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Schöne Unschärfe für Portraits: So funktionieren Bokeh-Effekte im Smartphone

Schöne Unschärfe für Portraits: So funktionieren Bokeh-Effekte im Smartphone

Mehr als zwei Jahrzehnte lang waren die Regeln der Digitalfotografie klar: Ein kreatives Spiel mit der Schärfentiefe ist nur mit großen Bildsensoren und entsprechend teuren Kameras möglich. Nun wirft die sogenannte Computational Photography alles über den Haufen. Mit Hilfe von ausgefeilten Algorithmen, Kamera-Arrays und teilweise sogar Infrarot-Lasern schicken sich die winzigen Smartphone-Bildsensoren an, sogar digitale Spiegelreflexkameras zu übertrumpfen. Wie? Das lest Ihr in diesem Artikel.

iphone x pixel 2 bokeh2
Ein unscharfer Hintergrund lenkt den Blick des Betrachters auf das abgebildete Subjekt. Diese Unschärfe nennt man „Bokeh“; nach dem japanischen Wort für „verschwommen“. Häufig heißt der Bokeh-Modus auch Portrait-Modus, da er sich besonders für Porträt-Fotos eignet. / © AndroidPIT

Von Schärfe und Unschärfe in Kameras

Zunächst möchte ich das Konzept von Schärfe und Unschärfe erklären. Wie tief der scharfe Bereich ist, hängt von zwei Kameraparametern ab: von der realen Brennweite der Optik und – vereinfacht gesagt – vom Durchmesser der Linse.

Fangen wir mit dem Durchmesser an. Dafür betrachten wir das Kameraobjektiv ganz vereinfacht als eine einzelne Linse. In der nachfolgenden Grafik befindet sich das Motiv links von der Linse. Je größer der Durchmesser dieser Linse nun ist, desto schneller driften die Lichtstrahlen im Strahlengang der nachfolgenden Grafik auseinander. Gegenstände außerhalb des Fokus werden dann nicht mehr punktförmig, sondern mit zunehmendem Linsendurchmesser als immer größere Kreise abgebildet. Sobald einer dieser Kreise auf dem Sensor größer ist als ein einzelner Pixel, ist der jeweilige Bildteil nicht mehr scharf.

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Hier haben wir der Einfachheit halber eine unendliche Motiventfernung angenommen, daher sind die ankommenden Lichtstrahlen parallel. Je größer das Objektiv ist, desto geringer ist die Toleranz, bis die Größe der einzelnen Pixel auf dem Sensor (3) überschritten ist. Bei einem kleinen Objektiv (2) verlaufen die Lichtstrahlen von einem bestimmten Punkt paralleler als bei einem großen Objektiv (1). / © AndroidPIT

Neben dem Durchmesser der Linse spielt auch die Brennweite der Optik eine Rolle. Je höher die Brennweite, desto kleiner ist der scharfe Bereich. Was Ihr bei Smartphones als beispielsweise 24 oder 26 Millimeter aus dem Datenblatt kennt, ist nicht die echte Brennweite der Objektive. Angegeben wird hier die sogenannte (Kleinbild-)Äquivalent-Brennweite. Diese beschreibt jene Brennweite, die ein Objektiv an einer Kamera mit 36 x 24 mm großem (riesigen!) Kleinbild-Sensor haben müsste, um den gleichen Bildwinkel zu haben wie die Objektiv-Sensor-Kombination Eures Smartphones. Die realen Brennweiten der Weitwinkelobjektive von Smartphones liegen eher im Bereich von 3,0 bis 8,0 Millimetern. 

Angesichts der Mini-Linsen und winzigen Brennweiten wird klar: Bei Smartphones ist die Schärfentiefe immer sehr groß. Da hilft es auch nicht, dass Smartphones mit ihren winzigen Pixeln kleinere Zerstreuungskreise haben als Spiegelreflexkameras. Einen Einflussfaktor auf die Schärfentiefe habe ich hier bewusst außen vor gelassen: die Entfernung zum Motiv – je geringer diese ist, desto selektiver ist die Schärfentiefe. Den Effekt werden die meisten von Euch schon bei Makrofotos mit dem Smartphone beobachtet haben.

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Manche Smartphones aktivieren dank „AI” automatisch den Portrait-Modus mit Bokeh-Effekt, sobald sie ein Gesicht vor der Linse erkennen. / © AndroidPIT

Viel CPU statt großem Objektiv

Was Smartphones allerdings bieten, ist jede Menge Rechenpower, um die Effekte per Bildbearbeitung nachzuahmen. Grundsätzlich funktioniert das immer so, dass die Kamera Vorder- und Hintergrund voneinander unterscheidet und dann gezielt den Hintergrund weichzeichnet. Je sauberer dabei Motiv und Hintergrund voneinander getrennt sind, desto überzeugender der Effekt. Wie diese Trennung funktioniert, dazu komme ich gleich noch im Detail.

Typische Schwachstellen sind dabei Feinheiten wie beispielsweise abstehende Haare, die zusammen mit dem Hintergrund weichgezeichnet werden. Und auch Glas stellt die Bokeh-Funktionen immer vor Probleme: In den meisten Fällen werden Brillengläser von portraitierten Personen dem Vordergrund zugerechnet, der durch die Brille sichtbare Hintergrund jedoch dann nicht weichgezeichnet, wie es bei einem "echten" optischen Bokeh-Effekt der Fall wäre.

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Brillengläser oder feine Details stellen Bokeh-Modi oft vor eine unlösbare Aufgabe. / © AndroidPIT

Ganz neu sind diese Smartphone-Experimente mit Tiefenunschärfe nicht. Bereits das HTC One (M8) oder auch diverse Nokia-Geräte mit Windows Phone (Ruhe in Frieden) brachten Bokeh-Effekte auf die Bilder. Allerdings waren damals weder die Bildqualität noch die Verarbeitungsgeschwindigkeit gut genug, sodass der endgültige Durchbruch erst in den vergangenen drei Jahren gelang. 

Wie heute auch fanden beim angesprochenen HTC One (M8) und bei den Nokia-Geräten unterschiedliche Ansätze Verwendung, die wir beide auch heute noch in ganz ähnlicher Form in aktuellen Smartphones finden. Auf die Unterschiede und deren Vor- und Nachteile möchten wir im nachfolgenden eingehen. Abgesehen von LG gibt es von allen großen Herstellern inzwischen Devices mit Bokeh-Funktion. 

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Viel hilft viel? Manche Smartphones schaffen mit nur einer Linse ordentliche Bokeh-Effekte, beispielsweise die Pixel-Smartphones von Google. Samsung dagegen setzt beim aktuellen A9 auf ganze vier Objektive. / © AndroidPIT

Mehrfach-Kamera für Bokeh-Effekte

Wie der Dual-Kamera-Pionier HTC One (M8) setzen auch heute viele Smartphones auf eine Doppel-, Dreifach oder sogar Vierfach-Kamera, um eine Tiefenkarte der abfotografierten Szene zu errechnen. Analog zum Gehirn und den beiden Augen nutzt das Handy hier den Versatz der Objektive. Auf die so als Hintergrund identifizierten Bildteile wendet die Software einen Weichzeichner an.

Gleiche Brennweiten

Die Dual-Kameras von Huawei, Honor, Nokia und Motorola setzen auf jeweils gleiche Brennweiten bei beiden Sensoren. So steht die Bokeh-Funktion für Weitwinkel-Fotos zur Verfügung. Bei den günstigeren Doppel-Kamera-Modellen, etwa dem Honor 10 Lite, löst die Zweitkamera lediglich 2 Megapixel auf. Ihr einziger Zweck ist also die Erzeugung einer Tiefenkarte.

Die Flaggschiffe dagegen finden noch einen weiteren Einsatzzweck für die Kamera als "nur" Bokeh: Beim Huawei P20 Pro etwa schießt der zweite Sensor hochauflösende Schwarzweißfotos, um die RGB-Aufnahmen der Hauptkamera mit zusätzlichen Helligkeitsinformationen zu unterfüttern. Das soll insbesondere beim Einsatz des digitalen Zooms die Bildqualität verbessern. Und manche Hersteller, *hust Samsung hust*, verbauen gleich drei oder sogar vier Kameras in ihren Smartphones.

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Mehr Flexibilität: Beim Huawei Mate 20 Pro gibt es eine Weitwinkel-Kamera, eine Standard-Cam und ein Tele-Objektiv für entfernte Motive. / © AndroidPIT

Unterschiedliche Brennweiten

Immer mehr Smartphones, darunter auch das oben abgebildete Huawei Mate 20 Pro, setzen auf unterschiedliche Brennweiten bei den beiden Optiken, um dem Fotografen sowohl Panoramafotos zu möglichen als auch entfernte Objekte nah heranzuholen. Ein Bildausschnitt aus der Weitwinkel-Kamera hilft dann beim Tele-Foto, die Tiefenkarte zu generieren. Andersherum funktioniert das jedoch nicht, und dann steht im Weitwinkel oft keine Bokeh-Funktion bereit. Diese Einschränkung dürfte in der Praxis nicht tragisch sein. Für Porträt-Fotos liefern die höheren Brennweiten des Tele-Moduls nämlich ohnehin schönere Ergebnisse. 

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Fünf Kameras, fünf unterschiedliche Brennweiten / © AndroidPIT

Sonderfälle

Vereinzelt finden sich auch Experimente mit aufwändigeren Kamera-Systemen, bei denen nicht aus dem Versatz der beiden Objektive eine Tiefenkarte ermittelt wird. Die Front-Kamera der aktuellen iPhones beispielsweise projiziert ein Infrarot-Punktmuster auf die Umgebung und kann so nicht nur das Gesicht des Nutzers erkennen, sondern diesen auch sauber von der Umgebung freistellen. 

Einen Schritt weiter geht noch das Honor View20, das eine Time-of-Flight-Kamera neben der Hauptkamera integriert hat. Diese scannt mit einem Infrarotlaser den Raum ab und fängt das zurückgeworfene Licht mit einem Spezialsensor ein, was deutlich präzisere Ergebnisse liefern soll.

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Das erste Smartphone mit Time-of-Flight-Kamera war das Lenovo Phab2 Pro, das bereits Ende 2016 vorgestellt wurde. Den Durchbruch wird die Technologie im Smartphonebereich vermutlich erst 2019 mit fortschrittlicheren VCSELs erlangen. / © AndroidPIT

Bokeh-Effekte mit nur einem Objektiv

Den Effekt kennt Ihr bestimmt: Haltet Ihr Euch ein Auge zu, funktioniert Eure Tiefenwahrnehmung nur noch eingeschränkt. Wie schaffen es also Smartphones, mit nur einer Linse Vorder- und Hintergrund voneinander zu unterscheiden? 

Für die zuvor erwähnten Windows Phones gab es damals eine App namens Refocus. Hier schossen die Handys einfach Fotos mit unterschiedlichen Fokuspunkten, und mit einem Fingertipp konnte der Nutzer dann auswählen, welche Bereiche scharf sein sollen. Das hat zwar ganz gut funktioniert, war aber sehr langsam und damit nur eingeschränkt praxistauglich. Heutzutage sind sowohl Hard- als auch Software weiter – und daher klappt’s auch ganz ohne Fokus-Reihen.

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Googles dritte Pixel-Generation zaubert auch mit einem einzelnen Sensor Bokeh-Effekte aufs Bild. / © AndroidPIT

Das Google Pixel 3 bietet einen Bokeh-Effekt mit einer einzelnen Linse. Hier hilft ein Feature des Bildsensors IMX363, nämlich der Dual-Pixel-Autofokus. Hier ist jeder einzelne Bildpunkt auf dem Sensor in zwei Hälften unterteilt. Wie bei den Dual-Kameras ist es so möglich, zwei leicht versetzte Bilder zu generieren. Die technische Umsetzung ist allerdings komplexer als bei zwei einzelnen Sensoren, da der Versatz nicht im Zentimeter-Bereich liegt, sondern dem halben Objektivdurchmesser entspricht. Die aktuelle Pixel-Generation kombiniert hier eine ganze Serie von Fotos für die Tiefenkarte und setzt zusätzlich auf AI-gestützte Bildanalyse.

Und Ihr so?

Es gibt also eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten, auch mit den kleinen Bildsensoren und Mini-Objektiven von Smartphone-Kameras Aufnahmen mit stimmungsvoller Hintergrundunschärfe zu knipsen. Welchen Ansatz wünscht Ihr Euch denn für Euer nächstes Smartphone? Lasst uns in den Kommentaren über die Vor- und Nachteile diskutieren!

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35 Kommentare

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  • Wenn es um das Bokeh geht, kann das Smartphone nicht gewinnen. Eine "errechnete" Unschärfe ist nicht so schön wie die Unschärfe einer großen Linse kombiniert mit einem großen Sensor. Da lasse ich nicht mit mir diskutieren, zumal es wahrscheinlich bei jedem Handybild falsche Zuordnungen gibt, welche Bereiche weichgerechnet werden und welche nicht. Das wurde im Artikel ja auch klar dargestellt.
    Das heißt aber nicht, dass das Smartphone nicht auch gute Bilder machen kann. Im Alltag ist ja immer diejenige Kamera die Beste, die man gerade dabei hat. Aber im Detail, bei sorgfältiger Analyse, wird der Kenner zuverlässig das DSLR-Bild vom Handybild unterscheiden können. Da bin ich mir sicher.


  • Richtig fotografieren macht mit einem Smartphone keinen wirklichen Spaß. 5 Linsen hin oder her. Auch heute noch kommt so ein Smartphone nicht an eine richtige Kamera ran. Will man echt schöne Momente in der Natur auf Bild festhalten braucht es eine gute Kamera und kein Smartphone.


    • Was ist richtig fotografieren? Wenn man eine fette Sony, Canon, Nikon in der Hand hat? Kaum einer wird sich mit den manuellen Einstellung a la Blende und Belichtungszeit herum schlagen oder gar Analog fotografieren. Die Automatik lässt sich schon fast mit der AI im Smartphone vergleichen.

      Schlussendlich sind schöne Bilder relativ. Denn es gibt genug unterdurchschnittliche Bilder die auf einer 2000€ Kamera eingefangen wurden und vom Smartphone geschossenen Bilder die auch ohne Nachbearbeitung äußerst professionell und ästhetisch wirken.

      Meiner Meinung nach ist aktuell nur das Lowlight-Verhalten ein Manko. Ansonsten ist die Bildqualität gerade in der Oberklasse sehr gut.

      Delia


      • Digitalkameras sind dem Smartphone immer dann überlegen, wenn sie eine Eigenschaft aufweisen, die Handykameras schon aus Platzgründen nicht bieten können. Dazu gehört etwa ein optischer Sucher, ein Zoom mit großem Brennweitenumfang, Wechselobjektive oder ein großer Bildsensor und ein Blitz der einen ganzen Raum richtig ausleuchten kann.


      • Diesbezüglich muss ich dir Recht geben, dass je nach Situation eine ordentliche Digitalkamera klar überlegen ist. Aber dadurch ist man kein besserer Fotograf.


  • Bokeh, Anzahl der Linsen, Sensorgröße, Auflösung, HDR hin oder her. Ich wünsche mir eine Linsenlose Kamera... die Marktreife lässt sich wohl noch einige Jahre warten


  • Früher hieß das noch "Makro"


  • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    „Viel hilft viel? Manche Smartphones schaffen mit nur einer Linse ordentliche Bokeh-Effekte, beispielsweise die Pixel-Smartphones von Google. Samsung dagegen setzt beim aktuellen A9 auf ganze vier Objektive.“
    Der Vergleich hinkt enorm...
    Mehrere Kameras sind NICHT nur ausschließlich für Bokeh-Modi da. Nur Google denkt so beschränkt.
    Von den vier Kameras des A9 sind nur zwei für den Bokeh-Modus da und nicht alle vier...


  • Gefällt mir der Bericht 👍


  • Es hat sich was getan. Die Softwarelösungen arbeiten deutlich besser und und bei klaren Freistellungen sind die Ergebnisse bei Betrachtung über das Display mehr als brauchbar.
    Aber man darf sich nichts vormachen, das Bokeh, das über die Optik erzeugt wird hat ein ganz anderes Kaliber. Scharfes Auge mit sanft abnehmenernder Schärfe zum Ohr hin. Dazu eine Auflösung bei der man die feinen Härchen auf der Wange sieht...
    Ist das Objekt nicht sauber vom Hintergrund getrennt, bspw. sitzende Person auf dem Boden ist ein Arm der nach vorn gestreckt ist, dann ist die Software chancenlos.

    Aber es gibt Momente da muss sich auch eine Vollformat DSLR geschlagen geben. Eines
    meines besten Fotos dieses Jahr ist mir mit einer Boxkamera aus den 1930ern gelungen. Hat einen 10er in der Bucht gekostet und wird mit 120er Rollfilm gefüttert... die "Sensorgröße" beträgt dann 6x9cm ;-) also 4,25" in der Diagonalen...


    • Eine Vollformat-Kamera hat da keine Chance, ja, aber es gibt ja auch noch Mittelformat... :D Kann sich nur kein Normalsterblicher leisten :D


      • Ja, Mittelfortmat und Großformatkameras schlagen jede SLR und Handys sowieso.
        Aber die Schärfe, ein Traum.

        Gute Objektive vorausgesetzt.
        Deren Auflösungsvermögen muss oberhalb des Bildsensors liegen.

        Die Preise dieser Optiken ... .

        Aber wenn die Bilder größer werden sollen als A 5 und qualitativ hochwertig, schon vor dem Einsatz von Photoshop, muss ne richtige Kamera her.


  • hä? Klar gibt es das auch bei Sony. Schon seit Jahren. Wurde schon im Xperia Z eingeführt.


  • C. F.
    • Blogger
    04.12.2017 Link zum Kommentar

    Gibt's bei Sony als App und heißt "Hintergrund-Unschärfe". Funktioniert bestens.


  • Nach langer Zeit Mal wieder ein Artikel, den ich gerne gelesen habe. Danke!


  • Huawei bekommt das mit dem Bokeh recht gut hin für eine Softwarelösung.
    Hab aber eine ganz andere Idee wie man eine Dualkamera sinnvoll verwenden kann
    Eine Linse sollte hochauflösend, mindestens 20 MP haben und nur für Tageslichtaufnahmen verwendet werden. Die zweite Linse, weniger MP, eventuell sogar nur 8MP und einen großen Sensor und eine extrem offene Blende. Wenn möglich sogar unter f1.0 Und natürlich beide Linsen mit einem OIS ausgestattet. So könnte man aus Tages und Nachtaufnahmen unabhängig voneinander das Beste herausholen ohne das sich die jeweiligen Nachteile der spezifischen Eigenschaften des Sensors im Weg sind.
    Schön wäre auch wenn man mal die Blende individuell einstellen könnte.


    • Es ist jetzt erst Samsung gelungen die Blende auf F1.5 zu drehen, bis man bei unter 1.0 ist, dauert es noch eine Weile, wenn es denn überhaupt möglich ist.
      die größte mir bekannte Blende liegt aktuell bei F0.95 und das ist echter Overkill

      Aber mit so einer Lösung hätte man genau das gleiche Problem, welches ich beim Note8 ständig feststelle und das mich fast zur weißglut bringt: Ab welchen Lichtbedingungen soll welcher Sensor verwendet werden?
      Ist die Software bspw. nicht gut genur kalibriert kann es sein, dass du schon bei noch recht guten Lichtbedingungen nur noch mit dem 8MP-Sensor-Bilder machst und dann kannst du selbst das geringste Reinzoomen eigentlich vergessen.
      Das Problem ist halt, dass zwischen "guten" und "schlechten" Lichtbedingungen ein durchgehender Übergang ist. Da gibt es keinen radikalen Cut... Und Kunstlicht machen es für so eine Software noch schwieriger.

      Eine verstellbare Blende wäre denke ich auch unmöglich in einem Smartphone. Samsung hat zwar angeblich bei diesem neuen Klapp-Handy sowas eingebaut, aber ich glaube da irgendwie nicht wirklich dran bzw. denke eher, dass das nur eine Software ist, die eine Blende zwischen "F1.5 und F2.4" (so heißt es) simuliert...


      • Es ist schwierig und auf jeden Fall immer irgendwo ein Kompromiss. Bei meiner Idee würde ich aber den Hauptsensor trotzdem für fast alles einsatzfähig machen. Von Tageslicht bis hin zur Dämmerung. Erst bei Nachtaufnahmen soll der zweite Sensor seine Leistung ausspielen. Müssen auch nicht nur 8 Mp sein, auch 12 MP denke ich würden passen. Natürlich ist die Software hier auch ausschlaggebend.


      • Zeiss hat mal zehn F0,7-Objektive gebaut. IIRC haben die sich die NASA für eine Mondmission und Stanley Kubrick für einen Film mit Kerzenlicht-Beleuchtung geteilt ;-)

        Zum W2018 von Samsung: Hier hab ich ein Video gesehen, dass sich tatsächlich im Objektiv etwas bewegt. Ob das nun wirklich eine Iris ist, war leider nicht zu erkennen. Nachdem es aber neben F1.5 nur eine weitere Lichtstärke gibt, tippe ich eher auf eine Art bewegliche Plastikschablone, die die Eintrittspupille (da war's wieder :D) verkleinert.


      • @Peter:
        Eigentlich gibt es schon eine Lösung für dieses Problem und die heisst Pixelbinning. Sie wird auch von verschiedenen Herstellern eingesetzt, ist aber irgendwie nicht so bekannt.
        Dabei werden unter Low-Light-Bedingungen die Signale mehrere benachbarter Pixel zusammengefasst, wobei sich das Nutzsignal der zusammengefassten Pixel aufaddiert, das unkorrelierte Rauschen auch, aber weniger stark, gerade so, als wäre das Signal das eines größeren Einzelpixels.
        Fasst man also jeweils 3 benachbarte Pixel eines 24 Megapixel Sensors zusammen, so entspricht das Ergebnis in etwa einem 8 Megapixel Sensor mit dreimal so großen Pixeln.
        Da Low-Light nicht so eindeutig ist, wäre bei Zwischenlicht auch denkbar, nur zwei Pixel zu 12 Megapixel mit doppelter Fläche zusammen zu fassen. Und das Pixelbinning kann auch in der Bildbearbeitung in Software geschehen.

        https://de.m.wikipedia.org/wiki/Binning

        http://elektroniktutor.de/elektrophysik/rauschen.html

        http://www.sengpielaudio.com/Rechner-kohquellen.htm

        Quelle: Wikipedia, elektroniktutor.de, sengpielaudio.com

        Peter


      • @Peter
        Ja das ist aber eben der Punkt... Ab wann sind Aufnahmen denn "Nacht"? Wenn es so wenig Licht gibt, dass auch ein solcher Sensor nichts bringt, dann macht es wenig Sinn... Und gerade wenn dein 20MP-Sensor für Tag-Aufnahmen gedacht sein soll, kannst du ihn schon bei Dämmerung vergessen und dort den passenden Übergang zu finden ist unglaublich schwer bis unmöglich...

        @Michael K.
        OnePlus nutzt genau diese Technik beim 5T. Das funktioniert nur schlecht bis gar nicht... die nutzen einen 20MP Sensor mit 1,0µm und F1.7 Blende. Bei schwachem Licht werden vier Pixel zu einem großen kombiniert. Du erhältst also in der Theorie 5MP mit 2,0µm und F/1.7... damit würde es ein S8 locker in die Tasche stecken, tut es aber nicht... die Ergebnisse sind nur minimal bis überhaupt nicht besser...

        @Stefan
        Interessant, von den Objektiven wusste ich nichts. Aber zehn Stück... wie gesagt: Overkill :D

        Habe mir auch gerade ein Video zum W2018 angesehen... da scheint sich tatsächlich die(se blöde :D) Eintrittspupile zu vergrößern bzw. zu verkleinern... Wäre wirklich mal interessant zu wissen, wie das funktioniert und ehrlich gesagt auch wozu es in einem Smartphone gut sein soll.


      • @Tim, ist eine gute Frage wegen : wann beginnen Nachtaufnahmen?. Aber ich glaube das sollte gar nicht so ein Problem sein. Das sollte man einfach nach Gefühl machen und ausprobieren im Zweifel. Eventuell auch eine Software die einem ab einer gewissen Dunkelheit den zweiten Sensor vorschlägt.
        Es kann ja auch der Hauptsensor im Grunde genommen so in etwa sein wie die Qualität und Leistung aktueller Smartphones. Aber eben mit Hauptaugenmerk auf scharfe Tageslichtaufnahmen. Trotzdem aber im Lowlight Bereich noch ausreichend gut. Erst wenn "ausreichend gut" nach persönlichem Empfinden nicht mehr ausreichen sollte, dann nimmt man den extremen Lowlight Sensor.


      • @Peter
        Doch, genau das ist das Problem und ein sehr großes... Nicht jedes Szenario ist gleich. Du willst ein dunkles Auto Bildfüllend fotografieren? Das kann ein Smartphone dann als Nachtbild interpretieren, weil ein großteil des Bildes eben dunkel ist...
        Darfst nicht vergessen, dass man quasi alles fotografieren kann, nicht nur Landschaften im Freien ^^
        Kunstlicht sorgt bei der Software genauso für Kopfzerbrechen, da Kunstlicht für so einen Sensor so gut wie nie "gutes Licht" ist...

        H G


  • Statt sich mit dem Boke(h)-Effekt zu beschäftigen, der rein abbildungstechnischer Natur ist und durch Software bestenfalls einigermaßen schlecht nachgeahmt werden kann, sollten die Kamera-Hersteller und Software-Entwickler sich ransetzen, dass man mit Smartphones einigermaßen gute Bilder bei schwachen oder schwierigen Lichtverhältnissen machen kann. Oft sind solche Bilder verrauscht oder werden vollkommen indiskutabel softwareseitig nachbearbeitet. Klar sind hier auch Grenzen erkennbar, aber ich denke, dass man mit Sensoren höherer Lichtempfindlichkeit und adäquater Softwarenachbearbeitung bessere Ergebnisse erzielen kann.

    Tim


    • In Sachen Lowlight hat sich schon einiges getan die letzten Jahre. Ist mir gerade gestern wieder aufgefallen, als ich ein Review bei YouTube von Swagtag sah. Wenn man da das galaxy s3 und das galaxy s8 vergleicht sind das Welten. Meiner Meinung nach wird sogar zu viel Wert auf die Lowlightperformance gelegt, da wiederum andere Aspekte darunter leiden. Wie zb. Details beim heranzoomen oder generell die Megapixelanzahl. Aber wie du sagst sind hier Bauartbedingt einfach Grenzen gesetzt und dafür schlagen sich die Smartphones recht gut.

      H G


      • Naja diese Grenzen sind bei Kameras generell gegeben. Auch Nikon, Canon und Co. müssen die perfekte Mitte aus hoher Auflösung und Guter LowLight-Performance finden.
        Deshalb findet man auf dem Massenmarkt bspw. auch kaum bis gar keine DSLRs mit bspw. APSC-Sensor und 50 Megapixeln... Das wäre das Equivalent zu 30MP bei Smartphones oder so ^^ Klingt auf dem Papier "echt gut" ist aber dämlich.

        Ich denke 12-13 Megapixel ist bei Smartphones eine gute Mitte. Mit ordentlich großem Sensor müssten da durchaus um die 1,6µm drin sein (30% größer, als die Pixel biem S8).

        Was ich aber gut fände, wäre ein HiRes-Mode, wie ihn glaube Oppo schon einige Male verwendet hat. Es werden einfach ganz schnell hintereinander 4-5 Bilder gemacht und die werden dann bspw. zu einem 50Megapixel-Bild zusammengefügt. So hätte man gute Zoom-Möglichkeiten und gute LowLight-Performance, sogar mit einem Sensor ^^

        Peter


      • Stimmt. Die Megapixelanzahl sollte schon ein breites nutzbares Spektrum des Sensors abdecken. Bei APS-C haben sich 24 MP als Standard durchgesetzt. Sony hat zb mit der Sony a7s II (Alpha 7s II) einen Vollformat Sensor der nur 12 MP hat. Die ist im Lowlight absolut Spitzenklasse, dafür fehlt ihr bei Tageslicht die Schärfe und fällt hinter 24 MP APS-C zurück.


  • Der Artikel ist im Grunde nicht schlecht, einzig mir fehlt der absolute Bokeh König, das Xiaomi Mi6(2 unterschiedliche Linsen/Brennweite). Welches in allen unabhängigen Test die komplette Konkurrenz stehen lässt und das seit Release im April.


  • "Jahrzehnte lang galt: Stimmungsvolle Portraits mit schönem Bokeh bekommt man nur mit großem Bildsensor und Objektiven mit großen Brennweiten hin"
    Das ist auch heute immer noch so... die beste Software der Welt kriegt keine Optik ersetzt. Das wird sich auch nie ändern...
    Spätestens wenn es zu Motiven mit sehr vielen Details im Vordergrund kommt (wehende Haare im Wind, Tiere mit langem Fell etc.) ist jede Software sofort raus. Bei jemandem mit kurzen Haaren, bisschen Bart und fertig ist das natürlich viel einfacher und selbst da versagt die Software.

    "Angesichts der Mini-Linsen und winzigen Brennweiten wird klar: Bei Smartphones ist die Schärfentiefe immer riesig. Da hilft es auch nicht, dass Smartphones mit ihren winzigen Pixeln kleinere Zerstreuungskreise haben als Spiegelreflexkameras."
    Ist es nicht so oder so genau umgekehrt? Gerade wegen den winzigen Sensoren ist die Schärfentiefe so riesig... Ein Vollbildsensor mit 26mm und F1.7 Blende.. damit wäre ein sehr krasses Bokeh möglich, was man mit einem S8 halt vergessen kann. Wegen der Sensorgröße.

    Die Hersteller sollten einfach nur größere Sensoren verbauen, statt die winzigen 1/3,6", wie LG bspw,. beim V30... Dazu dann eine höhere Brennweite, große Blende und fertig.
    Ein Note8 könnte bspw. ein ziemlich gutes Bokeh erreichen, wenn der zweite Sensor genauso groß wäre, die der Hauptsensor und die Blende ebenfalls F1,7 wäre. Letzteres stellt oftmals eine Herausforderung dar (es gibt aktuell keinen Smartphone-Hersteller, der bei zwei Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten die gleiche Blende verbaut), aber gerade das mit der Sensor-Größe nunja... Dafür müssten die Smartphones ja dicker werden, ne? Und das wollen "wir" ja nicht...


    Samsung nutzt so eine Funktion übrigens schon seit gut 4 Jahren, namentlich "Selektiver Fokus". Dabei wird, ebenfalls mit einer Linse, ein Bild mit fokussiertem Vordergrund und eins mit fokussiertem Hintergrund gemacht. So kann man im Nachhinein den Fokus ändern und das Bokeh lässt sich so auch nachdrehen, digital versteht sich. Und das funktioniert auch nicht nur bei Makros.

    Ich find aber Protrait-Modi wie beim Pixel echt sinnlos. Portraits mit Weitwinkel sehen einfach nur selten Schön aus... Aber der Ansatz ist sehr gut.
    Gut wäre, für sowas eben einen Tele-Sensor zu verbauen, der ebenfalls Dual-Pixel verwendet (noch ein Punkt, den Samsung mMn verbockt hat. Aber hey! es hat ja einen doppelten OiS *seufz* der nur fast nie zum Einsatz kommt)

    Also mein Ansatz wäre halt, wie schon gesagt, einfach größere Sensoren verbauen... Zusammen mit bspw. 56mm (auf Kleinbilg) kann man dann ein ansehnlicheres Bokeh auf natürliche Weise hinkriegen, ohne eine fehleranfällige Software


    • Für größere Sensoren müssten die Smartphones aber dicker werden, und das will die Masse anscheinend nicht.

      Benny


      • Ich glaube das persönlich irgendwie immer noch nicht.
        Klar, mein persönliches Umfeld ist jetzt repräsentativ für alle, aber in meinem Umfeld will ausnahmslos niemand dünnere Smartphones. Selbst Leute, die absolut KEINEN Plan von Smartphones haben, außer das ein iPhone eins ist, wollen lieber ein dickeres Gerät, dafür keinen Kamera-Buckel und eben einen größeren Akku...

        Und die Smartphones werden ja teilweise etwas dicker aktuell... Die Zeiten, in denen sich die Hersteller mit "nur 7,1mm" gebrüstet haben, sind nur bei Lenovo hängen geblieben. Sogar Apple hat die iPhones dieses Jahr dicker gemacht:
        7,1mm (iP7) -> 7,3mm (iP8)
        7,3mm (iP7+) -> 7,5mm (iP8+)
        und das X ist 7,7mm dick.

        Samsung ist sogar noch "krasser" mit 8,6mm beim Note8.

        Ich kann mir persönlich echt nicht vorstellen, dass jemand sich ein 5mm dünnes hand wünscht ^^ Zumal man während der Benutzung nicht einmal wirklich einen unterschied zwischen 5 und bspw. 8mm merkt... Man merkt auf Dauer vielleicht einen Unterschied im Gewicht, aber nicht bei der Dicke. außer eben, dass das 8mm dicke Handy wahrscheinlich wesentlich länger durchhält :D


      • Ich fürchte, ein Vollformatsensor wird in einem Smartphone auf lange Zeit hinweg keine Option sein, gerade mit einem lichtstarken Objektiv. 26mm und F1.7 würden eine Eintrittspupille beim Objektiv mit einem Durchmesser von rund 1,5 Zentimetern erfordern, was für ein Smartphone schon ein ganz schön dickes Ding wäre, zumal ein Objektiv ja immer aus einer ganzen Reihe von Linsen dann auch dieser Größenordnung besteht.

        Die echte Brennweite der Optik beim Note 8 liegt ja nur bei 4,3 Millimetern – bei F1.7 bedeutet das eine Eintrittspupille von rund 2,5 Millimetern. Die 26 Millimeter sind ja die Brennweite im Kleinbildäquivalent, die letztendlich nichts über die Optik, sondern eher etwas über den Bildwinkel der Kamera aussagen.

        Ich denke aber, dass Sensoren im 1-Zoll-Bereich wie beim PureView 808 oder auch dem Panasonic DMC-CM1 durchaus im Bereich des Machbaren liegen. Würde mich freuen, hier mal wieder etwas zu sehen – das CM1 hat auch tolle Fotos geschossen. Leider war die Software eine mittlere Katastrophe.

        P.S.: Aber agree, ich würd zugunsten einer richtig guten Kamera auch ein dickeres Smartphone mitschleppen ;)


      • Ich rede auch nicht von einem Vollformatsensor.. das ist etwas sehr utopisch. Selbst das Nokia 1020 hatte "nur" einen 1 Zoll-Sensor...
        Aber bspw. 1/2" oder gar 1/1,7" sollte auch in einem "schicken" Smartphone (also nichts wie eben beim 1020) möglich sein... und das dann gepaart mit bzw. "nur" 12 Megapixel und F1.8 oder größer kann auch bei Smartphones ein gutes Bokeh abliefern.

        Bspw. ein 1/2" Sensor hätte bei 26mm einen Crop-Faktor von 5,41. Es bräuchte bei F1.7 also eine Eintrittspupile von 2,8mm... Das ist nicht soo viel mehr, als eben bei dem aktuell genutzten Sensor und 1/2" wäre schon nochmal einiges größer, als die 1/2,55", die Samsung als Hauptsensor beim S8 und Note8 nutzt.

        Und ja, die echte Brennweite beim Telesensor liegt hingegen nur bei 6,0mm. Trotz "zweifach zoom" ist die Brennweite statt doppelt, nur knapp 40% länger. Das ist mMn das Hauptproblem bei einem Smartphone und der Grund, warum bei Tele-Sensoren in Smartphones wesentlich kleinere Sensoren verwendet werden... Der Sensor beim Note8 ist gerade mal 1/3,6" groß. Selbst im Vergleich zum Hauptsensor ein Witz.

        1-Zoll-Sensoren bei den genannten Smartphones haben aber halt dicke Kamera-Buckel zur Folge. Ich rede für meinen Teil ja von "optisch akzeptablen" Geräten und in solchen ist denke ich ein 1/2"-Sensor durchaus realistisch. Zusammen mit bspw. einer F1.5 Blende, wie sie Samsung jetzt rausgehauen hat, kommt man auf eine Eintrittspupile von durchaus machbaren 3,2mm und dafür eine wahrscheinlich für ein Smartphone abnormal gute Low-Light-Performance und auch Bokeh.

        Aber ich finde halt für Portraits eine entsprechend hohe Brennweite Wichtig... keiner macht Portraits mit 26-28mm...
        bei 52mm und bspw. einem Sensor in der Größe von Samsungs Hauptsensor bräuchte es dafür allerdings schon eine echte Brennweite von 8,67mm... zusammen mit einer F/2.1 Blende bräuchte es dann eine Eintrittspupile (mensch, ich hasse dieses Wort... :D) von 4,1mm. Und ich glaube da und bei der echten Brennweite wird's für ein "schickes Smartphone" langsam eng ^^

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