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Tipps und Tricks 6 Min Lesezeit 105 Kommentare

So personalisiert Ihr Euer Smartphone

Gefällt Euch das auf Eurem Smartphone voreingestellte Hintergrundbild nicht? Wollt Ihr andere App-Icons oder eine andere Benutzeroberfläche? All das ist mit Android-Smartphones problemlos machbar. Bis auf wenige Details lässt sich Euer Smartphone nämlich komplett personalisieren.

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Hintergrundbilder für Android mit und ohne Animation

Der erste und augenfälligste Änderungsansatz ist das Hintergrundbild. Entweder Ihr schießt ein schönes Foto und wählt das in der Galerie als Hintergrund aus oder Ihr ladet Euch einen der vielen im Netz zu findenden Hintergründe herunter. Alternativ gibt es auch animierte Live-Hintergründe. Die kosten Euch ein paar Minuten Akkulaufzeit, schenken Euch aber lebhafte Bilder auf dem Startbildschirm.

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Es gibt sogar Live-Wallpaper mit schwimmenden Fischen. / © AndroidPIT

Ein komplett neues Aussehen mit einem alternativen Launcher

Der nächste große Hit in Sachen Smartphone-Personalisierung ist das Austauschen des Launchers. Der Launcher ist der Bereich, den Ihr nach dem Einschalten des Geräts oder nach dem Drücken des Home-Buttons seht. Er verwaltet Eure App-Auswahl und gilt als logistisches Zentrum für all Eure App-Aktivitäten.

Probiert auf jeden Fall verschiedene Launcher aus, denn sie können Euch die Bedienung erleichtern. Manche Smartphones werden mit Alternativen Launchern sogar ein wenig schneller.

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Mancher Launcher verwandelt Euer Smartphone in einen iPhone-Klon. / © AndroidPIT

Neue Icon-Packs

Einige alternative Launcher erlauben es Euch, Icon-Packs einzurichten und zu nutzen. Damit hat das lästige Problem ein Ende, dass die verschiedenen Icons auf dem Homescreen und im App-Drawer keine einheitliche Optik haben. Icon-Packs sind daher für eine ambitionierte Veränderung der Oberfläche enorm wichtig. Im Play Store gibt es kostenlose und kostenpflichtige. Hier findet Ihr einige Inspirationen:

Einige Hersteller wie Huawei haben bereits in ihr eigenes Betriebssystem die Möglichkeit integriert, andere Icons für den Startbildschirm auszuwählen. Hier gibt es sogar die Option mit sogenannten Themes die komplette Oberfläche anders aussehen zu lassen.  

Neue Töne für Android

Natürlich darf auch der eigene Klingelton nicht fehlen. Bei Android ist der Wechsel auf Eure Lieblingslied oder einen heruntergeladenen Ton relativ einfach erledigt:

  • Kopiert eine Audio-Datei (Liste kompatibler Formate) vom PC in Ringtones, Notifications oder Alarms.
  • Geht dann in Einstellungen > Töne (alternativ: Ton und Benachrichtigungen) > Erweitert und wählt die heruntergeladene Datei als Klingelton oder Standard-Benachrichtigungston aus.

Fertig ist Euer persönlicher Klingelton. Eine ausführlichere Anleitung findet Ihr hier:

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Ein ansprechender Klingelton sorgt für weniger Einfalt. / © AndroidPIT

Gute Quellen für kostenlose Klingeltöne für Euer Android-Smartphone sind:

​Zedge ist auch als App erhältlich und finanziert sich über Vollbild-Werbevideos. Öffnet die App vorzugsweise im WLAN. In Zedge bekommt Ihr auch Hintergrundbilder und Icons.

Handling verbessern: Notifications und Lockscreen optimieren

Notific - 

Erhaltet Ihr viele E-Mails, Push-Nachrichten und andere Notifications? Wollt Ihr das Smartphone auf dem Tisch liegen haben, wollt aber schnell einen Blick auf eingehende Nachrichten werfen? Natürlich! Dafür haben viele Hersteller mittlerweile Always-On-Features oder solche mit Namen wie At a GlanceInaktivitätsdisplay oder Ambient Display integriert.

Bietet Euer Smartphone dieses Feature nicht, hilft Euch die App Notific dabei. Und das geht so: Notific zeigt Euch eintreffende Nachrichten an, auch wenn das Display ausgeschaltet ist. Das gibt Euch sofort einen Blick auf die eingegangene Nachricht. Natürlich könnt Ihr filtern, über welche Apps Ihr informiert werden wollt.

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Notific / © Screenshots: AndroidPIT

Next Lock Screen

Next Lock Screen ist ein Lockscreen-Ersatz von Microsoft. Dieser bohrt Euren Lockscreen um viele Funktionen auf. Ihr könnt beispielsweise App-Shortcuts hinterlegen, Wetterinformationen einblenden oder eine Internetsuche starten. Die Stärke des Next Lock Screen liegt vor allem darin, dass Ihr die App umfangreich personalisieren könnt - damit seid Ihr nicht mehr auf den mickrigen Funktionsumfang mancher Hersteller-Lockscreens beschränkt.

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Next Lock Screen / © Screenshots: AndroidPIT

Für Bastler: Smartphone anpassen mit und ohne Root

Ein neuer Launcher ist schnell installiert, ebenso schnell ist ein Wallpaper eingerichtet. Mit diesen Mitteln könnt Ihr schon einiges anpassen, aber an einige Funktionen und Design-Aspekte Eures Smartphones kommt Ihr so noch nicht heran. Zum Beispiel die Benachrichtigungsleiste. Wer hier Anpassungen vornehmen möchte, muss bereit sein, mehr als nur eine simple App zu installieren, wenn der Hersteller diese Möglichkeit nicht von sich aus einräumt. 

Substratum: Die Theme-Engine für Android

Für Smartphones mit Android Oreo gibt es beispielsweise ie Theme-Engine Substratum, die Ihr auch ohne Root installieren könnt. Aber es braucht mehrere Schritte, um Substratum einzurichten. Vor allem ohne Root müsst Ihr Euch einem mehrstufigen Verfahren stellen. Zunächst installiert Ihr die Theme Engine aus dem Play Store sowie das optionale Plugin, das für ein rootfreies Funktionieren von Substratum sorgt – letzteres kostet einmalig 1,99 Euro.

Das alleine reicht aber noch nicht. Ihr müsst nun in den Entwicklereinstellungen USB-Debugging aktivieren und auf Eurem Windows-PC, Mac oder Linux-Rechner den substratum-Client installieren. Startet jetzt die substratum-App. Verbindet Smartphone und PC und folgt den Anweisungen auf Eurem Smartphone. Die Aktivierung von substratum via PC müsst Ihr nach jedem Neustart Eures Smartphones wiederholen, was entweder lästig oder unpraktisch ist. Root-User haben mit der Aktivierung via PC nichts am Hut.

Jetzt erst könnt Ihr mit substratum loslegen. Aber wie! Themes findet Ihr im Play Store und ladet sie via App herunter. substratum erlaubt es, sämtliche Aspekte der UI anzupassen, sodass komplette Mods möglich sind. Ihr wollt lieber, dass Euer Smartphone schwarz sieht?

Oder soll Euer Homescreen-Hintergrund durch jede App hindurch scheinen?

Inzwischen gibt es im Play Store eine Menge Themes für substratum und Ihr könnt Euch sicher sein, dass kaum ein anderer User dieses Design auf seinem Smartphone hat.

Xposed: Ohne Root geht nichts

Großflächige Änderungen an Android sind mit Hilfe von Xposed möglich. Dieses Framework erfordert Root, damit Ihr es überhaupt installieren könnt. Also erstmal Euer Android-Smartphone rooten. Nach dem Rooten installiert Ihr noch eine Custom Recovery und könnt dann Modifikationen auf System-Ebene installieren. Und hierzu zählt eben auch das Xposed-Framework. Das stellen wir Euch zusammen mit einer Handvoll weiterer Root-Apps im separaten Artikel vor.

Die meisten Module verändern nur kleine Aspekte der Android-Oberfläche. Gelegentlich schließen sie nur funktionelle Lücken oder beheben sogar Fehler. Im Falle von GravityBox geht es jedoch deutlich weiter und erlaubt Euch den kompletten Umbau Eurer Oberfläche. Das Modul wird aber nur empfohlen, wenn Ihr ein recht Stock-nahes Android habt; Samsung Experience oder Huawei EMUI werden mit GravityBox wahrscheinlich abstürzen.

Custom-ROM

Auf manchen Geräten lässt sich auch die komplette Firmware (wird auch ROM genannt) austauschen. Drittanbieter sind oft engagierte Hobby-Programmierer, die entweder nah am Android-Open-Source-Project-(AOSP)-Code ein eigenes ROM entwickelt haben, oder die LineageOS für Euer Smartphone kompiliert und getestet haben. Falls sie als Release in dieser Liste genannt werden, gelten sie als stabil und sind ein brauchbarer Ersatz für die vorinstallierte Firmware. Eine Custom-ROM-Typenberatung haben wir in einem separaten Artikel aufbereitet.

Was benutzt Ihr, um Euer Smartphone Euren Wünschen anzupassen? 


Diese Tipps und Tricks wird regelmäßig aktualisiert. Vorhandene Kommentare könnten sich daher auf frühere Varianten des Artikels beziehen und aus dem Zusammenhang gerissen erscheinen. 

Top-Kommentare der Community

  • Flummi 01.05.2016

    Ich glaube Du überschätzt Deinen Reifegrad ganz gewaltig. Sich über so eine Nichtigkeit, die anderen Menschen Freude zu bereiten scheint, so albern und unnötig zu echauffieren ist ja wohl mehr als unerwachsen. Es geht wohl weniger darum, dass da etwas bunt ist, als darum, dass man selbst darüber bestimmen darf, was wie aussieht. Es gibt Nutzer, wie ich, denen so manch eine Benutzeroberfläche deutlich zu verspielt und unaufgeräumt ist. Da freue ich mich doch, dass ich mal alles selbst ein bisschen nach meinen Wünschen ordnen darf. Da wären wir dann auch schon wieder bei Produktivität und Nutzen. Das ist eine sehr objektive Geschichte. Also immer schon den Ball flach halten.

  • Gianluca Di Maggio 01.05.2016

    Manche Leute haben kein Leben, so wie du KaiKiste. Sein Smartphone zu personalisieren ist völlig normal und der Grund warum man ein Android und kein iPhone hat, hast dich wohl falsch entschieden...

  • C. F.
    • Blogger
    01.05.2016

    Vielleicht sollte man einfach und klar differenzieren: die einen benutzen ihr Smartphone als Arbeitsgerät, die anderen als Gadget zum spielen und kommunizieren. Ich zähle eher zu denen, die ihr Smartphone nicht als Arbeitsgerät nutzen, aber auch nicht zum spielen. Es muß funktionieren, klar gegliedert, funktionell, sicher, ohne Spielereien. Ist wohl auch eine Sache des Alters. Bei den Kids muß eben viel bunt und blink-blink sein, mit hello kitty oder sonst irgendwelchem bunten Anime-Mist drauf, bei den älteren Generationen wohl cool und klar. So what? Ein jeder lebe nach seiner facon und verbastle sein Smartphone wie er will. Oder eben nicht ;-)

  • Bodo P. 23.01.2016

    Zedge. Launcher habe ich ewig und 3 Tage etliche ausprobiert, hatte aber irgendwann die Nase voll von der ewigen Individualisiererei.
    Auch habe ich als jahrelanger vehementer Gegner von Samsung und TouchWiz seit 6 Wochen das Galaxy Note 4 und, siehe da, man kann auch mit TouchWiz gut leben.

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