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Snapchat Spectacles im Test: Endlich ein spaßiges Wearable!

Nach einigen Monaten des Wartens sind die Snapchat Spectacles endlich nach Europa gekommen. Diese neuen bunten Sonnenbrillen bringen ein bisschen mehr Spaß in die Wearables-Welt. Ausgestattet mit einer Mini-Kamera, erlauben sie die Aufnahme von 10 bis 30 Sekunden langen Videos. Was spricht für diese neuen Brillen? Findet es in unserem Test heraus.

IFA 2017: ich würde bestimmt auch einen guten Reporter abgeben.
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Bewertung

Pro

  • Modernes Design
  • Einfache Handhabung
  • Originelle Videos

Contra

  • Schlechte Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen
  • Transfer der Videos dauert lange
  • Keine Foto-Funktion

Preis und Verfügbarkeit

Die Spectacles sind schon seit Ende vergangenen Jahres auf der anderen Seite des Atlantiks erhältlich. Auf dem alten Kontinent können sie seit dem 2. Juni gekauft werden. Ähnlich wie in den USA, vertreibt Snap Inc. die neuen Brillen online und an bestimmten Punkten in Städten an sogenannten Snapbots, zum Beispiel hier in Berlin. Die Brillen gibt es in türkis, korall-farben und in schwarz. Der Preis liegt bei 149,99 Euro.

Der einfachste Weg sie zu kaufen, führt über die offizielle Webseite. Der Lieferung dauert zwischen 3 und 5 Werktage. Neben der Brille wird ein Case und natürlich ein Ladekabel mitgeliefert. Ihr könnt aber auch direkt bei einem Snapbot zuschlagen, einer Art Verkaufsautomat. Diese Bots stehen aber jeden Tag an einem anderen Ort. Bisher stehen die Automaten nur in Berlin, Paris, London und Venedig. Die aktuellen Standorte könnt Ihr auf Spectacles.com nachsehen.

Design und Verarbeitung

Der Markt für smarte Brillen ist nicht unbedingt neu. Vor ein paar Jahren startet Google mit der Google Glass. Diese ist aber kläglich gescheitert, was dafür gesorgt hat, dass auch andere Firmen, die solche Produkte in der Entwicklung hatten, diese erstmal auf Eis gelegt haben. Nicht so Snapchat, die sich dafür entschieden haben, eine solche Brille auf den Markt zu bringen. Die Brille ist das erste Produkt des noch jungen kalifornischen Unternehmens von Evan Spiegel.

Auch wenn das Konzept auf den ersten Blick dem der Google Glass zu ähneln scheint, sind doch völlig anders. Snapchat hat wohl durch den Misserfolg von Google einiges gelernt.

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Die Spectacles sehen aus wie ganz normale Sonnenbrillen. © AndroidPIT

Anders als die Google Glass, bieten die Spectacles einen modernen, witzigen Look, weit weg von dem komischen - ja technischen - Aussehen einer Google Glass. Snapchat hat eine Brille hergestellt, die auch eine Kamera verbaut hat, nicht eine Kamera, die auch als Brille herhalten kann. Das Resultat ist eine Brille, die nicht vollkommen anders aussieht als herkömmliche Modelle. Einzig die Anwesenheit der kleinen Kamera, der LEDs und dem kleinen Knopf am linken Bügel der Brille unterscheidet sie von anderen. Die Menschen um Euch herum werden sich also nicht verwundert umdrehen und Euch anstarren, wie es oft bei der Google Glass der Fall war.

Ein weitere Unterschied zur Google Glass: Sie bieten keinen integrierten Bildschirm. Snapchat hat sich auch Gedanken über Datenschutz gemacht. Wenn Ihr ein Video aufnehmt, schalten sich die LEDs um den Kamera-Sensor herum ein, damit die Menschen um Euch herum auf die Aufnahme hingewiesen werden.

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Wenn Euch schwarz zu langweilig ist, bietet Snapchat gleich zwei poppige Farben an. © AndroidPIT

Für unseren Test haben wir uns für die eher zurückhaltende schwarze Variante entschieden. Wem das zu langweilig ist, kann aber zu den zwei anderen Farben greifen. Snapchat denkt hierbei an alle Styles und bietet zwei poppige Farben an: Türkis und Koralle. Die Brillen sind durch zwei weiche Pads sehr angenehm zu tragen. Sie sind auch sehr leicht. Auch die Verarbeitung ist top und die Qualität der Materialien sehr gut.

Die Größe der Brillen ist auch ziemlich normal und passt sowohl Frauen als auch Männer. Für Menschen mit Sehschwächen sei erwähnt, dass man die Gläser beim Optiker des Vertrauens austauschen lassen kann. Die Spectacles schützen die Augen auch vor Sonneneinstrahlung (sie erfüllen den Standard ANSI Z80.3). Die Brillen haben aber auch zwei Schwächen: Sie sind nicht gegen Wasser geschützt und Snap Inc. empfiehlt die Brillen nicht bei zu hohen Temperaturen zu nutzen. Wirklich schade für ein Produkt, das letztendlich einfach eine Sonnenbrille ist.

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Die Spectacles sind als Sonnenbrille ganz gut. © AndroidPIT

Besonderheiten

Die Spectacles werden per WLAN oder Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Ihr könnt dann Videos mit einem Winkel von 115 Grad aufnehmen, was dem Blickwinkel des Menschen entspricht. Es ist schon eine neue Art seine Erlebnisse mit der Welt zu teilen. Es ist allerdings nicht die beste Kamera für Sportaufnahmen (es ist nun mal keine GoPro), aber sie bringt meiner Meinung nach am besten die eigenen Emotionen rüber.

So konnte ich schon viele Situationen festhalten, die ich mit meinem Smartphone verpasst hätte. Die Möglichkeit, Texte und Emoticons den Videos hinzufügen zu können, erweitert den Nutzen noch weiter. Dass man nicht mehr jedes Mal sein Smartphone rausholen muss, um ein Video aufzunehmen, bedeutet auch ein Stück weit mehr Freiheit.

Man kann keine Bilder mit den Spectacles aufnehmen

Mit den Spectacles könnt Ihr Videos mit einer Länge von 10 bis 30 Sekunden aufnehmen, die Ihr dann natürlich auf Eurem Snapchat-Profil teilen könnt. Die Länge des Videos ist davon abhängig, wie oft Ihr vorher auf den Knopf gedrückt habt. Zum Beispiel sorgt einmaliges Drücken für ein 10 Sekunden Video, 3 maliges Drücken für 30 Sekunden. Enttäuschend ist allerdings, dass man mit der Brille keine Fotos schießen kann.

Die Qualität der Videos ist ok, wie auch der Sound, zumindest solange die Lichtverhältnisse mitspielen. In dunklen Umgebungen entsteht deutliches Rauschen.

Ihr könnt insgesamt mehr als 200 Snaps aufnehmen, bevor der Speicher der Brille voll ist. Ich würde aber nicht empfehlen, so lange mit der Synchronisierung mit dem Smartphone zu warten. Der Prozess würde sehr lange dauern (länger als eine Stunde würde das sonst in Anspruch nehmen) und der Akku würde aufgeben. Grundsätzlich ist die Übertragung der Videos das wohl größte Problem der Spectacles. Ähnlich wie bei Drohnen ist das Importieren der Videos nicht immer ganz einfach, vor allem wenn "HD-Videos" (1080 x 1080 Pixel mit 60 Bildern pro Sekunde) per WLAN übertragen werden sollen. Hierzu muss das Smartphone natürlich vom Heim-WLAN-Netzwerk getrennt und mit dem der Spectacle verbunden werden. Glücklicherweise ist das Übertragen der Videos in Standardauflösung per Bluetooth weniger ein Problem. Der Transfer eines 10-Sekunden-Videos dauert, passenderweise, ca. 10 Sekunden.

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Das Case dient als Ladestation und als Schutz der Brille. © AndroidPIT

Ihr könnt Eure Videos auch auf dem Speicher Eures Smartphones abspeichern. So könnt Ihr sie dann auch auf anderen sozialen Netzwerken teilen, Ihr müsst dafür aber immer die Snapchat-App nutzen. Auch die Qualität der Videos wird dadurch schlechter. Der Export des Videos sorgt für weiße Streifen an den Seiten und der neuartige Zoom-Effekt geht verloren.

Software

Die Snapchat-App lässt Euch die Videos übertragen, ansehen und exportieren. Sobald sie übertragen worden sind, könnt Ihr sie über den Button unten für den Aufruf der Memories anzeigen lassen. Die Videos werden nach Tagen sortiert. Um ein bestimmtes Video aufzurufen, müsst Ihr erst den entsprechenden Tag antippen und dann das gewünschte Video. Sobald das Video aufgerufen wurde, könnt Ihr Euren Finger auf dem Video lassen, um es zu editieren, zu teilen, zu speichern und zu veröffentlichen.

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Die Nutzung der Snapchat-App ist nötig, um die Videos anzusehen und zu teilen. © AndroidPIT
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Ihr könnt den Videos Text und Emoticons hinzufügen. © AndroidPIT

Insgesamt ist die Bedienung etwas umständlich. Der Transfer von Videos kann zum Problem werden und dass immer die App nötig ist, ist nervig. Aber wie immer bei Apps, sie kann weiter verbessert werden und vielleicht werden die Prozesse irgendwann einfacher und schneller.

Akku

Die Akkulaufzeit kann für leidenschaftliche Snapchat-User schnell zum Problem werden. Vor allem der Transfer von Videos ist sehr Akku-hungrig. Theoretisch ist es möglich mit einer Akku-Ladung ca. 100 Videos aufzunehmen, was aber nicht die Übertragung beinhaltet. Bei normaler Nutzung (ca. 1 Video pro Stunde) hält der Akku gut einen Tag. Insgesamt könne ca. 7-10 Minuten Video pro Aufladung aufgenommen werden.

Snap Inc. ist dieses Problem offensichtlich bewusst und so haben sie den Spectacles eine durchaus clevere und praktische Aufladetechnik spendiert. Die Spectacles werden in einem Case ausgeliefert, das gleichzeitig auch Ladestation ist. Steckt Eure Brille einfach in das Case und schließt das mitgelieferte USB-Kabel am Case an. Die LEDs der Brille zeigen den Akkustand an. Das Case dient auch als Power Bank und kann die Brille bis zu 4 mal aufladen. Auch an dem Case befindet sich außen eine LED, die den Füllstand anzeigt.

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Die Spectacles werden im Case aufgeladen. © AndroidPIT

Wenn die Spectacles komplett niedergebrannt sind, dauert die volle Aufladung knapp 90 Minuten. Zu lang!

Abschließendes Urteil

Spectacles sind noch nicht das perfekte Wearable aber sie kommen dem immer näher. Snap Inc. waren die Erwartungen seiner User offensichtlich sehr klar und sie haben sich auf auf diese eine Funktion und niedrige Kosten konzentriert, statt eine teure, multifunktionale Brille wie die Google Glass herzustellen.

Wer die Snapchat-App täglich nutzt, sind Spectacles das nahezu perfekte Gadget. Sie machen sehr viel Spaß und die aufgenommenen Videos nutzen ein besonderes Rendering, das noch kein Smartphone bisher zu bieten hat. Für andere sind die Spectacles wohl deutlich weniger nützlich (zumindest motivieren sie zum Ausprobieren von Snapchat) und Käufer könnten letztendlich mit einer doch recht teuren und eigenwilligen Sonnenbrille zurückgelassen werden.

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Top-Kommentare der Community

  • Lefty vor 2 Monaten

    Modernes Design? Echt jetzt?
    Das Ding sieht aus wie n Scherzartikel! Fehlt nur noch der künstliche Schnurrbart darunter😁

  • Tenten vor 2 Monaten

    Schade, Apit. Vor einigen Monaten war noch die Rede von einer Qualitätsoffensive. Was wurde daraus? Immer wieder und immer häufiger bringt ihr Artikel wie diesen hier, die aus einem oberflächlichen Test und banalen Werbefloskeln bestehen. Auch hier drängt sich mir wieder der Verdacht auf, dass es eine Kooperation mit dem Hersteller gibt. Wie sonst erklärt ihr, dass bei einem Produkt wie diesem nicht ein kritisches Wort zum Thema Datenschutz oder Persönlichkeitsrechte gesagt wird? Stattdessen ein Artikel, der sich wie ein Werbeprospekt liest. Das ist nicht der Journalismus für das weltweit größte Android Magazin.

  • Tenten vor 2 Monaten

    Ich hätte mir erwartet, dass man kritisch auf das Thema Datenschutz eingeht. Wie sieht die rechtliche Situation überhaupt aus, kann ich mit so einer Brille einfach ins Kino, in ein Krankenhaus oder auch in ein Gerichtsgebäude gehen, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen? Usw und so fort, ich muss das doch hier nicht noch mal alles aufzählen, das wisst ihr doch selbst, spätestens seit Google Glass. Einfach auch mal kritisch Hintergründe und Umstände beleuchten, statt so ein Gadget wie ein neues Kinderspielzeug nur zu bejubeln. Das gehört doch auch dazu, zumindest wenn man Anspruch hat. Ihr macht das ja auch immer wieder mal, vor allem Hans-Georg hängt sich da wirklich rein. Deswegen fallen solche qualitativ eher bescheidenen Artikel wie dieser hier besonders auf.

    P. S. Beim Test selbst hat mir gefehlt, dass man nicht sehr darauf eingegangen ist, wie gut erkennbar ist, ob man gerade aufgenommen wird. Kann man die LED auch bei hellem Sonnenschein überhaupt erkennen? Wie leicht ist es für Besitzer der Brille, diese zu deaktivieren? Muss ich also damit rechnen, diese Brille überhaupt nicht beim Aufnehmen erkennen zu können? Das zum Beispiel hätte mich schon sehr interessiert.

  • M.P.R. vor 2 Monaten

    Ein Arschtritt für den Datenschutz, das Recht am eigenen Bild kann damit ja super verletzt werden :(

28 Kommentare

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  • Takeda vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    damals beider googleclas wurde darüber gemeckert, das man Videos und Bilder damit aufnehmen kann und es keiner mitbekommt. Das war mit einer der Gründe warum die nie auf dem Markt kam. Ich finde dich nicht mal schön und das der Akku nur für 10 min aufnehme reicht, ist ja auch ein Witz. Das Teil ist mehr ein Kinder Spielzeug,

  • Karl E vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    In der Öffentlichkeit zu Fotografieren oder zu Filmen ist doch erlaubt, es gilt das Persönlichkeitsrecht zu beachten und dabei halt hauptsächlich wenn man das Bild oder das Video (online) veröffentlichen will. Wenn ich mal was filme, was ich veröffentlichen will, dann achte ich drauf, dass kein Mensch zu erkennen ist, ich vermeide Gesichter und ist doch mal eins drauf, dann so weit weg von der Linse, das die Vergrößerung kein Erkennen möglich macht. Dasist gar nicht so schwer. Aber gut, cih veröffentilche auch kaum ein Video oder Bild. Es ist aber aus meiner Sicht nicht so schwer..... Diese Brille finde ich dennoch affig und hässlich. 150 € dafür, das sie nichs richtig kann ......

  • HEB vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Da Snapchat ja Hip ist, wird jetzt gerne alles andere Übersehen. Bei Google hieß es ja auch Datenbrille (war viel viel Gefählicher, weil ja vom bösen Google). In meinen Augen ist das jetzt nichts anderes nur anders aufgemacht.

  • Laut einem heise-Artikel ist die Nutzung der Brille im öffentlichem Raum möglicherweise illegal und stellt einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz dar.
    Diesen Hinweis hätte dieser Artikel dringend auch vertragen.
    Und wozu sollte man die Brille sonst nutzen, als Leute ungefragt aufzunehmen, was eben einen solchen Verstoß darstellt, wenn man sie gefragt doch in viel besserer Qualität mit dem Smartphone selber aufnehmen könnte?
    Wenn die Brille dann nicht mal für Sportaufnahmen geeignet ist, und gute Videos nur in gutem Licht macht, erscheint mir der Spassfaktor doch sehr begrenzt.
    Es ist zu befürchten, dass der Spaß dann auch noch auf Kosten anderer geht, wobei "Prankern" oder anderen Spinnern spätestens der Spaß vergehen dürfte, wenn sie vor dem Kadi stehen.

    https://m.heise.de/newsticker/meldung/Snapchat-Videobrille-Spectacles-im-Test-Nutzung-im-oeffentlichen-Raum-illegal-3671274.html?wt_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F&wt_t=1497557043854


    Quelle: m.heise.de

    • DiDaDo vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      dann müssten Kameras (insb. Smartphone Kameras) ebenfalls im öffentlichen Raum verboten werden. Ist das gleiche Prinzip.

      • Es geht vor allem um die Möglichkeit zu heimlichen Aufnahmen. Und die ungefragte Aufnahme von Personen ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, auch ganz offen mit dem Smartphone, ja ebenfalls illegal. Aber in dem heise-Artikel ist eine Doktorarbeit zu dem Thema verlinkt. Da wird der Unterschied sicher besser erklärt, als ich das je könnte. Ausserdem bin ich mir sicher, dass die Frage früher oder später sowieso vor Gericht landet.

        Private Kameraüberwachung öffentlicher Flächen ist laut BGH auch illegal, und da kann ich vom Prinzip her jetzt auch keine grossen Unterschiede erkennen:

        http://www.fr.de/leben/recht/private-ueberwachung-das-duerfen-kameras-nicht-filmen-a-310523


        Quelle: www.fr.de, Frankfurter Rundschau

  • Moritz
    • Mod
    • Blogger
    vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Die 2 gelben Kreise würden mich stören.

  • Interessante Interpretierung von "Modernes Design".

  • Lefty vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Modernes Design? Echt jetzt?
    Das Ding sieht aus wie n Scherzartikel! Fehlt nur noch der künstliche Schnurrbart darunter😁

  • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Schade, Apit. Vor einigen Monaten war noch die Rede von einer Qualitätsoffensive. Was wurde daraus? Immer wieder und immer häufiger bringt ihr Artikel wie diesen hier, die aus einem oberflächlichen Test und banalen Werbefloskeln bestehen. Auch hier drängt sich mir wieder der Verdacht auf, dass es eine Kooperation mit dem Hersteller gibt. Wie sonst erklärt ihr, dass bei einem Produkt wie diesem nicht ein kritisches Wort zum Thema Datenschutz oder Persönlichkeitsrechte gesagt wird? Stattdessen ein Artikel, der sich wie ein Werbeprospekt liest. Das ist nicht der Journalismus für das weltweit größte Android Magazin.

    • Ein beispielvideo wäre mal nicht schlecht gewesen....

      Aber damit hätte sich die brille wohl selbst disqualifiziert. Zum thema jounalismus und androitPit ist ja mehrfach schon getippt worden...

    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Hi Tenten, was hättest Du Dir noch erwartet? Ernstgemeinte Frage...

      Zum Thema Datenschutz: Das kann ich verstehen und wir werden es intern definitiv auch intern noch diskutieren. Ich meine darüber hinaus.

      • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Ich hätte mir erwartet, dass man kritisch auf das Thema Datenschutz eingeht. Wie sieht die rechtliche Situation überhaupt aus, kann ich mit so einer Brille einfach ins Kino, in ein Krankenhaus oder auch in ein Gerichtsgebäude gehen, ohne rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen? Usw und so fort, ich muss das doch hier nicht noch mal alles aufzählen, das wisst ihr doch selbst, spätestens seit Google Glass. Einfach auch mal kritisch Hintergründe und Umstände beleuchten, statt so ein Gadget wie ein neues Kinderspielzeug nur zu bejubeln. Das gehört doch auch dazu, zumindest wenn man Anspruch hat. Ihr macht das ja auch immer wieder mal, vor allem Hans-Georg hängt sich da wirklich rein. Deswegen fallen solche qualitativ eher bescheidenen Artikel wie dieser hier besonders auf.

        P. S. Beim Test selbst hat mir gefehlt, dass man nicht sehr darauf eingegangen ist, wie gut erkennbar ist, ob man gerade aufgenommen wird. Kann man die LED auch bei hellem Sonnenschein überhaupt erkennen? Wie leicht ist es für Besitzer der Brille, diese zu deaktivieren? Muss ich also damit rechnen, diese Brille überhaupt nicht beim Aufnehmen erkennen zu können? Das zum Beispiel hätte mich schon sehr interessiert.

      • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Was soll so eine so eine Spaßbrille schon groß den Datenschutz verletzen gesetzlich, wenn in jeder kleineren Stadt schon überall an jeder Ecke, Bahnhöfen, Plätzen, McDonalds, Geschäfte....(die Liste ist lang..),Überwachungskameras hängen. Man wird auf Schritt und Tritt gefilmt, wahrscheinlich auch noch in HD Nahaufnahme. Und das vom Staat selbst, der das Gesetz ist.

      • Durch diese Spaßbrillen wird schon deshalb am ehesten der Datenschutz verletzt, weil ihre Träger vermutlich eher selten was vom Bundesdatenschutzgesetz verstehen, oder um das Recht am eigenem Bild, und das auf informelle Selbstbestimmung wissen. Und selbst wenn das der Fall wäre, wäre zu befürchten, dass es viele nicht interessieren würde, und ihnen Empathie und Intelligenz fehlen, um zu begreifen, was sie anrichten. Aber der Spaß des Einzelnen hört eben bei den Rechten der anderen auf. Würde das jeder begreifen und respektieren, hätten vermutlich einige tragische Schulamokläufe oder Schülerselbstmorde nicht stattgefunden (Wobei hier Mobbing im weiteren Sinn eine Rolle spielte, nicht unbedingt mit Hilfe von Fotos. Aber google mal nach "Amanda Todd", dann weisst Du, was ich meine.)

        Was nun die Kameras in Geschäften, Bars, Restaurants, Bahnhöfen und Flughäfen betrifft, so befinden sie sich entweder auf privaten oder staatlichen/halbstaatlichen Liegenschaften. Auch sie unterliegen dem Datenschutzbestimmungen, aber nicht unbedingt den selben.
        Der Inhaber privater Liegenschaften darf filmen, wenn seine Kunden oder Gäste und Mitarbeiter darüber informiert sind. Meistens weisen ja Schilder auf die Kameras hin, und die sind ja in der Regel auch gut sichtbar. In Banken sind die Kameras sogar vorgeschrieben. Aber niemand ist gezwungen, exakt die überwachte Liegenschaft zu betreten, macht er es dennoch, erklärt er sich quasi mit der Kameraüberwachung einverstanden. Für staatliche Organe und Sicherheitskräfte gibt es wiederum gesonderte Regelungen.

        Aber staatliche Organe und Geschäftsleute verfolgen ganz konkrete Ziele, die durchaus im allgemeinen Interesse liegen.
        Geschäftsinhaber wollen Diebstähle und Vandalismus aufklären, was allen zugute kommt. Durch Bahnhofkameras wurden schon Treppentreter und Bahnsteigsschubser, oder S-Bahnschläger überführt. Die Polizei kann durch solche Aufnahmen aber auch Verdächtige entlasten. Man kann trefflich darüber diskutieren, wieviel Überwachung man will, das wäre jetzt mühselig, aber in einer Demokratie bestimmt das eben am Ende der gewählte Gesetzgeber, aber dennoch kann jeder diese Bestimmungen auch auf dem Rechtsweg in Frage stellen.
        (Überwachung fremdstaatlicher Organe könnte allerdings solche Bestimmungen auch in rechtswidriger Weise brechen.)
        Hier geht es also um viel mehr, als nur um Spass.

        Ich habe aber nichts gegen Spass, solange es noch welcher ist. Wenn sich aber Leute darüber belustigen, andere in den sozialen Medien bloß zustellen, sie lächerlich zu machen, oder zu beleidigen, dann hat das nichts mehr mit Spaß zu tun, sondern eher mit seelischer Grausamkeit.

        https://de.m.wikipedia.org/wiki/Videoüberwachung

        Quelle: wikipedia

      • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Das ist mir schon klar warum die staatlichen und geschäftlichen Kameras vorhanden sind. Trotzdem sind sie da und wenn diese Spaßbrillen den die Privatsphäre verletzen, dann tun es auch die staatlichen Überwachungen. Klar istbes ein leichtes zu sagen das man dann einfach die ortschaften und Geschäfte sowie öffentliche Einrichtungen nicht mehr betritt um nicht von Kameras erfasst zu werden. Das. selbe kann man ja auch von den Spaßbrillen sagen. Man geht einfach nicht mehr wus und dem Haus und muss so nicht befürchten irgendwie heimlich gefilmt zu werden.
        Und egal ob Handykamera oder eben diese Brille, filmen darf man trotzdem immer und überall, bis auf Orte, wo es ausdrücklich verboten ist. Ich wohne in Salzburg, das ist eine Touristenstadt und ich erlebe es jetzt gerade im Sommer täglich wo Touristen etwas fotografieren. Dabei ist es unmöglich das auch zb. bei einem Brunnen in einem Park auch andere Menschen auf dem Foto sind. Aber das würde alles viel zu weit gehen. So könnte man ja auch sagen der Mensch hat das Recht auf Ruhe und so dürfen keine Autos und Züge mehr fahren, oder Flugzeuge starten weil das ist Lärmbelästigung.

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