei der Bildqualität-zumindest bei Zoom. Gibt ja bereits einiges im Netz dazu. Also,so schlecht kann die Entscheidung für dieses Cam Setup nicht sein


      • Der Upload und ähnliches von solchen Bildern dauert aber länger und das ohne wirklich viel mehr Details. Solche hohen MP-Werte mit winzigen Pixeln haben bisher ausnahmslos immer in "Matsch" resultiert, sobald man minimal hinein gezoomt hat. Die Dateien werden viel größer, ohne dass es was bringt.


  • "Pro" LOL in 2 Monaten ist das Handy vergessen 💩
    "Pro"
    Software: Mangelhaft
    Video: Mangelhaft
    Materialen: Mangelhaft
    Kamera: Mangelhaft
    Display: Mangelhaft
    Bearbeitung: Mangelhaft


  • Mi Note 10 (pro): Optisch dachte ich zuerst, was ein Samsung, hm ein Huawei, ach ne, ein Xiaomi! Weiß nicht warum ich das so empfinde, da doch alle Geräte heute so ähnlich aussehen. Doch die Formensprache mit dem schmalen schwarzen Rand um den leicht gebogenen Rand des Displays erinnert mich irgendwie an ... mehr an Samsung als Huawei. Aber gut. Hübsch ist es auf jeden Fall für heutige Verhältnisse. Nachdem ich mich sehr mühsam an die Designsprache der Notchgeneration und co. gewöhnt habe, läuft das Modell hier unter der Rubrik hübsch durchs Auge. Immerhin hat es einen Klinkenanschluss (steht im Artikel mal wieder nicht drin) aber keine MircoSD. Ich verstehe auch nicht warum die Geräte aller Hersteller so mit internem Speicher geizen, aber gut, vielleicht braucht das nur ich..... Kamera, nun ja, wir werden sehen ob die Pixelanzahl was bringt, denke ehr nicht. Mit dem Prozessor bin ich absolut einverstanden, für den Preis für mich völlig okay, mein Gerät wird es dennoch wohl nicht werden, ich bin jemand der was größeres braucht, displaytechnisch versteht sich. Da wird das Angebot schon wieder sehr schmal am Markt. Und ja, ich habe ein 7 Zoll Gerät, das ich wohl auch noch lange behalten werden.


  • Ziemlich komisch so ein großes Smartphone mit dem S10 zu vergleichen und nicht mit dem S10+, was tausend mal mehr Sinn macht.

    Und auch hier frage ich mich wieder, was dieser Quatsch mit einer witzlosen 2MP Makro-Kamera soll. Groß mit 108MP werben aber um dann vier mal näher an etwas heranzukommen, soll man mit 2MP spielen?
    Genauso mit den beiden Telelinsen. Wenn der Hauptsensor wirklich ein guter Sensor wäre (was ich bezweifle), wären diese beiden so ziemlich nutzlos.
    Die Sensorgröße ist beeindruckend und zeigt wieder, dass man sowas auch in einem schicken Smartphone verbauen kann. Aber das war's dann auch schon...

Zeige alle Kommentare
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!