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3 Min Lesezeit 26 Kommentare

Verhindert diese Roboter-Schildkröte die Rebellion der Maschinen?

Roboter, die von Kindern gemobbt werden. Das klingt nach dem Nebenplot einer SciFi-Serie, ist aber in einigen Ländern bereits die Realität. Damit sich die Maschinen nicht irgendwann gegen die Menschheit auflehnen, weil sie gehänselt wurden, schlürft jetzt eine Roboter-Schildkröte zur Rettung. 

Hierzulande trifft man sie abseits von Staubsauger- und Rasenmäher-Ersatz oder Kinderspielzeugen nur selten: Roboter. In Ländern wie Südkorea oder Japan sind die Maschinen aber bereits seit Jahren im Alltag präsent. In Glaskasten-Automaten gezwängt, mischen sie dort Getränke oder bereiten Fast Food zu. Manchmal dienen sie auch als Ersatz für eine nicht vorhandene Partnerin.

Dabei wird vor allem ein Problem immer präsenter: das Roboter-Mobbing. Seit 2015 beobachten Forscher aus Japan, dass vor Allem Kinder Roboter in der Regel sehr grob behandeln und sie dabei beschädigen. Bei einem Versuch mit einem einfachen Kommunikationsroboter in einer Shopping-Mal reagierten Kinder auf die Maschine, indem sie ihr den Weg versperrten, umzingelten oder schlugen und traten.

Eine Roboter-Schildkröte soll die Rettung bringen

Jetzt soll eine Roboter-Schildkröte die Wende bringen und den Kindern Respekt vor Robotern anerziehen. Diese entstand in Zusammenarbeit zwischen dem südkoreanischen Roboterlabor der Internetfirma Naver, dem südkoreanischen Grundlagenforschungsinstitut Kaist und Seouls National University.

Ausgestattet ist die Schildkröte mit beweglichen Gliedmaßen und einem leuchtenden Panzer. Über Sensoren auf dem Panzer reagiert der Shelly genannte Roboter auf die Kinder. Wird sie gut behandelt und beispielsweise gestreichelt, leuchtet der Panzer in bunten Farben. Wird Shelly hingegen gehauen, zieht sie 14 Sekunden lang den Kopf ein und leuchtet in alarmierendem Rot. Hier ist sie in Aktion:

Die Pause sorgte dafür, dass Kinder auf Dauer deutlich freundlicher zu der Roboter-Schildkröte waren, damit sie nicht mehr beim Spielen unterbrochen werden. Und warum 14 Sekunden? Wie sich zeigte, fiel eine siebensekündige Pause zu kurz aus, um die Kinder abzuschrecken, bei einer längeren Pause (29 Sekunden) verloren sie hingegen das Interesse.

Versuch mit menschenähnlichem Roboter lief weniger gut

Abzuwarten bleibt, ob sich das freundlichere Verhalten gegenüber Shelly auch auf menschenähnliche Roboter übertragen lässt. Bei einem ähnlichen Versuch mit dem mehr an den Menschen angelehnten Robovie, malträtierten Kinder den bei "Gefahr" weglaufenden Roboter nur noch mehr. Erfolgreicher sei da der Ansatz, attraktive Interaktion zwischen Mensch und Maschine als Bestrafung für Fehlverhalten zu unterbrechen. Aktuell hilft Robovie übrigens zum Beispiel in Japan älteren Menschen beim Einkauf.

Ist mit Shelly, der lieben Schildkröte, der anstehende Untergang der Menschheit und die Versklavung durch die Maschinen noch einmal in weitere Ferne gerückt? Vielleicht. Natürlich gilt das nur so lange, wie es Google, Apple und Co. mit ihrer künstlichen Intelligenz nicht übertreiben. Immerhin können die Roboter bei Boston Dynamics (das klingt schon sehr nach Cyberdyne Systems) bereits, wie oben zu sehen, Türen öffnen und werden aufs fieseste malträtiert.

Was haltet Ihr von dem ganzen Fortschritt bei der Roboter-Technik? Sehr Ihr der Zukunft positiv entgegen oder macht Ihr Euch auch Sorgen, dass uns das Ganze irgendwann auf die Füße fällt? Schildert uns gerne Eure Utopie oder Dystopie in den Kommentaren.

Via: Heise Quelle: Spectrum

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Top-Kommentare der Community

  • 👿 J. G. 👿 vor 2 Monaten

    Assi-Verhalten ist allgegenwärtig- ob gegen Kinder, gegen Tiere, gegen das Eigentum anderer, gegen Senioren, gegen Frauen, gegen Außenstehende, gegen Sachen und Gegenstände, und und und.... Es ist kein Robotik-Problem- das Problem besteht darin, dass es immer mehr unerzogene und egomanische Arschlochkinder gibt, die man gewähren lässt, weil es sich bei den malträtierten Opfern ja nur um Kinder, Tiere, fremdes Eigentum, und und und.... handelt und man Kindern ja keine Grenzen ziehen darf, weil man sie sonst traumatisiert und zum Unpädagogen wird.... Man sollte die "verziehenden" Eltern mal mit der missratenen Leibesfrucht anderer Eltern zusammensperren... :-)

  • Dirk1109 vor 2 Monaten

    Unterschreibe ich... Was ich so sehe zb in der Stadt, ist sehr befremdlich. Wenn kleine Kinder nach Hunden oder Tauben treten, ist was falsch gelaufen. Sowas macht man nicht, mit keinem Tier. In Bochum wurden Schildkröten mit Steinen beworfen, als würden die nichts fühlen nur weil sie einen Panzer haben. Das stimmt leider nicht... Autos sind auch gern genommen um sich auszutoben, natürlich auch andere "tote" Gegenstände, was ich zutiefst verächtlich finde. Zu der Problematik im Umgang unter Menschen, sage ich besser nichts, könnte ausarten... Schlimm jedenfalls wie es sich so entwickelt

  • Tenten vor 2 Monaten

    Man sollte sich erst einmal vergegenwärtigen, dass Roboter nichts anderes als Maschinen sind. Auch wenn sie menschliche Gestalt haben, es sind dennoch nur Geräte wie eine Bohrmaschine oder ein Auto. Was aussieht, als würden menschliche Tätigkeiten imitiert, sind doch nur Programme, die stur von selbst ablaufen. Ich sehe da keinerlei Gefahr. Auch dann nicht, wenn die viel gepriesene KI zum Einsatz kommt, die letztlich auch nur ein Programm, wenn auch komplexer, ist. Sollten wir allerdings je an einen Punkt gelangen, an dem wir tatsächlich künstliche Intelligenz und verbunden damit vielleicht sogar ein Bewußtsein schaffen, dann sollten wir aufhören, Roboter als Werkzeuge oder Arbeitskräfte zu missbrauchen. Wir müssen verhindern, eine Generation von Sklaven zu erschaffen, dann verhindern wir auch einen möglichen Aufstand.

26 Kommentare

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  • Aha, die Kinder werden jetzt auf die Schildkröte Zwangsfokussiert. Shelly droht mit Liebesentzug wenn die Kinder nicht spuren. Das ist ja ganz großartig, so ein Sch.....!


  • Wird nicht soweit kommen,weil heute Abend mit dem roten Mond bzw. der Mondfinsternis mal wieder die Erde untergehen soll🙈🌎💥🌔💨..der Mond wird mit der Erde zusammen stoßen sagen einige bibelpropheten voraus.


  • ich halte nichts von KI und würde auch für mich und meiner Familie keinem Roboter Ersatz für ein Haushaltsgerät kaufen,warum nicht weil ich keinen Respekt habe nein im Gegenteil. Wir Menschen waren noch vor Jahrhunderte viel Intelligenter haben immer etwas sinnvolles erfunden,jetzt überlassen wie alles Roboter und machen Sie sogar Menschlich und selbst denkend. Wo führt das noch hin zu IRobot?
    Wir haben Autos die für uns Fahren,Handys die für uns die Kamera Einstellung optimal einstellt,Staubsauger die für uns alleine jederzeit die ganze wohnug saugen und vieles mehr. wie weit wollen wir das noch gehen lassen brauchen wir diese Roboter wirklich oder sind wir einfach nur zu bequem worden. eines Tages ist es wirklich so weit das Die Matrix alles übernimmt und erkennt das Die Menschheit eine Krankheit ist und diese Auslöscht.
    Wollen wir wirklich das alle diese Filme eines Tages real werden?????


  • Vielleicht würden die Folgen 1 - 3 vom "Terminator" den kleinen Rackern ein bisschen mehr Respekt vor den armen Robotern einflößen.^^


  • Jetzt Schlüpft Arnold Schwarzenegger in ein schildkrötenkostüm für den nächsten terminator Film


  • Man sollte sich erst einmal vergegenwärtigen, dass Roboter nichts anderes als Maschinen sind. Auch wenn sie menschliche Gestalt haben, es sind dennoch nur Geräte wie eine Bohrmaschine oder ein Auto. Was aussieht, als würden menschliche Tätigkeiten imitiert, sind doch nur Programme, die stur von selbst ablaufen. Ich sehe da keinerlei Gefahr. Auch dann nicht, wenn die viel gepriesene KI zum Einsatz kommt, die letztlich auch nur ein Programm, wenn auch komplexer, ist. Sollten wir allerdings je an einen Punkt gelangen, an dem wir tatsächlich künstliche Intelligenz und verbunden damit vielleicht sogar ein Bewußtsein schaffen, dann sollten wir aufhören, Roboter als Werkzeuge oder Arbeitskräfte zu missbrauchen. Wir müssen verhindern, eine Generation von Sklaven zu erschaffen, dann verhindern wir auch einen möglichen Aufstand.


  • In welcher Welt klingt 'Boston Dynamics' den wie 'Cyberdyne Systems' ?? :D


  • Assi-Verhalten ist allgegenwärtig- ob gegen Kinder, gegen Tiere, gegen das Eigentum anderer, gegen Senioren, gegen Frauen, gegen Außenstehende, gegen Sachen und Gegenstände, und und und.... Es ist kein Robotik-Problem- das Problem besteht darin, dass es immer mehr unerzogene und egomanische Arschlochkinder gibt, die man gewähren lässt, weil es sich bei den malträtierten Opfern ja nur um Kinder, Tiere, fremdes Eigentum, und und und.... handelt und man Kindern ja keine Grenzen ziehen darf, weil man sie sonst traumatisiert und zum Unpädagogen wird.... Man sollte die "verziehenden" Eltern mal mit der missratenen Leibesfrucht anderer Eltern zusammensperren... :-)


    • Unterschreibe ich... Was ich so sehe zb in der Stadt, ist sehr befremdlich. Wenn kleine Kinder nach Hunden oder Tauben treten, ist was falsch gelaufen. Sowas macht man nicht, mit keinem Tier. In Bochum wurden Schildkröten mit Steinen beworfen, als würden die nichts fühlen nur weil sie einen Panzer haben. Das stimmt leider nicht... Autos sind auch gern genommen um sich auszutoben, natürlich auch andere "tote" Gegenstände, was ich zutiefst verächtlich finde. Zu der Problematik im Umgang unter Menschen, sage ich besser nichts, könnte ausarten... Schlimm jedenfalls wie es sich so entwickelt


    • Tja eine schönen Querschnitt über das warum unserer Nachwuchs so aus der Spur läuft, bekommt man, wenn man mal einen Elternabend besucht, ich erinnere mich mit Schrecken was für Granaten da im Publikum saßen.
      Ein Original Beispiel von damals : " Ein Kind schlägt ein anderes an der Bushaltestelle mit dem Kopf mehrmals gegen eine Glaswand und wird vom Busfahrer in der Schule gemeldet." Die empörte Mutter wollte wissen, was das die Schule angeht wenn es doch nur auf dem Schulweg, aber nicht in der Schule passiert ist ? Und nein, das war keine Schule mit Migrationsproblemen und auch keine Hauptschule.

      Für mich sind solche Beispiele eine Erklärung für das Versagen bei Respekt und Umgang miteinander, wenn die Eltern sich nur noch darum bemühen, Strafe von Ihren verzogenen Gören abzuwenden, statt sich darum zu kümmern das solche Situationen gar nicht erst auftreten.

      Wenn man sich heute vorstellt, das ein Smartphone mit seinem Programm aus PUBG, Youp**n und Youtube die Betreungszeit der Eltern übernimmt, dann kann man sich gut vorstellen wohin die Reise der nächten Generationen geht und was diese an Ihre Kinder weitergeben.

      Man braucht heute für alles eine Erlaubnis , aber Kinder großziehen darf halt nunmal jeder.


    • Als ich noch zur Schule ging, hieß es von Großeltern auch immer, die Kinder von heute (also damals) hätten keinen Anstand und keinen Respekt mehr, würden den ganzen Tag nur vor dem Fernseher hängen, verlottern und hätten keinerlei Erziehung. Das ist der ganz normale Generationenkonflikt, kommt einfach klar damit.

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