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Performance-Test 5 Min Lesezeit 13 Kommentare

Das Vivo NEX A ist kein Leistungswunder

Da ist es nun also, das Vivo NEX in der etwas günstigeren A-Variante. Ausgestattet mit Qualcomms neustem Snapdragon 710, soll das Vivo NEX A sehr gute Performance zu einem günstigeren Preis anbieten. Ob diese Hardware im Vivo NEX A beim Test sich genau zwischen den Mittelklasse-Smartphones vom Schlage eines Nokia 7 Plus und den aktuellen Top-Smartphones wie dem Xperia XZ2 von Sony oder Samsungs Galaxy S9 einsortiert, erfahrt Ihr in diesem Leistungscheck.

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So testen wir die Performance von Smartphones

Für unseren Test-Parcours haben wir mehrere Benchmarks ausgewählt, die wir dreimal hintereinander auf dem Testkandidaten laufen lassen. Folgende Benchmarks verwenden wir:

Anhand dieser Werte können wir die Smartphones mit Hilfe nachmessbarer Kriterien miteinander vergleichen. Aber das reicht nicht: Was nützen Benchmark-Werte, wenn das Smartphone im Alltag ruckelt und zuckelt? Deswegen testen wir natürlich auch Real-World-Szenarien und schauen uns aktuelle Spiele wie Final Fantasy XV Pocket Edition, Hearthstone oder PUBG an.

Leistungsstark ohne Besonderheiten

Vivo setzt im NEX A Qualcomms neuste SoC-Schöpfung ein: den Snapdragon 710. Der erste Vertreter der 700er-Serie platziert sich zwischen den Mittelklasse-SoC der 600er-Serie und der Highend 800er-Serie. Wie sich der SoC im Vivo NEX A gegenüber dem SD845 und dem SD660 schlägt, könnt Ihr aus der Vergleichs-Tabelle entnehmen:

Snapdragon 660 vs. Snapdragon 710 vs. Snapdragon 845

Snapdragon 660 Snapdragon 710 Snapdragon 845
14 nm 10 nm 10 nm
Kyro 260 Kyro 360 Kyro 385

X12, 3x CA, 600 Mbps DL

X15, 3x CA, 800 Mbps DL X20, 5x CA, 1,2 Gbps DL
802.11ac, 2x2 MIMO 802.11 ac, 2x2 MIMO 802.11 ad, 2x2 MIMO
Adreno 512 Adreno 616 Adreno 630
Spectra 160 Spectra 250 Spectra 280
Hexagon 680 Hexagon 685 Hexagon 685
QHD, 8 Layer QHD+ 10 Layer, 4K HDR Playback Ultra HD Premium
QuickCharge 4+ QuickCharge 4+ QuickCharge 4+

Der augenscheinlichste Grund für den Einsatz des Snapdragon 710 im Vivo NEX A ist um den Preis unter 550 Euro zu drücken. Als kompromisslose Alternative wird es künftig noch das Vivo NEX S geben, das dann über das SoC-Spitzenmodell von Qualcomm verfügt und auch über den In-Display-Fingerabdrucksensor. Das Topmodell wird dann aber nach aktuellem Stand knapp 700 Euro via Import aus China kosten. 

Vivo NEX A im Benchmark-Test

  Pixel 2 XL
(Snapdragon 835)
Huawei P20 Pro
(Kirin 970)
Galaxy S9
(Exynos 9810)
Sony Xperia XZ2
(Snapdragon 845)
Vivo NEX A
(Snapdragon 710)
Nokia 7 Plus
(Snapdragon 660)
Geekbench CPU
Single core
1867 1920 3645 2412 1879 1634
Geekbench CPU
Multicore
6291 6780 8820 8420 5918 5865
3D Mark
Sling Shot ES 3.1
3571 2972 3274 4679 1827 1330
3D Mark
Sling Shot ES 3.0
4714 3346 3873 6140 2789 2018
3D Mark
Ice Storm Unlimited ES 2.0
37844 30602 38488 63589 28238 26385
PassMark Memory
(RAM)
13836 14087 24721 12418 12421 12495
PassMark Disk
(Storage)
47759 64144 72538 73208 67656 49866

Wie schlägt sich nun die Hardware-Software-Kombination des Vivo NEX A im Vergleich zu aktuellen Top-Smartphones? Gar nicht mal so schlecht. Klar ist, dass die A-Variante des Vivo NEX nicht an die Prozessor- und Grafikleistung eines Galaxy S9 mit Exynos 9810 und schon gar nicht an die des Sony Xperia XZ2 mit Snapdragon 845 heran kommt. Aber immerhin kann Vivo teilweise die Leistungen eines Top-Smartphone aus 2017 erzielen. Ein Pixel 2 XL oder ein Huawei Mate 10 Pro sind zwar in unserem Benchmark-Parcours immer noch schneller, aber der Abstand zum Vivo NEX A ist nicht sehr groß.

Man muss sich hierfür noch vor Augen führen, dass der Snapdragon 710 zwar ebenfalls ein Octa-Core-Prozessor ist, aber dieser im Vergleich zu der 800er-Serie, dem Kirin 970 oder Exynos 9810 anders aufgeteilt ist. Statt wie üblich vier energieeffiziente Kerne mit vier Hochleistungs-Kernen zu kombinieren, baut der Snapdragon 710 auf ein Cluster aus sechs auf Effizienz getrimmte ARM Cortex A55 Kerne und "nur" zwei Leistungsstarken ARM Cortex A77 auf. In sofern ist die Leistung des SoCs im neuen Vivo NEX A schon als sehr gut einzustufen.

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Rein optisch wird man den Unterschied zwischen Vivo NEX A und der S-Version nicht erkennen. / © AndroidPIT

Spürbare Leistungsunterschiede im Alltag? Kaum!

Auch wenn das Vivo NEX A in den Benchmarks mit den aktuellen Flaggschiffen nicht ganz mithalten kann, heißt es nicht, dass es ein langsames Smartphone ist. Die Animationen auf dem Home-Screen und im gesamten Funtouch OS, der Hersteller UI von Vivo, laufen geschmeidig und ohne erkennbare Ruckler. Klar, man muss sich an die Eigenheiten zunächst gewöhnen, aber diese sollen zunächst in diesem Test nicht berücksichtigt werden.

AndroidPIT vivo nex a pop up camera2
Wenn wir ehrlich sind, dann kauft man sich das Vivo NEX nur wegen der motorisierten Selfie-Kamera, oder nicht?  / © AndroidPIT

Bei Spielen kann der neue Qualcomm-SoC durchweg gute Ergebnisse erzielen. Selbst bei maximaler Auflösung in PUBG Mobile, Final Fantasy XV Pocket Edition und ähnlichen grafikintensiven Spielen gab es ein ungestörtes Spielerlebnis. In Sachen Leistungsreserven hat der Snapdragon 710 im Vivo NEX A durchaus Spielraum, um auch in den kommenden 12 bis 18 Monaten die neusten Games mühelos auf den gewaltigen Super-AMOLED-Bildschirm zu bringen. 

Was haltet Ihr von der Sparversion des Vivo NEX? Reicht Euch diese Version schon aus, oder muss es zwingend die S-Version mit Qualcomms bestem SoC und einem Fingerabdrucksensor, der unter dem Display verbaut ist, sein?

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13 Kommentare

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  • Kameras bei China Handys ist eh ein Thema für sich.


  • Rausfahrbare Kamera hin oder her. Ich gehe ohnehin von einer 1A Kartoffelkamera Qualität aus. Wie bei den meisten Chinaboliden.


  • Es heißt "KRYO". Jedes Mal macht ihr das falsch! Muss man aber nicht wissen, als Android-Technik-Magazin...

    Tim


  • Von den Leistungsdaten reicht es doch dicke für den alltäglichen Gebrauch .


  • Schickes Teil und die Kameramotorik mal was anderes als die standardkost anderer.


  • Kryo nicht Kyro ^^
    Daher sind das auch nicht wirklich ARM Cortex A... Cores sondern eben Kryo. Auch wenn sie auf Cortex Designs aufbauen.
    Macht doch mal nen Antutu - IMHO der beste Benchmark für real life Bewertung. Und nen GFXbench für Grafik. Und werft was mit SD636 dazu. Dankö


    • Oha, HTC in da house.
      Aber der beste benchmark für real life performance ist immer noch real life performance und kein Antutuwhatever. Da wird der 710er auch dann noch liefern wenn das Model 3 schon längst beim Fähnchenhändler steht.

      Tim


  • Finde die Überschrift ziemlich unpassend. Das Gerät schneidet doch für seinen Prozessor gut ab und erfüllt augenscheinlich das, wofür eine gehobene Mittelklasse gedacht ist.


  • Ich sehe nach wie vor keinen Sinn in der 700er Serie... Das ist nur noch verwirrender... Seit dem 835 ist Qualcomms Produktlineup komplett durcheinander und nun quetscht man zwischen Oberer Mittel-/Oberklasse (600) und High-End (800) noch eine Reihe dazwischen...


    • Soweit ich das verstanden habe ersetzen die 700er ja die 600er.


      • ja das hab ich auch gedacht ja die 700er reihe kommt für die 600er und die 1000er für die 800er. oder hab ich da was falsch verstanden??
        ich bin der meihnung das SD an der 1000er serie dran ist. 🤨🤨


      • Ah ne sorry falsch info, die 1000er serie kommt für die windowsplatform.
        Die 800er serie bleibt für die Smartphone sparte, wie dumm von mir. 🤦


      • macht noch weniger Sinn, wenn man Mal ein bisschen in die Zukunft blickt. Irgendwann gibt es dann einen 790 und dann? 800 geht nicht, da die High-End-Klasse so hieß/heißt.

        Und soweit mir bekannt ist, soll die 700er Serie gar nichts ersetzen, sondern den ohnehin nicht vorhandenen Platz zwischen 600 und 800 ausfüllen

        Fred

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