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Sollte ich mein Smartphone rooten?

Update: Lasst es lieber bleiben

Mit Root-Rechten bekommt Ihr in Android neue Möglichkeiten, Eurer Smartphone den eigenen Wünschen anzupassen und die Leistung zu optimieren. Doch braucht Ihr den Vollzugriff wirklich, oder geht der Schritt vielleicht zu weit? Wir wägen für Euch ab.

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Was sind Vorteile von Root?

Warum wollt Ihr den Root-Zugriff auf Eurem Smartphone haben? Funktioniert eine bestimmte App nicht, wie Ihr das wünscht? Habt Ihr alle alternativen Lösungsansätze dafür schon ausprobiert?

Backups sind einfacher

Wer ein vollständiges Backup seines Telefons inklusive App-Daten und Einstellungen machen will, und das ohne Umwege über den PC, kommt um Root nicht herum. Dank Apps wie Titanium Backup ist es ein Kinderspiel, seine wichtigen Daten in einem Rutsch zu sichern.

Die Alternative ohne Root ist Helium-Backup. Seine Backups sind zwar nicht so vollständig und der Feature-Umfang nicht so groß wie der von Titanium, dafür funktioniert es ohne den Eingriff des Rootens.

Anpassungen sind einfacher

Euch gefallen bestimmte Aspekte Eures Smartphones nicht, zum Beispiel die Benachrichtigungsleisten oder die Privatsphäre-Einstellungen? Installiert einfach das Xposed Framework. Dank dieses Tools und der Erweiterung durch Module könnt Ihr Euch so richtig austoben und habt dank des modularen Aufbaus die Möglichkeit, Änderungen wieder zurückzunehmen.

Die einfache Alternative bieten viele Smartphone-Hersteller schon in ihren Designs oder Themes. Sony, Samsung, HTC und andere Hersteller liefern entsprechende Lösungen. Außerdem kann man im Play Store zahlreiche Launcher und Icon Packs finden, um sein Smartphone zu personalisieren.

Schutz der Privatsphäre ist einfacher

Ob in Form des Xposed-Moduls XPrivacy oder als Privacy Guard im Custom-ROM CyanogenMod: Der Schutz der Privatsphäre ist mit bestimmten Root-Lösungen hervorragend.

xprivacy tutorial main screen
XPrivacy lässt paranoide Herzen höher schlagen. / © ANDROIDPIT

Aber dank der Berechtigungsverwaltung hat Android 6.0 Marshmallow vielen Leuten den Grund zum Rooten genommen. Endlich kann man Apps zur Laufzeit Zugriffe verweigern oder erteilen und sie ihnen nachträglich entziehen.

System-Apps werden entfernbar

Mit Super-User-Rechten werdet Ihr unliebsame, vorinstallierte Hersteller- oder Provider-Apps los und gebt Speicherplatz frei. Mit einem Tool wie dem System-App-Entferner könnt Ihr die System-Apps löschen und im Fall von Problemen auch wiederherstellen.

Die Tendenz der Smartphone-Hersteller geht zu weniger vorinstallierten Apps auf den Smartphones. Andere Hersteller installieren sie so, dass Ihr sie deinstallieren könnt, wie man etwa bei der Bloatware des Honor 8 sieht. Außerdem kommt es dank der verbesserten MicroSD-Unterstützung von Android Marshmallow und tendenziell größeren internen Speichern seltener zu Speicherproblemen.

Nachteile von Root

Oft verliert Ihr die Garantie

Etliche Smartphone-Hersteller dulden keinen Eingriff in die Standard-Software und verweigern Euch nach dem Rooten die Garantie. Die Hersteller können durch softwareseitige Sicherungen (Temper Flag, QFuse, Knox, etc.) einen Root feststellen, selbst wenn Ihr ihn nachträglich zurückgenommen habt (per un-root).

System-Updates werden komplizierter

Einer der entscheidenden Nachteile von Root bei Android ist, dass in den meisten Fällen die automatischen Software-Updates Eures Smartphones nicht mehr funktionieren. System-Updates werden zwar noch angekündigt, doch die Installation wird meistens mit einer Fehlermeldung unterbunden. Im Zeitalter monatlicher Sicherheitsupdates in Android ist dies kontraproduktiv.

Im schlimmsten Fall startet die Installation, verläuft aber fehlerhaft. Dann verfängt sich Euer Smartphone beim Neustart in einer Endlosschleife (Boot Loop) und ist vorerst nicht mehr bedienbar. Und Ihr müsstet schließlich in einer Custom-Recovery die System-Partition leeren (wipen) und neu bespielen.

In vielen Fällen ist dies sogar der einzige Weg, gerootete Smartphones zu aktualisieren. Falls Ihr also wirklich auf Root-Zugriff ohne Custom-ROM beharrt, müsst Ihr Euch auf exakt diesen Umstand vor jedem Software-Update einstellen.

Manche Apps gehen nicht mehr

Payment-Apps oder PokéMon GO lassen sich nicht mehr ohne Weiteres nutzen, wenn Euer Smartphone gerootet ist. Das hängt damit zusammen, dass der Root-Zugriff Euch die Möglichkeit gibt, jene Apps zu betrügen. Natürlich gibt es die Möglichkeit, vor ihnen den Root-Status Eures Smartphones zu verbergen, jedoch sprengen derlei Anleitungen den Rahmen dieses Artikels.

Ist Android-Root noch sinnvoll? Ein Fazit

Es ist kaum noch sinnvoll, die Software Eures Smartphones zu rooten. Der Umstand, den es für die wichtigen Software-Updates bedeutet, ist es nicht mehr wert. Custom-ROMs sind hier ein besserer Weg zum gerooteten Smartphone. Diese lassen sich oft automatisch updaten und werden beim Update automatisch wieder mit Root-Zugriff versehen. Nur so habt Ihr den vollen Komfort und Funktionsumfang.

Top-Kommentare der Community

  • Daniel 01.01.2016

    auf die Frage ob man sein Handy rooten soll: einfach ja!

  • MrMister 01.01.2016

    Hallo. Ich mag mein eigenes Handy nicht solange bis der root erfolgt. Die Einschränkung ist wie Gefängnis für mich Grins. I love it ROOT

  • Wolfgang Heller 01.01.2016

    Ohne Root ist mein Smartphone für mich nur halb so sinnvoll. Die Möglichkeiten mit Root sind einfach unverzichtbar. Werbblocker und App zum entziehen von Berechtigungen stehen für mich an erster Stelle. Mit xposed Framework ist das Ganze perfekt. Instabile Rootapps kann ich nicht bestätigen. Natürlich sollte man wissen was man tut am Smartphone mit Administratorenrechten. Auf den Verlust der Garantie verzichte ich dafür gerne.

  • M. W. vor 3 Wochen

    Meine ganz klare Empfehlung: Nur rooten, wenn man Ahnung hat und genau weiß was man da auch tut. Ansonsten Finger davon lassen. Nichts für Laien.

  • Frank K. 02.01.2016

    Es sollte noch erwähnt sein, dass Rooting nicht nur ggf. Garantieverlust durch den Hersteller bedeutet, sondern auch ggf. Gewährleistungsverlust (s. auch EU-Verordnung 1999/44/CE). Wenn ein Defekt in der Gewährleistungsdauer auftritt und man daraus einen Anspruch geltend machen möchte, schickt der Händler das Gerät für gewöhnlich an einen vom Hersteller autorisiertes Unternehmen, welches das Gerät untersucht. Wenn dort bspw. ein entsperrter Bootloader festgestellt wird (bei einigen Modellen nötig fürs Rooting) oder ein Rooting, geht das Gerät oft an den Händler zurück mit jener Diagnose. Der Kunde erhält in dem Fall Nachricht, dass er die Software verändert hat und deswegen keine Gewährleistung mehr besteht. Ja, es gibt den Weg, sich vor Gericht wiederzusehen, aber wer macht das bei einem Gerät im Wert von wenigen oder einigen hundert Euro? Wenn so etwas schon vorgekommen wäre, hätten sich besagte Personen schon jubelnd oder bestürzt in einschlägigen Foren geäußert. Bei Sony Xperia-Modellen werden beim Entsperren des Bootloaders die DRM-Keys unwiderruflich gelöscht. Da das Gerät damit nie wieder in den Originalzustand zurückversetzt werden kann, würde sich wahrscheinlich jeder Händler weigern, da Gewährleistung walten zu lassen (steht auch so ex­pres­sis ver­bis in jener Verordnung).
    Es mag zwar de jure möglich sein, trotz Rooting seinen Gewährleistungsanspruch geltend zu machen, aber de facto hatte damit noch niemand wirklich Erfolg gehabt, wenn sich der Händler weigerte und man den juristischen Weg einschlug.

123 Kommentare

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  • gerootet wird nur wenn Zeit dazu ist.🤔

  • Ich hab mein Note edge (und auch alle vorherigen Notes) gerooted, um beim gamen zu bescheissen.
    Ja. Ich bin ein schlechter Gamer...

  • eR D. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ein wichtiger Punkt wird in der Diskussion außer Acht gelassen. Eigentlich müssten die Leut' es wissen, die ein Custom-Rom haben.
    Die ROM's sind zwar gerootet. Doch auch wiederum geblockt. Wer oder welche App "Root" will muß dies expliziert freigeben!
    Damit ist die Sicherheit "etwas falsches zu machen" gegeben.
    Und - wer ein Mobil hat, das außerhalb der Garantie liegt, muß so oder so einen Schaden selber tragen wenn in irgend einer Form was kaputt geht. Soll ein gut funktionierendes Mobil weggeworfen werden nur weil es keine Garantie mehr hat?
    Ich denke nicht.

  • Tja, wenn ich auf einem gerooteten Gerät meine Bank-App nicht mehr starten kann, ist das allein ein entscheidendes Argument gegen Root. Pech gehabt!☹

    • genau, das ist der springende Punkt und kein bankingProgramm APP wird das jemals aus Haftungsgründen auf gerooteten Geräten möglich machen.
      Das ist lediglich was für Bastlertypen, für einen normalen Benutzer ohne Sinn aus meiner Sicht. Zudem funktionieren dann keine werksseitigen Updates über OTA nicht mehr. Habe mal ein Tablet gerootet aus der Android 4.4 Kiste, wegen der hirnrissigen Google- Sperre externe SD-Karten nicht beschreiben zu können, ein Akt der nur dem besseren Umsatz an internen Speicher zu Grunde lag.
      Dumm nur, so konnte ich auf dem Tablet dann keine Banken Apps mehr starten. Das gesperrte R/W auf externen Speichern gibt es nun nicht mehr. Also brauche ich daher auch kein root mehr.

  • Werner vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Mein Gerät ist hauptsächlich wegen Diebstahl/Raub gerootet. Ich habe Avast Anti Theft auf dem Handy und wenn es gerootet ist, installiert sich die App Hard Reset sicher als Systemapp. Habe ich ausprobiert, sogar neue Firmware geflasht, die App wurde nicht entfernt. Ich bekomme bei Raub zwar von meiner Hausrat Vers. egal wo ich mich mit dem Handy befinde den damaligen Kaufpreis voll erstattet, aber so kann der Dieb nichts mehr mit dem Gerät anfangen.

    • Dir ist schon klar, daß Raub und Diebstahl zwei ganz verschiedene Sachen sind?! Steht in deiner Police nur was von Raub, mußt Du Verletzungen nachweisen können. Hatte selbst mal das Problem mit einer extra gegen Raub versicherten Fotoausrüstung. Eine kleine Schürfwunde war der Versicherung kein Beweis für den Raub!☹

  • Mein erstes Tablet "musste" ich rooten, da es nur über sehr wenig Speicherplatz verfügt und ich die Apps sonst nicht auf die SD-Karte hätte auslagern können. Mein zweites Tablet hatte ich dann ebenfalls gerootet, einfach weil ich dann auch die App-Einstellungen übernehmen konnte. Als ich jedoch versuchte, dieses Gerät auf ein neueres Betriebssystem zu aktualisieren habe ich irgend etwas falsch gemacht und es ging gar nichts mehr. Nun besitze ich ein Samsung Galaxy Tab A (2016) mit Android 6.0.1 und dieses werde ich nicht rooten, da es für mich nicht mehr notwendig ist.

  • Ace vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich roote meine Geräte immer wegen screencast oder custom roms

  • Peter vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Mein Grund für Root war zuletzt beim Note 4, weil ich unbedingt eine andere Version der Facebook und Instagram Version installieren wollte. Leider waren diese beiden Apps uns System integriert, sodass sie nur durch Rootrechte sehr kompliziert entfernt werden konnten. Allein mit Titanium Backup zu deinstallieren genügte da nicht. Ebenso gab es immer noch zahlreiche Apps die sich auch nicht deaktivieren ließen. Irgendwelche Drittanbieter Firmwares kamen bei mir nie in Frage, da ich sowas erst in Betracht ziehe, wenn mal wirklich wichtige Apps nach einer aktuellen Firmware verlangen.

  • M. W. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Meine ganz klare Empfehlung: Nur rooten, wenn man Ahnung hat und genau weiß was man da auch tut. Ansonsten Finger davon lassen. Nichts für Laien.

  • Geräte die Werksseitig nicht mehr unterstützt werden würde ich auf jedenfall rooten. In der Garantiezeit nicht gibt bei einem Defekt nur Ärger.

    • Warum ist das Thema Garantie überall so wichtig? Ein elektronisches Gerät ohne Mechanik offenbart entweder innerhalb kürzester Zeit seine Fehler oder aber hält eine ganze Weile: Zum Thema Ausfallstatistik: Stichwort "Badewannenkurve"! Wer erst mal zufrieden mit dem Gerät ist, wird nur äußerst unwahrscheinlich einen Garantiefall erleben. Wer nur der Garantie halber auf was verzichtet, beschneidet sich selbst.
      Und wer unsicher ist, was Vor- und Nachteile angeht, der behält bei Neukauf einfach sein altes Gerät und probiert damit. Für's Verscherbeln über ebay und Konsorten ist ein gerootetes Gerät sicher kein Wertminderungsargument.

  • Sue H vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Mein Note 3 ist im Zuge meiner Custom ROM vorgerootet.
    Wenn ich mir ein Handy neu kaufen würde, würde ich es nicht rooten.
    Es gäbe für mich keinen Totschlag-Grund den zB bei Samsung vorhanden Knox Counter zu triggern.
    Aber bei einem gebraucht gekauften Gerät mit ausgelaufener Garantiezeit ist dieser Counter eher zweitrangig, also fröhliches Rooten oder in meinem Fall Flashen.
    Hey, mein Note 3 läuft mit Marshmallow (Ich schweife ab..)

  • Ich roote nur, wenn mein Gerät keine Updates mehr bekommt. Aber da flashe ich sowieso eine Custom-ROM.

  • Ich roote nur, damit ich eine Custom-Recovery installieren kann
    Ansonsten ist Root für mich nur eine Sicherheitslücke, die ich dann durch das flashen einer Custom-Firmware schließe

  • Takeda vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Bei mir hat das Note 4 noch kein root aber alle anderen und tab haben bei mir root weil es wirklich die einzige Möglichkeit ist auch bei älteren Handy immer aktuell zu bleiben.

  • Wenn es keine Aktualisierungen mehr gibt, und das oft schon nach einem Jahr. Die Hardware ist oft noch top und die Sicherheit ist dahin, also , ROOTEN ! Ich habe gerotete Geräte ....

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