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Corona-Panik: WhatsApp-Kettenbrief stiftet Verwirrung

Corona-Panik: WhatsApp-Kettenbrief stiftet Verwirrung

WhatsApp wird von Milliarden Menschen weltweit zur Kommunikation genutzt. Da wundert es kaum, dass seit Jahren immer wieder dubiose Kettenbriefe auftauchen, die vor allem Falschnachrichten verbreiten sollen. Ein solcher Kettenbrief zum Coronavirus gibt Tipps zur Prävention, die angeblich von Ärzten und Wissenschaftlern stammen. Die Maßnahmen sind absurd.

Zugegeben: Mit gesundem Menschenverstand enttarnt man den Fake im WhatsApp-Kettenbrief sofort, der aktuell weltweit die Runde macht. Trotzdem könnte es Menschen geben, die die Tipps zur Prävention gegen das Coronavirus beherzigen. Der Text kursiert dabei nicht nur via WhatsApp, sondern auch in sozialen Netzwerken wie Facebook. In dem Kettenbrief, der in ziemlich schlechtes Deutsch übersetzt wurde, geht es um Aussagen von vermeintlichen Ärzten mit Ratschlägen zur Erkennung von einer Corona-Infektion und wie man sich davor schützen könne.

Getreu dem Klassiker “Ich kenne jemanden, der jemanden kennt…” werden absurde Fakten rund um das Coronavirus verbreitet, unter anderem:

  • “Das Virus ist sehr groß (400 bis 500 nm), daher sollte jede Gesichtsmaske in der Lage sein, es zu filtern, nicht nur N95-Masken.”
  • “Das Virus überlebt bis zu zwölf Stunden auf Metalloberflächen.”
  • “Das Virus kann sechs bis zwölf Stunden auf Stoff überleben. Gewöhnliches Waschmittel tötet es ab. Bei Winterkleidung, die nicht oft gewaschen wird, genügt es, sich in die Sonne zu stellen.”
  • “Das Virus gelangt in die Nase und tropft von dort aus in die Luftröhre, bis zur Lunge, wo es zu einer Lungenentzündung führt.”

Wäre das Thema nicht so ernst, könnte man sich über die Tipps glatt amüsieren. Aber es geht noch weiter. Der WhatsApp-Kettenbrief enthält weitere Fake-Fakten zum Coronavirus. So soll man sich nach Empfehlung der erfundenen chinesischen Ärzte schützen:

  • “Das Virus überlebt nur fünf bis zehn Minuten auf der Haut, in der Zeit greift man sich aber öfter ins Gesicht. Deshalb häufig Hände waschen.”
  • “Zusätzlich zum Händewaschen kann Desinfektionsmittel gegurgelt werden, um Keime abzutöten, die sich noch im Hals befinden.”
  • “Das Virus wird bei Temperaturen zwischen 26 und 27 Grad abgetötet. Deshalb sollte man nur noch heißes Wasser trinken.”

WhatsApp-Kettenbrief: Ursprung ist unbekannt

Woher der offensichtliche Fake-Präventionsplan stammt, ist nicht klar und lässt sich sicher nicht nachvollziehen. Der Kettenbrief wurde mittlerweile in viele Sprachen übersetzt. Zwar beginnt die Nachricht damit, dass “Onkel und Nichte meines Klassenkameraden in Shenzen in einem Krankenhaus arbeiten”, doch das muss nicht zwangsweise heißen, dass der Verfasser des Kettenbriefs auch aus China stammt.

Nahezu alle Informationen aus dem Kettenbrief sind schlichtweg Fehlinformationen. Das Virus wird weder über gewöhnliche chirurgische Masken geflittert, noch von heißem Wasser oder Sonnenlicht abgetötet. Wer den Coronavirus-Kettenbrief erhält, sollte den Absender über die Fehlinformationen aufklären und ihn bitten, diesen nicht weiter zu verbreiten. Verifizierte Anweisungen und Neuigkeiten zur Prävention und Verbreitung des Coronavirus findet Ihr auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter infektionsschutz.de.

Via: Chip

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Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 4 Wochen

    Interessant fand ich, dass bei Müller Seife ausverkauft war. Waschen sich die Leute sonst nie die Hände??

  • Matthias Wolf vor 4 Wochen

    Schade, dass in dem Brief nichts davon steht unbedingt nicht mehr einkaufen zu gehen, weil sich die Viren über das im Supermarkt erhältliche Gemüse aus Holland verbreiten.
    Die ganzen Verrückten mit ihren Hamstereinkäufen gehen mir nämlich richtig auf den Sack. Ich gehe täglich einkaufen und habe mittlerweile Probleme alles zu bekommen.

  • Philbo vor 3 Wochen

    Bei "Whats-App Kettenbrief" sollte man eigentlich schon aufhören zu lesen...

  • trixi vor 4 Wochen

    Wer auf die glorreiche Idee verfällt mit Desinfektionsmittel zu gurgeln, möglichst noch mit dem selben, mit dem er sich die Hände desinfiziert, riskiert eine verätzte Mundhöhle und eventuell auch Speiseröhre.
    Diese Tipps sind nicht nur Blödsinn, sondern gemeingefährlich.

  • Blurryface
    • Blogger
    vor 4 Wochen

    Leute die sowas glauben und auch noch weiterleiten, mit denen kann es nicht weit her sein.
    Wundert mich bei der heutigen, zunehmend verdummenden Gesellschaft allerdings nicht.

27 Kommentare

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