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Tourismus 2.0: Wenn der Audioguide schweigt, übernimmt die Realität

Der Tourismus ist so alt wie die Welt. Jedes Jahr besuchen wir andere Städte, fremde Länder. Museen, großartige Denkmäler und wunderschöne Landschaften dürfen auf den Reiseplänen nicht fehlen. Seit einiger Zeit erobert sich modernste Technik einen Platz in den touristischen Erlebnissen.

Der Tourismus entwickelt sich seit einiger Zeit

Die Welt der Technik hat den Tourismus längst verändert. Der rasche Sieg von Internet und Smartphones hat unsere Urlaubsreisen längst revolutioniert. Die meisten Museen haben eine App, man kann jedes Denkmal vorab erkunden und viele kann man sogar dank Vlogs besuchen.

Ein Beispiel ist die 360-Grad-Videotechnik. Die zeichnet ein Rundumpanorama auf - es gibt also keine Möglichkeit, dieser Kamera zu entrinnen. Und das Beste daran kommt natürlich beim Betrachten. Ihr könnt Euer Smartphone in alle Richtungen bewegen und wie durch ein Fenster dieses Panorama betrachten. Und längst erobert diese Technik den Tourismus, weil sie es ermöglicht, viele Informationen in einem einzigen Take zu erhalten. Somit werden virtuelle Museumsbesuche möglich und Museen wie das Magritte-Museum in Belgien zeigen deutlich, dass die virtuelle Realität in diesem Bereich Potenzial hat.

Technologie ermöglicht Reisen....

Wie praktisch wäre es, Kulturdenkmäler zu erleben, ohne die Couch zu verlassen? Es ist günstiger, die chinesische Mauer in 360-Grad-Videos zu erleben und immersiver als im Rahmen einer TV-Dokumentation - zugegebenermaßen aber auch nicht so spektakulär wie real dort zu sein.

VR wird oft dafür kritisiert, die Technik oder die Inhalte seien noch nicht marktreif. Aber das ändert sich gerade. Ein erfolgreiches Programm ist das Odyssey-VR-Programm, mit dem Ihr Eure Eurostar-Fahrt versüßen könnt. Während Ihr den Ärmelkanal Zug unterquert, könnt Ihr Euch eine VR-Brille aufsetzen. Dann könnt Ihr Meerestiere bestaunen oder Meeresgeschichten auf Französisch, Englisch oder Niederländisch anhören. 

Geht auf Zeitreise!

Ja, all das ist nett, aber längst können AR und VR mehr. Denn sie können sogar die Zeit zurückdrehen. Egal wo ihr seid: Eine virtuelle Zeitreise erweckt alte Zeiten zum Leben oder zeigt uns, was hinter den Mauern oder Ornamenten vor sich geht.

Mit Augmented Reality kann man sehen, wie eine Szene in ihrer besten Zeit aussah. Vielleicht habt Ihr einmal die Casa Batlló besucht, dieses wunderschöne (und ganz besondere) Haus, das von Gaudi entworfen wurde, dem berühmten spanischen Architekten, der in Barcelona große Spuren hinterlassen hat. Am Eingang erhaltet Ihr ein Smartphone, auf dem eine selbst erstellte Augmented-Reality-Anwendung läuft. Die führt Euch durch verschiedene Etagen mit Ton und Bild, und mit Hilfe von Augmented Reality könnt Ihr sehen, wie das Haus einst ausgesehen hat. Zeigt einfach auf die Elemente, die Ihr sehen möchtet, und Ihr seht alle historischen Details. 

Auch in Frankreich gibt es eine Menge Technik, die Touristen umgarnt. Wenn Ihr das Schloss von Chambord (Loir-et-Cher) besuchen möchtet, entführt Euch das HistoPad zurück in die Atmosphäre der Zeit und bietet Euch auch ein kleines verstecktes Spiel, das darin besteht, ein virtuelles Objekt zu finden. Die verwendete Technologie stammt von der Firma Histovery, die auch Lösungen für andere Museen entwickelt: Das HistoPad - ein speziell ausgerüstetes iPad - ist auch in anderen Orten wie Château de Blois oder Château Rothschild zu finden.

Dank Virtual und Augmented Reality haben touristische Sehenswürdigkeiten mehr zu bieten und Ihr könnt die Hot-Spots eindrücklicher erleben als je zuvor. Manch einer mag der reinen Lehre hinterhertrauern, aber nachdem ich die Gelegenheit hatte, diesen Tourismus 2.0 selbst auszuprobieren, bin ich davon überzeugt.

Habt Ihr schon einmal VR- oder AR-Technologie beim Museumsbesuch ausprobiert? Hat es Euch gefallen?

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